Haltung des Forums bezüglich Freigängerkatzen


  1. #1
    Mod-Team

    Haltung des Forums bezüglich Freigängerkatzen

    Liebe User,
    folgender Text ist eine konkrete Ausführung der https://www.tierforum.de/t2-regeln-des-forums.html bezüglich Freigängerkatzen.
    Unser Anliegen ist kein Verbot des Freigangs für Hauskatzen, sondern ein verantwortungsbewusster und respektvoller Umgang gegenüber unserer Umwelt.


    Hauskatzen stammen nicht von unserer heimischen Europäischen Wildkatze ab, sondern von der Falbkatze. Sie belegen damit ganz andere Lebensräume - nämlich Felder, offene Flächen und deren direkte Ränder. Für die dort lebenden Kleintiere ist unsere Hauskatze noch immer ein neuer, fremder Räuber, für den sie nicht gewappnet sind.
    Hinzu kommt, dass die Population der Hauskatzen dank uns Menschen sehr viel höher ist, als sie es bei einem wild lebenden Räuber je sein könnte.
    Diese zwei Fakten machen Katzen zu einer konkreten Bedrohung für viele Kleintiere. Singvögel, vor allem Bodenbrüter, viele kleine Säugetiere wie Hamster und auch einheimische Reptilien und Amphibien sind durch die Katze bedroht. Selbst das Erbeuten von Mäusen stört das Gleichgewicht der Natur, denn die Mäuse sind Lebensgrundlage vieler einheimischer Jäger, etwa von vielen Greifvögeln.

    Katzen sorgen auch nicht für eine natürliche Auslese, wie vielfach angenommen wird. Sie erbeuten nicht nur schwache und kranke Tiere, sondern in erster Linie gesunde Jungvögel, die gerade flügge werden oder ganz gesunde
    Tiere die einfach Pech hatten. Wie bereits angedeutet ist die heimische Fauna nicht für ein Raubtier wie unsere Hauskatzen gewappnet.

    Sicher, noch schlimmer als die Katze ist der Mensch, der systematisch deren Lebensräume zerstört - aber das zieht uns Katzenhalter nicht aus der Affäre!
    Wunder wirken können wir natürlich nicht. Das Jagen kann man Katzen nicht abgewöhnen und Freigänger gänzlich einzusperren oder mit Glöckchen zu versorgen ist Tierquälerei.
    Ein paar Kleinigkeiten können und sollten wir aber unserer Natur und anderen Tieren zu liebe schon tun:

    1. Unverletzte Beutetiere den Katzen abnehmen und wieder aussetzen!
    Im Austausch dafür kann man der Katze auch ein Leckerchen geben und notfalls gelingt es sicherlich, mit einer Katzenangel für Ersatz zu sorgen! Jagderfolg ist schön und gut, aber für ein bisschen kätzischen Spaß sollten nicht möglicherweise bedrohte Wildtiere sterben müssen!

    2. Verletzte Beutetiere in eine Auffangstation oder zum TA bringen!
    Bei gewöhnlichen Mäusen ist das nicht immer sinnvoll, weil diese als Schädlinge eher getötet als aufgepäppelt werden, aber bei jedem anderen Tier gibt es keine Ausrede. Und auch bei Mäusen zeugt es von Menschlichkeit, wenn man ihnen einen schnellen Tod ermöglicht, statt sie von den Katzen – manchmal über Stunden – totspielen zu lassen.
    Bei Vögeln sollte im Idealfall ein darauf spezialisierter TA aufgesucht werden, da viele TAs zu geringe Kenntnisse für die Behandlung von Vögeln haben.

    3. Schwer verletzte Beutetiere...
    Hier gilt es abzuwägen. In Normalfall sollten sie zum TA gebracht werden, damit dieser sie schmerzfrei und schnell erlösen kann. Ist der Weg zum TA aber sehr weit, ist es manchmal sinnvoller, das Tier durch eine lange Fahrt- und Wartezeit nicht noch länger leiden zu lassen.

