Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-)

Diskutiere Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Hundler, ich möchte einmal etwas völlig Neues hier ausprobieren und hoffe das ihr mitmacht. Erklärung: Ich nenne ein Fallbeispiel und ihr...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #1
Lilly-Walker

Lilly-Walker

Beiträge
3.967
Punkte Reaktionen
0
Hallo Hundler,

ich möchte einmal etwas völlig Neues hier ausprobieren und hoffe das ihr mitmacht.

Erklärung:
Ich nenne ein Fallbeispiel und ihr könnt euch äußern wie ihr in diesem Fall vorgehen würdet.

Es handelt sich nicht um einen bestimmten Hund sondern es ist alles rein fiktiver Natur wobei es sicherlich solche Fälle geben mag;)
********************************

Fall:
Ein junger Rüde. Kleinbleibender (ca. 45 cm) Mischling, ca. 2 Jahre jung,kastriert. Absolut gesund. Keine körperlichen Schäden und keine Taubheit (wird noch wichtig sein)
Ein absolut lieber Kerl, keinerlei Agressionen Artgenossen oder Menschen gegenüber.

Ganz im Gegenteil: Er liebt alles was zwei und vier Beine hat und stürmt freudig darauf zu.

Der Besitzer bekommt gesagt: Ihr müßt die Bindung stärken. Der Rückruf wird zuerst in der Wohnung, später an ruhigen Orten mit möglichst wenig Ablenkung geübt und wenn das sitzt wird die Ablenkung langsam aber sicher gesteigert.

Problem: Die Leute wohnen mitten in der Stadt, für ruhigere Orte müßten sie weit fahren was aus den verschiedensten Gründen nicht regelmäßig passieren kann.

Sie geben sich jedoch alle erdenkliche Mühe.
Üben Zuhause das "Komm". Sie schnalzen mit der Zunge und der Hund kommt in kürzester Zeit mit fliegenden Ohren zu ihnen angeflitzt, egal in welchem Zimmer er sich gerade aufhält.

Klappt also in häuslicher Umgebung super so das sie es nun unter Ablenkung versuchen.
Ab auf die Hundewiese, die einzigste eingezäunte Fläche wo sie üben können ohne Angst haben zu müssen das er gleich auf und davon ist.

Sie wählen eigens Zeiten in denen nur wenige Hunde unterwegs sind.

Ist noch kein Hund auf der Wiese klappt auch hier der Rückruf einwandfrei. Sie schnalzen, Hund kommt angeflitzt. Immer und immer wieder.

Dann kommt der erste Hund auf die Wiese.
Ein kurzes Begrüßungsritual erfolgt, dann rennen und spielen die Hunde miteinander. Als die Besitzer des anderen Hundes den Heimweg antreten rennt der kleine Mix ihnen hinterher.

Seine Besitzer schnalzen mit der Zunge, Hund schaut kurz auf aber statt zu folgen rennt er weiter hinter den Leuten her. Diese halten ihn fest damit er nicht mit ihnen durch das Törchen abhaut.
Die Besitzer holen ihn freundlich ab und üben erneut den Rückruf. Alles klappt wieder bestens.

Dannn kommt eine kleine Gruppe mit ihren Hunden auf besagte Wiese. Der Kleine Mix freut sich und startet sogleich durch. Wieder dringen seine Besitzer nicht zu ihm durch. Diese sind nun nicht mehr ganz so entspannt denn es scheint Ärger unter den Rüden zu geben welcher sich aber schnell wieder auflöst.

Sie schnalzen mit der Zunge, Nichts.... sie rufen seinen Namen, wieder Nichts.
Darauf hin beschließen sie einfach zum Ausgang (dem Törchen) zu gehen wie es ihnen empfohlen wurde. Der Hund würde ihnen dann schon folgen. Aber dergleichen passiert abermals Nichts. Er nimmt keinerlei Notiz von Herrchen und Frauchen. Diese gehen nun um die Ecke die innerhalb der Wiese nicht zu sehen ist aber von aussen sehr wohl Sicht auf die Wiese zuläßt.
Sie rufen abermals seinen Namen aber der Hund spielt unbeirrt weiter.

