Märchen der Hundehaltung

gold_Fish

gold_Fish

03.07.2005
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Klar, ein Hund der grade bellt, kann nicht gleichzeitig beißen.
Bellen und Knurren können eben Warnsignale sein und wenn die
nicht beachtet werden und man den Hund nicht lässt, dann kann er eben auch zubeißen.

Diese Sprichwort bedeutet eben halt genauso viel wie "Große Klappe, nichts dahinter" hat etwa denselben Sinn.

Aber ein bellender Hund ist mir sehr viel lieber als ein schweigender.
Ja richtig. Der meldet sich wenigstens und sendet Signale, auf die man achten kann. Und eingehen.
 
felida

felida

20.01.2006
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@ gold fish

"Wenn der Hund nicht gehorcht, ruhig im Nacken schütteln!"
Für den Hund ist das Schütteln im Genick eine Geste, die angewandt wird, um Beute tot zu schütteln. Ruft beim Tier Panik hervor, das Tier zeigt es nur nicht immer.
bei unserem problem habe ich heute die nerven verloren. :uups:

hab sie vor wut im knick gepackt, und wollte sie runterdrücken, dass hat aber nicht funktioniert, sie hat sehr dagegen aufbegehrt. dabei ist das ganze aus der bahn geraten und es hat sich unfreiwillig in ein schütteln verwandelt.

ihr bellen und toben hat sich sofort nachteilig verändert. es wahr schrecklich!!
hab´s dann gelassen, bin mit meinem tobenden hund irgendwie an dem grundstück vorbei. schweisgebadet. scheisse. !!!
ergo: !!!!!!!! nicht schütteln, sondern im knick packen oder schnauzengriff (wobei das alles bei unserem problem nicht fruchtet, die iss da ganz ausser sich). :022:macht mich echt fertig, werd mir wohl den tiertrainer nachhause bestellen. (teuer = egal)


 
gold_Fish

gold_Fish

03.07.2005
1.463
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Ich sag ja, das auf gar keinen Fall. Wusste ich halt auch erst, seit die Leute aus dem TH unsres Vertrauens und das gesagt hatten.
 
M

MauseZähnchen

03.08.2006
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schütteln ist absoluter müll keine hündin schüttelt ihre welpen , schnauzengriff und auf den rückendrehen ist ok.

und zu dme bellen , ich hasse bellende hunde und meine beiden hunde ) bellen NIEMALS , ich würde das in keinem fall tollerieren.
 
L

leonie löwenherz

10.01.2006
2.551
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hmmm... es gibt hunde die aber sehr viele bellen... und eigentlich kommunizieren hunde eher über körpersprache als gebell!!
guck dir mal hunde an die miteinander spielen oder sich angreifen, so viel gebellt, wie die iteinander kommunieren wird da lange nicht!
mal kurz zwischendurch wenn sie aufgeregt sind aber sonst bellen hunde kaum (es sein denn es sind durchgeknallte kläffer die nicht normal kommunizieren können).

aber nochmal zu der sache mit dem Käse^^ man kann hunden die mit der nase jagen^^ oder zum beispiel viel müll fressen nen richtig fiesen stinkekäse geben, für einen gewisse zeit können sie dann wirklich keine fährte mehr aufnehmen^^ hilft zum teil echt gut^^
 
felida

felida

20.01.2006
137
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und eigentlich kommunizieren hunde eher über körpersprache als gebell!!
richtig.

aber sie bellen auch . wenn der nachbar hund bellt, bellt ruck zuck die ganz Gass. !

also meintest du anhaltend bellende Kläffer, die nicht kommunizieren können, warum auch immer.

das wollt ich nur wissen.

ach so, mein hund kann auch bellen und beissen gleichzeitig, aber net mit Absicht.
sie hat letzt wieder den wilden watz gespielt ( es wird übrigens besser), dabei den kopf gedreht......... und oweh, da war mit einem mal mein Bein. AU! war aber nur´n Kratzer.
 
E

ELTON

Guest
cooles thema.vieles bei was einem bei lesen zum schmunzeln bringt.
p.s. mein elton hat heut zum ersten mal gebellt.freu.
 
