Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation?

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  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #41
Pudel haben glaube ich keinen WTP. Redest du vom Großpudel?

Pudel waren auch ursprünglich Jagdhunde und sind sehr aktiv. Viele sehen sie nur als "Modehündchen".
Ich kenne zwei Großpudel, die auch im Agi laufen. Beide sind kurzgeschoren (ca. auf 7-9mm), was m.M.n viel besser aussieht :) ... so finde ich vorallem dunkle Großpudel sehr sehr schön. Charakterlich sind beide anhänglich und menschenbezogen (aber ... ich finde es sind eher "Ein-Mann-Hunde"), wollen sehr gefordert werden und drehen beim arbeiten manchmal auch ziemlich auf, jedoch ohne dabei zu "überdreht" zu wirken.

Zusammenfassen sind Pudel also gelehrige, spiel- und arbeitsfreudige, aktive Hunde, die ohne "Modeschuren" auch ganz toll aussehen. ;)
(Bei Unterforderung versucht vorallem einer der beiden Pudel sich selbst zu beschäftigen... sprich über die Couch hüpfen :D, wie wild rumrennen, Handtücher anbeißen... Also, wie gesagt auch Pudel sind nicht zu unterschätzen)

Ich wollte aber auch noch eine Rasse vorschlagen. Kennst du deutsche Pinscher? Ich muss jetzt leider weg, sonst würde ich dir dazu auch noch was sagen können...
Hier im Forum gibt es dazu aber auch schon gaaaanz viele Infos ;)
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #42
Mh also ich habe einen Spitz und muss sagen das er sehr gelehrig ist und auf jeden Fall ein bisschen WTP hat.

Er möchte mir gefallen und stellt nichts was ich sage in frage und er ist unglaublich gelehrig.

Allerdings ist er relative Aktiv (wollte ich Persönlich ja), ja fast schon Hyperaktiv. Bei Komandos dreht er manchmal richtig, man muss damit umgehen können und wissen wie man seinen Hund wieder runter bringen kann. Außerdem hat er sehr viel Energie.

Für mich die perfekte Rasse, aber das ist Geschmackssache und kommt auf die Person an.
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #43
Oh unterschätze die Nicht- WTP Hunde nicht. Nur, weil man sie zum Arbeiten motivieren muss heißt das nicht, dass sie die andere Zeit nur herumliegen. Die machen meist nur Blödsinn oder fangen an, ihren Trieben nachzukommen. Ein Jagdhund fängt dann an zu jagen und eine Hütehund hütet dich. Ich will nicht sagen, dass es für sie schlimmer ist, wenn du keine Zeit hast, als bei WTP- Hunden. Aber wenn die Hunde einmal Macken haben - viel Spaß ;)
Ich merke es leider auch sofort, wenn ich mal ein paar Tage weniger Zeit für meine Hanni habe *lach*
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #44
Die Entscheidung ist echt nicht leicht. Mittlerweile habe ich eine Antwort vom Verein für Sennenhunde. Die meinen, dass das schon ganz gut passen würde. Ich sollte einmal beim Züchter nachfragen. Allerdings könnte er, meinen Wünschen nach, auch etwas aktiv für mich sein. Mein Problem ist glaube ich echt, dass ich aktive Hunde am liebsten mag, aber eher die Zeit für einen nicht ganz so aktiven Gesellen habe. Bei 2 Stunden Beschäftigung wird kein sehr aktiver Hund glücklich. Ich glaube, meine Anwesenheit allein reicht ihm da auch nicht und dann entwickelt er die Macken, von denen du gesprochen hast, Peewee, und das will ich auf gar keinen Fall. In meiner Studienzeit hatte ich noch soviel Zeit und das war mir die liebste Beschäftigung mit den Schäferhunden unterwegs zu sein. Soviel, wie sie gefordert haben, kann ich aber jetzt nicht leisten. Ich möchte auch aus dem Grund gerne einen WTP Hund, weil ich weiß, wie man sie erzieht und ich gerne einen gut erzogenen Streber-Hund haben möchte und auch meine ganze Freizeit darin investieren würde, dass er alles kann und mich und meinen Freund überallhin problemlos begleiten kann. Ich weiß aus meiner Erfahrung nicht, wie das bei einem Nicht-WTP-Hund geht und mache mir Sorgen, dass ich bei der Erziehung wieder so einige Fehler mache, wie das bei meinem ersten WTP Hund auch war, der z.B. nie ohne extremes Ziehen an der Leine gehen konnte/wollte, weil ich es zu Beginn nicht richtig hinbekommen habe, ihm das beizubringen...
Einige von euch haben gesagt, dass man auch aus einem aktiven Hund nen ruhigen Hund durch Erziehung machen kann. Seht ihr das alle so? Und wenn ja, wie geht das, dass der Hund sich damit auch wohl fühlt. Mehr Denksport als Kondition trainieren?
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #45
Also bezüglich der, ich nenne es mal Grundlagen, die ein Hund beherrschen sollte, ist es eigentlich nicht soo schwer einen Nicht-WTP-Hund zu erziehen.
Ich bin mit Filou in einer sehr guten Hundeschule und ich kann schon behaupten, dass wir beide da zu den besseren Teams gehören *stolz ist* :)
Sachen wie Sitz,Platz,Bleib,Leinenführigkeit,Bei Fuß gehen,Rückruf ect. hat sie super schnell gelernt und es macht ihr auch Spaß. Ich muss eben nur genau auf sie achten, dass sie nicht unkorrekt Arbeitet und seeehr konsequent sein. Die Grundstellung z.b. (Hund soll neben dir sitzen) ist wirklich erst dann richtig, wenn sie gerade neben mir sitzt und nicht schräg, was sie öfter mal probiert. Da muss man dann eben so konsequent sein und es immer wieder korrigieren bis es sitzt.
Ich würde mal behaupten, dass es die anderen mit ihren Jagdhunden noch um einiges schwerer haben, die unter Kontrolle zu bringen, als ich mit meinem Nicht-WTP-Hund.

