Also, jetzt muss ich auch mal meine Ansichten dazu aufschreiben

Erst mal dazu, welche Rassen für mich typische WTP-Hunde sind. Eigentlich ist es ganz einfach, wenn man
genau die ursprüngliche Verwendung betrachtet, wird es schon klar. Ein Hund der immer eng mit dem Menschen zusammen arbeiten musste, schnell lernen musste, der musste natürlich WTP besitzen. Hunde von denen Eigenständigkeit beim arbeiten erwartet wurde, haben eher weniger WTP.
Wie gesagt kenne ich beide Extreme. Goro mit dem ich über 12 Jahre zusammen gelebt habe, war natürlich das ganze Gegenteil von einem WTP-Hund. Das war ihm ein absolutes Fremdwort. Kira dagegen ist ein richtiger WTP-Hund! Und wartet förmlich darauf etwas neues zu lernen.
Ich muss sagen, es hat beides seine Vor- und "Nachteile"! Es muss halt zu einem selbst, seinem Leben und seinem Umfeld passen. Ich fahr da irgendwie "zweigleisig", ich möchte mich nicht zwischen beiden entscheiden müssen. Ich geniesse die Vorteile beider Hundetypen.
Beide Hundetypen sind ihre Art und Weise eine Herausforderung. Auch wenn die Herausforderungen unterschiedlicher nicht seinen könnten (Ich rede jetzt mal nur von Hüte- und Herdenschutzhunden, da ich die am besten kennengelernt habe!).
Beim Herdenschutzhund hat man natürlich am enormen Territorialverhalten und am Schutztrieb zu arbeiten. Hinzu kommt die starke Eigenständigkeit und die Tatsache, das man sie oftmals nur schwer motivieren kann (Goro nicht über Futter und schon gar nicht über Spiel). Das alles erfordert natürlich viel Vorausblick im Alltag und das man seinen Hund in und auswendig kennt und weiss wie man in bestimmten Situationen zu reagieren hat.
Kira ist aber nicht viel einfacher, weil sie WTP besitzt (klar hat das beim lernen von Kommandos Vorteile). Bei ihr sind es dann ganz andere Dinge die einen fordern. Sie ist durch ihr Temperament immer sofort auf 180, dreht enorm auf, ist schwer "runter zu fahren" usw. Dafür kann man super mit ihr arbeiten, dann ist sie höchst konzentriert 100% dabei (Streber ;p).
LG