- Ein Fallbeispiel... Der Rückruf... mitmachen erwünscht ;-) Beitrag #1
Lilly-Walker
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Hallo Hundler,
ich möchte einmal etwas völlig Neues hier ausprobieren und hoffe das ihr mitmacht.
Erklärung:
Ich nenne ein Fallbeispiel und ihr könnt euch äußern wie ihr in diesem Fall vorgehen würdet.
Es handelt sich nicht um einen bestimmten Hund sondern es ist alles rein fiktiver Natur wobei es sicherlich solche Fälle geben mag
********************************
Fall:
Ein junger Rüde. Kleinbleibender (ca. 45 cm) Mischling, ca. 2 Jahre jung,kastriert. Absolut gesund. Keine körperlichen Schäden und keine Taubheit (wird noch wichtig sein)
Ein absolut lieber Kerl, keinerlei Agressionen Artgenossen oder Menschen gegenüber.
Ganz im Gegenteil: Er liebt alles was zwei und vier Beine hat und stürmt freudig darauf zu.
Der Besitzer bekommt gesagt: Ihr müßt die Bindung stärken. Der Rückruf wird zuerst in der Wohnung, später an ruhigen Orten mit möglichst wenig Ablenkung geübt und wenn das sitzt wird die Ablenkung langsam aber sicher gesteigert.
Problem: Die Leute wohnen mitten in der Stadt, für ruhigere Orte müßten sie weit fahren was aus den verschiedensten Gründen nicht regelmäßig passieren kann.
Sie geben sich jedoch alle erdenkliche Mühe.
Üben Zuhause das "Komm". Sie schnalzen mit der Zunge und der Hund kommt in kürzester Zeit mit fliegenden Ohren zu ihnen angeflitzt, egal in welchem Zimmer er sich gerade aufhält.
Klappt also in häuslicher Umgebung super so das sie es nun unter Ablenkung versuchen.
Ab auf die Hundewiese, die einzigste eingezäunte Fläche wo sie üben können ohne Angst haben zu müssen das er gleich auf und davon ist.
Sie wählen eigens Zeiten in denen nur wenige Hunde unterwegs sind.
Ist noch kein Hund auf der Wiese klappt auch hier der Rückruf einwandfrei. Sie schnalzen, Hund kommt angeflitzt. Immer und immer wieder.
Dann kommt der erste Hund auf die Wiese.
Ein kurzes Begrüßungsritual erfolgt, dann rennen und spielen die Hunde miteinander. Als die Besitzer des anderen Hundes den Heimweg antreten rennt der kleine Mix ihnen hinterher.
Seine Besitzer schnalzen mit der Zunge, Hund schaut kurz auf aber statt zu folgen rennt er weiter hinter den Leuten her. Diese halten ihn fest damit er nicht mit ihnen durch das Törchen abhaut.
Die Besitzer holen ihn freundlich ab und üben erneut den Rückruf. Alles klappt wieder bestens.
Dannn kommt eine kleine Gruppe mit ihren Hunden auf besagte Wiese. Der Kleine Mix freut sich und startet sogleich durch. Wieder dringen seine Besitzer nicht zu ihm durch. Diese sind nun nicht mehr ganz so entspannt denn es scheint Ärger unter den Rüden zu geben welcher sich aber schnell wieder auflöst.
Sie schnalzen mit der Zunge, Nichts.... sie rufen seinen Namen, wieder Nichts.
Darauf hin beschließen sie einfach zum Ausgang (dem Törchen) zu gehen wie es ihnen empfohlen wurde. Der Hund würde ihnen dann schon folgen. Aber dergleichen passiert abermals Nichts. Er nimmt keinerlei Notiz von Herrchen und Frauchen. Diese gehen nun um die Ecke die innerhalb der Wiese nicht zu sehen ist aber von aussen sehr wohl Sicht auf die Wiese zuläßt.
Sie rufen abermals seinen Namen aber der Hund spielt unbeirrt weiter.