Ein Streberhund wird aber aus ihr denke ich sicherlich nie werden, dafür hat sie einfach zu sehr ihren eigenen Kopf.
Aber alltagstauglich bekommt man einen Nicht-WTP-Hund alle mal :) Eine Hundeschule ist dafür aber meiner Meinung nach unumgänglich. Ich dachte auch immer, dass ich viel über Hunde wüsste, aber oftmals haben die Trainer dann doch nochmal mehr Erfahrung und kennen den ein oder anderen Kniff :)

Ich denke ein Hund ist nur so aktiv, wie ich es ihm zeige oder beibringe. Gerade in dem Welpenalter ist weniger mehr. Mit stundenlangen Spaziergängen oder Fahrradfahren, damit laste ich einen Hund nicht aus sondern fördere nur seine Kondition. Kopfarbeit ist dagegen viel sinnvoller. Wenn ich damals eine 2 stündige Matheklausur geschrieben habe, war ich danach auch müder als wenn ich eine Stunde Sport gemacht habe ;)
Und ein guter Züchter kennt seine Welpen und weiß, wer der hibbeligere ist und wer der etwas ruhigere ist und kann dir dann dementsprechend auch weiterhelfen.

Der Entlebucher meines Freundes z.b. wird auch nicht stundenlang am Tag bespaßt; das wurde er von Anfang an nicht und dementsprechend fordert sie auch nicht so viel. Und man hat trotzdem den Eindruck, dass sie vollkommen zufrieden ist und der glücklichste Hund der Welt, wenn sie einfach nur Gas machen kann und über die Felder düsen kann :)
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #46
Also vom SSV habe ich nun die Nachricht bekommen, dass das schon passen könnte, allerdings auch ein paar Dinge dabei sind, die nicht so gut passen. Da kommt es eben darauf an, was ich aus dem Hund machen bzw. wo ich bereit bin, Kompromisse einzugehen. Ich werde nun noch Kontakt zu einigen Züchtern aufnehmen und mal schauen. Kleine Münsterländer finden wir auch sehr toll, aber der Verein hat geschrieben, dass diese Welpen nur in die Hände von Jägern gehören, was ich auch einsehen kann.
Danke für eure Hilfe. Nächstes Jahr berichte ich euch, welcher Rasse oder Mischling es geworden ist :) !
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #47
Huhu,

