Wählerisches Schweinchen

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  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #1
Ragamuffin

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Nabend zusammen,

ihr habt es sicher schon fast erraten: Richtig, es geht mal wieder um mein Sorgenkind Nr. 1, den kleinen Oscar. Mittlerweile vermutlich schon recht bekannt durch die zahlreichen Threads. ;)

Nun, Oscar geht es eigentlich ziemlich gut. Seine Lymphknotenschwellung ist schon fast vollkommen abgeheilt, er brommselt fleißig im Gehege umher und pfeift auch mit als einer der Ersten, wenn Futterzeit ist. Die Wirkung des Antibiotikums sollte auch seit mittlerweile zwei Wochen abgeklungen sein.

Das Problem ist nun: Er rührt nur noch einen sehr kleinen Teil des Frischfutters an. Möhre? Wird vollkommen ignoriert. Paprika? Eine Scheibe wird herausgenommen und halb gegessen, dann ist wieder Schluss. Bei Fenchel ist es ähnlich. Ich hab auch heute mal Petersilienwurzel versucht, was bei allen mit großer Begeisterung aufgenommen wurde - bis auf Oscar. Der hat davon nur aus Neugierig ein bisschen genagt (riecht ja nach seiner geliebten Petersilie), dann aber seien lassen.

Was Oscar nach wie vor mit großer Leidenschaft frisst, ist Gurke, Chicoree sowie Chinakohl, Sellerie, sowie alle Arten von Grünfutter (Möhrengrün, Petersilie, etc.). Theoretisch sollte ihm auch Salat schmecken, hab ich aber bis jetzt noch nicht getestet. Was ich auch getestet hab: Trockenfutter - das frisst er auch mit großer Begeisterung.

Was ist los mit dem Schweinchen? Die oben genannten Futtermittel (also Möhre, Paprika und Fenchel) verfüttere ich eigentlich mit großen Erfolg täglich und es ist schon doof, dass da genau ein einziges Meeri dabei ist, welches das überhaupt nicht mag. Wie kann sowas kommen?
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #2
Du hast ihn verwöhnt, ganz einfach.

Während er krank war hat er ja alles bekommen, was er besonders gerne mag, hauptsache er frisst überhaupt - und er findet, das dürfte gerne so weiter gehen, dass Herrchen und Frauchen alles holen, was er lecker findet. und dabei am besten noch drei mal die Woche die Meinung wechseln, damit es nur nicht langweilig wird.

Nachdem er jetzt wieder gesund ist solltest Du versuchen, ihn wieder ein wenig zu erziehen, also eben nicht nur seine geleibten Sachen, sondern entweder, er frisst bei den anderen mit - oder seine Mädels fressen alles alleine und er bleibt hungrig.

Sicherheitshalber aber 2x die Woche wiegen, sollte er mehr als einmalig 30g oder über eine Woche mehr als 50g insgesamt verlieren sollte er wieder ein bisschen seinen willen bekommen - normal deutet so große gewichtsabnahme aber auf krankheit hin, nur weiler verwöhnt ist wird er nicht verhungern - so willensstark sind Meeris nicht, das schaffen nur Katzen.

Ich vermute aber ganz stark, dass er seinen Sturkopf nach wenigen Tagen wieder einpackt und brav mitfrisst.

meine Bande hat auch öfters versucht zu diskutieren ob Möhren angemessen sind oder nicht - ja gut, wenn sie die nciht wollen kommen sie auch nciht um, wenn sie an dem tag eben NUR heu fressen. Sie hatten gehofft, ich würde stattdessen gurke rüber wachsen lassen und mussten dann dummerweise hungrig bleiben - war ihnen eine lehre wir haben keine probleme mit Karotten.
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #3
Jep, gebe susi recht...

Mir wäre kein fall bekannt wo ein meerschwein bei vollem napf verhungert wäre. Bei mir wird auch so einiges nur schräg angeschaut. Dann liegen die karotten halt bis zur nächsten fütterung. Und 3 mal darfst du raten was es dann gibt... genau, karotten...

