Veggie-Plauderthread

seven

seven

24.12.2006
15.128
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Deswegen frag´ ich doch hier :roll:
Und ich wollte jetzt auch nicht eine Grundsatzdiskussion über "wer ernährt sich besser, Veganer oder Fleischesser" - das muss doch bitte wirklich jeder erwachsene Mensch für
sich selbst entscheiden, und dann ist das auch gut so. Ich ernähre mich auch recht unausgewogen, das schaffe ich sogar mit Fleisch :D
Mir ging´s darum, dass es sich um Kinder handelt - 9 und 3 Jahre alt.
Der Junge ist auch immer sehr blass, kann sich nicht konzentrieren, träumt ständig vor sich hin (der hat aber noch andere Defizite und wird sonderpädagogisch gefördert) - und leider weiß ich nicht mehr, wo ich gelesen habe, dass eine rein vegane Ernährung eben aus entwicklungstechnischen Gründen nicht wirklich das Gelbe vom Ei für junge Kinder sei...

LG seven
 
Sini

Sini

10.07.2010
1.044
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Ich finde es extrem unhöflich von dir, derart auf meine Antwort zu reagieren.
Googel doch selbst wenn du dich nur bestätigt fühlen willst. Irgendwo wirst du bestimmt einen Artikel finden der dir zustimmt, dass vegane Ernährung nicht gesund sein kann. Und du wirst über andere Artikel stolpern die das Gegenteil behaupten.
Und dann?
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
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Bevor ich mir Gedanken über die Ernährung machen würde, würde ich mir das Störungsbild genauer ansehen.
Einen SPF hat man ja nicht einfach so.

Wäre er laktoseintolerant oder hätte eine "echte" Allergie und würde deswegen vegan ernährt hättest du ein fettes Problem, wenn die Mutter raus kriegt, dass er Milch von dir kriegt.
Nur so anbei.
 
Seraph

Seraph

20.07.2010
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3
Vegane Ernährung ist genau so gesund oder ungesund die vegetarische oder omnivore Ernährung.
Bei jeder Form kann es zu Mangeln kommen. Da wir nicht wissen, wie der kleine ernährt wird, kann man das leider so nicht beantworten. Das Alter spielt dabei meiner Meinung nach keine Rolle.
 
ShiGi

ShiGi

18.02.2008
1.145
2
und leider weiß ich nicht mehr, wo ich gelesen habe, dass eine rein vegane Ernährung eben aus entwicklungstechnischen Gründen nicht wirklich das Gelbe vom Ei für junge Kinder sei...
Wenn man will, kann man das praktisch überall lesen. Und von Titeln wie "Kind stirbt nach veganer Ernährung" u.ä., wie sie vor einer Weile überall zu lesen waren, wird die öffentliche Meinung zu veganer Ernährung - insbesondere für Kinder - weiter zementiert.

International sehen immer weniger Ernährungsgesellschaften ein Problem in veganer Ernährung für Kinder.

Wenn der Junge aufgrund von Ernährungsdefiziten Probleme hat, liegt das nicht an der veganen Ernährung, sondern an einer ungesunden, undurchdachten Ernährung. Die gibt's sowohl vegan als auch omnivor, nur dass bei Omnivoren keiner kritisch nachfragt.
 
Die Ente :)

Die Ente :)

Moderator
14.03.2012
1.212
1
Fritten mit Ketchup und Cola sind auch vegan. Nur mal so am Rande.

Was ich damit sagen möchte: Ob nun vegan oder nicht kann man sich ausgewogen oder unausgewogen ernähren.
Außerdem würde ich da wie Midoriyuki kritischer sein und nicht einfach Milch an das Kind austeilen, weil man selbst anderer Überzeugung ist, als die Eltern. Da ich selbst mit Kindern arbeite, hatte ich schon viele innere Konflikte mit diversen elterlichen Ansichten und kenne dieses Gefühl. Jedoch würde ich in solch einem Falle eher das Gespräch mit den Eltern suchen und die Milch-Geschichte abklären, denn ansonsten kann es (zu Recht) richtig Ärger hageln. Auch wenn die Eltern nur aus ihrer eigenen Überzeugung heraus möchten, dass ihr Kind keine tierischen Produkte bekommt, musst Du das leider akzeptieren.
Ebenso würdest Du sicher einem muslimischen Kind keine Gummibärchen aus Schweine-Gelatine anbieten. Kommt für mich persönlich aufs selbe raus.
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
766
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Seven, wenn ich mir das von dir Geschilderte so vorstelle, dann kommt mir das ganz so vor, als ob dein Schüler unter Zöliakie leidet. Magen- und Darmprobleme, Unwohlsein, blasses Aussehen .... Spreche die Eltern mal darauf an. Vielleicht ist dem Kind geholfen, wenn es bestimmte Getreideprodukte meidet, glutenfreie Produkte in seine Diät aufnimmt. Wäre vielleicht mal die Probe wert.
 
