- Suche geeignete Trense und Reihalfter Beitrag #21
Lilly_79
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Liebe gugus,
es ist nicht so, dass dich hier jemand angreifen will, aber wenn du dir deinen Eingangspost und auch die folgenden neutral durchliest, dann entsteht eben das Bild, dass du reiterlich noch sehr, sehr weit von einem schärferen (feineren) Gebiss weg bist.
Fakt ist einfach, dass man ein Pferd nicht durch Zügel-/Gebisseinwirkung 'an den Zügel bekommt' sondern das man es 'an den Zügel reitet', der Zügel bzw das Gebiss ist nur dazu da eine leichte Begrenzung aufzubauen die dem Pferd den Weg weist, wie es richtig geht.
Es ist dazu da, kleine Impulse von der Hand ans Maul zu übermitteln - wenn diese nicht ankommen ist die Lösung nicht die, dass man mit mehr 'Kraft' in der Hand arbeitet oder eben ein Gebiss wählt das mehr Kraft ausübt.
Ich hab schon so viele Pferde geritten die stumpf im Maul waren, aber die Lösung war nie ein schärferes Gebiss, die Lösung ist, vielmehr vermehrtes treiben, viele Biegung, Tempowechsel etc pp, so dass das Pferd untertritt, die Hinterhand aktiv wird, es sich aufwölbt, dann den Hals 'fallen lässt' und dann - wirklich erst dann - nimmt man den Zügel etwas auf, stellt eine Verbindung zum Pferdemaul her.
Tempo verringert man nicht mit dem Gebiss/Zügel, sondern mit dem Sitz.
Ein Gebiss weist die Richtung, gibt Signale und hält das Pferd aufmerksam 'am Zügel' also an der Hand des Reiters.
Es darf aber den Kopf nicht 'nach unten zieh' - das geht auch gar nicht, wenn man die Hände korrekt, etwas wenigr als Schulterbreit, über dem Widerrist trägt
Deine Stute geht deiner Beschreibung nach einfach noch nicht locker, sie kann so gar nicht 'am Zügel' gehen. Da hilft auch kein schärferes Gebiss, damit erreichst du höchstens das sie sich aufrollt.
Und ich habe bei einem 'scharfen Gebiss' sicher kein blutiges Pferdmaul vor Augen, denn dass erfodert regelrecht Gewalt
- was ich aber vor Augen habe, sind Pferde die sich aufrollen, Reiterhände die unruhig und hart sind, Reiter die nicht wissen wie stark sie aufs Pferdemaul einwirken.
Pferde die abgestumpft sind, weil sie nicht wissen was sie mit den 'harten' Signalen im Maul anfangen sollen, weil das was nötig ist um am Zügel zu gehen können fehlt - ein aktiv mitarbeitendes Pferd.
Und zum 'mal reinlangen' es ist ein Irrtum zu glauben, dass es ein Pferd mit einer normalen WT nicht spürt, wenn man aufgrund einer Gefahrensituation eben dieses mal tut. Die Frage ist nur ob es bereit ist, dass zu akzeptieren.
Mit einem schärferen Gebiss allerdings läuft man Gefahr dem Pferd Schmerzen zuzufügen und dass kann ja auch nicht die Lösung sein? Zumal das Pferd darauf auch irgendwann nicht mehr reagiert, weil es sich daran gewöhnt hat.
Es mag Ausnahmen geben, ich kenne die Pferd von molledaisy nicht, bei denen so ein 'scharfes' Gebiss (was für eines denn? Würde mich mal interessieren) in bestimmten Situationen eine Lösung sein kann, aber so wie sie es schildert ist da immer die RL dabei die auf die Hände der Reiter achtet, denn selber ist das immens schwer.
Selbst Porfi-Dressurreiter reiten nur sehr selten auf blanker Kandarre, eben weil sie wissen dass es enorme Konzentration erfordert den Kandarrenzügel auf Dauer (zumindest beim engl u klassichen reiten) so fein zu halten, dass man damit nicht mehr macht als mit einer WT o.ä. und auch weil man damit eben NICHT mal eine so deutliche Parade geben 'darf'(kann) wie mit einem normalen Gebiss.
Im Westernsport kenne ich mich da zu wenig aus, aber ich denke das es da etwas anders läuft, weil die Pferde ja idR keine 'anstehenden' Zügel haben, sie stehen anders an den Hilfen.
Aber korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
Allerdings werden wir dir sicher nicht helfen können, wenn du nicht genauer schilderst wie du mit deiner Stute arbeitest.
