Der Mythos vom Trieb

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Hallo,
aus gegebenem Anlass möchte ich hier das Thema Hunde und ihr (Rasse-)typischer Trieb ansprechen. Wahrscheinlich werde ich damit eine Welle lostreten - hoffentlich zu einer effektiven Diskussion.

Da es mir gerade am Herzen liegt fange ich mal (als ehemaliger Jagdhund Besitzer und weil ich es immer wieder höre) mit "dem Jagdhund" an.Ich habe mir vorgenommen peu à peu alle Gattungen an zu sprechen.

1. Der Jagdhund
Oft lese ich hier und höre draußen..."ich habe einen Jagdhund...- der jagt halt / der ist ein Jäger deshalb nicht abrufbar etc."

Dazu muss ich sagen, es tut mir leid - so kann man das nicht stehen lassen.

Ein Jagdhund darf keinesfalls ein eigenständiger Jäger sein - das ist und war nie die Intension dieser Zuchtgattung. Ein Jagdhund ist stehts zur Unterstützung des jeweiligen menschlichen Jägers gedacht und als solcher in seiner spezifischen Art seit tausenden von Jahren, neben dem Hüte/Wachhund, ein ehemals unersetzlicher Gefährte zur Sicherung des Lebensunterhaltes - sprich Nahrung.

Was hätte der Mensch von einem "Jagdhund" der halt mal so wild und vollkommen unkontrollierbar jagen geht? Nichts, im Gegenteil er würde zur "Konkurrenz" und damit eher lästig als hilfreich.

Nun gibt es verschiedene Arten des Jagens und daher auch verschiedene Jagdhund Gattungen:
Vorstehhunde/Apportierhunde/Stöberhunde/Schweißhunde/Erdhunde /Bracken

Keiner dieser Hunde, darf in seinem Verhalten unkontrollierbares Jagd-verhalten zeigen. Richtig (in diesem Fall kommt dann das "Artgerecht"zu Wort) gelenkt arbeitet jeder dieser Hunde seinem Führer zu - niemals grundsätzlich vom Halter weg.

"Ich habe einen Setter der jagt halt!" Ist eine absolut widersinnige Aussage. Dieser spezielle Hund z.B. ist ein reiner Vorsteh & Apportierhund. Richtig gelenkt "sieht/witterd" er ein Tier - bleibt ruckartig und wie angewurzelt stehen, eine Vorderpfote in der Luft...."zeigt" dem Menschen das Wild an - wartet auf den Schuß, dann der apport Befehl, der Hund holt das Wild (ohne sichtliche Spuren) und legt es zu Füßen des Jägers.

Es wird soviel z.B über Border und deren Hütetrieb geschrieben - und wie man dies durch Auslastung, geeignete Spiele und Kopfarbeit in den Griff bekommt. Das gleiche gilt auch für unsere Jagdhunde....

Kaum einer von uns hat eine Jagd - ebenso wenig wie eine Herde Schafe oder Kühe....und trotzdem kann man MIT diesen Tieren herrlich arbeiten und leben.

Vor allem wenn man sich bewußt wird, daß ein Jagdhund kein Jäger ist - sondern des Jägers Helfershelfer.

Wer sich einbißchen intensiver Informieren möchte:
Einsatz von Jagdhunden / 26.6.13


Bin gespannt
LG Suno
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #2
Ah, das finde ich mal eine interessante Idee, besonders wenn ich die Vielfalt an Trieben bedenke, die unsere Hunde über die Jahre mitbekommen haben und die sie prägen und hin und wieder auch leiten.

Mir fallen besonders zwei ein, die immer wieder als Begründung für unerwünschtes Verhalten genannt werden: Beim HSH der eigenständige Schutztrieb und beim Schäferhund und Co. der Schutztrieb, der sich durch alles was sich bewegt verbellen äußert. Oft werden Triebe als Ausrede benutzt, dabei kann man sie wunderbar umlenken, wenn man sein Tier kennt und weiß wie.

Vielleicht mal ein paar Worte zum HSH und seiner Form des Schutztriebes, weil ich öfter mal was in der Art höre:
Der Herdenschutzhund beschützt seine Herde, wenn der Schäfer nicht in der Nähe ist, vor Räubern, die den Tieren gefährlich werden können. Er soll soweit eigenständig sein, dass er selbst Gefahren einschätzt und nur wenn wirklich nötig eingreift – nicht durch Biss oder eine wilde Rauferei, sondern durch Abschrecken. Sie liegen dabei auch nicht alleine bei der Herde, sondern zu mehreren.