Nun geht Herrchen wieder auf die Wiese um den Hund abzuholen. Dieser erhebt nicht mal den Kopf. Erst als Herrchen abermals mit der Zunge schnalzt als er schon dicht an den spielenden Hunden dran ist scheint der Hund ihn wahrzunehmen. Endlich möchte er sich aus der Gruppe lösen und auf sein Herrchen zuflitzen als einer der Rüden (gleichgroßer Mischling) ihm den Weg abschneidet und deutlich signalisiert das er seine Kräfte mit ihm messen möchte. Der Kleine will einen Bogen laufen aber wird durch den anderen Rüden blitzschnell daran gehindert indem er ihm den Weg abschneidet und seinen Kopf auf den des Kleinen legt. Dieser bleibt stocksteif stehen und rührt sich keinen Millimeter vom Fleck.

Erst der Besitzer des anderen Rüden machte das Vorhaben des Kleinen, möglich zu seinem Herrn zu laufen, nachdem er seinen Hund endlich wegnahm.

Daraufhin beeilte der Kleine sich nun schnell zu Herrchen zu gelangen.
Dieser nicht dumm ruft ihn während der Kleine im Anmarsch ist, mit Komm. Als Abschluß erhält der Kleine ein Leckerlie wird angeleint und sie verlassen gemeinsam die Wiese.

Mit diesen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen üben die Leute weiter und zwar mehrmals täglich mit wechselndem Erfolg.

Eines Tages aber vergißt ein anderer Hundehalter nach betreten der Wiese das Törchen zu schließen und der kleine Schlawiner bekommt das mit. Schneller als seine Leute gucken können ist er entwischt. Rennt auf den nächsten Hund (großer Hund, Rasse uninteressant) zu der ihn ohne ersichtlichem Vorsignal (knurren, Zähne fletschen etc.) am Rücken packt und ihn durchschüttelt.

Eine üble Geschichte die der Kleine jedoch beherztem Eingreifens vom Besitzer des anderen Hundes, wenn auch schwer verletzt, überlebt hat.

Völlig genesen machen sich die Besitzer des Kleinen erneut ans üben. Der Kleine hat durch den Beißvorfall keinen seelischen Schaden erlitten und rennt genauso fröhlich wie übermütig auf andere Hunde zu. Er hat nur eins im Sinn....spielen, spielen, spielen.

Die Leute versuchen es also wieder auf der Wiese aber ein richtiger Erfolg will sich nicht einstellen obwohl die Leute konsequent am Ball bleiben.

Also suchen sie Rat in einer Hundeschule. Auch dort wird ähnlich gearbeitet wie die Leute das schon getan haben, nur das der Hund nun auf die Hundepfeiffe konditioniert wird und das Training mittels 10 Meter Schleppleine erfolgt. Das Vorgehen muß hier ja nicht weiter erörtert werden da ich davon ausgehe das jeder Hundler mit Wissen weiß wie man mit einer Schlepp umgeht.

Klappt alles bestens: Der Kleine folgt spitzenmäßig, selbst wenn alle Hunde in der Trainingsgruppe auf dem Platz sind. Schnell kann die Schleppleine weggelassen werden, auf Pfiff kommt er freudig und zügig zurück.

Aber eben nur da, hin und wieder auch auf der Hundewiese.

Fahren die Leute einmal woanders hin wo es ebenfalls Freilaufmöglichkeiten gibt so funktioniert alles Erlernte nur solange kein anderer Hund in Sicht ist. Ist das der Fall ist es seinen Leuten nicht mehr möglich zu ihm durchzudringen.

Und wieder setzten sie die Schleppleine ein. Sobald der Kleine dran ist folgt er wie eine 1, ist sie ab ist er auf und davon.

Nun seid ihr dran.

Wie würdet ihr nun mit dem Hund weiterarbeiten damit der Rückruf auch ausserhalb des Hundeplatzes und ohne Schleppleine erfolgreich funktioniert?

