Weimaraner?

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  • Weimaraner? Beitrag #21
Mankann sich keinen Hund nur nach dem Aussehen aussuchen! Wißt denn wie der Hovi so drauf ist?? Sie haben nicht nur jede Menge Kraft, sondern sind auch eigensinnig und senibel, anderen Menschen gegenüber öfters mal zurück haltend, kenn aber auch anere Beispiele!
Ein Hovi möchte arbeiten! Er worde zum beschützen des Grundes gezüchtet, wenn ich mich nicht irre, aber auch in der Rettungshundestaffel sind sie gut! Wir haben selber zwei Hovi's, die aber beide etwas ihren eigenen Kopf haben und auch gerne einfach ma dicht machen, wenn sie druck bekommen!
Vom Weimaraner rate ich euch absolut abe! es ist ein Jagdhund und ihr werdet ihn bei einem Seriösen Züchten auf keinen fall bekommen! Wenn einer sagt es sind prima Familiebhund und so ist es schlichweg geloegen!
ich kenn nur einen Weimaraner in nicht Jägerhand! Frauchen sagt er Jagd nicht, naja nicht auf Sicht aber eindeutig geht er auf Spur! Tut euch und der Rasse einen gefallen und laßt die Hände von Weimaraner damit tut ihr niemanden einen gefallen!


Lg Yvi
 
  • Weimaraner? Beitrag #22
An der Leine rumzerren ist aber nicht nervös, sondern hat für mich eher mehr mit Erziehung zu tun. Vermutlich ist sie aber auch unausgelastet. Oder meinst du das anders?
 
  • Weimaraner? Beitrag #23
Ich muss den anderen hier zustimmen. Der Weimaraner ist wie gesagt ein sehr aktiver Hund, ein Vollblutjagdhund durch und durch und wenn er das was er braucht nicht bekommt, werdet ihr echte Probleme bekommen.
Wenn ihr euch wirklich für diesen Hund entscheiden solltet, muss dieser Hund intensiv geistig beschäftigt werdén, etwa mit Maintrailing, Flächensuche ect. und das nicht nur einmal die Woche sondern täglich.
 
  • Weimaraner? Beitrag #24
Off-Topic
Sie haben aber wohl Hovi-Erfahrung. Jedenfalls der Vater.
 
  • Weimaraner? Beitrag #25
also ich habe ja einen gordon setter und diese sache mit dem draußen "nervös" sein kenne ich zu gut. allerdings ist das weniger ein nervös sein als ein extrem wacher trieb.

ich habe mich damals auch von der schönheit der setter blenden lassen und habe aber schnell gemerkt, wieviel arbeit ein jagdhund macht. zum glück habe ich darin eine art passion gefunden, anderweitig würde ich das nicht durchhalten.

mit einem jagdhund kannst du entspannte spaziergänge abhaken. du musst immer ein waches auge auf sie haben und du musst sie ständig beschäftigen, sonst suchen sie sich beschäftigung. bis du einen jagdhund ableinen kannst, dauert es ewig und selbst dann kannst du dir nicht sicher sein, ob er nicht einer fährte nachgeht. mit anderen leuten entspannt quatschen während die hunde miteinander spielen geht fast gar nicht, denn ein jagdhund lässt für einen hasen/fasan/ente/vogel jeden anderen hund links liegen.

bei schlechtem wetter drehen viele leute nur kleine runden mit ihren hunden, ein jagdhund steigt dir zu hause aufs dach, wenn du ihn mit einer kurzen runde abspeist. ich stehe bei blitz, donner, eis und hagel jeden tag auf dem feld und lege fährten, mache reizangeltraining oder dummysuche.

bei einem jagdhund musst du sowohl den geist wie auch den körper voll auspowern, damit er zufrieden ist und euch zu hause zufrieden lässt.

das leben mit einem jagdhund ist geprägt von ganz viel arbeit, und wenn man die zu leisten bereit ist, hat man einen unglaublichen tollen hund. wenn man das nicht zu leisten bereit ist, hat der hund die hölle auf erden und die gibt er an euch weiter. und der weimaraner ist nochmal eine ganz anderen nummer wie ein setter. das ist ein so triebiger, mitunter mannscharfer hund, den du mit 3 normalen spaziergängen am tag nicht auslasten kannst.

ich an eurer stelle würde beim pudel bleiben. großpudel sind extrem sportliche hunde, mit denen man super agility o.ä. machen kann.
 