LG Lilly
es ist nicht so, dass dich hier jemand angreifen will, aber wenn du dir deinen Eingangspost und auch die folgenden neutral durchliest, dann entsteht eben das Bild, dass du reiterlich noch sehr, sehr weit von einem schärferen (feineren) Gebiss weg bist.
Fakt ist einfach, dass man ein Pferd nicht durch Zügel-/Gebisseinwirkung 'an den Zügel bekommt' sondern das man es 'an den Zügel reitet', der Zügel bzw das Gebiss ist nur dazu da eine leichte Begrenzung aufzubauen die dem Pferd den Weg weist, wie es richtig geht.
Es ist dazu da, kleine Impulse von der Hand ans Maul zu übermitteln - wenn diese nicht ankommen ist die Lösung nicht die, dass man mit mehr 'Kraft' in der Hand arbeitet oder eben ein Gebiss wählt das mehr Kraft ausübt.
Ich hab schon so viele Pferde geritten die stumpf im Maul waren, aber die Lösung war nie ein schärferes Gebiss, die Lösung ist, vielmehr vermehrtes treiben, viele Biegung, Tempowechsel etc pp, so dass das Pferd untertritt, die Hinterhand aktiv wird, es sich aufwölbt, dann den Hals 'fallen lässt' und dann - wirklich erst dann - nimmt man den Zügel etwas auf, stellt eine Verbindung zum Pferdemaul her.
Tempo verringert man nicht mit dem Gebiss/Zügel, sondern mit dem Sitz.
Ein Gebiss weist die Richtung, gibt Signale und hält das Pferd aufmerksam 'am Zügel' also an der Hand des Reiters.
Es darf aber den Kopf nicht 'nach unten zieh' - das geht auch gar nicht, wenn man die Hände korrekt, etwas wenigr als Schulterbreit, über dem Widerrist trägt
Deine Stute geht deiner Beschreibung nach einfach noch nicht locker, sie kann so gar nicht 'am Zügel' gehen. Da hilft auch kein schärferes Gebiss, damit erreichst du höchstens das sie sich aufrollt.
Und ich habe bei einem 'scharfen Gebiss' sicher kein blutiges Pferdmaul vor Augen, denn dass erfodert regelrecht Gewalt
- was ich aber vor Augen habe, sind Pferde die sich aufrollen, Reiterhände die unruhig und hart sind, Reiter die nicht wissen wie stark sie aufs Pferdemaul einwirken.
Pferde die abgestumpft sind, weil sie nicht wissen was sie mit den 'harten' Signalen im Maul anfangen sollen, weil das was nötig ist um am Zügel zu gehen können fehlt - ein aktiv mitarbeitendes Pferd.
Und zum 'mal reinlangen' es ist ein Irrtum zu glauben, dass es ein Pferd mit einer normalen WT nicht spürt, wenn man aufgrund einer Gefahrensituation eben dieses mal tut. Die Frage ist nur ob es bereit ist, dass zu akzeptieren.
Mit einem schärferen Gebiss allerdings läuft man Gefahr dem Pferd Schmerzen zuzufügen und dass kann ja auch nicht die Lösung sein? Zumal das Pferd darauf auch irgendwann nicht mehr reagiert, weil es sich daran gewöhnt hat.
Es mag Ausnahmen geben, ich kenne die Pferd von molledaisy nicht, bei denen so ein 'scharfes' Gebiss (was für eines denn? Würde mich mal interessieren) in bestimmten Situationen eine Lösung sein kann, aber so wie sie es schildert ist da immer die RL dabei die auf die Hände der Reiter achtet, denn selber ist das immens schwer.
Selbst Porfi-Dressurreiter reiten nur sehr selten auf blanker Kandarre, eben weil sie wissen dass es enorme Konzentration erfordert den Kandarrenzügel auf Dauer (zumindest beim engl u klassichen reiten) so fein zu halten, dass man damit nicht mehr macht als mit einer WT o.ä. und auch weil man damit eben NICHT mal eine so deutliche Parade geben 'darf'(kann) wie mit einem normalen Gebiss.
Im Westernsport kenne ich mich da zu wenig aus, aber ich denke das es da etwas anders läuft, weil die Pferde ja idR keine 'anstehenden' Zügel haben, sie stehen anders an den Hilfen.
Aber korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
Allerdings werden wir dir sicher nicht helfen können, wenn du nicht genauer schilderst wie du mit deiner Stute arbeitest.
LG Lilly