Das hebelt sowohl das Gerücht aus, dass HSH aufgrund ihrer Verwendung keine anderen Rüden dulden würden, als auch, dass sie sehr bissig wären, wenn sie Gefahr wittern.
Außerdem beschützt ein HSH nicht wie oft gemeint ein bestimmtes Grundstück, sprich sein Haus – sein Trieb ist an eine Herde gebunden, nicht an einen Ort. Ein HSH erkennt das als zu beschützendes Revier, was ich ihm als solches ausweise.

Interessant finde ich auch, dass HSH nicht nur schützen, sondern die Herde auch mit dem Schäfer zur Weide treiben. Sie sind durchaus die Arbeit mit dem Menschen gewohnt und werden dafür auch verwendet, sie sind also nicht grundsätzlich unerziehbar und auch nicht grundsätzlich nie ohne Leine zu führen. Auch ein HSH kann gehorchen, wenn man weiß, wie man mit ihm arbeiten muss.

Ein HSH kann auch lernen, was keine Gefahr darstellt. Sicherlich wird er in einer neuen Umgebung erst einmal alles aufmerksam beobachten, aber entgegen vieler Behauptungen geht er nicht einfach nach vorne in die Leine und bellt alles blind an, sondern beobachtet und schätzt ab. Es ist Sache des Hundeführers, dem Hund verständlich zu machen, was eine Gefahr darstellt und was nicht. Was als nicht gefährlich abgehakt wurde wird auch künftig nicht mehr angekläfft. So ein Hund erfordert eben – wie jeder andere auch – einen souveränen und konsequenten Hundeführer.

Quellen: ,
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #3
Off-Topic
Warum verwendet man eigentlich überhaupt den Begriff "Trieb"? Denn zu den Trieben gehören Jagen, Bewachen oder Hüten nicht. Theoretisch gehört dies zu den Instinkten. Oder sagt man das aus kynologischer Sicht nur so?
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #4
Grüße,

Ich finde das Ganze auch sehr interessant, zudem die Triebe ja ein wirklich großes Thema sind. Grundsätzlich unterscheidet man in "nicht trainierbare, bedingt trainierbare und trainierbare" Triebe. Als bedingt trainierbar gelten zb. der Schutz- und Wachtrieb als nicht trainierbar der Geltungstrieb und der Wehtrieb.
Trainierbar sind unter anderem der Beutetrieb, der Spieltrieb, der Stöbertrieb etc.

Triebe gelten als besondere Instinkte die miteinander verbunden und bei der Geburt schon vorhanden oder eben innerhalb bstimmter Zeiträume reifen. Wichtig ist, das Triebe kein ererbtes Verhaltensmuster aktivieren sondern lediglich den Drang zu einem bestimmten Verhalten aktivieren.

Ausgelöst werden Triebe zb. durch äußere oder auch innere Reize und drängen quasi den Hund zu einem Verhalten. Der Hund versucht also immer mit einem bestimmten Verhalten zum Triebziel zu kommen. Die Endhandlung beendet dann die Aktion die nötig war um dieses Triebziel zu erreichen.

Beispiele für den Selbsterhaltungstrieb: Ernärhungstrieb, Aktivitätstrieb
Primäre Untertriebe für den Selbsterhalt: Beutetrieb, Bringtrieb, Spürtrieb

Die Triebe lassen sich von Fachmännern oftmals schon relativ früh testen, so kann der Geltungstrieb, Spieltrieb etc. ab der 4. Woche getestet werden, der Wehr/achtrieb ab dem 6. Monat etc.
Ich sehe das immer ganz toll bei meinem Ausbilder, wenn sich der einen Hund anschaut der außerhalb des Geländes steht und er selbst mit einem anderen Hund gerade arbeitet, reichen ihm diese 10-15 Minuten des "Rübersehens" um zu erkennen was mit dem Hund los ist - ich finde das total beeindruckend und hoffe, das ich da auch irgendwann lernen kann :uups:
Es ist viel leichter mit einem Trieb zu arbeiten stattdagegen.

Ist ein sehr großes, interessantes Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #5
Ich finde das einen richtig guten Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Wir haben unseren Dackel aus dem Tierheim nach etwa 2 Monaten begann er wegzulaufen und zu jagen. Ich wollte ihm das abgewöhnen . Ich habevon Hundeschulen und Hundebesitzern gehört, das funktioniert nicht beim Dackel , der hat eben Jagdtrieb. Ich wollte das nicht hinnehmen, weil ich dachte ein Jagdhund der für sich alleine jagt ist doch unbrauchbar. In einem Rudel lässt doch der Rudelführer auch nicht alle so jagen wie sie gerade wollen und lustig sind. Mein Dackel hat noch viele andere Triebe,die ich ihn auch nicht ungehindert ausleben lasse. ( dann sehe der schon aus wie ne Tonne ) Nach 1,5 Jahren konsequenten Training hört er super. Ab und zu kommt es noch mal durch aber dann ist er abrufbar. Dazu braucht ein Hund aber Erziehung, Bewegung und andere Auslastung und das ist mit viel Arbeit verbunden. Ich ärgere mich aber sehr wenn ich Hundebesitzer sehe die aus Faulheit ihren Hund auch jetzt in der Jungtierzeit freilaufen lassen und jagen lassen mit der Begründung ist eben ein Jagdhund der braucht das..
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #6
Off-Topic
Ich hab nichts sinnvolles beizutragen, will dieses Thema aber unbedingt weiterverfolgen. Find ich super, da kann ich noch viel lernen.


