Also meine Erfahrungen gehen da wohl in beide Richtungen oder sagen wir mal in viele verschiedene Richtungen: Ich selbst als Kind war bei jedem Tier dabei, so schnell konnten meine Eltern gar nicht schauen, ausserdem hätte es mir meine Mutter sowieso verboten, da sie panisch wurde bei allem was auf vier Pfoten ging, ganz besonders bei großen bösen Killermaschinen wie Hunden

. Ihre Panik haben wir erfolgreich mit unserem ersten eigenen hund (rottweiler-schäfer mischling) therapiert.
Bin auch gebissen worden von zwei Pudeln, auch ohne ihnen wehgetan zu haben... sie mochten das einfach nicht, und ich war zuviel kind und tierliebhaberin um das zu verstehen...
Was meinen eigenen ersten Hund betraf, musste ich oft feststellen, dass ich mir mehr sorgen um das wohl des Kindes machte, als die eigene Mutter. Ich stellte fest, dass mein immer gutmütiger und braver Hund mit zunehmenden Alter Kinder nicht mehr ertrug... also sich in Sicherheit gebracht hat und wenn das Kind das nicht akzeptiert hat, auch geknurrt hat. Mir wäre es niemals eingefallen, meinen Hund deswegen "eins auf den Kopf zu geben" oder dergleichen, ganz im Gegenteil auch Kinder müssen lernen, dass man einem Hund nicht nachlaufen kann und sie verstehen es am Besten, wenn man es ihnen einfach erklärt. Mir wäre es ausserdem unverständlich warum ein Hund nicht das Recht haben soll, zu knurren wenn ihm was nicht passt, oder er nicht berührt werden will??
Und ich würde nie behaupten, dass er nicht auch geschnappt hätte, wenn ich nicht dazwischen gegangen wäre und ihn aus dieser Situation rausgeholt hätte. Für mich bleibt ein Hund ein Hund... und die Verantwortung liegt alleine bei mir ihn einzuschätzen und ihn auch vor Kindern zu "retten".
Auch meine jetzige Hündin, die sehr vorsichtig und lieb mit Kindern umgeht, würde ich NIEMALS alleine oder unbeaufsichtigt mit einem Kind lassen und sobald sie auch nur irgendeine Form von Angst oder Unsicherheit zeigt nehm ich sie sofort aus dieser Situation raus - bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass ich deswegen unfreundlich dem Kind gegenüber werden muss. Überhaupt nicht! Auch nicht, wenn mal ein Kind ihr versehentlich auf die Pfote tritt und sie quietscht, erkläre ich dem Kind einfach, dass sie vorsichtiger sein muss und bleib in greifbarer Nähe.
Sollte ein Kind jedoch wirklich offensichtlich zu grob sein(oft so im Alter zwischen 2 und 3), gehe ich hin, und erkläre dem Kind, wie man genau ein Tier streichelt und bleib in der Nähe immer den Hund unter Beobachtung, ob es ihr nicht doch zuviel wird.
Was ich aber doch oft erlebt habe waren die Mütter, die oBWOHL ich sie freundlich gebeten hab, die Kinder nicht zum Hund zu lassen, trotzdem sagten, ihre 2 jahre alten (!) Kinder könnten mit Tieren umgehen! Da setzt dann bei mir jedes Verständnis für die Mütter aus!!! In diesem Fall bin sogar ich zornig geworden, und das kommt selten vor! Denn wenn etwas passiert, ist immer der Halter schuld und das Kind der Leidtragende.