  • Weimaraner? Beitrag #26
Hallo zusammen,

um mal jetzt nicht ins allgemeine Horn zu tröten hier :)

Wir haben seit 12 jahren eine kleine Münsterländer-Hündin. Sie ist unser erster Hund gewesen (mittlerweile haben wir noch eine Hündin aus dem Tierschutz dazu).
Wir haben uns damals auch für einen Hund interessiert, der viel Bewegung und Beschäftigung braucht.
Da meine Schwiegermutter (mein Schwiegervater war Jäger) mal einen Münsterländer hatte und den vom Charakter her (genau wie der Weimaraner gliedert er sich gut in Familien ein) und Aussehen sehr gut fand, interessierten auch wir (obwohl Hundeneulinge) für einen Hund, der eben auch nur in Jägerhände abgegeben wird. EIGENTLICH!
Denn , und jetzt kommt das "Aber", wir haben uns bei Züchtern informiert und einer hatte einen Wurf von 6 Wochen da und erklärte, dass zwei aus diesem Wurf im gegensatz zu den anderen Geschwistern null jagdtrieb oder Interesse in diese Rchtung zeigen würden.
Wir durften vorbei fahren und die Tiere besichtigen, uns wurden viele Fragen zur Auslastung, Haltung (Haus, Garten ect.) gestellt sowie, wo der Hund bleibt, wenn wir arbeiten (mein Mann kann die Hunde mit ins Büro nehmen).
Danach bekamen wir einen der beiden reserviert und konnten die Süße dann mit 11 Wochen abholen.
Sie zeigte bis heute keinen Jagdtrieb, fand sich hervorragend in unsere Familie ein, wurde und wird viel beschäftigt mit Wandern, Joggen, Radeln, Hundeschule.

So kann es eben mit viel Überlegung auch funktioneiren, denn nicht jeder Jagd-Hund in jedem Wurf ist auch für die Jagd geeignet. Das kommt sogar häufiger vor und auch diese Hunde brauchen ein Zuhause, aber eben nicht unbedingt die Jagd an sich.

Viele Grüße, Insa
 
  • Weimaraner? Beitrag #27
erst mal vielen dank an alle und ihre Antworten, auch über antworten mit dem Hovawart.
Wir werden uns jetzt sehr viel Zeit nehmen und uns über das Verhalten des Weimaraners und der Setter informieren und dann nochmal überlegen ob es wirklich ein Hund ist den wir wollen
und das mit dem Irish Seter haben wir uns auch schon überlegt und ist auch einer unserer Favoriten:)

@Isna:
ich denke mit viel training und auch viel Beschäftigung und einem Besuch der Hundeschule wird auch ein "Jagd"hund ohne oder mit wenig Jagdtrieb ein ausgelasteter Hund sein:)