die Nachricht vom SSV klingt doch recht gut :) Dass Münsti nur in Jägerhände gehören ist eines weise Aussage und du hast Glück, dass du an jemanden gekommen bist, der dir die Hunde nicht andrehen will, sondern die Tatsachen auf den Tisch legt. Es gibt einfach Hunde, die gehören nicht in unsere Hände ;)
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #48
Ich bin bei meiner Suche noch auf dem Mischling bzw. die Marke "ELO" gestoßen und fand diese Marke von ihren Zuchtzielen sehr ansprechend und habe auch ganz spontan mit einer "Züchterin" dieser Marke Kontakt aufgenommen. Sie bekommt nächstes Jahr im Sommer ihren nächsten Wurf, klang sehr verantwortungsvoll und wir fahren sie in zwei Wochen besuchen, um die Hunde kennenzulernen. Neben den Sennenhunden möchte ich mich nämlich jetzt auch über Elos als Option weiter informieren. Was haltet ihr von dieser Marke bzw. gibt es hier Elobesitzer, die mir ihre Erfahrungen mitteilen können? Ich habe gelesen, dass das Krankheitsbild Epilepsie häufig vorkommen soll, aber auch von der EFZG eine Mitteilung gelesen, dass sie dagegen anarbeiten und schon mehrere Untersuchungen in Auftrag gegeben haben, die das nicht bestätigen. Stimmt das?
Die Zuchtziele hören sich außerdem sehr idealisiert an, gut schon, aber idealisiert. Ich weiß nicht, ob man solch hehere Ziele durch Zucht erreichen kann. Kann man Elos auch zu Hundesport animieren? Denkt ihr, Elobesitzer, dass Elos zu meiner Lebenssituation passen könnten?
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #49
Hm soweit ich weiß wurde der Elo u.a aus dem Chow-Chow und dem Eurasier "zusammengezüchtet"..Dementsprechend hättest du da aber sicherlich wieder keinen WTP oder liege ich da falsch?
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #50
Nein, den hätte ich wieder nicht. Das Problem ist aber auch, dass alle Hunde die WTP haben, eher Arbeitshunde und damit zu aktiv für meine Situation sind und ich manchmal denke, dass ich ihnen nicht gerecht werden kann. Andersherum mag ich WTP eben sehr, aber das ist auch nicht das einzige Kriterium... Die anderen Eigenschaften gefallen mir aber und das Aussehen auch. Ich werde nun erstmal bei der Züchterin schauen. Ich suche ja in mehrere verschiedene Richtungen. Was hälst du denn von dieser "Marke".

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Ich habe ja auch noch ein Jahr Zeit und es kann durchaus sein, dass ich mich noch für einen anderen Hund entscheide. Ich will erstmal mehrere Züchter kontaktieren. Aber es ist schon noch so, dass mein Geschmack ständig wechselt, bis auf das die Rahmenbedingungen die gleichen bleiben. War das bei euch vor der Anschaffung auch so?
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #51
Puh ich hatte mir da nur mal eine Seite im Internet zu angesehen, aber sie scheinen recht ausgeglichene und genügsame Hunde zu sein..
Sie erinnern mich eben sehr an den Eurasier vom Charakter *hihi*

Ich hatte mir ja auch den Eurasier als "Familienhund" für mich und meine Familie ausgesucht, weil er nicht so sehr fordert und es mir auch mal verzeiht, wenn ich mal einen Tag nicht so viel Zeit für ihn habe..Und trotzdem ist er ein Allrounder der auch mal den ganzen Tag mit mir unterwegs sein kann, sei es nun Wandern, oder durch Städte bummeln..Man kriegt ihn eben meiner Meinung nach leicht zufrieden gestellt, weil er sich so hervorragend an mich und meinen Alltag anpasst :)
Und der Elo kommt dem sehr nahe finde ich.

