Ohhhh man, ich schulde euch noch einen Bericht :mrgreen:
Wollte ja eigentlich einen Blog schreiben, aber ich komm zu nix *seufz*
Also versuche ich es mal so
Also mit der Labbi war das Wochenende eindeutig einfacher als mit dem Boxer.
Habt ihr schonmal einen Hund erlebt, mit dem so wenig gemacht wurde, dass man ihn für NICHTS begeistern kann? Das ganze Wochenende hat er nichts gemacht. Nichtmal Leckerchen hat er von mir genommen.
Ich hatte erst angst, dass er wieder was an den Zähnen hat. Er wurde kurz zuvor operiert und sollte eigentlich noch Tabletten bekommen, die meine Tante einfach mal abgesetzt hat :eusa_doh:
Wenigstens hatte ich die Nummer vom TA, wäre sonst echt aufgeschmissen gewesen. Der Hund ist so schwer, ich hätte ihn gar nicht ins Auto bekommen und die einzigen Nachbarn, die ich kannte, haben bereits die 90 erreicht :shock: Hätte ich ja gut dagestanden... Immerhin hat er normal gefressen, allerdings musste ich ihn dafür aussperren, denn er frisst nicht, wenn man daneben steht. Ich musste ihn, auf Anweisung im Flur fressen lassen und alle Türen zum Flur schließen, sonst weigert er sich zu futtern... Himmel Herrgott...
Trotz allem hatte er totale Sehnsucht nach seiner Familie, dass ich da war, hat ihn höchst genervt :roll: Immer kam er zu mir und hat mich angeguckt nach dem Motto "oh maaaaan, die Alte ist ja immer noch da" und zack, umgedreht *seufz*
Zwischendurch lies er sich wenigstens mal streicheln, jaulte aber manchmal ganz komisch auf, keine Ahnung, ob es Schmerzen waren, aber wieso sollte er es sonst tun? Habe meiner Tante bescheid gegeben, sie ist wohl auch nochmal zum TA mit ihm.
Tja... spielen konnte man dementsprechend auch nicht mit ihm. Ich habe extra einen Ball mitgenommen, der für Hanna und Jerry sowieso zu schwer war. Er ist wie ein Flummi gesprungen, hat der Labbi Dame total Spaß gemacht, aber er hatte... angst?! Er hatte angst vor dem Ball! Ich habe ihn ganz leicht an ihm vorbeigerollt, nichtmal geworfen und er ist ganz panisch zu mir gerannt :eusa_doh::eusa_eh: Sowas hab ich noch nie erlebt.
Aber mehr hätte ich mit ihm nicht tun können. Spazieren gehen ging nicht, beide sind nicht leinenführig, die hätten mich wie einen Drachen hinter sich herfliegen lassen und Leckerchen und Spielzeug hat er nicht angenommen geschweigedenn gesucht.
Tjoa, also war das einzige, was ich machen konnte, ihn zu füttern... Abends hat er sich mal blicken lassen, um gestreichelt zu werden... Das wars, er wollte einfach nichts machen
Die Labbi Dame war soooviel angenehmer. Sie war direkt offen. Ok, Labbis sind eh lieb und treudoof

aber sie war auch noch jung und naja... hat noch nicht resigniert, wie ihr Kumpel *seufz*
Mit der konnte ich alles machen... Ich musste auch alles machen. Mehr als "sitz" konnte sie gar nicht. Meine Tante hat noch stolz berichtet, dass sie jetzt apportieren würde, da dachte ich noch "na Gott sei dank" aber ehm ja... Ihr "apportieren" besteht aus einmal Bällchen werfen und dann wie ein Deppes freuen, wenn sie ihn gefunden hat :eusa_eh: Aber immerhin etwas. Darauf wollte ich aufbauen, hab mit ihr "sitz und bleib" geübt und dann den Ball geworfen, hat sie auch ganz toll gemacht :clap: Nach 20 Minuten Apportiertraining und 10 Minuten "platz" üben, war sie so kaputt, dass sie erstmal 4 Stunden geschlafen hat :lol:
Leckerchen suchen war das Größte für sie, da hatte sie vielleicht einen Spaß.
Abends hab ich mich dann zum Fernsehen auf den Boden gesetzt, weil sie nicht auf die Couch darf, mir es aber so Leid tat, weil sie doch unbedingt kuscheln wollte

Schon ein Unterschied, ob ich die 5kg Hanna auf dem Schoß hab, oder einen leicht übergewichtigen Labbi

Aber es war trotzdem schön

Allerdings war sie total empört, dass sie zum schlafen gehen wieder in ihr Körbchen sollte, während ich im Wohnzimmer geschlafen habe. Gnadenlos hat sie die ganze Nacht an der Tür gescharrt, die hat eine Ausdauer. Als dank, weil ich sie trotzdem nicht reingelassen habe (kann ich nicht riskieren, dass sie auf die weiße Couch springt

), hat sie erstmal ihre halbe Decke zerbissen

Damit hab ich nun gar nicht gerechnet *seufz*
Immerhin konnte ich ihr das Springen abgewöhnen. Meine Oberschenkel sahen aber aus... Das Bild erspar ich euch besser... Aber immerhin habe ich sie durch das Ignorieren nach nur einem Tag (!) dazu gebracht, unten zu bleiben.
Ich muss wirklich sagen, dass zumindest die Labbi einfacher war, als gedacht, irgendwie hat meine Tante ein seltsam verdrehtes Bild von den Hunden. Angeblich kann der Boxer Treppen rauf, nicht aber wieder runter... Und die Labbi läuft gar keine Treppen. Komisch bei mir gabs da keine Probleme

Zerbissen hat sie, bis auf die Decke auch gar nichts und der Boxer lässt auch Leute wieder nach draußen, was er angeblich sonst nicht tun würde. Naja, 2 Freundinnen haben es zumindest wieder unversehrt nach Hause geschafft, also kann er ja nicht allzu schlimm sein
Ach die beiden waren schon Goldstücke und es tat mir im Herzen weh, gehen zu müssen, vor allem die Labbi hätte ich gerne mitgenommen, auch wenn es gar nicht meine Rasse ist. Aber mit ihr könnte man noch soviel machen, beim Boxer ja leider zu spät, aber er scheint sich damit arrangiert zu haben...
Ich versuche hin und wieder mal vorbeizukommen, die beiden sind mir ja schon ans Herz gewachsen, leider finden meine Tante und ich nicht oft einen Termin, aber das wird schon
Aber ich bin schon froh, meine beiden aufgeweckten Hunde zu haben. Ich weiß nicht, wie es da euch geht. Aber ein Hund im fortgeschrittenen Alter, der gar nichts kennt, ist schwer zu motivieren. Nichtmal gute Wurst hat er genommen :roll:
Zum Abschluss noch ein paar Bilder, will euch die dicken Nasen ja nicht vorenthalten

Auf Bild 4 sieht man leider noch Spuren der Autoaggressionen, das Fell ist arg abgekaut