Nienor

Nienor

04.11.2008
17.431
6
Fritten mit Ketchup und Cola sind auch vegan. Nur mal so am Rande.
Kommt aber auch auf die Fritten an. Die echten, die einfach aus der Kartoffel geschnitten sind, sicher. Aber die super Einheitlichen (z.B. die Geriffelten), sie die irgendwie aus Kartoffelbrei herstellen, haben nicht selten noch Milchpulver drin -.-

Ich muss aber sagen, die Beschreibung vom Frühstück klingt schon eher so, als würden sich die Eltern Gedanken um die Ernährung machen und auch Zeit investieren. Was natürlich nicht heisst, dass da nicht doch irgendwas falsch laufen kann, manchmal übersieht man ja auch was. Aber besser als die Tüte Chips, die manche Kids bei uns als Tagesverpflegung mitbekommen, ist das, was der Junge mitbringt, allemal.

Ich muss ja sagen, wäre es mein Kind, wäre es mir egal, wenn es in der Schule freiwillig Milch trinkt - und das sage ich als Veganerin. Ich möchte ihm meinen Lebenstil nicht aufdrängen, auch wenn es von mir sowas nicht bekommen würde (aber es wird ja einen omnivoren Vater haben, von dem gibt es dann sicher auch mal Milch, Käse und vielleicht auch ein Cervelat - aber eben auch so selten, wie er es isst). Und wenn es auswärts sowas möchte und es verträgt* - so what? Irgendwann wird das Kind sowieso selber entscheiden, was es essen will und was nicht. Aber so liberal sind Eltern ja wohl eher selten.

Dennoch würde ich es mit den Eltern klären und dann sollen sie bitte dem Kind sagen, dass es den Kakao nicht mehr darf. Denn es ist ihr Verbot, dass soll dann doch bitte nicht auf die ausführende Person fallen müssen.
Das wäre bei Gummibärchen für mich auch so. Das Kind muss verstehen können, dass nicht die Lehrer das Verbot aufstellen. Denn logischerweise würden sie nicht verstehen, warum die Lehrer es ausgerechnet ihm verbieten und anderen nicht.

*Wobei das mit der Verträglichkeit bei Milch wirklich abgeklärt werden sollte. Denn wenn man keine Milch mehr trinkt (was er zuhause ja vermutlich nicht tut), dann nimmt irgendwann die Laktasebildung ab und man wird intolerant.
 
seven

seven

24.12.2006
15.128
0
https://www.welt.de/gesundheit/arti...hrlich-ist-vegane-Ernaehrung-fuer-Kinder.html
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/vegane-ernaehrung-kinder-ia.html
https://*********.de/veggiekinder#.Wmd_aXkiHIU
https://www.bzfe.de/inhalt/vegane-ernaehrung-3664.html
https://www.focus.de/gesundheit/ern...ng-ist-fuer-kinder-ungeeignet_id_6561572.html
http://www.zeit.de/2013/44/kinder-vegane-ernaehrung

So... ich hab´ jetzt mal völlig wertfrei gegoogelt.
Und ich werde die Schulsozialarbeiterin einschalten und die wird ganz sicher in Richtung Kindswohlgefährdung ermitteln (nicht nur wegen dem Veganen, sondern eben hauptsächlich wegen der häufigen Fehlzeiten und diverser anderer Punkte.)
Ich betone nochmal, dass ich nix gegen Veganismus habe, im Gegenteil - wenn man sich bewusst dafür entscheidet, finde ich das absolut ok. Bei kleinen Kindern finde ich das nicht ok, und da könnt Ihr mich noch so zerreißen, da bleibe ich auch bei.
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
14
"Ermitteln" wohl nicht.

Mal davon abgesehen:

Wenn es so viele andere Punkte gibt, die eine Kindeswohlgefährdung nahelegen schalte doch bitte das nächste Mal die Schulsozialarbeiterin ein bevor du in einem Forum nach der Ernährungsform fragst und ob die vllt. das Ganze auslöst.