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und Lösungsansätze:D
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #2
Hi,is ja ganz schön schwer^^
also ich wprde ein lieblings spielzeug was der hund wirklich sehr mag,wenn er halt nicht kommt würde ich ihn rufen das er mich anguckt und das spielzeug sieht.Sollter er dann immer noch nicht kommt dann würde ich ihn nur an der schleppleine lassen um nix zu riskieren oder noch einmal zu einer anderen Hundeschule gehen.
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #3
nur ein Jahr später...

Huhu,
hab mir mal so meine Gedanken gemacht....ach nee, Scherz ...
War auf der Suche nach Fallbeispielen und bin nun auf dieser Seite hängen geblieben.
Schönes Beispiel was du da gegeben hast!
Würde mich schon interressieren was aus dem kleinen Kerl geworden ist!
Für mich hört es sich erst einmal so an als die Besitzer nicht so wirklich spannend wären für den kleinen Schnösel...
Ich bin mitten in der Ausbildung! Also...ein Jahr später...watt hatta? Würde mich interressieren! Ehrlich!:D
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #4
Ach du liebes Lieschen

An den Thread hier habe ich garnicht mehr gedacht angesichts der überwältigendender Resonanz:mrgreen:.

Nun, der kleine Kerl wird wohl Zeit seines Lebens an der Schlepp oder Flexi hängen bleiben, es sei denn die Halter bekommen endlich einmal gute Tipps was sie tun können.

An der Situation hat sich nichts geändert, nur das der kleine Kerl halt etwas älter geworden ist;)

Interessieren was in so einem Fall zu tun wäre, tut es mich ja immer noch.

Ich selbst würde über den Weg des miteinander gehen.
So interessant wie möglich machen.
Für den Hund so interessant das er überhaupt keine Lust mehr hat nur anderen Hunden hinterher zu perzen.
Sozusagen Gott in den Augen des Hundes werden.

Garnicht so einfach sich nach einem Jahr in so eine Geschichte wieder einzufinden, kann gedanklich garnicht mehr wirklich da anknüpfen.

Aber es sollen ja noch Zeichen und Wunder geschehen und der Thread erlebt sozusagen einen zweiten Frühling der fruchtbarer ist:mrgreen: Würde mich jedenfalls freuen:D
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #5
ich würde vor allem nicht da üben, wo die größte ablenkung überhaupt ist.

ich meine, die wechseln vom sterilen wohnzimmer auf eine hundeauslaufwiese. dass das nicht klappen kann, ist doch wohl klar.

ich würde mir eine abgelegene straße suchen und dort mit der schleppleine üben. bis zum erbrechen. gleichzeitig würde ich schauen, wo ich noch aufmerksam auf mich machen kann, bzw. wie ich mich interessanter machen kann. z.b. aus der hand füttern oder den hund sein futter auf spaziergängen erarbeiten lassen mit hilfe von suchspielchen etc..

freilauf ist ja nicht nur eine frage des gehorsams, sondern ein abbild dessen, wie wichtig ich für den hund bin und meist liegt genau da der knackpunkt.

wenn ich also merke, der hund reagiert auf mich, bleibt gerne in meiner nähe, würde ich die schleppleine abmachen und so weitertrainieren.

ganz zum schluss würde ich dann mit schlepp an anderen hunden vorbeigehen, und wenn er dem hinterherlaufen sollte, kann ich ihn stoppen und ablenken.

und irgendwann klappt es dann.

vom wohnzimmer aber ins hundeauslaufgebiet wechseln und darauf hoffen, dass der zwerg schon verlustängste bekommt, ist quatsch.

man steckt ja jmd. der abnehmen will auch nicht in einen mcdonalds und hofft, dass er nach dem überfressen geläutert ist.

ablenkung muss man langsam aufbauen.
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #6
Hallo ihr...

Also das die Ablenkung vom Wohnzimmer nur ganz langsam gesteigert werden kann ist ja logisch!
Also wenn das Problem jetzt schon so lange besteht hat sich ja für den Kleinen schon ein kleines Ritual gebildet...oder?
Also, ich würde ähnlich vorgehen. Handfütterung und den Hund arbeiten lassen. Das der kleine Kerl erst einmal wieder begreift wie wichtig seine Herrchen sind! Das hat er entweder noch nie gelernt oder halt vergessen!

