- Der Mythos vom Trieb Beitrag #1
suno
- Beiträge
- 5.033
- Punkte Reaktionen
- 2
Hallo,
aus gegebenem Anlass möchte ich hier das Thema Hunde und ihr (Rasse-)typischer Trieb ansprechen. Wahrscheinlich werde ich damit eine Welle lostreten - hoffentlich zu einer effektiven Diskussion.
Da es mir gerade am Herzen liegt fange ich mal (als ehemaliger Jagdhund Besitzer und weil ich es immer wieder höre) mit "dem Jagdhund" an.Ich habe mir vorgenommen peu à peu alle Gattungen an zu sprechen.
1. Der Jagdhund
Oft lese ich hier und höre draußen..."ich habe einen Jagdhund...- der jagt halt / der ist ein Jäger deshalb nicht abrufbar etc."
Dazu muss ich sagen, es tut mir leid - so kann man das nicht stehen lassen.
Ein Jagdhund darf keinesfalls ein eigenständiger Jäger sein - das ist und war nie die Intension dieser Zuchtgattung. Ein Jagdhund ist stehts zur Unterstützung des jeweiligen menschlichen Jägers gedacht und als solcher in seiner spezifischen Art seit tausenden von Jahren, neben dem Hüte/Wachhund, ein ehemals unersetzlicher Gefährte zur Sicherung des Lebensunterhaltes - sprich Nahrung.
Was hätte der Mensch von einem "Jagdhund" der halt mal so wild und vollkommen unkontrollierbar jagen geht? Nichts, im Gegenteil er würde zur "Konkurrenz" und damit eher lästig als hilfreich.
Nun gibt es verschiedene Arten des Jagens und daher auch verschiedene Jagdhund Gattungen:
Vorstehhunde/Apportierhunde/Stöberhunde/Schweißhunde/Erdhunde /Bracken
Keiner dieser Hunde, darf in seinem Verhalten unkontrollierbares Jagd-verhalten zeigen. Richtig (in diesem Fall kommt dann das "Artgerecht"zu Wort) gelenkt arbeitet jeder dieser Hunde seinem Führer zu - niemals grundsätzlich vom Halter weg.
"Ich habe einen Setter der jagt halt!" Ist eine absolut widersinnige Aussage. Dieser spezielle Hund z.B. ist ein reiner Vorsteh & Apportierhund. Richtig gelenkt "sieht/witterd" er ein Tier - bleibt ruckartig und wie angewurzelt stehen, eine Vorderpfote in der Luft...."zeigt" dem Menschen das Wild an - wartet auf den Schuß, dann der apport Befehl, der Hund holt das Wild (ohne sichtliche Spuren) und legt es zu Füßen des Jägers.
Es wird soviel z.B über Border und deren Hütetrieb geschrieben - und wie man dies durch Auslastung, geeignete Spiele und Kopfarbeit in den Griff bekommt. Das gleiche gilt auch für unsere Jagdhunde....
Kaum einer von uns hat eine Jagd - ebenso wenig wie eine Herde Schafe oder Kühe....und trotzdem kann man MIT diesen Tieren herrlich arbeiten und leben.
Vor allem wenn man sich bewußt wird, daß ein Jagdhund kein Jäger ist - sondern des Jägers Helfershelfer.
Wer sich einbißchen intensiver Informieren möchte:
Einsatz von Jagdhunden / 26.6.13
http://www.ljv-sh.de/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=70
Bin gespannt
LG Suno
aus gegebenem Anlass möchte ich hier das Thema Hunde und ihr (Rasse-)typischer Trieb ansprechen. Wahrscheinlich werde ich damit eine Welle lostreten - hoffentlich zu einer effektiven Diskussion.
Da es mir gerade am Herzen liegt fange ich mal (als ehemaliger Jagdhund Besitzer und weil ich es immer wieder höre) mit "dem Jagdhund" an.Ich habe mir vorgenommen peu à peu alle Gattungen an zu sprechen.
1. Der Jagdhund
Oft lese ich hier und höre draußen..."ich habe einen Jagdhund...- der jagt halt / der ist ein Jäger deshalb nicht abrufbar etc."
Dazu muss ich sagen, es tut mir leid - so kann man das nicht stehen lassen.
Ein Jagdhund darf keinesfalls ein eigenständiger Jäger sein - das ist und war nie die Intension dieser Zuchtgattung. Ein Jagdhund ist stehts zur Unterstützung des jeweiligen menschlichen Jägers gedacht und als solcher in seiner spezifischen Art seit tausenden von Jahren, neben dem Hüte/Wachhund, ein ehemals unersetzlicher Gefährte zur Sicherung des Lebensunterhaltes - sprich Nahrung.
Was hätte der Mensch von einem "Jagdhund" der halt mal so wild und vollkommen unkontrollierbar jagen geht? Nichts, im Gegenteil er würde zur "Konkurrenz" und damit eher lästig als hilfreich.
Nun gibt es verschiedene Arten des Jagens und daher auch verschiedene Jagdhund Gattungen:
Vorstehhunde/Apportierhunde/Stöberhunde/Schweißhunde/Erdhunde /Bracken
Keiner dieser Hunde, darf in seinem Verhalten unkontrollierbares Jagd-verhalten zeigen. Richtig (in diesem Fall kommt dann das "Artgerecht"zu Wort) gelenkt arbeitet jeder dieser Hunde seinem Führer zu - niemals grundsätzlich vom Halter weg.
"Ich habe einen Setter der jagt halt!" Ist eine absolut widersinnige Aussage. Dieser spezielle Hund z.B. ist ein reiner Vorsteh & Apportierhund. Richtig gelenkt "sieht/witterd" er ein Tier - bleibt ruckartig und wie angewurzelt stehen, eine Vorderpfote in der Luft...."zeigt" dem Menschen das Wild an - wartet auf den Schuß, dann der apport Befehl, der Hund holt das Wild (ohne sichtliche Spuren) und legt es zu Füßen des Jägers.
Es wird soviel z.B über Border und deren Hütetrieb geschrieben - und wie man dies durch Auslastung, geeignete Spiele und Kopfarbeit in den Griff bekommt. Das gleiche gilt auch für unsere Jagdhunde....
Kaum einer von uns hat eine Jagd - ebenso wenig wie eine Herde Schafe oder Kühe....und trotzdem kann man MIT diesen Tieren herrlich arbeiten und leben.
Vor allem wenn man sich bewußt wird, daß ein Jagdhund kein Jäger ist - sondern des Jägers Helfershelfer.
Wer sich einbißchen intensiver Informieren möchte:
Einsatz von Jagdhunden / 26.6.13
http://www.ljv-sh.de/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=70
Bin gespannt
LG Suno