    Soweit zum Umgang mit bereits erbeuteten Wildtieren, aber es gibt auch noch ein paar weitere Kleinigkeiten, die sich leicht umsetzen lassen:

    4. Katzen vermehrt im Haus behalten, wenn Brutzeit ist (Mitte April bis Mitte August)!
    Bei sehr vielen Vogelarten halten sich die Jungvögel nach Verlassen des Nestes einen bis mehrere Tage am Boden auf und werden von den Vogeleltern weiter versorgt. In dieser Zeit sind sie besonders gefährdet durch freilaufende Katzen.
    Es hängt viel von der Katze ab, da es hier große individuelle Unterschiede gibt: bei den meisten ist es aber problemlos möglich, sie dann nur nachmittags ein paar Stunden nach draußen zu lassen und in den Morgenstunden im Haus zu behalten. Die Jungvögel verlassen am frühen Morgen das Nest und sind in den ersten Stunden danach noch etwas ungeschickt beim Fliegen und von daher besonders gefährdet.

    Im Idealfall sollten Freigängerkatzen vollständig im Haus behalten werden, wenn die Jungvögel gerade flügge werden.

    5. Keine Vögel in Hausnähe füttern, keine Vogeltränken aufstellen, keine Nistkästen aufhängen!
    Sollte für Katzenhalter eigentlich selbstverständlich sein und bedarf hoffentlich keiner weiteren Erklärung.


    6. Katzen durch Spiel auslasten:
    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Katzen zu beschäftigen. Sei es ein neuer Karton mit ein paar Löchern, ein Fummelbrett, eine Katzenangel (nur unter Aufsicht) oder schlicht ein paar Bälle und Spielmäuse und etwas Zeit.


    Die andere Seite:
    Giftköder sind in der Tat schlimmer als Katzen, und wo Mäuseplagen drohen sind Katzen oft die einzige Alternative. Auch können Katzen wirklich nicht aus ihrer Haut und man ist nicht immer in der Nähe, um einzugreifen. Da hilft leider alles nichts. Gerade halbwilde Katzen lassen sich Beutetiere oft auch nicht so einfach abnehmen.

    Echte Tierliebe hört nicht bei den eigenen Tieren auf. Jedes Tier hat ein Recht auf Leben – oder wenigstens auf einen schnellen Tod, wenn es denn schon sterben muss.


    Mit freundlichen Grüßen,
    das Moderatoren-Team

  2. Anzeige
    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.



  3. #2
    Die 7 M´s
    Sehr guter Beitrag!

    Aber dennoch sei mir eine klitzekleine kritische Bemerkung erlaubt. Nämlich dazu:


    Zitat Zitat von Mod-Team Beitrag anzeigen
    5. Keine Vögel in Hausnähe füttern, keine Vogeltränken aufstellen, keine Nistkästen aufhängen!
    Sollte für Katzenhalter eigentlich selbstverständlich sein und bedarf hoffentlich keiner weiteren Erklärung.

    Man kann sowohl Vogelfutterplätze als auch Vogeltränken und Nistkästen so "anbringen", dass sie katzensicher sind.
    Zum Beispiel mit Baummanschetten.

  4. #3
    blackcat
    Man kann sowohl Vogelfutterplätze als auch Vogeltränken und Nistkästen so "anbringen", dass sie katzensicher sind.
    Zum Beispiel mit Baummanschetten.
    Das ist richtig, aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Werden die Jungvögel flügge, beginnen sie ihre ersten Flugversuche direkt im Revier einer Katze...

    Aber ansonsten stimme ich dir zu, man muss individuell abwägen, ob das Risiko eingegangen werden kann oder nicht.

  5. #4
    Knusperchen
    Bei uns lässt sich im Garten seit wir Katzen halten gar kein Vogel mehr blicken. Die scheinen alle zu wissen, dass da Katzen auf der Jagd sind .

  6. #5
    JanaBerends
    Oder haben ihre gesamte Verwandtschaft an die Katzen verloren. Nicht schön.

  7. Adbot

  8. #6
    Knusperchen
    Nein, das kann nicht sein .

  9. #7
    swift_w
    Eigenarten von Hauskatzen

    sieht/liest man auch hier

    Gruß
    Swift_w

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