Was mich aber noch interressieren würde...was haben die Leute denn noch unternommen wenn er dann ausgebüchst ist?
Freilauf ist ja immerhin eine riesengroße Ressource für den Hund! Hat er Futter zur freien Verfügung?

Lg
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #7
Ich glaube das ich einmal etwas erklären muß.

Im Eingangspost schrieb ich das dieses Fallbeispiel fiktiver Natur ist, ergo: Eine erfundene Geschichte.

Es gibt sicherlich solche Halter, mit solchem Hund, aber mir persönlich ist keiner bekannt bei dem sich das genau so abspielt.
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #8
...

Darf ich noch mal ein anderes kurzes Fallbeispiel in den Raum stellen?

(Wenn nicht - einfach überlesen ;))

Problem: Leinenführigkeit

Border-Colli-Mischling, 2 Jahre, seit Welpenalter bei der Familie

Richtungswechsel, Stehen bleiben, Rückwärts gehen, Leinenrücker, etc. wurden über längerem Zeitraum angewendet. Ohne Erfolg.
Ansprechen des Hundes schlecht bis gar nicht möglich, sobald auch nur ein Blatt interessanter wirkt. Bei anderen Hunden eine totalkatastrophe, was das Leinenziehen bezieht.
Keine Angst. Keine Aggression.
Familie resigniert langsam mit schmerzhaften Armen und Händen, weil nichts der 'bekannten' Mittel funktioniert und auf 'schmerzhafte Erziehungshilfen' will in allen Fällen verzichtet werden.

Wie würdet ihr hier vorgehen?
~§~
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #9
Ich würde es wie folgt versuchen:

Wie reagiert der Hund auf Futter? Nimmt sie draussen auch was an?

Wenn ja: Dem Hund zeigen was man hat (Zeigen: Lecker direkt unter die Nase halten. So sieht ein Hund;)) und dann damit die Aufmerksamkeit auf sich b.z.w. in diesem Fall erstmal auf´s Futter lenken.

Parallel dazu das anschauen üben bis zum umfallen. Erst in reizarmer Umgebung, dann die Ablenkung langsam steigern.

Das Leinentraining dann um genau das anschauen erweitern. Das Training muß aber auch konsequent durchgezogen werden. Es nützt ja nichts es nur halbherzig zu tun. Gemütliche Spaziergänge mit anderen Hunden und deren Halter bei nettem Plausch gehören erstmal der Vergangenheit an;) Die Aufmerksamkeit muß halt immer und überall beim Hund liegen.

Im Akutfall wenn der Hund zieht wenn er andere Hunde sieht: Den Hund leicht hinter sich ziehen und ein Bein demonstrativ und großzügig vor den Hund stellen um ihm ganz klar zu signalisieren: Bis hierher und nicht weiter.

Und auf keinen Fall dann für´s ziehen auch noch zum Hund lassen, sondern erst dann einen Kontakt erlauben wenn er ruhig geblieben ist. Macht die Hündin nun immer noch Zirkus, einfach ignorieren und es gibt eben keinen Kontakt.
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #10
...

Sagen wir der Hund (ob Rüde oder Hündin untinteressant) reagiert nicht auf Futter und auch nicht auf Spielzeug.
Selbst die leckerste Leberwurst sorgt nicht für ne Sekunde 'Ablenkung'.

Ruhige Umgebung ist alles kein Problem. Oder wenn es um Richtungen geht, wo der Hund 'kein Ziel vor Augen' hat.
~§~
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #11
Ok. Dann wiederhole ich mich und ergänze noch

Im Akutfall wenn der Hund zieht wenn er andere Hunde sieht: Den Hund leicht hinter sich ziehen und ein Bein demonstrativ und großzügig vor den Hund stellen um ihm ganz klar zu signalisieren: Bis hierher und nicht weiter.