Foss was ist denn Wehtrieb?
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #7
Also die Aussage das man einen Jagdtrieb mit Auslastung in den Griff bekommen würde, lasse ich mal da so hin gestellt.
Meine Hunde gehen dreimal die Woche zu Training. Draußen werden Suchspiele gemacht, und trotz allem (besonders im Herbst) muss ich aufpassen das er nicht abhaut.
Wenn er mit Hundefreunden tobt haut er sogar ab. Das ein Hund nicht eigenständig jagen soll ist mir auch klar. Genauso wie ein Border nicht hüten soll von sich aus (machen aber auch verdammt viele).
Mein Hund z. B. Jagd nicht nur auf Sicht, sondern auch auf Spur, er steht vor, und wenn er was im Gebüsch hört ist er auch schnell dabei.

Hier wird immer drüber geredet das man jeden Hund aus jeder Situation abrufen können muss.

So dann frag ich jetzt mal und ich will jetzt vernüftige Brauchbare antworten und nicht eine wischi waschi Antwort.

Wie bringe ich es bei meinen Hund von einem Reh, Hase oder Katze abrufen, ohne lebende Tiere zum üben zu haben? Ach ja nicht zu vergessen, ohne schmerz.
Was ich alles schon versucht habe? Mantrailing aus gleich, (der zeit läuft er frei suchend), Reizangeltraining. Konnte ihn aus dem vollen sprint ins Platz schicken (was beim Reh 100% nicht klappen würde, weil das eine völlig anders Situation ist und er ziemlich gut weiß).
Auch weiß er genau wann eine Leine dran ist und wann nicht. egal wie dünn zum Schluss ist. Er weiß eben und benimmt dem entsprechend.
Auch wenn einige User es vielleicht denken. Es ist ja nicht so das ich nichts versucht habe, und es einfach hin genommen hab.
Sicher kenne auch ich einige Hunde nicht mehr auf die Jagd gehen, aber es ist wie in der Jägergemeinschaft auch über Meideverhalten erarbeitet worden. Einfach über Konsequenzen für den Hund wenn er jagen geht.

Lg
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #8
@Ivy: Da es morgens ist und ich kein großer Jagdhundekenner bin erstmal eine kurze Antwort: Doch, ich würde am lebenden Tier arbeiten. Klingt jetzt brutaler, als es gemeint ist, aber ich würde die Schlepp anlegen und in das Gebiet laufen, wo du weißt, dass garantiert viel Wild unterwegs ist (natürlich nicht durch das Unterholz trampeln und die Tiere extra aufscheuchen). Dann wie beim Reizangeltraining den Abruf üben, wäre zumindest meine Methode.

Meiner geht nur auf Sicht und nur wenn es direkt vor ihm oder auf ihn zu rennt, aber mit der Schlepp ist es besser geworden. Allerdings geb ich zu, dass er erst mal los sprintet, wenn der Hase bis auf einen Meter an ihn rankommt. Allerdings klappt der Rückruf, besonders wenn ich ein paar Schritte rückwärts gehe.
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #9
Ich denke auch nicht, dass mein Hund irgendwann einmal aus JEDER Situation abrufbar ist. Ich hoffe aber, dass ich BJ irgendwann so gut kenne, dass ich "zweifelhafte" Situationen einfach rechtzeitig genug erkenne um ihn anzuleinen bzw. er in solchen Gebieten dann eben nicht von der (Schlepp-)Leine kommt.
Ich brauche keinen perfekten Hund, aber einen, auf den ich mich -wie auch immer- verlassen kann ;)
(Und wenn ich jetzt weiß, dass er im Spiel bei anderen Hunden nicht abrufbar ist, dann wird er da nur abgeleint, wenn ich wirklich die Zeit habe zu warten bis er sich ausgepowert hat ;) )