J

Jessie2007

29.12.2007
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Hab noch ein Märchen. "Vom rohen Fleisch wird ein Hund blutrünstig und aggressiv!"
Gruß Micha
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
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Oder es gibt ihn "den kinderlieben Hund, der alle Kinder immer und überall liebt. Egal, was sie mit ihm anstellen! (Sollen wohl Golden Retriever sein...)"
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
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Das mit dem Nackengriff als Korrekturmaßnahme wollte mir eine Trainerin einreden; hab ich keine Sekunde geglaubt und es ihr auch nicht an meinem Hund erlaubt!

Leider weiß ich nicht, wie man hier Posts löschen kann (??), daher kommen von mir ein paar mehr...(???)
 
Zuletzt bearbeitet:
sunnny122333

sunnny122333

26.11.2006
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1 Hundejahr entspricht 7 Menschenjahren
eher 1 menschenjahr entspricht 7 hundejahren oder? also ich kenn des nur so.

sorry wenn des schonmal jmd. geschrieben hat.
 
S

sternchen

Guest
Ich habe auch mal was vor Jahren gehört, man soll den Hunde auf den Rücken drehen und ihm in dieser Postion lassen, auch wenn er sich wehrt damit man ihm zeigt wer der Herr im Haus ist-...
 
Fini

Fini

15.02.2006
4.222
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Huhu Sternchen,
Die Alpharolle sollte endlich der Vergangenheit angehören. Aber erst vor ein paar Wochen habe ich im Fernsehen gesehen wie ein selbsternannter Hundetrainer einen Hund gepackt hat und ihn quasi auf den Rücken geschmissen hat. Der arme Hund hat fürchterlich geschrien. Das Vertrauen ist dann natürlich weg, sowas hat Null Lerneffekt und zerstört die Bindung. Schlimm, wenn die Zuschauer das glauben und dann zu Hause mal eben nach machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
NcsF

NcsF

25.06.2007
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Eine Hündin "bestraft" ihre Welpen, indem sie sie leicht mit den Zähnen zwickt. Oder wenn sie zu aufdringlich werden geht sie einfach weg und ignoriert sie, bzw. leckt sie ab um sie zu beruhigen.
Im Nacken schütteln ist eine Morddrohung ohne Folgen. Daduirch sagst du dem Hund "Ich bring dich jetzt um!" ohne wenn und aber. Wenn es erstmal so weit ist und ein Hund ein andre Tier oder was auch immer im Nacken packt und schüttelt gibt es keine Gnade mehr. Du machst das dann aber (hoffentlich) nicht, es bleibt also ohne Folgen und mal ganz abgesehen davon, was dein Hund innerlich durch macht und was er für Stress und Angst dadurch hat, zerstörst du dadurch nur sein Vertrauen und die "Glaubwürdigkeit" von dir.
Die beste Art Hunde zu erziehen geht meiner Meinung nach immernoch übers Belohnen und nicht übers bestrafen. Gegen ein scharfes "Nein" spricht nichts, aber auf keinen Fall handgreiflich werden!

Wie bitte soll man jemanden nur durch Belohnung erziehen????
Man geht doch als Elternteil auch nicht zu seinen Kindern und sagt: Ja ist zwar ne 6, aber hast du doch toll gemacht, super mein Schatz ist alles in ordnung!!!
Oder als Lehrer hängt man seinen Schülern doch auch keine Schokolade (oder in der heutigen Zeit ne Playstation) an die Tafel nur damit sie zu einem schauen...
Wieso soll man nicht auch mal Körperlich werden? (in maßen grenzen setzten ist doch okay)
Meiner Meinung lernen Hunde viel Besser und schneller wenn sie auch mal Kritik erntern, an dem Sprichwort "wer nicht hören will muss fühlen" ist schon irgendwie was dran, natürlich muss man in der Lage sein zu Dosieren, aber meinem hund hat es nie geschadet und viele hunde sind glücklicher durch eine konsequente Führung.

