And I know that there'll be tomorrow.
So that hope can have it's glory day.
And I wish that this world would embrace you
from magic stars and mystery...
Ich weiß nicht mehr, was ich denken soll. Mein Kopf ist leergefegt, meine Gefühle unterdrückt. Ich kann alles nur noch mit Abstand betrachten, sonst werde ich wahnsinnig.
Wird es ein Morgen geben? Wahrscheinlich. Ein Tag folgt auf den anderen; gefüllt mit nichts außer Wut und unendlicher Trauer. Ich weiß nicht, wo ich überhaupt noch die Energie hernehme, morgens aufzustehen und meinen Eltern ins Gesicht zu sehen.
Rufmord.
Schön, dieses Wort. Wunderschön. Niemand hinterfragt es. Es ist einfach so. Misshandeln dich deine Eltern? Ja. Nach meinem Ermessen ja. Es sind immerhin Worte, die den meisten Schaden anrichten. Aber weil ich das alles so ruhig von mir geben kann, lüge ich ja, nicht wahr? Ich sollte meinen Eltern dankbar sein, dass sie sich so für mich einsetzen und mich bei der Suche nach einer Ausbildungstelle unterstützen. Klasse. Blöd nur, dass ich eine Ausbildung nicht durchhalten kann...
Alle sagen immer, dass ich mich nicht wie eine 18-jährige verhalte. Ich weiß? Und jetzt? Ja klar, jetzt wo ich es doch weiß, ändere ich mich natürlich. Kein Problem.
Gerade jemandem vom Jugendamt müsste doch klar sein, dass es zwei Seiten der Medaille gibt - die Sicht der Eltern und die Sicht des Kindes. Und auch, wenn das Handeln der Eltern aus ihrer Sicht volkommen korrekt ist, heißt das nicht, dass das Kind sich nicht durch das Verhalten der Eltern so schlecht fühlt, dass es am liebsten einen ganzen Haufen Tabletten schlucken würde und gut is?
Das hat nichts mit Selbstmordgedanken zu tun, oder mit Depressionen. Keiner der Zuständigen kapiert, dass ich ein viel größeres Problem habe - eines, das längst jemandem hätte auffallen müssen. Doch erwähne ich das böse A-Wort auch nur, lachen meine Eltern mich aus (klar, sie kennen mich doch auch am besten!) und meine Therapeuten meinen, der Sicht meiner Eltern mehr Glauben zu schenken als der Betroffenen. Nein, nicht der Angeklagten, Herr Richter - der Betroffnen. Dem Opfer einer Sache, die bis heute volkommen unerforscht ist und so noch nicht aufgetreten ist. Da müssten wir erstmal umfassende Studien zu einführen.
Huch, so viel Abstand scheine ich ja doch nicht zu der ganzen Situation zu haben... upps.
//Ironie aus.