Das mit der Epilepsie würde mir Sorgen machen..Aber wenn man da einen guten Züchter findet, sollte das ja hoffentlich auch kein Thema sein :)

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Ich finde das schon vollkommen richtig, dass du dir so viel Zeit nimmst und viel Kontakt zu versch. Züchtern suchst..
Du machst das schon genau richtig ;)
Ich hatte mich auch sehr lange mit der Frage nach der passenden Rasse beschäftigt und es hätten auch noch andere Rassen gepasst als der Eurasier, aber als ich dann beim Züchter war hatte ich einfach ein gutes Gefühl, dass diese Hunde perfekt zu mir und meiner Familie passen würde.
Also oftmals entscheidet garnicht der Kopf, sondern eher das Herz & dein Bauchgefühl, welcher Hund zu dir passt :)
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #52
Eine Bekannte von mir hat einen (Groß-)Elo Rüden. Er ist zwar aktiv (er ist auch noch sehr jung), aber kann auch mal ein paar Stunden ruhen bzw. will er das auch manchmal. Er lässt sich relativ leicht erziehen (die Besitzer sind auch noch "Anfänger"), hat aber KEIN WTP! Er liebt Kinder, ist sehr menschen- und hundefreundlich, hat leichten Jagdtrieb, den man ihm aber auch abtrainieren bzw. umlenken kann. Ich finde ihn alles in allem total super! Zu dir würde ein Elo m.M.n auch passen (er hat nur kein WTP). Ich persönlich kenne nur diesen einen Hund und kann dir nicht sagen, ob alle Rassevertreter so wie dieser Hund sind oder ob er ganz rasseuntypisch ist. Bis jetzt höre ich nur gutes von den Elos. :)
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #53
Das hört sich ja gut an... Seht ihr das denn auch so, dass Hunde mit WTP mehr Beschäftigung benötigen als Hunde ohne WTP. Ich würde die RAssebeschreibung, die ich bisher von WTP Hunden gelesen habe, so interpretieren. Meistens haben Hunde, die als Arbeitshunde eingesetzt werden WTP (z. B. Collies, Retriever usw.). Die würde ich nicht als typische Familienhunde bezeichnen. Manchmal frage ich auch, ob man WTP nicht fördern kann, also z. B. bei einem nicht WTP Hund durch gezielte Förderung dieses Verhaltens dafür sorgen kann, dass es für ihn auch das tollste ist, dem Herrchen zu gefallen, weil er davon auch profitiert.
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #54
Ne, ne und nochmals ne! ;)

WTP- Hunde und nicht- WTP- Hunde unterscheiden sich in ihrem Arbeitswillen fast gar nicht (wenn wir jetzt mal von den kleineren Begleithundrassen absehen, die sind meist mit weniger zufrieden). Lediglich die Methode ist eine andere. Du kannst einen WTP- Hund schneller begeistern, denn er ist schon glücklich, mit dir zu arbeiten (wobei Belohnungen in Form von "materiellen" Dingen dennoch toll sind ;)). Ein nicht- WTP- Hund möchte bitte animiert werden, sonst sucht er sich eigene Aufgaben, wie das Jagen oder das Haus auseinander zu nehmen, buddeln etc. Das kann bei einem WTP- Hund natürlich auch passieren, aber er lässt sich leichter animieren als ein nicht- WTP- Hund. Das ist auch der Grund, wieso viele schneller zum WTP neigen.

