Es kommt halt darauf an, wie man das Wort "erziehen" als Mensch versteht. Man sagt das halt so dahin - der einer erzieht den anderen.
Ich finde, "von einander abschauen" trifft es eher.
Unsere haben sich als Welpen bestimmtes Verhalten von dem/n Großen abgeschaut. Herkommen, Sitz, Platz, Bleib, Verhalten anderen Hunden gegenüber ... sind z.B. Dinge, die sie den Großen nachgemacht haben und haben so bestimmt auch schneller verschiedene Kommandos gelernt als ein einzeln gehaltener Hund ohne Möglichkeit sich was abzuschauen.
Das erspart dem Besitzer aber nicht diese erwünschten Verhaltensweisen auch zu festigen und einzeln mit dem Hund zu "arbeiten". Auch funktioniert das nur, wenn der eine Hund die gegebenen Kommandos sicher beherrscht und nicht mal so und mal so darauf reagiert, denn sonst lernt der Kleine dann auch ganz schnell, daß es eigentlich gar nicht so "wichtig" ist Befehle auch zu befolgen.
Denn auch unerwünschte Dinge werden ganz schnell abgeschaut und sozusagen dann ja auch mit "anerzogen", wenn man nicht aufpasst.
Also ein Selbstläufer ist das ganz bestimmt nicht.
Wobei ich aber schon finde, daß es einfacher ist mit Hilfe eines souveränen, gut im Gehorsam stehenden Althundes einen Hund zu erziehen (meine Erfahrung), - der Mensch muß sich aber halt im klaren darüber ist, daß das nicht heißt, daß er sich gemütlich zurücklehnen kann und nichts tun muß.
Aber es stimmt schon, ich sag auch immer unsere Laika hat die Kleinen "miterzogen" - genauer wäre aber "sie hat vorgemacht und die andern ihr nachgemacht".
Zwei Welpen oder Junghunde gleichzeitig klappt bestimmt auch, wenn man sich mit ganz viel Zeit, Liebe und Konsequenz darauf einlasst.