An der Modeindustrie stört mich schon, dass es offensichtlich nur "Teufelszeug" und völlig überteuerte Klamotten geben kann :? Ich sehe ja ein, dass man für - um mal bei MoBies Beispiel zu bleiben - eine Mütze keine 5 Euro ausgeben und dann erwarten kann, dass die "Macher" davon gut leben können. Aber es kann ja auch nicht sein, dass man bei gleich bei >50 Euro für eine einfache Wollmütze landet, die meine Oma früher an einem Abend gestrickt hat mit einem Knoll von ein paar Euros. Da muss es noch einen Weg geben, halbwegs anständige Ware zu einem halbwegs anständigen Preis zu haben.
Hab mir vor wenigen Wochen einen neuen Wintermantel von S.Oliver gekauft. Ist auch China-Ware. Auch wenn ich den Eindruck habe, dass die Qualität besser ist und der Mantel schön wärmt (mit S.Oliver habe ich immer gute Erfahrungen gemacht. Hält mit abstand am längsten), dennoch bleibt es China-Kram und dann auch noch sehr teurer China-Kram, und von dem Geld erhalten die Arbeiter aus China mit Sicherheit am wenigsten. Das kanns ja irgendwie nicht sein. Wenn S.Oliver gut 150 Euro für eine Jacke nimmt, muss da einfach auch was faires bei rukommen, finde ich. Von den Hemden meines Freundes fange ich nicht an oder von den 30 Euro Basics, von denen man in der Regel mehr als 1-2 braucht.
Ich finde die Preise von Esprit und S.Oliver total angemessen, sofern die Klamotten mal moralisch wenigstens halbwegs korrekt hergestellt werden. Mal ehrlich, die Läden haben sehr guten Umsatz, da muss man was drehen können als Marke. Sowas nervt mich einfach. Da kann nicht nur der Kunde dran schuld sein. Offensichtlich sind ja viele Kunden gewillt, entsprechende Preise zu zahlen. Daran kanns ja nicht liegen. Bin ja sonst immer ein "ihr habts in der Hand"-Verfechter", aber hier sehe ich absolut keine Möglichkeit, wenn den Firmen da nicht auch mal ein paar Grenzen gesetzt werden.
Vielleicht muss ich doch mit dem Stricken anfangen, um wenigstens ein paar Sachen selbst zu machen
