Ich bin mir nicht sicher ob es gewünscht ist ,möchte aber natürlich hier einen Beitrag schreiben .
Selbstverständlich bin ich kein Gegner von Hundezucht ,sondern Befürworter .
Aber .......
Hier sind ein paar Fragen im Raum ,die meiner Meinung nach nicht richtig oder nur unvollständig beantwortet sind .
Seit ca 15000 Jahren züchtet der Mensch Hunde und da hat nicht ,wie in einem vorangegangenen Beitrag irgendeiner der Steinzeitmenschen ,dem wolf ein paar Welpen geklaut und im Laufe der Jahre dann Hunde draus gemacht .
Vielmehr ght heute die Wissenschaft davon aus ,das zunächst der Mensch ,dem Wolf die Beute streitig machte ,der Wolf dem Menschen folgte um die Überrreste an den Rastplätzen sich widerum anzueignen.
Der nächste Schritt der Annäherung war wohl der ,das der Mensch sich die Eigenschaft des Wolfes als Hetzjäger ,zunutze gemacht hat und einfach die Wolfsjagd beobachtet hat um dann die erschöpfte Beute leichter zu erlegen
Dann beobachtete der Mensch ,das es Wölfe gab die sich zutraulicher ,der menschlichen Behausung näherten ,andere eben scheu waren und das menschliche Umfeld mieden .
Vermutlich haben unsere Vorfahren ,dann einige von den zutraulicheren erwachsenen Tieren gefangen und gezähmt .
Das ist wahrscheinlicher ,weil die Aufzucht eines Welpen innerhalb der Milchphase damals fast ein unmögliches Unterfangen gewesen wäre und einen Welpen zu bekommen der bereits ins Rudel intregiert war ,wäre sehr gefährlich gewesen .
Nun hatte der Mensch seinen Hauswolf .Forscher gehen mittlerweile davon aus das alle unsere heutigen Haushunde aus insgesamt 5 Wolfspopulationen
aus dem heutigen osteuropäischen Bereich abstammen .
Durch Beobachtung entdeckten die Menschen nun die Eigenschaften des gezähmten Wildtieres ud stellen fest ,das nicht jeder Wolf ,gleiche Eigenschaften in gleichem Ausmass hatte .
Und da man sich die verschiedenen Eigenschaften zu nutze machen wollte ,entstand Zuchtselektion . Man versuchte erwünschtes zu verstärken und unerwünschtes weg zu bekommen .
Zusätzlich veränderte die Domestikation den Wolf und einge nicht planbare Mutationen kamen hinzu .
Eines des besten Beispiele für eine reinerbige Mutation ist der Nackthund ,egal ob Chinese Crested , Perro sin Pelo oder Xoloitzciuntle sind entstanden durch eine reinerbige Genmutation ,nicht etwa durch den Wunsch einen haarlosen Hund zu haben .
Und die ersten " Nackten " sind bereits vor 4000 Jahren nachgewiesen worden .
Nun ist es bei Mutationen so ,wie immer wenn sich Gene verändern .
Es geht nicht immer gut .
Bei den Nackten ist es so das die Haarlosigkeit dominant vererbt wird .
Verpaart man nun zwei Nackte ,dann ensteht eine homozygotisches Erbgut und das führt bei den Nackten zum Absterben der Welpen im Mutterleib.
Das heist das es bei einer Verpaarung zweier Nackter die Verteilung der Gene entgegen der normalen rezessiven Erbgangsverteilung zu einer Vertielung in einem Verhältnis von 2:1 kommt . Also zwei Haarlose Welpen und einer der behaart ist oder zumindest Resthaare trägt . Von den zwei Haarlosen ist midestens einer Homozygot und stirbt im Mutterleib .
Warum es zu dem Welpensterben kam wusste man erst als die Genforschung diesen Zusammenhang erkannte .
Seitdem wird bei der Zucht darauf geachtet ,das keine Homozygoten Typen miteinander verpaart werden . Vorher war man darauf angewiesen lediglich nach Phänotyp zu entscheiden ob man einen Reinerbigen oder Mischerbigen Typ vor sich hatte .
Da man das aber nicht sicher entscheiden konnte ,denn der Phänotyp sagt über den Genotyp nur sehr bedingt was aus ,kam es eben immer wieder zu diesen unglücklichen Verpaarungen ,was dem Nackthund schnell den Ruf einer Qualzucht einbrachte .
Das ist er aber nicht, wie heute eindeutig ,durch Gentest erwiesen .
An dieser Stelle möchte ich für heute schliessen .
Wenn es euch intressiert was ich schreibe und ihr noch mehr über Zucht an sich ,ihre Entstehung und auch welche Probleme zu lösen sind ,wissen wollt ,dann lasst es mich wissen .
Ich möchte betonen das ich hier in keinster Weise Werbung für Züchter ,meiner eigenen Hunde oder ,wie nett es ist mal Welpen zu haben ,schreiben will .
Im Gegenteil ,ich hoffe einfach ,das es Menschen gibt ,die erkennen ,das es kein Spiel ist und auch nicht die schnelle Mark .sondern eine Leidenschaft ,die ein ganzs Leben verändert und prägt .
Denn ein guter Züchter ,ist ein ewig Suchender und Lernender ,er opfert jeden Euro um seinem Stern ,seinem Zuchtziel näher zu kommen .
Er steht morgens auf und versorgt seine Tiere .Er geht nachts schlafen und träumt vom perfekt von ihm gezüchteten Hund .
Er gibt auch keine Garantiestempel auf seine Welpen ,denn er weis ,er züchtet nur ,er ist nicht der liebe Gott .
L. G.
Elvira