edit: Yvi: In dem Buch "Antijagdtraining" steht auch, dass es Hunde gibt bei denen es mehr oder weniger unmöglich ist. Und jedesmal wenn sie es doch schaffen ist´s ja auch noch super belohnt worden und es wird wieder schwieriger...
Nichts desto trotz finde ich´s gut, dass du nicht aufgibst, ich denke das ist das Wichtigste. Ich denke es geht darum, dass viele schon von vornherein aufgeben und gar nichts tun. Und das ist definitiv nicht der richtige Weg!
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #10
@Infano: Der Wehrtrieb ist die Verteidigung, der Hund setzt sich quasi zur Wehr. Das wird darauf ausgedehnt, das (bei uns zb.) der Hund den Führer verteidigt wenn man diesen angreift. Der Hund imponiert und wenn man das ignoriert folgt ein Angriff.
Das Problem ist das Meideverhalten und Wehrtrieb sehr eng beisammen liegen und man den Hund ohne Wissen schnell im Meideverhalten lobt anstatt im Wehrtrieb. Beideverhalten erennt man gnz gut, wenn die Belastung zu grß wird, der Hund zurückweicht oder gänzlich flüchtet.

Ich versuch mal ein Beispiel anhand vom Schutzverhalten:

Schutzverhalten üb. Arterhaltung:
Schutzverhalten ü. Selbsterhaltung:
Über den Arterhaltungstrieb ausgebildete Hunde haben eine freundlich-friedliche Ausstrahlung, zeigen eine klare Drohhhaltung
Über die S. ausgebildete Hunde verstärken ihre Aggression je nac dem äußeren Verhalten des Gegners. Aggressive Lautäußerung u. aggressives Angriffsverhalten.
Hund greift allgmein abrupt und lautlos an, verweist den gegner kompromisslos und dosiert in die Schranken.Nur in extremen Fällen hier wird wirklich ernsthaft gebissen
Hund greift abrupt und lautstark an, zeigt ein übertriebenes Beißverhalten. Hund handelt über aktiven/passiven Wehrtrieb.
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #11
Hallo,
ich finde es ganz toll, daß ihr das Thema so ernsthaft und tief angeht. Das hatte ich mir gewünscht.

Ich weiß zwar, daß "Stubenreinheit und Hund bellt etc." - wichtige und immer wieder kehrende Themen sind - aber auf Dauer haben sie mich einfach etwas gelangweilt.

Es gab hier nun ein paar tolle weitere Anregungen , die wir diskutieren können.Zum einen, was ist eigentlich genau "Trieb", noch einmal etwas zum Jagdhund, und dann wollte ich ja mit und durch euch die anderen Gattungen anschauen.

Zum Trieb - Anregende Gedanken aus:
Quelle
Thomas Riepe, Klartext Hund, 27.06.13

Ich fasse kurz zusammen.

Jedes (Raub-) -Tier habe Natur bedingt, überlebenswichtige Triebe: Nahrung (Jagen), Rassenerhaltung (Paarung), Überleben (Fliehen / Kampf)
Konrad Lorenz (öster. Zoologe /1903-1989) hat die Theorie aufgestellt, wenn diese Triebe nicht dauernd und ausreichend ausgelebt werden käme es zu einem "Triebstau".
Der besagt, wenn es nie zu einer "Endhandlung" käme, staue sich diese Energie in einer Art Leerkauf auf und entlade sich dann, in "sinnlosen" Handlungen (von Aggression bis hin zu Apathie).

Soweit so gut - kann man nachvollziehen. Wird aber in dem Artikel ziemlich einleuchtend zerlegt und auch das kann man nach voll ziehen:

Die Natur verfahre grundsätzlich ökonomisch. Ein (Raub)- Tier produziere nicht dauernd überflüssige Trieb Energie, sondern die jeweiligen "Trieb" würden durch jeweilige Reize ausgelöst. Beute = Jagt, Gefahr = Kampf/Flucht, paarungswilliger Partner= Paarung. Das ganze basiere auf der "Energie Effizienz" die die Natur brillant ein zu setzen wisse.

Was bedeutet das für unser Thema?
Nun je mehr man also seinem Hund, dem jeweiligen Trieb Reize bietet - umso höher dessen Triebenergie in diese Richtung. Oder anders : biete ich einem Jagdhund dauern jagt Reize (Reizangel / Ballspiele etc.) fördere ich dessen , so wie so schon, hoch gezüchteten Trieb zur Jagd und erarbeite damit einen gesteigerte Jagdlust.
- das gleich gilt für Hüte, Begleithunde.....nur in eine andere Richtung.
Alle Triebe basieren also auf den Urinstinkten und sind nur bei den jeweiligen Gattungen in eine spezielle Richtung fördernd hoch gezüchtet.
Das Tier reagiert dann sensibler auf die entsprechenden Reize.

Also muss man doch zu dem Schluss kommen, daß es besser ist WENN MAN EIN PROBLEM MIT DEM JEWEILIGEN TRIEB HAT mit einem Jagdhund mehr anders gestrickte Kopf und Körperarbeit zu leisten als Jagdreize....und mit Hüte/und Begleithunden ebenso.