Ich persönlich werde dich auch sicherlich nicht in der Luft zerreißen wegen deiner kritischen Meinung zu veganer Ernährung, da du scheinbar sowieso eine festgefahrene Meinung hast, aber mal ganz ernsthaft:

Was hast du jetzt mit deiner Nachfrage hier bezweckt?
Dass wir dir sagen "Ja, oh Gott, hol das Kind von der Mutter weg! Gib ihm mehr Milch!" ?

Du handelst im Zweifelsfalle gegen den ausdrücklichen Wunsch der Kindeseltern indem du ihm Milch gibst (wie gesagt- wurde das von dir in Erfahrung gebracht, ob er eventuell einfach Unverträglichkeiten hat?) und das ist total in Ordnung und reagierst nicht einmal auf entsprechende Hinweise, sondern haust jetzt erstmal raus, dass das sowieso ein ganz dramatisch auffälliges Kind ist bei dem eine KiWoGe zur Debatte steht.

Das erschließt sich mir rein gar nicht was das soll.
 
ShiGi

ShiGi

18.02.2008
1.145
2
Hm, also ich sehe bei deiner ganz wertfreien Googleaktion ein 2 unseriöse Seiten, die vegan für Kinder unzumutbar finden, eine unseriöse Seite, die vegan für Kinder super findet, einen Zeit-Online-Artikel, den ich nicht lesen kann, der aber zumindest eine differenzierte Einleitung hat, und einen Link zum Bundeszentrum für Ernährung, wo vegane Ernährung zwar nicht positiv gesehen wird, aber außer den allbekannten B12-Mangel haben die eigentlich nichts einzuwenden. (Übrigens haben wie gesagt international immer weniger Ernährungsgesellschaften das "Vegan für Kinder geht gar nicht"-Credo, die deutschsprachigen hinken da ein bisschen hinterher)
Wie du davon nun zum Schluss kommst, dass Kindswohlgefährdung vorliegt, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht so ganz :eusa_think:

Ich finde es ehrlich gesagt schade, dass du hier nur gefragt hast, um deine Meinung bestätigen zu lassen und die einstimmig anderen Meinungen komplett ignorierst. Da hättest du statt "Wie gesund ist es, ein Kind vegan zu ernähren?" auch gleich nach Argumenten fragen können, die gegen vegane Ernährung sprechen.
 
M

maluli

18.02.2014
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Wenn ich sowas les, frag ich mich immer, WARUM sollte es für Kinder ja soo gefährlich sein vegan zu leben und dass es fahrlässig ist, einem Kind/Baby so eine ernährungsweise aufzuzwingen? Allesesser zwingen den Kindern halt auf, tote Tiere zu essen. Wüssten die was sie da bekommen und wie es hergestellt wird, würden Kinder das sicher nicht essen, da sie Tiere ja oft als ihre Freunde ansehen.

Aber wenn man mal überlegt (und sich informiert), was fehlt bei veganer Ernährung? Einzig und allein B12, das muss man supplementieren, wie man es bei den Tieren übrigens auch macht, da B12 nur von Mikroorganismen im Boden hergestellt werden (Übrigens ist es Quatsch, dass in B12 Tabletten Milchzucker ist, wie in dem verlinkten Artikel steht, natürlich gibt es auch welche ohne.) Kühe könnten es also selber aufnehmen, würden sie Gras fressen. Aber welche Kuh steht schon noch auf der Wiese, das sind bei uns Schumpen, aber keine "Milch"kühe. Kühe die Milch geben müssen werden leider mit Mais und Soja gefüttert, was sie nicht mal richtig verwerten können.:(
Und jeder, der sich bewusst vegan ernährt, aus ethischen, gesundheitlichen oder umweltschutz Gründen, informiert sich ja meist haargenau über Ernährung und ernährt sich somit automatisch bewusster und gesünder. Als ich noch vegetarisch unterwegs war, hab ich mich 0 abwechungsreich und bewusst ernährt, und da war ich auch noch öfters krank, hatte Eisenmangel und so... :roll:

Ich hoffe einfach für uns alle, dass sich im laufe der Zeit bei allen Tierliebhabern das Interesse an der Haltung und Ausbeutung unserer "Nutz"tiere einschleicht und ich sag mal die Erleuchtung kommt wie bei mir damals auch kam :idea: :D Ich dachte lang, viel zu lang, "naja... für Milch muss ja keine Kuh leiden, sie muss ja gemolken werden...." :evil: Heute könnte ich mich schlagen für meine dumme Naivität, mit der ich jahrelang so eine Tierquälerei unterstützt habe!! :roll::(
 