Wir überlegen es uns nochmal seeehr gründlich

lg
 
  • Weimaraner? Beitrag #28
Finde ich gut, dass ihr mit dem Weimaraner auch Hundesport und so machen wollt. Aber was ist, wenn er dabei ein Karnickel sieht, eine Fährte wittert oder so? Ich habe einen Mischlingshund aus dem Ausland, er kommt aus einer ländlichen gegend, er hat seinen Jagdinstinkt zum überleben gebraucht. Wenn dieser Instinkt aktiv ist, sieht man ihm richtig an: der schalter im Kopf ist umgeschlagen, jetzt kannste ihm mit nem knüppel am kopf hauen, er beachtet dich nicht. so war es anfangs bei mir, habe viel mit Trainings-Dummys gearbeitet. Mittlerweile schaffe ich es, ihn z.B. von einem Hasenbau oder einer Fährte abzurufen, jedoch bin ich diesbezüglich noch längst nicht da, wo ich mit ihm hinwill. Euch sollte bewusst sein, dass ihr diesen Instinkt (ich sage bewusst nicht trieb) zuallererst zu 100 % in den griff kriegen müsst, bevor ihr an agility oder denken könnt. Musste meinem mit dummys zuerst beibringen, mit mir zusammen zu jagen, also der Beute-Bewegung auf mein kommando hin hinterher zu jagen. Ging nur zu zweit, man musste sekundengenau arbeiten, hat 2 monate gedauert und klappt nur bei mir. Und bei Jagd-Hundrassen ist es meiner erfahrung nach so, dass sie oft nicht so den spaß an agility oder so haben. Ausserdem ist der Weimaraner ein Jagdhund, der alle 3 Jagdarten beherrscht, nämlich Sichtjagd, hochspurjagd und niederspurjagd. im gegensatz zum Beagle (Beispiel), der nur die niederspurjagd wirklich gut beherrscht. A propos Familienhund: meines erachtens kommt es nicht auf die Rasse an, sondern aufs Herrchen, ob ein Hund sich gut in die Familie einfügt oder nicht. Man muss einem Hund das Gefühl, nein, das Wissen geben, er braucht sich um nichts kümmern. Dann wird er auch nicht seinen Knochen oder andere ressourcen vor den Kindern verteidigen.
Habe letztens einen Kengal gesehen, der sich bei seinem Herrchen losgerissen hat und einen Pudel attakiert hat. Für mich völlig unverständlich, sich einen Herdenschutzhund zuzulegen, zumahl in einer Kleinen Wohnung mitten in der Stadt. Ein Hund ist niemals ein Statussymbol, und wer sich einen als solches holt, ist dumm und hat keine Ahnung. Genau das selbe mit reinen Jagdhunden, wie Weimaraner, Viszla oder auch einen Doggo Argentino: als normaler Hundehalter mit Wohnung in der Stadt kann man solchen Hunden icht gerecht werden!
Mfg
 
  • Weimaraner? Beitrag #29
Hallo,

von der Haltung eines Weimaraners als Nicht-Jäger kann ich Dir auch nur abraten. Der Weimaraner ist nicht nur ein Vollblutjagdhund - er gilt unter Jägern als DER Vollblutjagdhund; nicht umsonst wird er oft von Förstern gehalten, eben Menschen, die mehr oder weniger ihre gesamte Zeit im Wald und auf der Jagd verbringen und dem Hund die Möglichkeit geben können, nahezu täglich die Aufgaben zu erfüllen, für die er gezüchtet wurde und wird ...

Ein seriöser Züchter wird und darf einem Nichtjäger nichtmal einen Weimaraner abgeben. Mein Bruder (ein Jäger) hat sich vor Monaten für eine Tiroler Bracke entschieden - der Züchter und der Verein machen eine Aktion und einen Papierkram aus der Übergabe des Hundes, das kann man sich echt kaum vorstellen *kopf schüttel*

Im Gegensatz zu vielen anderen Jagdhunden verfügt der Weimaraner über eine ausgeprägte Wildschärfe und zusätzlich noch einen sehr ausgeprägten Schutztrieb. Diese Mischung macht ihn so "schwierig". Ein ausgelasteter Weimaraner ist sicherlich auch ein toller Familienhund - aber so einen Hund kannst Du nicht mit Gassigehen, Dummytraining, Agility oder sonstwas auslasten - der muss und will jagen ... mehrmals in der Woche, am besten täglich ...

Engelchen hat Dir ja Ihre Erfahrungen mit ihrem Hund geschrieben - so einen Hund als Familienhund zu halten, bedeutet wirklich viel, viel Zeitaufwand und Arbeit ... Da gibt es sicher nicht viele Leute, die das über Jahre leisten wollen oder können. Und - ohne Engelchen zu nahe treten zu wollen - ein Weimaraner ist sicherlich noch eine Nummer größer als ein Gordon.

LG Ida
 
  • Weimaraner? Beitrag #30
Und - ohne Engelchen zu nahe treten zu wollen - ein Weimaraner ist sicherlich noch eine Nummer größer als ein Gordon.
LG Ida

*lach* damit trittst du mir nicht zu nahe, ich bin ja selbst heillos froh darüber :))

fakt ist einfach, dass man vorher nie 100%ig sagen kann, ob und wieviel jagdtrieb ein jagdhund bekommen wird. mir reichen da schon die anfänge. für einen echten jäger wäre collin mit sicherheit ein totaler looser, eben weil er ja auch nie ausgebildet wurde, ich hingegen bin schon stolz wie bolle, wenn er den dummy in meiner persönlichen rekordzeit findet.

