Hallo Elstertier,
eine Hundeschule oder einen "Verhaltenstherapeuten für Hunde" hatte ich bisher noch nicht nötig. (Nur das da keine Missverständnisse aufkommen).
Fakt ist, dass die Statistik der Beissunfälle durch Hunde stark zugenommen hat, obwohl quantitativ im Laufe der letzten Jahre weniger Hunde im Schnitt, pro Rasse, gezüchtet wurden. (Nur wenige, früher eher seltene Rassen sind die Ausnahme).
Um ein paar Besispiele zu nennen.
DSH 1996 30.802 Welpen - 2005 18.278 Welpen
Rottweiler 1996 3.372 Welpen - 2005 1.559 Welpen
Bearded Collie 1996 1.023 Welpen - 2005 801 Welpen
usw.
Und ist es nicht einerlei, ob sie sich Verhaltenstherapeuten oder Tierpsychologen nennen?
Es sind alles hausinterne Diplome/Urkunden/Bescheinigungen.
Der Begriff Hundetherapeut ist genauso wenig geschützt, wie Dipl.Tierpsychologe.
Ob Akademien oder sonstiges...
Rein theoretisch könnte ich eine "Akademie für kynologische Verhaltenstherapie" gründen.
Die meisten Hundeschulen-Betreiber bezeichnen sich als "Verhaltenstherapeut" und/oder schreiben "Hunde-Therapeut auf ihr "Fähnchen.
Und wenn sie dies ausnahmweise nicht machen, dann frage ich erst recht: Wie kommt es dann, dass die an Problemfällen herumdoktern?! Denn zeige mir mir die Homepage einer Hundeschule, welche nicht für sich behauptet, auch bei problematischen Tieren helfen zu können.
Ich habe seit vielen Jahren den "UR" des VDH abonniert und alljährlich wird die Welpenstatistik herausgegeben.)
Die Tendenz ist weiterhin rückläufig.
Also weniger Hunde, (Rassehunde), und auch Mischlinge, (da viel mehr kastriert wird als früher), zusätzlich zu Vereinen aber nun viele Hundeschulen, und insgesamt aber viel mehr auffällige Hunde....
Wie passt das zusammen???
Auffällig ist auch, dass die Ordnungsämter viel mehr zu tun haben, und dass die sogenannten Wesensüberprüfungen (durch "vereidigte" Sachverständige) zwecks Gefahrenabwehr....) zu- und keinesfalls abnehmen.
Boulevardblätter, vorgenannt die BZ gab es in den 70er und 80er Jahren auch schon. Doch wie verhältnismäßig selten ging es da um auffällige Hunde?!
Siehe dir nur die Mitteilungen von aho an: Es vergeht keine Woche, in der nicht irgendwo ein Hund in D zugebissen hat.
Wie ist das zu bewerten, wenn man bedenkt, dass es zusätzlich zu den Vereinen nun Tausende Hundeschulen gibt!?
Und ich möchte dir da widersprechen....
Die wenigsten gehen in eine Hundeschule, wenn der Hund auffällig geworden ist, sondern heutzutage ist es einfach "in" einen Kurs zu besuchen.
Und da wird nicht selten ratzfatz zur Kastration geraten, oder aber so tolle Sachen wie folgt gemacht/empfohlen:
Die Besitzerin einer jungen, knapp 4 Monate alten Groenendael-Hündin, wollte auf Nummer sicher gehen und testen lassen, ob ihre, gegenüber fremden Personen äusserst ängstlich reagierende Hündin, nicht evtl. mal, aus ihrer Angst heraus, zubeißen würde.
Sie vereinbarte einen Termin mit einem "Diplom-Hundepsychologen".
Und was tat dieser Mann?.... Er bedrängte die sowieso extrem unsichere Hündin, trieb sie in die Ecke und zwickte sie auch noch. Da die Hündin nicht nach ihm schnappte...sein Urteil: „Kein Angstbeißer!“
Wow!
2) Verhaltenstherapeutin...Inhaberin einer Hundeschule:
“Wenn Besuch kommt, sperren sie ihren Hund weg!“
Ich finde sowas wirklich unmöglich. Der damit gemeinte Hund (Tervueren) ist alles andere als problematisch, zeigt ein sehr gutes Sozialverhalten gegenüber Kindern, Erwachsenen und Artgenossen. Aber der Besitzerin wurde ständig suggeriert, dass er ja mal ein Problemhund werden könnte!
Und wo haben denn die "Therapeuten gelernt? Hundeschule oder "Fernstudium".
Ließ nur hier im Forum, wieviele schon "Welpenspielstunden" in Hundeschulen besuchen. (Welpenprägetage nach Weidt/Berlowitz wären da m.E. sowieso gescheiter.)
Wer ist überhaupt noch in einem Verein? Die wenigsten Erstbesitzer kennen den Unterschied und erkundigen sich gleich nach einer Hundeschule.
Und wie soll ein Laie...und um die geht es mir hier, die wenigen guten von den vielen schlechten erkennen?
Und wer ist nun in "therapeutischer" Hinsicht kompetent?
Blaschke-Berthold, Gansloßer, Grewe, Bloch, Feddersen-Petersen, Nijboer, Brunner, Aldington, Rugaas?
Erst wenn die Kynologen sich mal gemeinsam an einen Tisch setzen und über ihre Eitelkeiten hinauswachsen...zum Wohle des Hundes - dann kann man /Frau sich auch irgendwann ruhigen Geweissens Therapeut nennen, da dann auch nicht mehr einseitig orientiert "therapiert" wird.
Ich habe mir hier in der Vergangenheit schon einmal das Maul verbrannt...und möchte aus diesem Grund einfach nochmal abschließend sagen:
Leute...guckt erstmal in den Vereinen...auch da gibts fähige Leute!
Gruss
Suzie