Hallo Kiki und hallo Nojiko!
Auch ich gratuliere Euch zu der Entscheidung, die Hunde vorerst
nicht kastrieren zu lassen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es ist sehr schön, einen Hund wirklich beim Erwachsenwerden zu erleben!
Malka (gut 7 Jahre alt) wurde im Laufe der Jahre immer souveräner und gelassener, und sie war immer gesund!
Gerade jetzt sind meine beiden Mädels wieder läufig. Zum Glück (wie auch beim letzten Mal vor 7 Monaten) haben sie sich zeitlich zusammen getan. (Das ist übrigens oft der Fall, wenn zwei Hündinnen zusammen leben.) Sie spielen gerade besonders viel miteinander. Malka fordert Silvie auf, sie zu besteigen, sie tanzen förmlich umeinander, putzen sich gegenseitig und machen im Übrigen überhaupt keinen unglücklichen Eindruck!
Scheinträchtig war bislang keine der beiden. Das wäre (wegen der psychischen und physischen Belastung) für mich wohl ein Grund, über eine Kastration nachzudenken. Aber die Läufigkeiten verlaufen bisher völlig unproblematisch.
Bei den Rüden habe ich auch nicht den Eindruck dass sie direkt "leiden". Zwei Rüden aus der Nachbarschaft warten morgens manchmal vor meiner Haustür. (Die Besitzer wissen übrigens Bescheid!) Wenn ich mit den Mädels rausgehen will, damit sie sich erleichtern können, nehme ich den morgendlichen Verehrer am Halsband, binde ihnkurz am Zaunpfahl fest (beide lassen sich das immer schwanzwedelnd gefallen), mache meine entsprechend kurze Runde über den Hof und lasse den Rüden danach wieder laufen. Beide rennen dann sofort zu den Stellen, wo die Hündinnen hingepullert haben, schnüffeln ausgiebig - und danach gehen sie wieder nach Hause. Die Spaziergänge mache ich zurzeit in Gegenden, wo wenig Leute mit ihren Hunden spazieren gehen, und sicherheitshalber mit Leine. Dafür wird in im Haus ein wenig mehr gespielt und geübt.
Auf diese Weise hatte ich bisher nie das Gefühl, dass die Läufigkeiten irgendwie belastend wären. Für die Hündinnen jedenfalls nicht - und ich selbst mache halt das Beste daraus und wische die Wohnung einmal öfter.
Mugen hat Recht: Sehr oft ist es Bequemlichkeit, die Hundehalter zu einer Kastration veranlassen. Und leider unterstützen die Tierärzte das häufig , weil sie an dieser Operation gut verdienen.
Unser Tierarzt (ein Landtierarzt) hat übrigens Freunde, die ihren Rüden kastrieren lassen wollten, direkt darauf hingewiesen, dass es tierschutzrechtlich nicht erlaubt ist, ein gesundes Tier zu kastrieren!
@Knuschperle: Ich hatte nicht behauptet, dass Inkontinenz bei ALLEN Hündinnen auftritt. Aber es kommt vor (wie übrigens bei Frauen auch, denen die Gebärmutter entfernt wurde!), und überwiegend bei kastrierten Hündinnen großwüchsiger Rassen. Ansonsten hat Mugen die diversen "Vorteile" und "Nachteile" einer Kastration ja sehr gut wiedergegeben.
Das Grundprinzip jedoch ist für mich nach wie vor: Einem gesunden Hund sollte nicht ohne vernünftigen Grund ein gesundes Organ amputiert werden, auch nicht vorsorglich. Wir haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit der uns anvertrauten Tiere zu respektieren, meine ich.