Ihr lieblingsgemüse (kohlrabi) gibts genau nur wenn vorher alles weg ist. Aber langsam lernen sies und fressen fast alles (und davon mengen...)
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #4
Hey,

am Anfang waren meine Meeris auch nicht so von Karotten begeistert. Aber bevor die Karotten nicht weg sind, gibt es auch keine Gurken. Das habens ie ganz schnell gemerkt - und jetzt futtern sie sofort die Karotten und dann die Gurken. :)

Grüße

John
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #5
So, ich bin mal wieder da. :)

Also Oscar futtert jetzt schon wieder ein bisschen mehr von dem "herkömmlichen Zeug", allerdings bin ich vorsichtig, da er seit dem letzten mal Wiegen vor einer Woche 50 g abgenommen hat (von 975 auf 925 g). Momentan versuche ich es vornehmlich mit Futter für Gewichtszunahme (nein, kein Trockenfutter!).
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #6
Darf ich mal fragen was du ihm fütterst??? Hab ein ähnliches Problem. Frodo müssen wir immer noch päppeln weil er außer Heu und Salat absolut nichts fressen will. Wir versuchen es mit Babybrei und Haferflocken aber so richtig nimmt er nicht zu. :(
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #7
Heu gebe ich ihm wie allen anderen auch, das frisst er aber in rauen Mengen. Möhre und Paprika gebe ich den Tierchen meistens tagsüber, wovon er besonders die Paprika futtert - Möhre ist ihm immer noch suspekt. Gurke gibt es dann als Belohnung für leere Näpfe. Als Nachtfutter gibt es dann noch Sellerie, das liebt er - und das lass ich ihm auch, damit er mir nicht abmagert.
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #8
Hmmm... wenn meiner das nur alles Fressen würde. Er mag im Moment nur Salat, Heu, Ruccola und manchmal ein bissl Selleri ( aber begeistert ist er davon nicht ). Brokoli wird auch mal angeknabbert genaus wie Manderinen. So langsam werd ich noch wahnsinnig! Aber vielen Dank für die Antwort :D
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #9
So, inzwischen ist Oscar ein bisschen entgegenkommender geworden. Paprika wird nun eifriger genagt, manchmal bequemt er sich auch Möhre mitzufuttern. Jedenfalls packe ich meistens so viel Möhre in das Gehege, dass Cassandra und Victoria das eigentlich nicht alleine packen können.

Oscar wiegt inzwischen 925 g, das hat sich auch in den letzten sieben Tagen nicht geändert. Schon wenig, wenn man bedenkt, dass er früher mal 1100 g gewogen hat, als ich ihn frisch hier hatte (vor ca. 3 1/2 Monaten). Das sind immerhin 175 g Unterschied. Sein Bruder Fynn ist in der Zeit nur insgesamt 25 g leichter geworden.

Ist Oscars Gewicht nicht ein bisschen zu wenig? Kann man das ein wenig päppeln, ohne ihm direkt Trockenfutter geben zu müssen? Oder sollte ich aufhören mir darüber Sorgen zu machen und eher versuchen das Gewicht von ihm zu halten?
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #10
Versuch dich nicht so irre zu machen. Er war immerhin ziemlich krank, hatte eine Operation, musste die Kastraquarantäne alleine absitzen... das belastet schon, und Oscar ist eben sehr viel sensibler als Fynn.

Noch dazu waren beide vorher in einem eher kleinen käfig mit nicht optimaler Fütterung, kann auch gut sein, dass Oscar damals eher zu viel auf den Rippen hatte und sein wirkliches Normalgewicht deutlich tiefer anzusetzen ist als 1100g.

Wenn Du ihn anfasst - ich weiß, ist schwer für Neulinge, aber welche Knochen spürst du? Wirbelsäule sollte man spüren, rippen sollten unter einer kleinen fettschicht stecken, und was spürst Du vom Beckenknochen?