Zum Nacken schütteln:

Ich habe meinen Hund letztens mal beobachtet wie er mit einem Welpen gespielt hat. Als der kleine ihm so sehr auf die Nerven ging hat er ihn auf den Rücken geschmissen und mit seinem Maul den Hals umgriffen, dabei hat er dann auch mal als der kleine noch wild war auch mal ein bisschen nach links und rechts gebeutelt (aber von schütteln war das keine Rede). Der kleine war dann zwar ruhig hatte aber danach sofort wieder angefangen, dann hat mein Hund den Schnauzengriff angewendet, und dann war Ruhe.
 
Chipi

Chipi

26.10.2006
11.025
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Man geht doch als Elternteil auch nicht zu seinen Kindern und sagt: Ja ist zwar ne 6, aber hast du doch toll gemacht, super mein Schatz ist alles in ordnung!!!
Aber es geht doch auch gar nicht darum, falsches Verhalten (oder schlechte Noten) zu belohnen. Man belohnt das richtige Verhalten, und Fehler werden "mit Verachtung gestraft", wie es so schön heißt.

Für (Menschen-)Kinder, um den Vergleich weiter zu strapazieren, ist es sehr wohl schlimm, von ihren Eltern ignoriert und dadurch eben bestraft zu werden, weil Menschen eben soziale Wesen sind, genau wie Rudel- oder Herdentiere. Für diese Tiere ist es doch das schlimmste überhaupt, wenn ihr Rudel (ihre Familie) ihnen die kalte Schulter zeigt oder sie gar ausstößt (oder eben aufgrund von Fehlverhalten von der Herde wegschickt/ignoriert).
 
melfreakz

melfreakz

05.04.2008
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Ich belohne meinen Hund natürlich auch viel lieber, als dass ich ihn bestrafe, aber wenn sie etwas anstellt kommt von meiner Seite nur ein knallhartes "Raus!" und sie muss dann im Flur so lange verweilen, bis ich ihr erlaube wieder hereinzukommen... Wenn sie aber wieder so richtigen Mist angestellt hat, wie z.B. heimlich Sachen vom Tisch zu essen, während ich kurz in der Küche bin, sperre ich sie für 10 Minuten ins Bad... Für uns ist dies die beste Lösung...
Von Gewalt an Hunden und Kindern halte ich so oder so nichts und wer einen Hund oder ein Kind handgreiflich bestraft hat den Begriff "Erziehung" eindeutig nicht verstanden...

MfG
Melly
 
M

Mikki

11.05.2008
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Tessa ist anderen Hunden gegenüber sehr skeptisch geworden, weil sie sehr oft schon angegriffen wurde. Aufdringliche Hunde mag sie gar nicht und ab und an kam es auch vor, dass sie gerade bei jungen Hunden dazu neigte übertrieben zu reagieren, indem sie dann plötzlich auf Angriff ging.

Das passte mir nicht, weil ich keine Kampfmaschine haben wollte und machte ihr das dann ein paar Mal mit dem berühmten Griff ins Nackenfell verständlich.
Wenn sie sich schuldig fühlte, dann warf sie sich dabei hin und drehte sich auf den Rücken sofort, wenn sie meinte sie sei im Recht gewesen, dann fiepte sie, als wäre ich ihr ans Leben gegangen und unterwarf sich nicht. Stattdessen guckte sie mich vorwurfsvoll an.
Ich schimpfte sie dann aus und sagte ihr, sie solle lieb sein mit dem oder dem Hund... und nannte dann auch den Namen von dem anderen Hund. Das hat jedenfalls gewirkt.
Ansonsten mache ich viel über Körpersprache mit brummen und knurren, so wie sie es halt auch mit mir macht, denn von einem Klaps oder so halte ich nichts.
Ich hab ihr einmal eine auf den Popo gehauen, aber es war wirklich eine Reflexreaktion, Einer meiner damaligen Wellensittiche machte eine Tiefflug und sie wollte ihn mit einem großen Sprung sich greifen, in dem Moment brüllte ich ganz laut Nein und haute sie dabei noch im "Flug" halt auch... :-( das tat mir hinterher furchtbar Leid und war mit eine Lehre, aber ich kriege heute noch ein schelchtes Gewissen, wenn daran nur denke. :-(

