Hallo!
Nachdem ich jetzt alle Beiträge gelesen habe (oke, die letzten nur überflogen), juckt es mich in den Fingern auch noch meinen Senf dazuzugeben.
Zum Thema Geld: Unsere RL sagt immer: Wenn du zu viel Geld hast, dann kauf dir ein Pferd

Am besten guckt man sich mal bei ner RB an, was so in einem oder zwei Jahren an Geld durchrauscht. Du wirst erstaunt sein
Zum Thema eigenes Pferd, jung oder alt, alles selber machen oder doch was fertiges: Wir haben zu Hause 5 Pferde, 2 gekauft, 3 quasi selbstgemacht

Ich hab mit 12 auf meinem 3jährigen Pferd angefangen zu Reiten. Ich glaube, damit wurde uns beiden kein besonders großer Gefallen getan. Wir hatten teils verdammt harte Zeiten mit verweinten Augen und gegenseitiger Hassliebe. Heute, 10 Jahre später, kann ich sagen, dass mein Pferd das anständigste aus unserer Truppe ist, Verlass- und Lehrpferd. Dank meiner einer

(->das Eigenlob stinkt mehr als unser Misthaufen) Aber es war ein harter Kampf und oft einfach verdammt frustrierend. Reiten war in diesem Fall kein Spaß.
Momentan haben wir zwei junge (4 und 5) unterm Sattel, haben uns auch jemanden für den Beritt geholt und reiten die auch nach Anleitung, damit die nicht so nen holprigen Start in den Reitalltag haben wie meine Alte. Klappt so weit prima, manchmal sind sie halt übermütig, aber dafür sind sie ja junge Pferde.

Aber bis die beiden mal so weit waren, dass sie auch als Jungpferde gut zu händeln waren, muss man schon einiges an Zeit und Geduld investieren. Macht oft Spaß, manchmal auch nervig. Und gefährlich wirds, wenn man dieses ca 450 kg Tier mal merken lässt, dass es mit Gewicht einiges gut machen kann.:eusa_eh:
Und wir haben allerdings auch den Beweis, dass es Pferd-Reiter-Paare gibt, die sollt es eiglt gar nicht geben bzw hält man für unmöglich. Über einen guten Züchter/Ausbilder, der uns und unsere Fähigkeiten kennt, wurde meiner Oma (69) eine 5jährige kleine Vollblutstute mit Militaryausbildung empfohlen. Und was soll ich sagen: Mit den beiden klappt alles wunderbar, wobei das vor allem an dem großartigen Pferdecharakter liegt. Bei meiner Oma ist sie immer ganz lieb, bei anderen Leuten zeigt sie auch mal, dass sie doch auch ihren eigenen Willen hat.
Und noch was fällt mir ein: Ja, reiten verlernt man nicht. Nein, draufsitzen und reiten wie vorher geht nicht. Seit ich studiere komm ich teilweise nur alle 6 Wochen mal auf mein Pferd (die ich ja vorher 9 Jahre geritten hab). Wir verstehen uns auf Anhieb. Ich weiß, wie ich ihr sage, was ich will und sie versteht es auch. NUR: Schon nach ein paar Wochen sind die ganzen Bewegungsabläufe nicht mehr so drin wie vorher, man fühlt sich steif, evtl sogar bissl unsicher, und Pferdi nutzt das natürlich aus

Der Kopf vergisst die Theorie nicht, aber die Muskeln. Hab dem ganzen jetzt mal mit Schwimmen entgegengewirkt, seitdem ist es viel besser. Mein neues Ziel: regelmääßig Reitstunden oder besser gleich ne RB.
Hoffe, das war nicht zu lang und komplett vorbei
Schönen Abend noch euch allen!