Nun geht Herrchen wieder auf die Wiese um den Hund abzuholen. Dieser erhebt nicht mal den Kopf. Erst als Herrchen abermals mit der Zunge schnalzt als er schon dicht an den spielenden Hunden dran ist scheint der Hund ihn wahrzunehmen. Endlich möchte er sich aus der Gruppe lösen und auf sein Herrchen zuflitzen als einer der Rüden (gleichgroßer Mischling) ihm den Weg abschneidet und deutlich signalisiert das er seine Kräfte mit ihm messen möchte. Der Kleine will einen Bogen laufen aber wird durch den anderen Rüden blitzschnell daran gehindert indem er ihm den Weg abschneidet und seinen Kopf auf den des Kleinen legt. Dieser bleibt stocksteif stehen und rührt sich keinen Millimeter vom Fleck.
Erst der Besitzer des anderen Rüden machte das Vorhaben des Kleinen, möglich zu seinem Herrn zu laufen, nachdem er seinen Hund endlich wegnahm.
Daraufhin beeilte der Kleine sich nun schnell zu Herrchen zu gelangen.
Dieser nicht dumm ruft ihn während der Kleine im Anmarsch ist, mit Komm. Als Abschluß erhält der Kleine ein Leckerlie wird angeleint und sie verlassen gemeinsam die Wiese.
Mit diesen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen üben die Leute weiter und zwar mehrmals täglich mit wechselndem Erfolg.
Eines Tages aber vergißt ein anderer Hundehalter nach betreten der Wiese das Törchen zu schließen und der kleine Schlawiner bekommt das mit. Schneller als seine Leute gucken können ist er entwischt. Rennt auf den nächsten Hund (großer Hund, Rasse uninteressant) zu der ihn ohne ersichtlichem Vorsignal (knurren, Zähne fletschen etc.) am Rücken packt und ihn durchschüttelt.
Eine üble Geschichte die der Kleine jedoch beherztem Eingreifens vom Besitzer des anderen Hundes, wenn auch schwer verletzt, überlebt hat.
Völlig genesen machen sich die Besitzer des Kleinen erneut ans üben. Der Kleine hat durch den Beißvorfall keinen seelischen Schaden erlitten und rennt genauso fröhlich wie übermütig auf andere Hunde zu. Er hat nur eins im Sinn....spielen, spielen, spielen.
Die Leute versuchen es also wieder auf der Wiese aber ein richtiger Erfolg will sich nicht einstellen obwohl die Leute konsequent am Ball bleiben.
Also suchen sie Rat in einer Hundeschule. Auch dort wird ähnlich gearbeitet wie die Leute das schon getan haben, nur das der Hund nun auf die Hundepfeiffe konditioniert wird und das Training mittels 10 Meter Schleppleine erfolgt. Das Vorgehen muß hier ja nicht weiter erörtert werden da ich davon ausgehe das jeder Hundler mit Wissen weiß wie man mit einer Schlepp umgeht.
Klappt alles bestens: Der Kleine folgt spitzenmäßig, selbst wenn alle Hunde in der Trainingsgruppe auf dem Platz sind. Schnell kann die Schleppleine weggelassen werden, auf Pfiff kommt er freudig und zügig zurück.
Aber eben nur da, hin und wieder auch auf der Hundewiese.
Fahren die Leute einmal woanders hin wo es ebenfalls Freilaufmöglichkeiten gibt so funktioniert alles Erlernte nur solange kein anderer Hund in Sicht ist. Ist das der Fall ist es seinen Leuten nicht mehr möglich zu ihm durchzudringen.
Und wieder setzten sie die Schleppleine ein. Sobald der Kleine dran ist folgt er wie eine 1, ist sie ab ist er auf und davon.
Nun seid ihr dran.
Wie würdet ihr nun mit dem Hund weiterarbeiten damit der Rückruf auch ausserhalb des Hundeplatzes und ohne Schleppleine erfolgreich funktioniert?
Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und Lösungsansätze
ich möchte einmal etwas völlig Neues hier ausprobieren und hoffe das ihr mitmacht.
Erklärung:
Ich nenne ein Fallbeispiel und ihr könnt euch äußern wie ihr in diesem Fall vorgehen würdet.
Es handelt sich nicht um einen bestimmten Hund sondern es ist alles rein fiktiver Natur wobei es sicherlich solche Fälle geben mag
********************************
Fall:
Ein junger Rüde. Kleinbleibender (ca. 45 cm) Mischling, ca. 2 Jahre jung,kastriert. Absolut gesund. Keine körperlichen Schäden und keine Taubheit (wird noch wichtig sein)
Ein absolut lieber Kerl, keinerlei Agressionen Artgenossen oder Menschen gegenüber.
Ganz im Gegenteil: Er liebt alles was zwei und vier Beine hat und stürmt freudig darauf zu.
Der Besitzer bekommt gesagt: Ihr müßt die Bindung stärken. Der Rückruf wird zuerst in der Wohnung, später an ruhigen Orten mit möglichst wenig Ablenkung geübt und wenn das sitzt wird die Ablenkung langsam aber sicher gesteigert.
Problem: Die Leute wohnen mitten in der Stadt, für ruhigere Orte müßten sie weit fahren was aus den verschiedensten Gründen nicht regelmäßig passieren kann.
Sie geben sich jedoch alle erdenkliche Mühe.
Üben Zuhause das "Komm". Sie schnalzen mit der Zunge und der Hund kommt in kürzester Zeit mit fliegenden Ohren zu ihnen angeflitzt, egal in welchem Zimmer er sich gerade aufhält.
Klappt also in häuslicher Umgebung super so das sie es nun unter Ablenkung versuchen.
Ab auf die Hundewiese, die einzigste eingezäunte Fläche wo sie üben können ohne Angst haben zu müssen das er gleich auf und davon ist.
Sie wählen eigens Zeiten in denen nur wenige Hunde unterwegs sind.
Ist noch kein Hund auf der Wiese klappt auch hier der Rückruf einwandfrei. Sie schnalzen, Hund kommt angeflitzt. Immer und immer wieder.
Dann kommt der erste Hund auf die Wiese.
Ein kurzes Begrüßungsritual erfolgt, dann rennen und spielen die Hunde miteinander. Als die Besitzer des anderen Hundes den Heimweg antreten rennt der kleine Mix ihnen hinterher.
Seine Besitzer schnalzen mit der Zunge, Hund schaut kurz auf aber statt zu folgen rennt er weiter hinter den Leuten her. Diese halten ihn fest damit er nicht mit ihnen durch das Törchen abhaut.
Die Besitzer holen ihn freundlich ab und üben erneut den Rückruf. Alles klappt wieder bestens.
Dannn kommt eine kleine Gruppe mit ihren Hunden auf besagte Wiese. Der Kleine Mix freut sich und startet sogleich durch. Wieder dringen seine Besitzer nicht zu ihm durch. Diese sind nun nicht mehr ganz so entspannt denn es scheint Ärger unter den Rüden zu geben welcher sich aber schnell wieder auflöst.
Sie schnalzen mit der Zunge, Nichts.... sie rufen seinen Namen, wieder Nichts.
Darauf hin beschließen sie einfach zum Ausgang (dem Törchen) zu gehen wie es ihnen empfohlen wurde. Der Hund würde ihnen dann schon folgen. Aber dergleichen passiert abermals Nichts. Er nimmt keinerlei Notiz von Herrchen und Frauchen. Diese gehen nun um die Ecke die innerhalb der Wiese nicht zu sehen ist aber von aussen sehr wohl Sicht auf die Wiese zuläßt.
Sie rufen abermals seinen Namen aber der Hund spielt unbeirrt weiter.