Will man natürlich den jewiligen, angeborenen und später hoch gezüchteten Trieb fördern - muß mit der Triebenergie gearbeitet werden.

Das würde jetzt z.B. für Ivy (hallo Ivy...schön, daß du hier bist) bedeuten, da ihr Kleiner eben zu sehr auf den Jagdtrieb anspringt, weg mit allem was das jagen fördert. Hin zu Agility, Dogdance und was es da alles gibt. Oder?

Freue mich sehr auf eure Beiträge.

LG Suno
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #12
Das sagt halt auch wieder jeder anders.

Mein "Antijagdbuch" sagt zum Beispiel, dass es schon wichtig ist, dem Hund durch Reizangeln und so weiter einen Kanal zu bieten, in dem er die "Jagdlust" ausleben kann. Hier halt aber nur im Unterschied zur "ich renne dem Kaninchen hinterher"-Jagd aber gesteuert und vor allem zusammen mit dem Besitzer. Heißt: Hund lernt, dass er sich an Herrchen zu halten hat und so zur Befriedigung seiner Triebe kommt.

Ich glaube nämlich ehrlich gesagt auch nicht, dass nur, weil man einen Jagdhund (Terrier, Weimaraner... egal. Bitte hierüber keine Diskussionen :) ) nie mit Jagdspielen belästigt, er nicht trotzdem dem nächsten Reh hinterher rennt, auch wenn er´s quasi nicht kennt.

Dass Reizangeln den Jagdtrieb auf gewisse Art und Weise erhöht, das kann ich mir wiederum gut vorstellen. Aber man macht das ja auch, um eben mit dem Hund zu üben, dass er auf der "Jagd" abrufbar bleibt....
edit: Das muss man dann halt für sich abwägen, denke ich.
Und wäre ja genau das, um eben diesen "Triebstau" zu verhindern.

Aber trotzdem finde ich, dass es nunmal genau diese Wesensmerkmale sind. Die kann man nicht einfach nicht beachten. Ich meine, wie oft hab ich hier oder in anderen Foren schon gelesen, dass der kleine Aussie auf einmal anfängt, Fahrräder oder Autos zu hüten... Der Trieb ist also da und muss in sinnvolle Bahnen gelenkt werden. Wenn ich mit so einem Hund dann nur gegenteilig arbeite (also Suchspiele oder was weiß ich) hat das glaube ich wenig Wirkung, weil der eigentliche Trieb ja bleibt.

(Probieren würde ich es aber, wenn ich sonst schon alles ausprobiert hätte. Wer weiß-... )
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #13
Off-Topic
wollte eben nur mal kund tun dass ich auch hier bin und alles interessiert verfolge:mrgreen:



Also muss man doch zu dem Schluss kommen, daß es besser ist WENN MAN EIN PROBLEM MIT DEM JEWEILIGEN TRIEB HAT mit einem Jagdhund mehr anders gestrickte Kopf und Körperarbeit zu leisten als Jagdreize....und mit Hüte/und Begleithunden ebenso.

Das finde ich sehr interessant, da ich nun schon öfter gehört und gelesen habe, das z.B. der ein oder andere Border/Aussie
alles und jeden hütet, nachdem man ihn Auslastungstechnisch hüten lies.
Es kommt da sicherlich auch auf den Hund an, mit dem einen kann man es machen und er ist zufrieden. Der andere kommt dann einfach nicht mehr raus aus dem Trieb.
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #14
Wie bringe ich es bei meinen Hund von einem Reh, Hase oder Katze abrufen, ohne lebende Tiere zum üben zu haben? Ach ja nicht zu vergessen, ohne schmerz.

Habt ihr in er Nähe irgendwelche Koppen oder Tierweiden? Ich habe das mit Wega eine Zeit lang üben müssen, weil er sich vor 2 Monaten zusehends für andere Tiere interessiert hat und ich habe das Ganze in den letzten 2 Monaten konsequent mit Beute/Spielzeug wieder umgelenkt. Wir haben hier eine Schafweide und weiter weg Pferdekoppeln da hat sich das ganz gut üben lassen.
Wega richtet schon die Aufmerksamkeit hin durch einfaches Hinschauen - Frauchen macht Heidentrara mit der Beute und rauft und co...mittlerweile sind ihm alle Tiere rundherum wieder egal.

Schau mal ob es bei euch sowas in der Nähe gibt, vielleicht wäre das eine Trainingsmöglichkeit für euch?

@ Ivy: Reagiert dein Hund generell auf Tiere, sprich auch auf Schafe und co. oder nur auf Wild, Katze und co? Über Meideverhalten zu arbeiten kann bei einem gewissen Typus Hund durchaus zum Erfolg führen, keine Frage. Man muss halt den eigenen Hund kennen und sehen ob er das "ab kann" oder ob das Vertrauen o.a. drunter leidet.
Es ist im Grunde eine sehr feine, sehr heikle Arbeit - man kann viel erreichen aber auch viel ruinieren - je nach Hundecharakter.