An einem See ich hab mal einen Mann gesehen, wie er seinen Schäferhund am Halsband hochhob, also richig bis über seinen Kopf (es war ein sehr kräftiger Mann) und ihn schüttelte, um ihn für irgend was Lapidares zu bestrafen... man sah dem Hund an, dass er regelrecht gewürgt wurde und verzweifelt nach Luft rang, ich war total entsetzt und hab den sofort angebrüllt, dass er sowas lassen solle, ansosten würde ich ihn anzeigen. Naja... klar, dass der sofort zurückgebrüllt hat und mir zu verstehen gab, dass es seine Sache sei und es mich einen Schei... dreck angehe. Ich wiederholte nur, dass ich, wenn ich sowas nochmal sehen würde oder er den Hund schlägt die Polizei darüber informieren würde. Er brubbelte noch irgendwas rüber, was ich nur noch in Wortfetzen verstand... es war nichts Gutes..*lach*

LG Mikki
 
H

Hermann-Johann

19.01.2009
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Hallo,

das Sprichwort: Hunde die bellen, beissen nicht!, habe ich bisher auch immer so ähnlich interpretiert. In einem anderen Forum hiess es aber, das es schon richtig ist. Es bedeute nämlich, das ein Hund der gerade bellt, nicht gleichzeitig beissen kann:mrgreen: . Was ist denn nun richtig?

LG Simone
Solange wie meine Tatras bellen werden sie dich nicht beissen, sie sagen dir eindringlich "geh nicht weiter". Gehst du weiter werden sie dich mit sehr tiefem Knurren und scheinangriffen eindringlicher warnen. Gehst du immer noch weiter werden sie dich niederwerfen. Gibst du dann immer noch nicht auf werden sie in allerletzter Konsequenz zubeißen. So ungefähr läuft der Angriff bei Herdenschutzhunden ab, Fini müsste es bestätigen können. Ich kenne das bis auf das beißen zu genau von meiner Hündin wenn fremde nicht auf mich hören wenn ich sage "lass sie einfach in ruhe".
 
Sepp

Sepp

09.09.2009
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Märchen der Hundehaltung

Leider gibt es über Hunde immer noch viele falsche Aussagen, wir wollen hier ein bisschen aufklären. :)


„Der hat noch Welpenschutz, dem tut keiner was…“
Einen Welpenschutz gibt es nicht. Daran sollte man immer denken, wenn man mit seinem Welpen auf fremde Hunde trifft, denn sollte der fremde Hund doch mal zu schnappen, kann es sein das der Welpe bei Hundebegegnungen demnächst unsicher reagiert oder Angst hat.
Nur in einem „Hunderudel“ genießen die Welpen weitestgehend „Narrenfreiheit“.

„Wenn er in die Wohnung macht, muss man ihn nur mit der Nase in seine Exkremente drücken und schimpfen, dann lernt er das“
Das ist Unsinn! Das zerstört nur das Vertrauen, mehr nicht! Der Hund lernt daraus sicher nicht, dass er nicht in die Wohnung machen darf! Er versteht den Zusammenhang gar nicht, da er sein Verhalten nicht mit dieser Bestrafung verknüpfen kann.

"Der weiss genau was er falsch gemacht hat"
Viele Hundhalter sind der Meinung das ihre Hunde auch lange nach einer "Tat" (z.B. zerrissene Kissen, zerkaute Schuhe usw.) wissen was sie falsch gemacht haben. Das stimmt nicht! Oft spürt der Hund einfach von vornherein das wir aufgebracht und verärgert sind, um diesen Ärger aus dem Weg zu gehen versucht er zu beschwichtigen. Diese Beschwichtigung wird von vielen Hundehaltern falsch ausgelegt - man glaubt der Hund habe ein schlechtes Gewissen. In wirklich keit aber weiss der Hund nicht warum wir verärgert sind. Demnach darf man einen Hund dann auch nicht mehr für sein Fehlverhalten bestrafen!