Nun geht Herrchen wieder auf die Wiese um den Hund abzuholen. Dieser erhebt nicht mal den Kopf. Erst als Herrchen abermals mit der Zunge schnalzt als er schon dicht an den spielenden Hunden dran ist scheint der Hund ihn wahrzunehmen. Endlich möchte er sich aus der Gruppe lösen und auf sein Herrchen zuflitzen als einer der Rüden (gleichgroßer Mischling) ihm den Weg abschneidet und deutlich signalisiert das er seine Kräfte mit ihm messen möchte. Der Kleine will einen Bogen laufen aber wird durch den anderen Rüden blitzschnell daran gehindert indem er ihm den Weg abschneidet und seinen Kopf auf den des Kleinen legt. Dieser bleibt stocksteif stehen und rührt sich keinen Millimeter vom Fleck.
Erst der Besitzer des anderen Rüden machte das Vorhaben des Kleinen, möglich zu seinem Herrn zu laufen, nachdem er seinen Hund endlich wegnahm.
Daraufhin beeilte der Kleine sich nun schnell zu Herrchen zu gelangen.
Dieser nicht dumm ruft ihn während der Kleine im Anmarsch ist, mit Komm. Als Abschluß erhält der Kleine ein Leckerlie wird angeleint und sie verlassen gemeinsam die Wiese.
Mit diesen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen üben die Leute weiter und zwar mehrmals täglich mit wechselndem Erfolg.
Eines Tages aber vergißt ein anderer Hundehalter nach betreten der Wiese das Törchen zu schließen und der kleine Schlawiner bekommt das mit. Schneller als seine Leute gucken können ist er entwischt. Rennt auf den nächsten Hund (großer Hund, Rasse uninteressant) zu der ihn ohne ersichtlichem Vorsignal (knurren, Zähne fletschen etc.) am Rücken packt und ihn durchschüttelt.
Eine üble Geschichte die der Kleine jedoch beherztem Eingreifens vom Besitzer des anderen Hundes, wenn auch schwer verletzt, überlebt hat.
Völlig genesen machen sich die Besitzer des Kleinen erneut ans üben. Der Kleine hat durch den Beißvorfall keinen seelischen Schaden erlitten und rennt genauso fröhlich wie übermütig auf andere Hunde zu. Er hat nur eins im Sinn....spielen, spielen, spielen.
Die Leute versuchen es also wieder auf der Wiese aber ein richtiger Erfolg will sich nicht einstellen obwohl die Leute konsequent am Ball bleiben.
Also suchen sie Rat in einer Hundeschule. Auch dort wird ähnlich gearbeitet wie die Leute das schon getan haben, nur das der Hund nun auf die Hundepfeiffe konditioniert wird und das Training mittels 10 Meter Schleppleine erfolgt. Das Vorgehen muß hier ja nicht weiter erörtert werden da ich davon ausgehe das jeder Hundler mit Wissen weiß wie man mit einer Schlepp umgeht.
Klappt alles bestens: Der Kleine folgt spitzenmäßig, selbst wenn alle Hunde in der Trainingsgruppe auf dem Platz sind. Schnell kann die Schleppleine weggelassen werden, auf Pfiff kommt er freudig und zügig zurück.
Aber eben nur da, hin und wieder auch auf der Hundewiese.
Fahren die Leute einmal woanders hin wo es ebenfalls Freilaufmöglichkeiten gibt so funktioniert alles Erlernte nur solange kein anderer Hund in Sicht ist. Ist das der Fall ist es seinen Leuten nicht mehr möglich zu ihm durchzudringen.
Und wieder setzten sie die Schleppleine ein. Sobald der Kleine dran ist folgt er wie eine 1, ist sie ab ist er auf und davon.
Nun seid ihr dran.
Wie würdet ihr nun mit dem Hund weiterarbeiten damit der Rückruf auch ausserhalb des Hundeplatzes und ohne Schleppleine erfolgreich funktioniert?
Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und Lösungsansätze