Hui, welch schönes Thema.
Bei uns leben auch so Spezialisten. Was mich aber vorweg interessieren würde, nehmen Katzen eigentlich bestimmte Eigenarten ihrer Menschen an?
Unser Baghira (8) z.B. - Liebling von meiner Mutter, sie nimmt ihn jeden Abend mit ins Bett, er ist ein echter "Schreihals". Er kräht und jammert immer und jedesmal kann man an seinen Miauen auch seine Stimmung erkennen, meine Mutter ist auch eher temperamentvoll und manchmal ziemlich hektisch, hat Baghira es bei ihr etwa abgeschaut?
Moritz (8) ist der Bruder von Baghi und die Ruhe in Person. Er ist so ein richtiger "Lmaa-Typ", etwas trottelig und auch einbisschen dümmlich, genau wie mein Bruder - Moritz gehört ihm und hat früher ebenfalls mit bei ihm im Bett geschlafen.
Na und meine Ronja (2), die ab und an mit bei mir schläft, schaut mit großen Augen, schüchtern und vorsichtig auf alles Neue. Sie ist jeder fremden Mietz gegenüber tolerant und sucht nie wirklich Streit. Wie ich.
Also, was meint ihr? Sind eure Katzen auch wie ihre Besitzer?
Nun zum Eigentlichen. Im Prinzip haben wir echte "Haushalts-Mietzen". Unser Troll (ca. 6 Monate) setzt sich grundsätzlich, wenn einer von uns den Aufwasch macht, brav mit an die Spüle aufs Fensterbrett (meist heimlich hinter die Gardine:eusa_shhh

und schaut fein zu, damit er die letzten Tropfen aus dem Wasserhahn erhaschen kann. Dafür steht er sogar aus dem Tiefschlaf auf.
Baghira kommt entweder zum Fenster rein oder kräht vor der Tür zu unserem Bad um unbedingt beim Wäsche machen zuzuschaun. Er trinkt auch viel lieber das Wasser aus den vollen Wäschekörben mit eingeweichtem Zeug als aus dem Napf - was wir natürlich nicht mit machen, aber er versucht es fast immer.
Und unser Moritz, ist einfach unser Moritz. Er öffnet jede Tür, hängt sich sogar an hochgestellte Klinken, er schläft grundsätzlich auf dem Rücken mit allen vieren in die Luft und weis nie so richtig was mit sich anzufangen und das merkt man auch. Manchmal sitzt er lange Zeit schräg auf seinem Fleckchen und guckt an die Wand. Eigentlich ein richtiger Trottel, der niemals Streit sucht. Im Winter ist es ihm draußen auch zu kalt, wenn ich ihn rauslasse, dann warte ich meist die eine Minute gleich an der Tür bis er wieder reinkommt. Der Wassernapf von meinem Hund ist ihm irgendwie auch zu groß, wenn Moritz trinkt stehen beide Vorderpfoten mit im Napf.
Und wir hatten auch mal eine ganz liebe Katze, unsere Lucy. Die fuhr für ihr Leben gern im Auto mit. Kaum haben wir in unserer Einfahrt eingeparkt kam Lucy angerannt, Tür auf, Katze rein, erstmal kurz geschmust, dann ging es auf den Rücksitz und es wurde mit eingeparkt. Natürlich wurde währendessen fleißig erzählt was über den Tag alles erlebt wurde. (Einmal kam unser TA zum Impfen zu uns, alle Katzen da, außer Lucy.. unser Glück, Auto kurz angelassen, ausgeparkt, eingeparkt, Katze da

) Lucy liebte auch die Gesellschaft von vielen Menschen, im Sommer kam sie grundsätzlich mit zu unseren Jugendclub (200m von zu Hause) um sich mit am Grillabend zu beteiligen. Genauso wie man mit ihr prima Frisbee spielen konnte, wegschmeisen, hinterherrennen und auch einbisschen anfressen klappte super, nur das Bringen war etwas schwer.
Und alle unsere Katzen lieben leere Pappkartons, je enger desto besser.
Ach, Katzen sind schon herrlich, man könnte ewig weitererzählen.