„Eine Hündin muss einmal in ihrem Leben Welpen bekommen haben“
Leider ist dieses Märchen immer noch verbreitet! Warum sollte eine Hündin einmal Welpen bekommen haben? Die Hündin wird es nicht missen, da sie nicht weiß wie es ist Welpen groß zu ziehen. Es hat weder gesundheitliche- noch psychische Folgen, wenn eine Hündin keine Welpen bekommt. Im Gegenteil eine Trächtigkeit und die Aufzucht der Welpen bedeuten auch Stress.
Viele vergleichen Hündinnen mit Menschen, die auch traurig sind, wenn sie keine Kinder in die Welt setzen können, vergessen dabei aber die Tatsache, dass die Hündin nach 6-7 Wochen die kleinen entwöhnt und sie weggegeben werden und die Hündin sie hinterher auch nicht mehr wieder erkennt, also wofür dann mind. einmal decken lassen? Um der Hündin Stress zu machen, weil man fälschlicherweise menschliche Gefühle und Bedürfnisse auf die Hündin projiziert hat?
(in zusammenarbeit mit sweetroke)


„Von Käse wird der Geruchsinn eines Hundes schlechter“
Das ist natürlich Quatsch, Käse hat keinerlei Einfluss auf den Geruchsinn! Wie sollte der auch den Geruchsinn verderbe

„Hundetrainer wissen immer genau was sie tun“
Die Bezeichnungen "Hundepsychologe" oder "Hundetrainer" sind nicht geschützt, demnach kann sich jeder Hundepsychologe nennen. Wenn man Hilfe bei einem Hundetrainer sucht, sollte man sehr genau auf die Kompetenz eines Trainers achten. Der Trainer sollte auf jeden Fall gewaltfrei arbeiten!

„Kastration hilft gegen Fehlverhalten“
Falsch! Es können sich nur Verhaltensweisen verändern, die mit dem Geschlechtshormonen in Verbindung stehen, da diese nach einer Kastration kaum noch gebildet werden. Gegen Fehlverhalten hilft nur gute Erziehung.

„1 Hundejahr entspricht 7 Menschenjahren“
Falsch! Das Alter kommt auch auf die Größe des Hundes an. Kleine Hunde werden in der Regel älter als große Hunde. Ein großer Hund gilt schon ab ca. 8 Jahren als alt, ein Kleiner Hund erst ab ca. 10 Jahren. Und eine Hündin kann schon ab einem Alter von 6 Monaten das erste Mal läufig werden.

„Hunde die bellen, beißen nicht“
Das ist Unsinn!
Ob ein Hund beißt oder nicht kann man nicht daran festmachen, ob er bellt oder nicht!




Alle Informationen wurden von Fini dem Tierforum.de zur Verfügung gestellt. Die Weiterverwendung des Textes ist nur mit diesem Copyright und nur nach Absprache gestattet. Hinweise, Anregungen und weitere Informationen sind gerne willkommen.



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Wenn ihr bei der Aufklärung über Märchen in der Hundehaltung helfen wollt, könnt ihr diesen Text gerne, unter Nennung der Quelle (mit Copyright), verbreiten!

Wenn ihr auch noch ein paar Märchen zu bieten habt, dann her damit. :)
Am besten ihr schickt es Elstertier, Ricalein oder mir per PN und wir fügen es dann direkt in die Liste ein, natürlich mit eurem Namen. ;)
Wenn etwas korrigiert werden muss, einfach bescheid sagen.


Liebe Grüße

Ein wirklich sehr guter Beitrag, den jeder Hundehalter lesen sollte.

Beim Käse sollte man noch ein bißchen differenzieren, da es auch den guten Pfeffer - oder Knoblauchkäse gibt ( den esse ich sehr gerne :mrgreen: ).

Mit dem Nackenschütteln ist das so eine Sache .

Tatsache ist aber, das Welpen " körperlich " von der Mutter gemaßregelt werden, wenn sie gegen instinktive Verhaltensregeln verstoßen.