Ist halt schwer das Ganze nur über Text zu analysieren, mit nem Video wäre das einfacher ^^
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #15
@Suno
Na klar, bin ich hier, würde Patch ja auch gerne den Freilauf genießen lassen wie andere Hunde.
Wenn ich ihm gar keine Suchspiele oder ähnliches biete wird sein Trieb noch stärker, also keine Suchspiele ist auch nicht Lösung für ihn. Mit Bällen und co spielt er auch nicht. Bei der Unterordnung ja, aber ohne hinterher zu rennen, sondern eher als Zerrspiel.

@infano
Da wir zwar hier Wild haben keine schlechte Idee, aber wir leider nicht soviel Wild das ich es jetzt mehrmals täglich üben könnte. Ich sehe mal ein Hase, oder mal ein Reh.
Und sicher mache ich ihn nicht mehr ab zum toben wenn das Stück nicht ein gezäunt ist, auch auspowern hilft da nicht. War er immer. Wobei ich es inzwischen so gut erkenne das ich ihn noch rechtzeitig rückrufen kann. Geht es aber in die Dizstanz wird es schwer.

@Foss
Patch reagiert auf alles was Haare hat. Vögel findet er weniger gut, als er noch jünger war, da ging es.
Das mit den Weiden ist natürlich eine Idee, wobei ich denke das er dann der Meinung ist, diese brav in ruhe zu lassen, bzw zurück zu kommen, und andere jagen zu dürfen.
Auch reagiert dann nur sehr verzögert, heißt er steht am anderen Ende Leine und es dauert bis er Kehrt macht. Zudem er dann realtiv schnell der Meinung ist, das dass Gebiet nur zum üben da ist. Ich müßte wenn schon auf viele verschiedene Tierarten an verschiedenen Orten treffen.
Mir fällt gerade ein wir waren mal an ein Tiergatter, wo ein Reh dicht am Zaun stand, mal abgesehen das Patch es schon 200m vorher in der Nase hatte, war er völlig out of Order. Da hat nichts geholfen, auch nicht sein absolutes Lieblingsfressi, das war ihm völlig egal.
Nicht mal ein Wurf mit dem Schlüssel konnte ihn dazu bewegen ansprechbar zu sein.
Gut wäre ein absolutes Abbruchsignal, aber wie soll ich es machen? Ich kann ihn schon in Platz schicken wenn er läuft, aber auch nur wenn kein Wild da ist.

Das schlimmste ist, das er vorher schon weiß wo sein Objekt der Begierde sitzt. So hat er neulich sich eine Katze gepackt die im dichten Gebüsch saß:(, völlig erschrocken darüber bekam er einen ordentlichen Ruck an der Leine und er ließ sofort die Katze wieder los.

Lg Yvi
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #16
Da hab ich auch gleich eine Frage dazu.
Hazel (Zwergdackel) hat fuer ihre Rasse nicht den erwarteten Jagdtrieb. Wenn ein Vogel oder Eichhoernchen im Garten sitzt, rennt sie zwar drauf zu, bricht aber meist auf halbem Wege ab. Mit Spilezeug ist sie auch jederzeit ablenkbar.
Coco (Terriermischling) reagiert auf alles was Fell und Beine hat. Sie ist zu 98% abrufbar. Nur geht es mir manchmal so wie Yvi, dass sie die "Beute" schon vor mir entdeckt. Sollte sie soweit sein, dass sie gar nicht erst auf die Idee kommt, von selber zu jagen oder ist das nicht umsetzbar?
Wisst ihr was ich meine?
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #17
Mh, hast du vielleicht die Möglichkeit, einen Sekundenbruchteil vorher zu reagieren? Ich wollte ja genau so etwas nicht, das er sofort losstartet, daher habe ich Wega sofort korrigiert als er auch nur in die entsprechende Richtung geschaut hat.
Wie sieht es denn mit Lautstärke aus? Im Mondioring arbeiten wir mit der Trillerpfeife beim Abrufen. Und zwa nicht nur mal "sanft Pfeifen" sondern volle Pulle damit Wega ein wig aus dem Trieb rauskommt und zu mir zurück kommt.
Hast du schon probiert, ihn einmal mit Lautstärke aus dem Trieb rauszuholen? Irgendwie ein sehr lautes Signal, das ihn erschreckt? Trillerpfeife, Horn, etc.?

heißt er steht am anderen Ende Leine und es dauert bis er Kehrt macht.

