Ich glaube kaum, dass meine Boxerin als "Vorzeigemodell" tauglich ist. Aber das Netz ist zum Glück voll mit Boxerfotos, sodass ich aus diesem Thread nun keinen Bilderthread machen muss.
Als rassetypische Erkrankung wäre mir eher der Krebs als Lebererkrankungen bekannt. Aber ich selbst persönlich gebe nicht viel auf solche Verallgemeinerungen. Vom Wesen her sind Boxer absolut lieb, quirrlig, haben Power und sind trotzdem Schnarchnasen. Sie brauchen eine sanfte und liebevolle, aber trotzdem konsequente Hand, denn ab und zu testen sie immer mal wieder aus, ob sie nicht doch dazu taugen, die Weltherrschaft zu übernehmen. Außerhalb dieses Ab-Und-Zu-Zustandes sind sie aber leichtführige und sehr gelehrige Zeitgenossen. Wer einen Boxer möchte, kann sich schon mal darauf einstellen, dass er nicht nur die Couch mit ihm teilen muss, sondern auch die Lieblingskuscheldecke. Boxer möchten nicht nur ständig bei ihren Menschen sein, sie möchten manchmal am liebsten in sie reinkriechen. Eigentlich sind sie nämlich Schoßhunde und befinden sich nur im falschen Körper.
Jagdtrieb haben Boxer, wie fast jeder "normale" Hund auch. Sie sind also keine ausgesprochenen Jäger, aber wenn es etwas Kleines zum Fangenspielen in der Nähe gibt, dann wird diese Chance genutzt. Mit dem Schutztrieb ist es ähnlich. Natürlich würde sich ein Boxer auch für seinen Menschen einsetzen, aber er würde nicht gleich aggressiv auf alles und jeden losgehen, weil er meint, er müsse seine Familie verteidigen. Ein Boxer ist da eher ein ganz normaler Begleithund.
Draußen sind Boxer echte Powerpakete und schon alleine vom Spieltrieb her kaum müde zu kriegen. Kaum ist man aber zuhause, lassen sich 30 Kilo Hund fallen, wie ein nasser Sack und man hört für Stunden nur noch ein sonores Schnarchen. Da bricht dann halt doch das lethargische Molosserblut in ihnen durch und sie haben plötzlich wieder die Ruhe weg.