Er liegt ja noch im Normbereich, aber leider kann man auf fotos das Gewicht schwer beurteilen, ohne das Schweinchen anfassen zu können...
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #11
Danke, Susanne! Ich glaube du hast wie immer Recht. :) Ich habe Oscar mal so "betatscht" wie du es beschrieben hast und ich spüre nichts, was darauf hinweisen könnte, dass er unterernährt wäre. Seine Rippen sind nicht spürbar und sein Becken ist nicht "knöchrig". Des Weiteren hat er wieder 25 g zugelegt (immerhin). :D

Kleine Randfrage, um mir einen neuen Thread zu ersparen: Ist es normal, wenn Meerschweinchen oft "husten" beim Futtern? Ist ein wenig schlecht zu beschreiben, aber Victoria macht sehr oft Geräusche beim Futtern als wenn sie sich verschluckt hätte. Sie würgt aber keine Nahrung hoch, frisst immer bis zum Ende mit und ist hochgradig fidel. Es klingt nur halt immer beängstigend, wenn sie solche Geräusche von sich gibt. :?
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #12
sie verschluckt sich wirklich,d as ist einfach die Gier. gerade Schweinchen die vorher öfters bissi weniger zu futtern bekommen habe als sie wollten können sich dieses reinstopfen was geht nur schwer abgewöhnen und verschlucken sich, Ein kurzes Husten reicht dann aber normal um den Brocken raus zu geben. Je weniger Du das Futter klein schneidest desto besser kommen sie damit klar. weil sie sichd anns elber was abbeißen müssen,d as hat ja meistens schon passendere Größe.
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #13
In Ordnung, ich habe inzwischen (fast ein Monat später) mal ein bisschen darauf geachtet, dass ich das Futter nicht sooo klein schneide. Es scheint geholfen zu haben - ich höre diese Verschluck-Geräusche nur noch ganz selten zum Glück. :)

So langsam bekomme ich aber das Gefühl, dass Cassandra dem kleinen Oscar sein Futter wegfrisst. Oscar wiegt inzwischen nämlich nur noch 900 g und Cassandra geht steil auf die 1100 g zu. Victoria hält ihre 800 g ganz gut. Bei Cassandra merkt man auch, dass sie schwerer geworden ist und ziemlich breite Hüften hat. Ich vermute mal es gibt keine andere Möglichkeit als Cassandra zur Fütterungszeit herauszunehmen und separat zu füttern, oder?
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #14
Wieder ein Monat später: Oscar wiegt jetzt zwischen 850 und 860 g. Das sind also insgesamt bis zu 250 g weniger als zu dem Zeitpunkt, wo ich ihn gekauft habe! Wenn er sich an einem Abend mal vollgefressen hat, kommt er auch schon mal auf 900 g, aber regulär nicht.

Inzwischen war ich deswegen auch schon bei zwei Tierärzten. Oscar ist fidel und fit und hat nicht die geringsten Anzeichen einer Erkrankung - auch die Backenzähne sind in Ordnung. Momentan füttere ich größere Portionen Frischfutter und abends noch ein wenig Trockenfutter mit Erbsenflocken gemischt. Mein Ziel ist es, ihn wenigstens 100 g schwerer zu päppeln.
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #15
Also ich würde mir dann langsam schon sorgen machen. Was die Tierärzte machen sollten:

- Gründlich abtasten, Fieber messen und abhören
- urin auf Entzündung und Blasensteine testen
- Köttel über drei tage sammeln, so ne gute Auswahl von ihm, und auf parasiten, hefepilze etc. testen
- blut abnehmen, dabei besonders auf Schilddrüsenwerte achten
- Röntgenbild

nachdem das geringe Gewicht jetzt schon so lange besteht istder evrdacht schon in richtung eienr sehr ernsten erkrankung, dir man alleine mit mehr futter nicht weg bekommen wird.
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #16
Wie alt ist Oskar eigentlich?
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #17
So, ich gebe mal ein kleines Statement ab, wie es Oscar geht (er wird übrigens im August zwei Jahre alt).