ganz ab von dem "können" das jagdhunde haben gestaltet sich der alltag aber auch völlig anders. jagdhunde laufen oft und gerne in größerer distanz zum besitzer, man muss sich richtig ins zeug legen, damit man interessant bleibt für jagdhunde. andere haben einen ball und deren hund bleibt brav da, ich bräuchte vermutlich einen lebenden hasen oder ente oder müsste auf einem reh reiten, damit mein hund mich dauerhaft spannend findet.

es ist einfach unglaublich viel arbeit. jeder freilauf ist arbeit, in erster linie für den menschen. distanz beachten, hasen, enten etc. vor dem hund sehen, sich interessant machen, den hund artgerecht auslasten.

wie gesagt, ich finde meinen hund toll und ich habe ihn für meine verhältnisse ganz gut hinbekommen, aber es ist alles harte arbeit gewesen. bei vielen anderen rassen ist das wesentlich leichter, weil sie viel mehr interesse am mensch zeigen, das ist vermutlich der will to please.

mein nächster hund, wenn mein collin in 100 jahren oder so mal nicht mehr ist, wird kein jagdhund mehr. und ich stehe da ganz ehrlich zu. beim nächsten mal möchte ich es etwas leichter haben.
 
  • Weimaraner? Beitrag #31
Ida, du sprichst mir aus dem Herzen! :D
Es gibt einach gewisse Rassen, die allein für die Arbeit gezüchtet werden.

Und ich verstehe nicht, wieso man als "Normalo" solch eine Rasse unbedingt besitzen muss, wo an doch weiß, dass man die Triebe des hundes ganz extrem einschränken muss, und ihm nie das bieten kann, was ihn eigentlich glücklich macht.
Und dann auch noch zu sagen, dass der Hund perfekt zu einem passt... naja.

Ehrlich gesagt glaube ich eher, dass es sich bei solchen Anschaffungen um eine hauptsächlich optische Geschichte handelt.
 
  • Weimaraner? Beitrag #32
Ehrlich gesagt glaube ich eher, dass es sich bei solchen Anschaffungen um eine hauptsächlich optische Geschichte handelt.

mh, ich weiß nicht, ob das immer zutreffend ist.

manche leute sind eben begeistert von dem charakter eines jagdhundes. ich sehe es ja an mir selbst. trotz der vielen arbeit, die so ein hund macht, stehe ich dennoch jeden morgen wieder gerne auf und freue mich auf den tag mit dem hund. wenn du mal eine stunde lang über ein feld gerannt bist und eine fährte gelegt hast und dein hund dieser fährte mit konzentration und einer körperbeherrschung nach geht, dann geht einem einfach das herz auf.

ein jagdhund ist immer motiviert, es gibt keine schlaftabletten. und das begeistert mich absolut. aber es ist eben absolut harte arbeit um diesen hunden gerecht zu werden. und ich persönlich halte es für imens wichtig, diesen hunden regelmäßige und gute jagdersatzhandlungen anzubieten, weil es einfach in ihren genen liegt. diesen trieb zu unterdrücken ist schlichtweg falsch.
manche sagen ja, dass man ihn damit quasi ans tageslicht holt, aber das ist falsch. ein jagdhund jagt, ob man will oder nicht. aber mir persönlich ist es lieber, wenn er dies im kontrollierten rahmen macht, wenn auch nicht mit echtem wild. bei jägern müssen die hunde auch kontrolliert arbeiten und dürfen nicht ziellos durch die gegend stromern.

wer sich einen jagdhund holt muss sich einfach bewusst sein, dass das leben mit so einem hund nur spaß macht, wenn man sich drei beine ausreißt. ansonsten hat man einen hund, den man nur an der leine führen kann, der unausgelastet ist und sich anders luft macht, z.b. mit möbel annagen, verhaltensauffälligkeiten gegenüber mensch und hund, lethargie und und und.
 
  • Weimaraner? Beitrag #33
Wo wir gerade beim Thema sind. Bei uns geht scheinbar die Gordon- Setter Welle rum. Ist schon der zweite Gordon Welpe den ich innerhalb weniger Wochen sehe. Einen gestern und der war mit Sicherheit noch kein halbes Jahr, hat aber schon die ersten Vögel gejagt und das Frauchen ist hilflos hinterher :roll:
Eigentlich hätte für Hanna, Jerry und mich nur das Popcorn gefehlt, als wir so gediegen im Gras saßen :mrgreen:

Hach, aber süß war der Fratz trotzdem *auch gerne einen Setter haben möchte*

Ich glaube Engelchens angesprochener "Charakter" ist tatsächlich das Problem. Ich finde Jagdhunde sehen einfach unglaublich agil und lebensfroh aus. An denen könnte ich mich den ganzen Tag noch nicht satt sehen und von denen kriege ich auch nie genug im Gegensatz zu vielen anderen Rassen. Wenn du als Nicht- Hundehalter einen Hund weit auf den Feldern sieht und er in einer Affengeschwindigkeit über das Gras pest, mit einem deftigen "Grinsen" - für viele macht das schon einen "guten Eindruck". Ich kenne das ja leider auch. Immer wenn ich früher schon einen Setter gesehen habe, wäre ich am liebsten zu ihm hin, hätte ihn über die Schulter geworfen und wär zügig weggeflitzt ;) Und damals hatte ich auch noch so gar keine Ahnung von ihnen, das kam erst mit der Zeit und dadurch, dass ich viel Zeit mit zwei Settern verbringen darf.
Aber leider sieht man ja hinter den Kulissen nur sehr selten, wie viel Arbeit das wirklich ist, es sei denn, man kennt besagten Halter und viele sind dann überfordert. Aber das ist ja eigentlich immer der Fall gewesen, seit es "Moderassen" gibt.
 
  • Weimaraner? Beitrag #34
Hi,

auch wenn es sicher nicht das ist, was du hören willst: Finger weg vom Weimaraner (auch Mix) ;)
Eine gute Bekannte von mir hat 3 Weimas da ihr Ex-Mann Jäger ist (allerdings ist sie die Hundefrau, er nun ja... lassen wir das...)

Und ich kann dir sagen, es ist wirklich keine Freude einen Weimaraner nicht jagdlich zu führen. Meine Bekannte hat, zum Glück, neben ihrem Ex noch einen weiteren Bekannten der Jäger ist und der die Hunde jetzt jagdlich führt. Sicher ist der Weimaraner eher ein Ein-Mann Hund, aber sie teilen sich die Erziehung/Ausbildung.

Ich bin wirklich der festen Überzeugung, dass ein Weimaraner nur dann glücklich ist/sein kann, wenn er auch jagdlich geführt wird.

Es gibt doch noch so viele andere schöne Rassen... spontan fällt mir zb ein Dalmatiner ein als Familien- und 'Sport'hund.

LG Lilly
 
  • Weimaraner? Beitrag #35
ein jagdhund ist immer motiviert, es gibt keine schlaftabletten.

öööhm... NEIN.

wir hatten einen magyar vizsla. und das war ne echte schlaftablette... so viel jagdtrieb wie ne nasse socke.

aber mein Yul war auch ne riesen ausnahme.
 
  • Weimaraner? Beitrag #36
Engelchen,

Ich habe mich wahrscheinlich ein bisschen unklar ausgedrückt :D
Es geht mir natürlich nicht darum, dass niemand mehr einen Jagdthund halten darf. Aber es gibt wie immer nicht nur schwarz und weiß.
Es gibt eben Rassen, die auch so geführt werden können, und es gibt Rassen, die unbedingt jadtlich geführt werden müssen.

Und, da stimme ich Lilly 100% überein, der Weimaraner gehört für mich zu diesen Rassen.

Ein Nicht-Jäger ist für mich für die Haltung eines Weimaraners einfach nicht qualifiziert, weil er ihn niemals richtig auslasten kann. Demnach kann es auch nicht sein, dass zu einer Privatperson ein Weimaraner ganz toll passt.
Und ich vermute die aller meisten Weimaraner in privater Hand wurden allein wegen des optischen aspektes angeschafft, ohne sich über die Konsequenzen eines solchen Hundes Bewusst zu sein.

