hast du evtl noch weitere/bessere Bilder (von näher dran + anderer Postition, z.B. v. vorne)? kann irgendwie kaum etwas erkennen
ist das da denn ne Rückwand? wenn ja, hast du die selbst gemacht? (...suche nach Inspiration für mein Nicht-Cynops-Becken...)
eine 4-monatige ausschließliche Landphase bei adulten C.orientalis halte ich schon für extrem außergewöhnlich. Dass sie gelegentlich durchaus so Phasen haben, wo sie öfter mal zwischen Land und Wasser hin und her wechseln, konnte ich auch schon mehrfach beobachten - aber diese Wechsel finden dann meist nach wenigen Stunden oder max. nem Tag statt. Dein Landgänger hat ja aber offenbar seine Landtracht angelegt, womit sich Wasseraufenthalte ausschließen! ...und dies ist - zumal über einen mehrmonatigen Zeitraum - für diese Art ja eher alles andere als typisch. Natürlich gibt es nahezu bei allem immer auch Ausnahmen zu finden ... aber: jetzt entschied sich auch noch dein zweites Tier gegen den aquatilen Lebensraum und verweilt an Land! ... spätestens jetzt sollte klar werden, dass den Tieren was nicht passt. Da deine zwei nicht zeitgleich an Land gedrängt sind, sondern mit einem gewissen zeitlichen Abstand lässt mich vermuten, dass die Ursache auf Unwohlbefinden zurückzuführen ist. In den linken Beckenbereich kann man auf deinem Bild nicht einsehen, aber allein im rechten Teil mangelt es gänzlich an krautigen Pflanzen. Ich weiß nicht ob du es wußtest, aber ein Feuerbauchmolchbecken hat in erster Linie ´gut/stark durchkrautet´ zu sein - genau das scheint mir bei dir nicht der Fall zu sein (deine paar am Boden eingesetzten Pflanzen zählen da nicht dazu). Ein üppiges Pflanzendickicht ist sehr wichtig und trägt einen großen Teil zum Wohlbefinden bei - an diesem scheint es mir im Falle deiner Tiere gemangelt zu haben, was sie eben nun endgültig dazu veranlasste, den Bereich zu verlassen.
Ich frage mich immer wieder was so schwer daran ist, Feuerbauchmolchen ein angemessenes Becken einzurichten? Man guckt z.B. bei ebay rein oder dort in den Kleinanzeigenbereich, da gibt es die notwendigen Pflanzen in Großportionen für weniges Geld zu erstehen. Man ordere dort 5 Liter beispielsweise Hornkraut und gibt dies ohne in den Bodengrund einzupflanzen in den Wasserbereich und schon ist das Becken nahezu perfekt!
Dass allein die nicht vorhandenen Pflanzen der Grund für die dauerhafte Wasserverweigerung deiner Tiere sein kann, möchte ich mal an einem gerade selbst wieder erlebten Beispiel darlegen:
Im November´10 übernahm ich ein angebliches Problemtier, das schon lange Zeit nur noch an Land lebte. Da sie dort zum Ende hin auch nur noch schlecht fraß, war sie in einem ganz schlechten Zustand und ich hatte sogar Sorgen, ob sie mir die Autofahrt überhaupt überlebt. Der Unterschied zwischen meinem Becken und ihrem zuletzt bewohnten Becken war allein, dass bei mir der komplette Schwimm- bzw. also Wasserbereich mit Pflanzen dicht ist. Die ersten Wochen hielt sie sich bei mir dann auch noch ausschließlich an Land auf oder max. auf einem mit wenigen Milimetern Wasser überspülten Stein auf, und dann kam schon bald der Tag, an dem sie ins Wasser ging. Seither hielt sie sich - wenn ich sie beobachten konnte - nie mehr länger als höchstens mal 1 Stunde noch an Land auf, wobei dies vielleicht 1x in 14 Tagen vorkommt. Mittlerweile sieht sie auch wieder wie ein normaler Molch aus und verbringt neben viel fressen ihre Zeit irgendwo im Pflanzendickicht. Ich halte es also für sehr plausibel und gut möglich, dass allein das auch der Grund bei deinen Tieren sein kann, wieso sie an Land gedrängt sind. Zum Schluss füge ich mal noch Vorher-/Nachher-Bilder von der ehem. "Problem-"Molchlady bei. ...der Unterschied ist echt enorm!
1. Bild: zeigt sie 3 Wochen nach Umzug zu mir: hier sah sie schon etwas besser aus, aber immer noch schlimm dünn (von ihrem ganz schlimmen Zustand hab ich keine Bilder). Inzw. interessierte sie sich wieder für Futter + fraß freiwillig
2. Bild: bereits um ein vielfaches besser - Knochen zeichnen sich aber immer noch deutlich ab
3. Bild: 7 Wochen seit dem Einzug sind vergangen. Sie ist kaum wieder zu erkennen
Die Lösung kann manchmal soo einfach sein