Du bleibst also stehen und wartest bis er von slbst wieder an der Leine zu dir zurück kommt? Verstehe ich das richtig? Ich würde da gar nicht groß warten, bis er sich dazu bequemt, sondern einfach beinhart weitergehen. Auch wenn alle so gegen einen Leinenruck schreien - bei deinem Hund kann es durchaus helfen ihn aus der Situation zu holen.

Jagen ist ein selbstbelohnendes Verhalten, das heisst wenn man einem Hund die Möglichkeit gibt, Spannung aufzubauen stimuliert ihn diese - ich finde es daher richtig gleich von Anfang zu schauen, das er gar nicht erst diese Spannung aufbauen kann.
Ich halte es so, wenn er ein Objekt der Begierde erspät, wird der Kopf weggedreht. Wenn jetzt ein anderer Hund daher kommt und links an uns vorbei geht, Wega/Akos immer rüberschauen möchte, wird der Kopf immer so gehalten, das er weitermarschieren muss und an mir vorbei NICHT zu dem Hund schauen kann, egal wie sehr er sich anstellt.
Zusätzlich nutze ich die andere Seite aus und mache ihm das Ganze mit Beute schmackhaft, sodass er abgelenkt ist und den anderen Hund etc. als unwichtig empfindet.
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #18
Wenn ich mit ihm an der Schlepp übe, dann. Meist gehe ich dann auch in die andere Richtung, was aber denk ich auch Semioptimal ist, weil das ohne Leine zwar möglich ist, aber mir nicht viel bringt.
Auch ist er eher der selbstständige Typ, ich hab es noch nie geschafft ihn irgendwie von mir abhänig zu machen. Auch schaut er nie nach mir, wenn er frei läuft oder an der Schlepp ist. Verstecke ich mich findet er mich schnell auch das ist nicht schlimm für ihn. Auch mit Futter ist er da nicht zu bekommen. Laute Geräusche?? Da ist er ziemlich wesensfest und es juckt ihn meist nicht. Wenn ich mit etwas werfe, das ist schlimm für ihn, aber Geräusche?? Nee nicht wirklich
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #19
Hallöchen:)

Sehr spannendes Thema:)

Da Konrad Lorenz erwähnt wurde, hierzu eine kurze Ergänzung.
Das von ihm beschriebene "Dampfkesselprinzip", d.h. bestehende Triebe stauen sich auf und müssen irgendwann raus, ist schon vor geraumer Zeit widerlegt worden.
Besonders häufig wird dieses Modell ja im Zusammenhang mit Aggressionen jeglicher Form in Zusammenhang gebracht, allerdings geht man da inzwischen eher von Frustrations-Aggressions-Theorien aus.
Soll heißen, dass das Lebewesen/der Mensch, der Frustration erfährt darauf mit Aggression reagieren kann.
Als Beispiel wären z.B. Hunde zu nennen, die nach Frauchens Hand schnappen, wenn es ihnen unmöglich gemacht wird dem aktuell hochaktiven Reiz des Jagens nachzukommen.

Das aber nur am Rande.

Losgelöst davon finde ich es sehr schwierig von Trieben zu sprechen.
Triebtheorien beinhalten immer die Komponente der Unkontrollierbarkeit, egal wie man es dreht und wendet.

Daher finde ich es in diesem Zusammenhang sinnvoller nicht von Trieben, sondern von Motivationen und Verhaltensmustern zu sprechen, da "Trieb" nicht den Kern der Sache erfasst.
Damit wird immer impliziert, dass das eben so ist, weil es so ist und das stört mich ganz massiv daran.

Auch die Hüte-Schutz-XY-Triebe gehören in die Kategorie der Verhaltensmuster.
Bei den jeweiligen Rassen wurde, wie Foss ja schon erwähnte, die Reizschwelle für ein bestimmtes Verhalten bei einem bestimmten Reiz herab"gezüchtet" und nicht der Trieb hochgezüchtet.
Einen Trieb zu verstärken ist mEn nicht möglich, da es keine biologisch-nachvollziehbare Grundlage dafür gibt, dass bestimmten Hunden mehr "Trieb" anzüchtbar sein sollte als anderen.

Geht man davon aus, dass es sich hierbei um ein Reiz-Reaktions-Kontroll-Problem handelt, wenn der Hund unkontrolliert jadt, ergibt sich daraus wiederrum, dass es zwingend notwendig ist an der Reiz-Reaktionskette zu arbeiten.
Natürlich kann man bestehendes Verhalten verstärken, da die meisten Verhaltensweise selbstbelohnend sind, aber wenn man mit Verstand und Weitsicht an die Sache rangeht sollte es möglich sein bestimmte Reize weitestgehend zu "neutralisieren".
Das klingt jetzt irgendwie sehr theoretisch, aber ein schönes Beispiel dafür ist das Fressen lassen auf Kommando.
Futter gehört zu den stärksten Reizen für jedes Lebewesen.
Hier ist es den meisten aber möglich ihren Hund davon abzuhalten sofort zu fressen, weil es aufbauend und desensibilisierend geübt wurde.