Ich hoffe jetzt habe ich meinen Standpunkt etwas glücklicher ausgedrückt :D
 
  • Weimaraner? Beitrag #37
nudl, ich hatte dich schon richtig verstanden ;). und ich stimme dir da zu, dass gewiss viele jagdhunde aus optischen gründen angeschafft wurden, wobei das ja auch ein fluch ist, der jede hunderasse betrifft, allerdings sind die auswirkungen des "nicht-zueinander-passens" da mitunter gravierender.

ich gebe sogar ganz offen zu, dass ich meinen ersten setter yaris hauptsächlich auf grund der optik geholt habe. und weil setter so freundlich und fröhlich sind, weil sie so gelassen sind und familientauglich. das wort jagdhund habe ich zwar als wichtig eingestuft, aber erst nach "supersüß". diese priorität habe ich dann überarbeitet, nachdem ein 4 monate alter yaris, noch kurzbeinig, welpenmopsig und unkoordiniert, mit seinen kurzen beinchen so schnell einem hasen nachgerannt ist über straßen und felder, dass mir der kalte angstschweiß ausgebrochen ist.

ab da standen weniger bücher über fellpflege und hübsche leinen im regal als bücher über schleppleinentraining, dummysuche, fährtensuche und wildgehorsam. eine zeit des umdenkens die sich allemal gelohnt hat.

fakt ist, dass es unter den jagdhunden, wie z.b. auch unter den herdenschutzhunden, bestimmte rassen gibt, die nicht für "normalo-hände" geschaffen sind. und bei diesen hunden reicht einfach keine jagdersatzhandlung wie ab und an mal einen dummy suchen, die brauchen gezielte beschäftigung und ein leben in dieser beschäftigung. die brauchen diesen job.

und zwischen jagdersatzspielen und einer echten pirsch liegen welten. mein setter ist glücklich und zufrieden mit jagdersatzspielen, ein weimaraner würde mich vermutlich auslachen. ich zähle auch den deutsch drahthaar dazu oder den foxterrier. das sind echte, äußerst ursprüngliche jagdgesellen, die man nicht zu einem "nur-familienhund" abdegradieren sollte.
 
  • Weimaraner? Beitrag #38
Wenn man Jagdhunde liebt geht der Weimaraner eig. fast jedem durch den Kopf :'D.
Ich habe mich auch unheimlich für die Rasse interessiert aber ich wusste schon von Anfang an dass ich ihm nicht dass bieten kann was er verdient, nämlich die Jagd.
Klar kann man Jagdhunde durch Mantrailing, Dummytraining, usw. auslasten aber am glücklichsten sind sie eben wenn sie jagen dürfen.
Also ich empfehle den Weimaraner eigentlich nur zu Menschen die jagen gehen, denn ein Jagdhund ist am glücklichsten wenn er jagen kann und wenn man so einen Jagdhund bei seiner Arbeit sieht strahlen bei denen die Augen richtig vor Freude.

Setter ... also unsere wurde jagdlich geführt und als reinen Familienhund kann man sie halten aber es ist schwer wegen der ganzen Beschäftigung die man sich ausdenken muss und dem Jagdtrieb.
Also ich würde lieber eine andere Rasse empfehlen, am besten die jetzt nicht so viel bei der Jagd tätig war.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Weimaraner? Beitrag #39
Hallllöööchen ! Also vorab bin ich der Gleichen Meinung wie Nudl ;) Dennoch möchte ich persönlich auch noch etwas dazu äußern. Mein Papa ist auch Jäger und ein Bekannter von ihm auch der besitzt einen Weimaraner, selber sagt er, was ich wirklich sehr bemerkenswert finde (denn nicht jeder Hundebesitzer kritisiert über seine EIGENE Rasse), das Weimaraner überhaupt nicht "so" als ;sagen wir mal, "einfachen" Familienhund gehalten werden können . Denn diese brauchen wirklich ein bisschen mehr als nur 3 - mal täglich um den Block zu gehen. Angesichts der Auslastungsmöglichkeiten die man ja so gar nicht hat ist der Weimaraner ein absoluter Jagdhund der ohne seine spezifische Jagd nicht "leben" kann und nicht sollte. Für mich stellt sich eine sehr massive Frage in den Raum: Wieso sollten Hunde die für "Arbeit" gezüchtet worden waren,nicht dafür auch eingesetz werden?! Der Charakter dieser Hunde ist eigentlich sehr schön, intelligent,freudlich,arbeitswillig, (große Ausdauer),lebendig, wachsam und beschützend außerdem sehr sehr gute Jagdhunde ! Da Weimaraner sehr schnell lernen sollte der zukünftige Besitzer über ein sicheres und Ausdruckstarke Auftreten verfügen da manche Weimaraner etws Dominat wirken KÖNNEN. Aus diesen Gründen heraus erschließe ich, aus rein logischer Sichtweise das dieser Hund ÜBERHAUPT nicht für euch geeignet ist . LG
 
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