Seraph

Seraph

20.07.2010
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Eine Freundin von mir hatte tatsächlich Problemen mit dem Kindergarten und der Schule, weil die Tochter keine Laktose verträgt und sie es nicht geschafft haben, sie davon fern zuhalten. Die ärmste hatte dann immer übelste Bauchschmerzen, Durchfall und den ganzen Mist. Übrigens ein Grund, warum sie inzwischen alle vegan in ihrer Familie leben. Wobei die Kinder auch mal normale Gummibärchen essen, gerade wenn Fastnachtsumzüge sind oder so.
Ich würde das mit der Milch auch unterlassen. Was wäre gewesen, wenn das Kind eine Milcheiweißallergie hätte.
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
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Und ich weise nochmal auf die Möglichkeit von Zöliakiw hin. Mir klingen die Krankheitssymptome ganz nach Glutenunverträglichkeit. Und das ist ja bei vegan lebenden Menschen durchaus drin, denn Getreideprodukte gehören zur veganen Ernährung

- - - Aktualisiert - - -

Maluli, jetzt sag mir mal bitte, was mit den ganzen Nutztieren passieren würde, wenn wir alle auf einmal vegan leben würden? Was wirklich beiden Seiten, da Mensch und Tier, helfen würde, wäre eine drastische Reduzierung des Fleischkonsums. Auf diese Weise wäre eine tiergerechte Haltung aufgrund geringerer Anzahl von Tieren möglich. Wenn ich an die Kühe auf den Almen denke, kann ich mir kaum ein glücklicheres Leben für diese Tiere vorstellen. Höfe, auf denen Hühner frei in der Erde kratzen können, sind ideal, und die männlichen Küken müssten bei einer guten Gsltung nicht geschreddert werden, sondern geben etwas später leckere Hähnchen ab. In Neuseeland war ich total begeistert, alle Nutztiere laufen dort frei rum. Kühe, Schafe, Pferde, Truthähne, ja sogar die Hühner leben in einem wunderbaren halbfreien Dasein. Überhaupt überzeugen Neuseeländer durch ihre tiefreundliche Einstellung und tiefen Respekt der Natur gegenüber
 
Midoriyuki

Midoriyuki

13.12.2010
3.457
14
Dann gäbe es die halt nicht mehr.
Das was heute als Nutztier gehalten wird sind idR genetisch vollkommen degenerierte Hybridtiere, die eig. gar nicht existieren sollten.

Dann wartet man halt nochmal 5-10 Jahre dann wären diese Tiere alle von ganz allein dahin.
Einfach, weil ihre Lebenserwartung so extrem gering ist durch den Raubbau den wir damit treiben.

Ein schönes Leben ist toll, aber noch schöner wäre es, wenn eben nicht irgendjemand entscheidet, dass das jetzt genug schönes Leben war.
Sonst würde ich jetzt gern einfach postulieren, dass es ja wohl reicht, wenn jemand 50 schöne Lebensjahre hatte.
Dann kann er jetzt auch bitte abtreten, ob der Rest noch schön wird ist doch egal, immerhin war es ja schon schön. Außerdem belastet das ja echt unnötig die Krankenkasse.
Er kann dann ja auf Wunsch "human" getötet werden.

Man kann sich das alles wunderbar schön reden warum Tiere gerne gegessen werden wollen- letzten Endes wollen sie das nicht.
Einen "Nutzen" haben von guter Haltung also hauptsächlich wir, die wir wissen, dass das eig. unnötig ist, aber uns dann doch lieber das gute Gewissen in Bio-Siegel-Form mitkaufen.

Wer das tun möchte- bitte.

Aber dann nicht mit solchen Argumenten "Was passiert bloß mit den armen Tieren? Da esse ich sie lieber auf!" kommen.
 
Elkecita

Elkecita

03.09.2013
766
0
Jetzt mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass das eine rein hypothetische Überlegung ist, denn der Großteil der Menschheit wird weiterhin Fleisch, Fisch und tierische Produkte essen, kann ich nicht verstehen, wie man als Tierliebhaber so einfach das Verschwinden bestimmter Rassen und Tiere hinnimmt. Von den Millionen Menschen, die dann arbeitslos wären (Landwirte, Fischer, Züchter, fleischverarbeitende Betriebe, Molkereien, etc) spricht wohl auch niemand. Aber OK, wird eh nie akut werden.