Das Zauberwort in diesem Kontext heißt also: Desensibilisierung.
Wenn mein Hund nicht ansprechbar ist, weil der Reiz für ihn zu stark ist nehme ich Abstand. In dem Radius in dem er noch ansprechbar ist wird geübt.
Sobald er "weg" ist, kann ich genauso gut einen Handstand machen, das wird nicht mehr ankommen.

Das Ganze hat nun mal eben auch viel mit Impulskontrolle zu tun.
Hund jagt? Gut, auf Distanz arbeiten und langsam annähern.

Hunde verknüpfen ja Gott sei Dank und daher begreifen eig. alle Hunde irgendwann, dass mit dem Reiz XY nicht mehr die erwartete Belohnung ZC eintrifft.

Womit ich eig sagen will: Vermeidet man den Kontakt mit Reizauslösern hat man ganz schnell ein Problem, weil der Hund nie lernen konnte, dass die Reizauslöser nicht zwangsläufig etwas positives bedeuten, sondern neutral sind.
Clickern quasi umgekehrt :mrgreen:
Dieses Problem des "unbekannten Reizauslösers" lässt sich ja auch bei Rüden beobachten, die nie in Kontakt mit läufigen Hündinnen waren. Zieht dann nebenan eine Hündin ein, guckt der Besitzer vermutlich in die Röhre, wenn der eig. top erzogene Hund weg ist.

Jetzt weiß ich gar nicht mehr, was ich noch wollte...Aber der Kopf streikt eh. Geh ich lieber weiter meine Thesis schreiben:mrgreen:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Zu Yvi fällt mir nur ganz kurz noch ein: Bietest du ihm "Ersatzjagden" an? Also, wenn er drauf und dran ist abzuzwitschern, dass du dann mit der Reizangel um die Ecke kommst?
So rein zur Erlangung von Aufmerksamkeit und so?
 
  • Der Mythos vom Trieb Beitrag #20
*huiii* mir raucht die Birne, aber sehr interessantes Thema. Mir war garnicht bewusst das es so viele verschiedene Ansichten zum Thema Trieb gibt!
Das finde ich sehr interessant, da ich nun schon öfter gehört und gelesen habe, das z.B. der ein oder andere Border/Aussie
alles und jeden hütet, nachdem man ihn Auslastungstechnisch hüten lies.
Einen Hund "Auslastungstechnisch" hüten lassen zu wollen stell ich mir auch ziemlich schwierig und vor allem blauäugig vor. ^^ Die Frage ist, steckt ein Sinn in der Arbeit des Hundes oder ließen diese Leute ihren Hund das Vieh einfach nur von A nach B manövrieren ? Einen Hütehund ordentlich auszubilden dauert einige Zeit! Die Balance, das Gefühl und gute Ideen (und manchmal auch weniger gute ;P) bekommt er von der "Natur" mitgegeben wie, in welchem Maße und zur welchen Zeit diese aber einzusetzen sind, bestimmt der Mensch. Man muss ein klares Bild davon haben was man von seinem Hund möchte und vor allem das Wissen dazu. Meiner Erfahrung nach ist es nur positiv den Hund nach seiner "Herkunft" nach auszulasten. Ich hatte das Gefühl das die Hunde ihre Aufgabe gefunden hatten... ich weiß nicht wie ichs anders erklären soll. Als hätte es klick gemacht und sie wüssten plötzlich wo sie hingehören, wo ihre Gefühle/Gedanken ihr Trieb (man mag es nennen wie man will) hingehören. Voraussetzung ist aber ganz oder garnicht und ordentlich oder garnicht! Nur an der Oberfläche zu kratzen und mal schauen wollen wie der Hund so reagiert empfinde ich als falsch. Man muss das ganze schon in geordnete Bahnen leiten! Ein Hund entscheidet sehr wohl zwischen " ach ich schubs hier mal ein paar Schäfchen durch die gegend" oder " ach ich hüpf mal durchs Gebüsch und schau was sich so finden lässt" oder aber " Scheiße die Hühner sind ausm Gatter, ich muss Frauchen helfen!" bzw. "Auf geht's zur Arbeit, Herrchen is blind wien Maulwurf und hat´n Geruchsinn wie n Fisch, ich muss ihm helfen!" Der Hund muss wissen was seine Aufgabe ist, aber er muss eben auch wissen wann sies nicht mehr ist! Die Balance muss stimmen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

*huuchrott * Etwas OT zum eigentlich Thema, hab mich etwas mitreißen lassen:uups: sorry^^!!
 
Thema:

Der Mythos vom Trieb

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