Gleichzeitig muss Euch der "Ordnungshüter" ebenfalls dokumentieren können, daß er im Recht ist bzw ihr gegen ein Gestzt verstoßt. Willkür ist nicht.Dies ist eine Tatsache die man - so man Lust darauf hat .- auf die Spitze treiben kann - ich habe damit den ein oder anderen unausgebildeten Hilfssheriff an den Rand der Verzweiflung gebracht und zum Aufgeben bewegt.....nur durch höfliches Nachfragen und belegbare Argumente.
Man muss als Ordnungshüter nicht mit dem gesamten Gesetzeskatalog herumlaufen, das ist Quatsch. In der Regel kann man danach bei einer übergeordneten Stelle seinen Widerspruch anbringen und dort wird dann anhand der Fakten (natürlich dokumentiert, keine Frage) entschieden.
Versetzt euch mal in die Lage eines Ordnungshüters: 99% aller Menschen lügen einem frech ins Gesicht, nur um Recht zu bekommen. Das ist Fakt. Das erlebe ich jedes Jahr auf dem Oktoberfest. Bei den Einfahrtskontrollen. Und je ruppiger und nerviger derjenige dann wird, desto weniger wird er von mir Recht bekommen. Ich habe jeden Tag eine Handvoll Menschen, die von mir dann die gesamte gesetzliche Grundlage für meine Arbeit hören wollen. Und es aber auch nicht einsehen, wenn ich ihnen meine Angaben nicht ausreichen und ich sie dann zur übergeordneten Stelle schicke (natürlich zu Fuß, ohne gültige Genehmigung ist bequemes Hinfahren erst mal Essig). Am schlimmsten sind wirklich die Möchte-gern-Halbwissen-Besserwisser, die völlig ruhig bleiben, sich offensichtlich überlegen fühlen und keinen Millimeter weichen, nur weil sie sich mit besagtem Halbwissen auf der sicheren Seite wiegen und nur darauf warten, dass ich einknicke. So ähnlich liest sich das hier auch.
Versteht mich nicht falsch, fachlich richtige Information ist der wertvollste Schutz, den ein Mensch haben kann, auf jeder Seite.
Ich halte es für sehr gut, wenn sich die Hundebesitzer über ihre Rechte und ihre Pflichten vollstens im Klaren sind und sich auch danach richten (Stichwort: belegbare Argumente, Daumen hoch). Das ist die beste Grundlage, selbst wenn man auf eine andere Meinung trifft, da diese dann unhaltbar wird.
Wenn Leinenzwang/Steuermarken Nachweis Pflicht ist - dann muss man sich eben daran halten oder blechen. Bei der nächsten Wahl kann man da was daran drehen oder es zumindest versuchen.....wenn nicht....dann belegt es und wehrt euch.
Danke, ein wahres Wort!
Dann möchte ich aber auch noch etwas los werden.
Zugegebenermaßen, unsere Gesellschaft verweichlicht und entwickelt sich in eine ganz komische Richtung.
Aber es gibt doch einige Menschen, die vor Hunden Angst haben, da hilft auch ein "Der tut nix!" überhaupt rein gar nichts. Innerorts trifft man meist ständig auf alte Menschen und Kinder, die das Gleichgewicht nicht so halten können wie ein Teenager und bei denen ein durchaus freundliches Anspringen durch einen Hund fatale Folgen haben kann. Zudem die Menschen, die schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht haben (ich hatte ca. 10 Jahre lang panische Angst vor Hunden, nachdem mich mit 9 Jahren ein freilaufender Schäferhund zusammengebissen hatte). Man kann es den Menschen nicht verübeln, dass sie lieber ohne Angst zum Einkaufen oder mit ihren Kindern in den Kindergarten/die Schule gehen möchten.
Natürlich gibt es viele guterzogene Hunde, die abrufbar sind. Dennoch stechen natürlich die schwarzen Schafe heraus. Klar müssen da dann alle leiden, das ist leider immer so im Leben (siehe Politik), aber so ist es halt.
In München kenne ich viele Hundebesitzer, die gezielt mit dem Auto zu Flächen fahren, auf denen ihre Tiere problemlos frei laufen dürfen (die Stadt gibt da gerne Auskunft).
Ich verstehe jeden Einzelnen hier, ich möchte nur einmal anregen, auch mal für einen kurzen Moment die andere Seite und damit den Sinn hinter einer bestimmten Verordnung zu betrachten...