Du wirst einen nicht- WTP Hund nicht dazu kriegen, dass er mit dir arbeitet nur, weil er dir gefallen möchte. Ein nicht- WTP- Hund will gefälligst selber was von der Beute abhaben ;) Der arbeitet im Team, weil er es muss und sich Profit erhofft, nicht weil er so gerne mit dem Herrchen zusammenarbeitet (wenn dann ist das sekundär). Ein WTP- Hund findet dich spannend und wartet auf jede neue Aufgabe mit dir und fordert sie ein. Einem nicht- WTP Hund muss du phasenweise immer wieder daran erinnern, wie toll du eigentlich bist und da ist Kreativität gefragt.
Ein nicht- WTP setzt gerne auch mal seinen eigenen Kopf durch. Manche mehr manche weniger, manche auch sehr extrem, deswegen eignen sie sich für bestimmte Arbeiten nicht. Die wenigsten Terrier sind Blindenführhunde, wenn du verstehst, was ich meine ;)

Unterschätze den nicht- WTPler nicht. Nicht umsonst sitzen so viele Terrier sowie Cocker Spaniel zu Hauf im Tierheim. Die WTPler kannst du oft an einer Hand abzählen (Aussies ausgenommen, das liegt einfach auch an der Modeerscheinung).

WTP bedeutet eigentlich nur, dass der Hund eher zum Kooperieren neigt. Nicht mehr und nicht weniger.
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #55
Okay... Danke für deine Erklärung :). Für mich ist das immer noch schwer klar zu bekommen, weil ich hauptsächlich WTP Hunde kenne. Allerdings haben auch, wenn ich mir mehrere Foren so durchsehe, häufig Menschen, die sich einen WTP Hund geholt haben, Probleme mit ihrem Hund. Zumindest ist das mein Eindruck. Man liest ja ständig von Problemen mit Labradoren und Retrievern von Aussies oder Border Collies ganz zu schweigen. Daraus habe ich geschlossen, dass diese Hunde schwerer artgerecht glücklich zu machen sind oder vielleicht Menschen, die sich so einen Hund holen, dass Gefühl haben, die erziehen sich von alleine, weil sie automatisch gucken, was ihrem Menschen gefällt? Anders herum sind alle diese Rassen auch momentan oder vor ein paar Jahren Modeerscheinungen gewesen, so dass sich viele diese Hunde unreflektiert angeschafft haben. Es ist für mich auch schwer herauszufinden, ob es nur diesen Menschen so geht, oder ob ich nachher auch nicht z. B. mit nem Labrador zurecht komme. Andere werden sich ja auch über den Hund informiert haben, den sie sich angeschafft haben. Und in letzter Zeit habe ich nur Labrador kennengelernt, die ne Macke haben, also irgendwie unglücklich und gestresst sein müssen. DAs möchte ich meinem Hund nicht antun.
Der von einer Bekannten nimmt die Wohnung auseinander und frisst die Wand an. Ein anderer ist Fremden (also auch mir) gegenüber sehr aufdringlich und nimmt meine Hand in sein Maul. Ich meine, ich mag Hunde, aber als ich die Person besucht habe, fand ich das trotzdem nicht so angenehm, am Tisch zu sitzen und meine Hand im Maul dieses Hundes wiederzufinden. Und wiederum ein anderer, der in der Nähe meines Hauses immer spazieren geht, kommt, wenn ich draußen sitze, auf mich zugestürmt, bellt, stellt die Nackenhaare auf und der Besitzer brüllt von weitem "Der tut nichts", woraufhin dann der labrador tatsächlich 5 Meter vor mir abdreht und in die andere Richtung davonzustürmen. Gerade bei dieser Rasse könnte ich noch tausend Beispiele anführen, was meiner Ansicht nach überhaupt nicht geht. Und die Besitzer bekommen das ja anscheinend nicht unter Kontrolle oder können den Hunden eine alternative, sinnvolle und artgerechte Beschäftigung anbieten. Die Foren sind auch voll davon...
Im Endeffekt kann man wahrscheinlich aber aus jedem Hund einen tollen und zufriedenenen Hund machen, der supter hört, wenn man die Zeit dafür hat und sich entsprechend informiert. Besonders an meiner Zeit zweifel ich aber noch. Ich habe ja geschrieben, dass wir zwei Stunden am Tag (am WE mehr) für intensive Beschäftigung und Spazierengehen Zeit haben, aber reicht das WTP Hunden (Labradoren, Entleburger oder Appenzeller Sennenhunden) und nicht WTP Hunden (Elos), die bisher in die nähere Auswahl kommen?
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #56
Off-Topic
Besser hätte ich es auch nicht sagen können, Pewee :clap:


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Die meisten Menschen haben eben immernoch das Bild vom friedlichen Labrador als Familienhund im Kopf, dem es reicht, einmal in der Woche im Wasser toben zu dürfen und dem hin und wieder mal ein Ball vor die Nase geworfen wird. Aber dass auch diese Hunde einen Sinn und Zweck haben und teils auch sehr starken Jadttrieb haben, das sehen die wenigsten. Und dann wundern sie sich, was mit ihren vollkommen unterforderten, unglücklichen Tieren los ist. Deshalb gehen bei mir auch immer direkt alle Nackenhaare hoch, wenn jemand nach einer "Anfängerhunderasse" fragt und als erstes der Labrador oder der Goldi zur Sprache kommt.

Also 2 Stunden Beschäftigung täglich ist nicht unbedingt viel. Aber es gibt eben auch Hunderassen, die damit klar kommen und damit auch zufrieden sind.
Du solltest eben nach Hunderassen ausschau halten, die "genügsam" sind (kann man das so sagen?) und keine Arbeitsjunkies sind. Und dafür eigenen sich denke ich Nicht-WTP-Hunde eher.

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Und es kommt natürlich auch noch darauf an, an was für ein Pensum du deinen Hund gewöhnst. Wenn du es so niedrig wie möglich hälst, ohne dass dein Hund unterfordert oder gelangweilt ist, ist es okay.
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #57
Ja, ich spreche eben auch mit vielen meiner Kolleginnen darüber, die ähnlich viel Zeit haben, wie ich und auch Hunde haben und diejenigen, die nicht WTP Hunde haben scheinen besser zurecht zu kommen. Eine hat einen Australian Shepherd, meint aber, sie würde ihm kaum gerecht. Die anderen haben Beagle (auch schwierig), mehrere Eurasier, mehrere Jack Russel Terrier (allein sein wäre schwierig), Möpse. Mm, mehr fallen mir gerade nicht ein. Diejenigen Kollegen, die Eurasier haben, kommen am besten mit ihren Hunden zurecht und bringen sie, was nur in absoluten Ausnahmefällen und beim Vorhandensein der Begleithundeprüfung möglich ist, auch mit zur Schule und da sind sie so angenehm und ausgeglichen. Meine anderen Kollegen, die die anderen aufgezählten Rassen haben, meinen, dass könnten sie niemals machen. Die würden über Tische und Bänke gehen. Ich hoffe, dass es irgendwann an unserer Schule möglich ist, Hunde mitzubringen (z. B. das Konzept "Klassenhunde") einzuführen. Die große Chance ist in einem Jahr gekommen, da dann die Leitung wechselt. Für uns wäre das aber auch so oder so kein Problem, da unser Hund ja mit meinem Partner zur Arbeit gehen darf, sofern er sich mit den Hunden dort versteht.
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #58
Ich hab mir grade nochmal deinen Beitrag ganz zu Anfang durchgelesen bezüglich deiner/eurer Lebensumstände.
Hatte ganz vergessen, dass du nachmittags von zu Hause aus arbeiten kannst und der Hund gegebenenfalls mit zur Arbeit deines Freundes kann :)
Also die Voraussetzungen sind ja auf jedenfall super..und wer weiß, vielleicht bekommst du ja mal so einen klasse Hund, dass du das Projekt "Klassenhund" umsetzen kannst :)
Es ist glaube ich sogar erwiesen, dass Kinder dann besser lernen, wenn ein Hund im gleichen Raum ist :eusa_think: Aber das ist ein anderes Thema..

Nimm doch auch mal Kontakt zu einem Eurasierzüchter auf :) Sie sind dem Elo nicht nur vom Aussehen her sehr ähnlich sondern auch vom Charakter..und soweit ich weiß gibt es beim Eurasier auch keine bekannten Erbkrankheiten wie die Epilepsie.