Was mich stört, ist diese Militanz, die ich bei einigen Veganern beobachte. Ich als Allesesser (ok, Fisch mag ich leider nicht so sehr, da haben mich meine Eltern falsch erzogen) kann sowohl bei Vegetariern als auch Veganern die Beweggründe vollkommen nachvollziehen und lasse mich auch sehr gerne durch vegane Rezepte inspirieren, habe den Fleischkonsum ziemlich reduziert. Aber andersrum sehe ich so manches Mal eine absolut fehlende Toleranz. Lasst doch jeden sein wie er will, mit Missionieren kommt man eh nicht weit. Leben und leben lassen. Aber nicht immer gleich auf die Pauke hauen.
 
Nienor

Nienor

04.11.2008
17.431
6
wie man als Tierliebhaber so einfach das Verschwinden bestimmter Rassen und Tiere hinnimmt.
Hast du dir als Tierliebhaber mal die ganzen Hochleistungsrassen angesehen?
Hühner, die mit wenigen Wochen kollabieren, weil sie auf zu schnelles Wachstum gezüchtet wurden - es sei denn, man lässt sie hungern, wie man es mit den Zuchttieren tut.
Rinder, die durch die Überzüchtung derart viel Milch geben, dass die in eine negative Energiebilanz kommen, was diverser Erkrankungen an Euter und Klauen begünstigt.
Schweine, die mehr Ferkel zur Welt bringen als sie Zitzen haben und davon mehrere, die gar nicht lebensfähig sind.

Sind das Rassen, die man unbedingt erhalten muss? Nur damit die Tiere weiter leiden?
In meinen Augen können diese Rassen gerne aussterben. Genauso wie alle Tea-Cup Hunde und alles, was derart auf Kurzschnäuzigkeit gezüchtet wurde wie Mops und Perser. Ganz zu schweigen von allen Nackt-, Locken- und Langhaarnagern.

Es sagt ja niemand, dass es Rinder, Schweine & Co. nicht auch noch in Liebhaberhaltung ohne Ausbeutung weiter geben darf. Aber dafür braucht es andere Rassen. Nämlich solche, die nicht durch ihre Zucht bereits zu einem leidvollen Leben verdammt sind.
 
ShiGi

ShiGi

18.02.2008
1.145
2
kann ich nicht verstehen, wie man als Tierliebhaber so einfach das Verschwinden bestimmter Rassen und Tiere hinnimmt.
Du meinst das Verschwinden von armen, überzüchteten Wesen, die nicht mehr in der Lage sind, sich normal zu bewegen und ein normales Leben zu führen und zusätzlich früh sterben (selbst wenn sie nicht geschlachtet werden), weil ihr Körper nurnoch darauf ausgelegt ist, Produkte für den menschlichen Konsum zu produzieren? Da hast du Recht, das Aussterben solcher Rassen fände ich tatsächlich begrüßenswert.
Das Aussterben alter Nutztierrassen liegt ja weniger am Veganismus/Vegetarismus sondern am erhöhten Konsum von Tierprodukten, der mit solchen alten, nicht spezialisierten Rassen einfach nicht gedeckt werden kann.

Was die Arbeitsplätze angeht, setze ich persönlich wohl tatsächlich andere Prioritäten. Aber dieses Arbeitsplatzargument kann ich eh nicht so wirklich nachvollziehen. Anstatt dass man schaut, wo neue Arbeitsplätze generiert werden können - die Menschen würden ja nicht von heute auf morgen ihren Job verlieren - müssen wir weiter die Luft mit Kohlekraftwerken verpesten, massenhaft Fleisch konsumieren usw. Das kann meiner Meinung nach nicht die Lösung sein.

Und zum Thema Militanz: Ich nehme hier keinen der pro-Veganer als militant wahr, wohl aber die Fleischesser. Sevens Vorgehen gegenüber dem veganen Jungen finde ich z.B. durchaus militant, denn sie drängt der Familie ihre eigene Meinung auf, während die Familie selbst den Veganismus scheinbar nur für sich selbst lebt - zumindest gehe ich davon aus, dass Seven es durchaus erwähnt hätte, wenn die Mutter verlangt hätte, dass das Milchtrinken in der Klasse komplett abgeschafft wird.
Das Vorurteil des militanten Veganers ist einfach wahnsinnig anstrengend und einseitig. Wenn ich z.B. irgendwas nicht esse, weil es nicht vegan ist, kann ich mir sicher sein, dass ein anwesender Omnivorer mich darauf anspricht, nachfragt, in der Regel irritiert reagiert usw. Und wenn ich auf sein Nachfragen erkläre, warum ich das so mache, bin ich natürlich der militante Veganer, der alle bekehren will :roll: Ich würde auch manchmal gern einfach in Ruhe mein veganes Essen essen können, ohne dass jemand mit mir eine Diskussion anfangen will.
Omnivore können also durchaus genauso militant sein wie (manche) Veganer. Das fällt nur nicht so auf, weil sie eben in der Mehrheit sind und wenn sie den eigenen Lebensstil vertreten, hinterfragt man das auch weniger.
 
