Hallo,
also ich persönlich kenne ein Xolo-Hündin und sie ist trotz Haarlosigkeit ein Hund, der Hund sein will...da ich eine Kurzhaarfanatikerin bin und alles was längeres Fell hat nicht ganz so mein Typ ist, fiele ein Nackthund sicher schon in mein "Beuteschema", aber ich denke nicht, dass ich mal einen haben werden, außer ich verliebe mich auf den ersten Blick! (und da zählt immer der Gesamteindruck von Optik und Charakter)
Ich habe mal eine recht interessante Dokumentation über die Xolos gesehen, die schon von den Inkas (oder waren es die Majas?) "gezüchtet" wurden, weil sie als heilig galten und ihnen heilende Kräfte zugeschrieben wurden. Noch heute legen sich die Nachfahren der Inka (oder der Maja) nackte Xolowelpen auf arthritisch veränderte oder rheumatisch erkrankte Gelenke um die Schmerzen zu lindern (sozusagen eine Art lebendiges Wärmekissen...).
Es wurde gesagt, dass schon vor tausenden Jahren gezielt auf Nacktheit gezüchtet wurde, aber da selbst bei der Verpaarung zweier "Nackter" immer auch befellte, bzw. teilbefellte Welpen dabei sind, so dass man sozusagen immer wieder von vorne anfangen muss, da man das Merkmal scheinbar nicht stabil halten kann...was für mich persönlich nun heißt, dass es nicht umbedingt ein "gutes" Merkmal ist, sonst denke ich könnte man da mehr Stabilität reinbringen...(siehe alle anderen vom Menschen gewollten Merkmale wie extrem kurze Schnauze, merlefarben etc., auch hier muss man immer wieder "von vorne" beginnen um gesunde Tiere zu erhalten und keine weiteren Mutationen/Gendeffekte zu provozieren)
Aber wie gesagt, es gibt sie nun mal, es gibt sie schon lange und der Mensch hat mal wieder (wie so oft und dauernd) seine Finger im Spiel gehabt und ich denke, wenn der Hund keine überempfindliche Haut oder andere mit der Nacktheit einhergehende Probleme (die es gibt! auch bei gezielter, ausgewählter Zucht!) hat, dann ist das in Ordnung, so wie all die über 300 anderen Rassen auch über deren Sinn und Unsinn man streiten kann bis man schwarz wird...

(auch die Hunde im Süden, sind nach dem Wunschbild des Menschen "geschaffen", da man z.B. im Alten Ägypten einen Hund nach dem Abbild der Gottheit Anubis (=Schakal) haben wollte...so wurden Hunde mit langer, spitzabknickender Schnauze und großen spitzen Ohren bei der "Zucht" bevorzugt und irgendwann hatte man den Pharaonenhund aus dem alle heute bekannten Podencorassen hervorgegangen sind/ im Norden hat man zunächst vielleicht wirklich auf praktische Vorteile geachtet, die sich bei Hunden mit längerem, dichterem Fell ergeben, bis dann auch hier die Optik ins Spiel kam und "schwups" war wieder der Mensch kreativ und hat Einfluss genommen...-diese Liste könnte ich ewig fortführen)
Off-Topic
Ja so ist der Mensch, er nimmt sich was er kriegen kann und macht damit was er will...deshalb kann ich auch hier nur an das Verantwortungsbewusstsein der Menschheit appellieren...wir wollen Tiere essen, also haben wir sie auf besonders dicke Schenkel gezüchtet, wir wollen die Tiere nutzen, also haben wir ihnen Geduld angezüchtet, wir wollen, dass sie für uns arbeiten, also haben wir die nützlichen Triebe verstärkt usw. - wir haben Einfluss genommen auf das Leben zahlreicher Geschöpfe und haben sie aufgrunddessen von uns abhängig gemacht! Kein Haustier, egal wie nah an der Wildform, ist wirklich in der Lage noch genauso erfolgreich in der Natur zu überleben wie seine wilden Vorfahren, weil wir es verändert haben! Also müssen wir auch Sorge dafür tragen, dass es ihnen gut geht...egal ob sie schwarz-weiß gescheckt, nackt, groß, klein oder lila sind...und es gibt nur das, was auch gewollt wird...d.h. nackt ist gewollt, also gibt es nackt...ob das nun sinnvoll ist, sei wie so vieles was der Mensch auf diesem Planeten fabriziert dahingestellt...