Ich war nun inzwischen nicht nur bei zwei, sondern sogar bei drei Tierärzten, doch das Resultat ist überall dasselbe: Oscar ist zwar schlank, aber nicht abgemagert. Dein Kot ist vollkommen okay, genau wie die Backenzähne und der ganze Rest. Sein Urin wurde nicht untersucht und der Versuch ihm Blut abzunehmen ist gescheitert, weil nichts raus kam.

Ich denke inzwischen, dass ich mich zu viel sorgen sollte. Oscar frisst gut und ist sogar wieder ein kleines bisschen dicker geworden (900 g) und zusätzlich gebe ich ihm jeden Tag noch ein paar Haferflocken. Wird schon werden. :)
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #18
Warum hat denn keiner den urin untersucht? Das sind nur ein paar teststreifen, höchstens durchs Mikroskop gucken, das kostet praktisch nichts, kann aber leicht die lösung der probleme sein. und beim Kot reicht es nicht ihn nur äußerlich anzusehen, der muss im labor auf kokzidien, Giardien, verschiedene Würmer und Hefen getestet werden.

mir macht einfach sorge,d ass er so viel verloren hat und einfach nicht wieder zu nimmt. und du darfst einem Tierarzt ruhig sagen, was er machen soll - du zahlst, du bestimmst.

Ich würde mich nicht dauerhaft abspeisen lassen.

Eine Freundin hatte ein ganz ähnliches problem und ist dran geblieben - das Schwein hatte mindestens 3 Monate unentdeckt eine Blasenentzündung, das hätte auchd er erste tierarzt mit einem popeligen teststreifen in eienr urinpfütze merken können. hätte sie noch weitaus länger gewartet wäre das schwein irgendwann an eienr popeligen blasenentzündung gestorben. Weil die eben irgendwann in die Nieren hoch wandert...
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #19
Warum hat denn keiner den urin untersucht? Das sind nur ein paar teststreifen, höchstens durchs Mikroskop gucken, das kostet praktisch nichts, kann aber leicht die lösung der probleme sein. und beim Kot reicht es nicht ihn nur äußerlich anzusehen, der muss im labor auf kokzidien, Giardien, verschiedene Würmer und Hefen getestet werden.

mir macht einfach sorge,d ass er so viel verloren hat und einfach nicht wieder zu nimmt. und du darfst einem Tierarzt ruhig sagen, was er machen soll - du zahlst, du bestimmst.

Ich würde mich nicht dauerhaft abspeisen lassen.

Eine Freundin hatte ein ganz ähnliches problem und ist dran geblieben - das Schwein hatte mindestens 3 Monate unentdeckt eine Blasenentzündung, das hätte auchd er erste tierarzt mit einem popeligen teststreifen in eienr urinpfütze merken können. hätte sie noch weitaus länger gewartet wäre das schwein irgendwann an eienr popeligen blasenentzündung gestorben. Weil die eben irgendwann in die Nieren hoch wandert...

Ich kann Susanne da nur voll und ganz zustimmen. In meinen Augen wird hier auch wieder die Hälfte der Untersuchungen nicht gemacht.... leider, wie immer bei vielen TÄ. *seufz*
 
  • Wählerisches Schweinchen Beitrag #20
Ich bin letztens noch mal durch meine Chronik gegangen der Schweinchengewichte seit Januar. Dabei fiel mir auf, dass Oscar quasi schon nach zwei Wochen in Begleitung der Damen auf 925 g gekommen war. Und so gesehen ist der Unterschied wirklich nicht unbedingt gravierend. Wenn er heute so im Schnitt bei knapp 900 g liegt, sprechen wir von 30-40 g weniger - mehr nicht. Klar werde ich das weiter im Auge behalten, aber wenn er das Gewicht stabil hält oder sogar noch weiter steigert, werde ich ihm erst mal den Stress eines vierten Tierarztbesuches ersparen.

Im Übrigen wurde der Kot tatsächlich während meiner Anwesenheit im Labor untersucht, also nicht nur einfach "draufgesehen". Das mit dem Urin wundert mich allerdings auch im Nachhinein, wenn eine solche Überprüfung so einfach gewesen wäre.
 
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