Wartest du denn noch auf irgendwelche Antworten von Züchtern? Oder besuchst welche?
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #59
Nein, momentan nicht. Spitze kamen/kommen doch nicht so in Frage. Da habe ich auch ein paar negative Erfahrungen mit Züchtern bzw. dem Verband gemacht. Von einer hatte ich ja geschrieben. Entleburger oder Appenzeller Sennenhunde finde ich sehr schön und auch vom Wesen geeignet, aber es hat noch nicht so richtig klick gemacht. Die vom Verband meinten auch, dass es eher anspruchsvolle Hunde seien, die sehr viel Beschäftigung benötigen. Bisher habe ich deshalb noch keinen Züchter angeschrieben. Am 29.05. Mai fahren wir nun zu einem ELO-Treffen, um diese Marke besser kennenzulernen. Bisher gefallen sie mir (mit Ausnahme der Epilepsie) am besten, wobei sie natürlich keine WTP haben. Ich habe mit einer Züchterin Kontakt aufgenommen und die hat uns zu diesem Treffen eingeladen. Wir haben ja auch noch ein bisschen Zeit. Bei uns soll erst zu den Sommerferien 2012 ein Welpe einziehen. Ab dann habe ich mich nämlich auf eine Halbtagsstelle herunterstufen lassen, weil ich die Zeit mit dem Hund genießen will und eine möglichst gute Grundausbildung hinbekommen möchte. Darauf freue ich mich echt schon seit Jahren und bis dahin haben wir auch genug Geld angespart, um nicht nur die Anschaffung, sondern auch Folgekosten gut bezahlen zu können.
Mein Traum wäre wirklich einen Klassenhund auszubilden, aber das hängt ganz entscheiden vom Rektor ab und mein jetziger steht hinter dieser Idee nicht. Wenn das dann irgendwann doch möglich wäre, stellt das wieder ganz andere Anforderungen an die Rasse (hohe Reizschwelle, Ruhe, Ausgeglichenheit usw.). Aber ich denke, dass die Rassen, die ich bisher ausgewählt haben, auch in Frage kämen. Es hängt natürlich immer auch ein bisschen vom Wesen des einzelnen Hundes ab. Wie gesagt, die zwei Eurasier, die manchmal mitkommen, sind super. Meine Nachbarin hat allerdings auch einen (in der Farbe deines Hundes, Vani), ist auch Lehrerin, und mit dem hat das nicht geklappt, weil er sehr scheu gegenüber Fremden ist... Vielleicht ist das auch ein bisschen Glückssache. Zumindest müsste ein Hund bei uns nicht lange alleinsein. Zur Not kann er immer mit meinem Partner zur ARbeit fahren, wobei ich mir Sorgen mache, dass er sich nachher nicht mit dem Hund, der schon dort ist, versteht. Allerdings sollte das, wenn er schon als Welpe dazukommt, kein Problem sein, oder?
 
  • Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation? Beitrag #60
Welpen haben in der Regel kein Problem mit Hunden aller Alterklassen. Die sind ja noch absolut ohne Erfahrung und daher ganz offen :) Der andere Hund müsste sich halt prinzipiell mit anderen Hunden vertragen.

wie Vani schon sagte, glaube ich auch, dass manche Leute die Hunde einfach unterschätzen. Viele wollen diesen schönen schlanken, zierlichen Labbi. Das ist aber genau der aus der Arbeitslinie. Willst du eine größere Chance auf einen ruhigen, holst du dir besser einen Show- Labbi. Die sind halt um einiges breiter und sehen, m.E. oft wie Boxermischlinge aus :eusa_think:

Wenn der Hund wirklich mal Klassenhund werden soll, würde ich tatsächlich eher zum (Show-) Labbi tendieren. Das sind einfach sehr freundliche Kumpel. Letztlich muss er sich auch gut mit Kindern verstehen. Klar, kann man das Hunden prinzipiell immer "beibringen". Aber manche Hunde haben einfach eher eine Grundtendenz, dass sie geduldiger sind. Dazu gehören für mich Labbis und Boxer (die im übrigen auch sehr genügsam sind, was Training und Auslauf angeht).
 
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Welche Hunderasse passt zu mir und meiner Lebenssituation?

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