Das eigentliche Problem liegt aber nicht am Schütteln.

Sondern an der motorischen Fähigkeit des Menschen.

Denn der ist viel stärker als die Hündin.

Deshalb setzen viele Hundebesitzer zu viel Kraft beim Nackenschütteln ein.

Also bitte nur leichtes Unbehagen durch den Nackengriff erzeugen und keine rohe Gewalt.

Und bitte nicht unmittelbar hinter den Ohren zupacken, denn Hunde sind da sehr schmerzempfindlich.

Ein leicht verstärkter Griff am Hunderücken, zeitorientiert ( direkt während des Fehlverhaltens , später ist es unsinnig ) erkennt jeder Hund und assoziiert es direkt mit der Situation.

Ein guter Hund muß seinen Halter als Rudelführer anerkennen.

Führt man ihn zu weich, kann der Hund keine Sozialisierung erfahren.

Führt man ihn zu hart, gehorcht er nur durch Angst.

Arbeitet man aber konstruktiv , ohne rohe Gewalt, erkennt der Hund schnell an der Mimik seines Halters, ob er gegen Regeln verstößt.

Es ist ein natürliches Bedürfnis jeden Hundes , sich zu unterwerfen oder zu führen.

Lebt er unter Menschen , muß er sich unterwerfen.

Der Mensch führt und gibt die Regeln vor.

Das das vielen Hundehaltern nicht gelingt, ist ein Beweis dafür, das man mit den Bedürfnissen seines Tieres, nicht vertraut ist.

Das führt leider dazu, das Hundehalter immer wieder negativ in den Medien definiert werden.

Und das zum Nachteil der großen, verantwortungsvollen Gruppe der Hundehalter.

MfG Sepp
 
T

taddy

25.05.2010
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stimmt es das sich ein hund ergibt wenn er sich auf den rücken legt?oder ist das auch ein märchen? gruss taddy
 
Kompassqualle

Kompassqualle

Moderator
27.11.2006
4.157
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stimmt es das sich ein hund ergibt wenn er sich auf den rücken legt?
Im Grunde schon, denn auf den Rücken legen ist ein sehr starkes "Calming Signal" mit dem der Hund z.B. in einem Rangkampf anzeigt, dass er dem anderen die größeren Rechte einräumt bzw seine ranghöhere Situation anerkennt.

Allerdings gibt es noch eine ganze Reihe anderer Calming Signals, die Anerkennung eines Ranghöheren muss also nicht immer durch auf-den-Rücken-legen ausgedrückt werden.
Hier sind viele Calming Signals anhand von Bildern erklärt:
http://www.bordermix.de/Hundekunde/calmingsignals.html

Auf den Rücken legen ist nur dann als eine richtige Unterwerfung zu verstehen, wenn der Hund sie freiwillig ausführt, untereinander zwingen sich Hunde niemals in diese Position (außer in Beschädigungskämpfen).

Im Zusammenleben mit unseren Hunden müssen wir diese Geste nicht von ihnen fordern um uns sicher sein zu können der "Chef" zu sein, ob Mensch und Hund eine gute und gefestigte Bindung zu einander haben zeigt sich in vielen Alltagssituationen und hat nichts damit zu tun, ob der Hund sich regelmäßig durch Auf-den-Rücken-legen "unterwirft" oder nicht.
Wenn Hunde zuhause entspannt sind und sich wohl fühlen, wird man aber häufig sehen, dass sie sich auf den Rücken drehen ohne das sie in der Not wären sich zu unterwerfen, einfach weil es bequem ist, oder weil sie möchten, dass wir ihnen den Bauch kraulen ;)
Diese Form von auf den Rücken drehen in gewohnter und entspannter Umgebung kann man als Vertrauensbeweis sehen, der Hund zeigt uns seine verwundbare Seite, weil er uns vertraut.

Über die Bedeutung von Rangkämpfen und das Auf-den-Rücken-legen haben wir hier noch einen recht ausführlichen Thread:
https://www.tierforum.de/t70096-kommentkampf-und-unterwerfung.html

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