Ergännzung:
Dem Hund dann als Alternativverhalten ein Sitz oder ein Platz geben. Geht er nich freiwillig ins Sitz etwas nachhelfen indem man mit der Hand unter den Po geht und leicht nach vorne drückt. Das ist besser als den Hund von oben runter zu drücken.

Und auf keinen Fall dann für´s ziehen auch noch zum Hund lassen, sondern erst dann einen Kontakt erlauben wenn er ruhig geblieben ist. Macht die Hündin nun immer noch Zirkus, einfach ignorieren und es gibt eben keinen Kontakt.
Weitere Ergänzung:
Begegnungen gezielt üben. Kommt ein Hund entgegen zu Anfang zügig einen großzügigen Bogen laufen. Bleibt er auf Distanz ruhig, kurz loben. Alles im laufen versteht sich, auf keinen Fall stehen bleiben.

Abschließend, wenn sich der andere Hund ausser Sichtweite oder des Interesses des Hundes befindet mit einem schönen Spiel belohnen.

Das würde mir jetzt so einfallen;)
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #12
Also beim ersten Beispiel würde ich sagen, dass man (auch wenns komisch klingt) nicht auf eine eingezäunte Wiese geht, die meisten Hunde verstehen sofort, dass sie dort eh nicht entkommen können, also ändert es an der Situation nichts. Hier würde ich machen, was ich schon einmal einem echten Beispiel geraten habe, sich interessant machen durch spielen oder leckerlie am körper, belohnen durch hóchspringen an mir (wens nicht stört) oder mit dem spielzeug slolam durch die beine, egal was, hauptsache es passiert direkt an meinem körper, sodass ich das tollste auf der welt bin und alle belohnung nur bei mir passiert. Auf der anderen seite möchte ich hier mal etwas anbringen, was man auch mir mal zu dem thema gesgat hat: wenn ich meinen hund holen muss, gibts auch keine belohnung.... das finde ich eigentlich logisch, denn wenn ich fünf minuten schreie und dann bis auf zwei schritte an den hund ranmuss bis er sich überhaupt mal umdreht, brauch ich ihn auch nicht mehr loben.... anleinen und gehen und fertig ist... die meisten hunde sind so sensibel, dass sie gleich verstehen: da war was nich ok.... auf der andern seite natürlich wenn er es richtig macht so belohnen, dass der kleine denkt er hat den weltfrieden gebracht und ist der größte im universum, damit er auch ja versteht, wie toll das war :)

Beim zwieten Beispiel würde ich auch mla das mit dem Spielen versuchen, aber zum Thema Ziehen an der Leine hab ich auch mal was tolles gehört, das bei mir geklappt hat: den hund nerven..... die leine einfach in der hand halten und wenn er zieht nicht auch ziehen sondern die hand so drehen, dass es ganz leicht spannt, dann wieder loslassen und wieder drehen, die ganze zeit bis er aufhört.... das braucht zwar viel geduld, aber irgendwann ist der hund so genervt, allerdings ohne gewaltanwendung, dass er aufhört.
LG
 
  • Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #13
nun gebe ich auch noch meinen Senf dazu :angel:

Beispiel Nr, 1: ich würde es hier mit Dummytraining (Beute) probieren. Für die, welche das nicht kennen, dies ist ein ziemlich robuster Beutel mit Reissverschluss UND Klett, darin kann man Futter reinfüllen. Die Idee an der Arbeit mit dem Ding ist, dass der Hund sich sein Futter quasi verdienen und erarbeiten muss, die Zusammenarbeit mit dem Menschen ein spannendes Jagdspiel ist. Der Hund soll also ohne Ablenkung im Haus lernen, dass die Beute toll ist. Er bekommt sein Futter nur noch aus diesem Ding. Dafür soll er vorallem sofort auf Ruf oder Pfiff kommen, später kann man die Beute verstecken, der Hund soll sie suchen. Das übt man bis es einwandfrei klappt und der Hund an dem Ding wirklich Freude hat. Dann kann man es unter LEICHTER Ablenkung (nicht gerade auf der Hundewiese) üben. Rausgehen, Hund auf die Beute fixieren. Immer wieder Übungen machen, dafür immer wieder mit Futter und Spiel belohnen. Man kann die Beute irgendw verstecken, der Hund soll sie suchen (an der Schleppleine), man kann sie ihm zuwerfen, er soll sie apportieren... Vielleicht kann man auch mal einen Freund organisieren, der einen (verträglichen) Hund hat, der könnte mal als "Opfer" dienen, kommt mit angeleintem Hund um die Ecke, will der andere dann hin und hört auch nichts aufs Rückrufen, kann der Freund den anderen Hund auch mal erschrecken oder ihn einfach verscheuchen. Sprich, mal energisch auf ihn zu gehen, auf den Boden stampfen, ihm vielleicht sogar eine Leine entgegen werfen, ihn einfach erschrecken! Dann wird er, 100%, mal kurz stocken und hoffentlich (durch die gute Vorbereitungsarbeit) auch Kontakt zu seinem Besitzer suchen, ihn anschauen und nachfragen, was nun abgeht. Da muss der Besitzer dann sofort reagieren, Hund freundlich rufen, in die andere Richtung weggehen, mit der Beute locken. Kommt er dann, gibts ne riesen Fete und ganz viel Beute. So kann man das vielleicht immer und immer wieder üben.
Ergänzend würde ich mich als Besitzer eines so aufgweckten und hundeorientieren Hundes auch so organisieren, dass ich 1-2 Mal in der Woche auch mit einer Gruppe ausgesuchter Leute und ihrere (ebenfalls verspielten) Hunden laufen gehe. Damit er das eben auch ausleben kann!

Für Fall Nr. 2: ich habe schon mit div. Hunden gearbeitet. Und ich habe noch KEINEN Hund NICHT dazu gebracht, anständig an der Leine zu laufen. Leinenführspiel. Es geht darum, wer bestimmt den Weg, wer bestimmt das Tempo (nebenbei gesagt: dies sollte immer der Mensch sein :lol:). Also, Hund an die lange Leine nehmen (ca. 3 meter) Leine am Ende halten, loslaufen. Sobald der Hund überholt, Richtung wechseln und zwar zügig. Kein Warten, kein Locken, kein gar nichts. Im schlimmsten Fall schiesst er halt voll in die Leine---sein Pech. Er wird es lernen. Dies wiederholt man immer und immer wieder. Sobald der Hund überholt---Richtung wechseln und zwar zügig und bestimmt. Irgendwan, ich betone auf IRGENDWANN :? wird jeder Hund anfangen, Kontakt zum anderen Ende der Leine zu suchen und sich daran zu orientieren. Und dann muss man auch reagieren und loben. Aber wie gesagt, so habe ich bisher noch jeden Hund dazu gebracht, sich an mir zu orientieren und anständig an der Leine zu laufen. Wobei ich natürlich zugeben muss, dass man in den ersten Tagen nicht wirklich weit kommt.... :) aber das sollte es einen wert sein.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-)

Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) - Ähnliche Themen

Hund hat keine Interesse an anderen Hunden und Maßregelt oft: Halli hallo, Mein Hund hat wenig bis keine Interesse an anderen Hunden. Es ist kein Problem für mich aber ich frage mich immer wieder woher das...
Hund zum 4. Mal vom Nachbarshund angegriffen: Hallo Ihr Lieben Unsere Wohnsituation ist momentan etwas schwierig und ich würde sehr gerne eure Meinungen zu meiner Situation hören. *Vorsicht...
Abruf funktioniert nicht - Rückruf trainieren: Wir trainieren ja fleissig, leider wurde der heutige Anfang des Hundekurses wegen Matschwiese abgesagt. Ich habe folgendes Problem: Zu Hause...
Sozialisierung und Hundefreunde: Hallo an alle! Da dies mein erster Post ist gebe ich hier natürlich erstmal Informationen zu dem Hund über den ich spreche und seinen Alltag/die...
Heute erster Freilauf - bravorös gemeistert: Nachdem ich den großen seit dem wir ihn haben fast ständig an der Leine habe, hat er nun von selber angefangen - draussen Sachen selber...
Oben