Ich muss mal mein Leid klagen.
Eine Freundin und ihr Mann möchten sich einen Hund anschaffen und zeigen sich gänzlich unbelehrbar. Sie haben ja schließlich auch ein Hundebuch gelesen und kennen den Autor und der findet das alles super. Ist das natürlichste der Welt.
Sie haben ein Haus mit 2000qm Garten. Eingezäunt mit 1m Zaunhöhe.
Der Hund soll kommen, wenn sie ihr erstes Kind bekommt, weil sie dann ja 1 Jahr zu Hause ist und Zeit hat. Er ist ja auf Montage und eh die ganze Woche nicht da. Sie wäre dann also mit Baby und Welpen allein.
Das Haus wird er nicht betreten dürfen. Er darf nur draußen leben und sich im Garten frei bewegen.
Laut Überzeugung ihres Mannes und des Hundebuchautors ist das die natürlichste Haltung, die es gibt. 2 Hunde sind ausgeschlossen. Es muss ein Großer sein. Auf mein Argument hin, dass Hunde soziale Wesen sind und es nicht natürlich ist, wenn sie den Großteil des Tages keinen Sozialkontakt haben, meinte er, dass man natürlich jeden Tag 1-2h Gassi gehen muss. Dass der Hund die restlichen 22-23h allein ist, findet er ok.
Nach dem Jahr Elternzeit geht sie dann wieder 8h im Schichtdienst arbeiten. Pro Strecke fährt sie 1h zur Arbeit. In der Woche ist der Hund dann also 10h gänzlich allein. Aber eigentlich länger, weil gerade im Winter ja keiner die ganze Zeit draußen ist und nach der Meinung der Beiden ja eh 1-2h täglich reichen. :shock:
Ich finde es ehrlich gesagt ganz schlimm. Wir hatten das Thema letztes Jahr schonmal. Ich dachte damals, ich hätte es ihnen erfolgreich ausgeredet mit dem Hund. Aber nein, irgendein toller Hundeexperte hat ja ein Buch geschrieben, dass die Alphatheorie predigt und diese Haltung glorifiziert. Ich könnt heulen. Seine bevorzugte Rasse wäre übrigens ein Border Collie.
Sooo schrecklich. Das pack ich sicher nicht, das tolerant zu übersehen. Daran wird garantiert die über 10jährige Freundschaft zerbrechen.