M

maluli

18.02.2014
75
0
Was dann mit den ganzen Tieren passiert wenn sie nicht ermordert werden? Ernsthaft? Midoriyuki hats ja schon schön erklärt. Diese Maschinen (Tiere dürfen sie ja nicht sein) gibt es NUR damit wir sie töten und essen. Das hat nichts, aber auch gar nix mit "Rasseerhaltung" zu tun. Weil es gezüchtete Hochleistungsmaschinen sind. Das wäre wirklich schön, wenns die nicht mehr gibt! Auch für dich, weil die machen die Umwelt kaputt, durch die Abholzung vom Regenwald für ihr Futter, durch ihre "Abgase" und durch die Gülle auf den Feldern. Da hängt so viel dran. Das bedenken viele einfach nicht. Mir gings ja früher auch so, jedem Veganer gings früher so.
Missionieren..... :D wirklich schade dass das viele Allesesser immer so auffassen. Warum fühlst du dich angeriffen und missioniert?
ja du sagst es, leben und leben lassen… wäre schön, wenn das auch für die Tiere gelten würd….
Die Kühe auf den Almen... weißt du wie lang die auf der Alm sind? Das sind 2,3 Monate im Jahr? Und auch nur die Jungtiere. Manchmal vielleicht Mütter mit ihren Kälbern aber Muttertierhaltung is ne Rarität... Glaubst du, die denken dann zurück an ihr schönes kurzes Leben, wenn der Mensch entscheidet, dass es jetzt getötet wird?
Bei mir in der Umgebung ist Anbindehaltung immer noch gang und gäbe.... 24 Stunden 365 Tage im Jahr auf dem gleichen Fleck zu stehen, in der eigenen Scheiße zu liegen... Geiles Leben... und nur damit ne andere Spezies die Muttermilch (Eiter und Antibioatikarückstände gibts gratis dazu) konsumieren kann und nach 3-4 Jahren sind die am Ende ihrer Kräfte und werden geschlachtet. Kühe haben eigentlich eine Lebenserwartung von 18-22 Jahren...
Wie gesagt, ich hab diese ganzen Zustände auch 24 Jahre verdrängt und als nicht schön aber normal hingenommen... aber plötzlich kam der Gedanke, dass die Kälbchen in den Boxen draußen vor m Stall ganz und gar nicht nur süß sind, wenn man endlich mal überlegt, warum die da draußen, einsam und verlassen ohne Mama liegen :(

Ich kann "Vegan ist ungesund" auf Youtube nur empfehlen :)
 
-Melody-

-Melody-

15.03.2010
771
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Jetzt mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass das eine rein hypothetische Überlegung ist, denn der Großteil der Menschheit wird weiterhin Fleisch, Fisch und tierische Produkte essen, kann ich nicht verstehen, wie man als Tierliebhaber so einfach das Verschwinden bestimmter Rassen und Tiere hinnimmt. Von den Millionen Menschen, die dann arbeitslos wären (Landwirte, Fischer, Züchter, fleischverarbeitende Betriebe, Molkereien, etc) spricht wohl auch niemand. Aber OK, wird eh nie akut werden.

Was mich stört, ist diese Militanz, die ich bei einigen Veganern beobachte. Ich als Allesesser (ok, Fisch mag ich leider nicht so sehr, da haben mich meine Eltern falsch erzogen) kann sowohl bei Vegetariern als auch Veganern die Beweggründe vollkommen nachvollziehen und lasse mich auch sehr gerne durch vegane Rezepte inspirieren, habe den Fleischkonsum ziemlich reduziert. Aber andersrum sehe ich so manches Mal eine absolut fehlende Toleranz. Lasst doch jeden sein wie er will, mit Missionieren kommt man eh nicht weit. Leben und leben lassen. Aber nicht immer gleich auf die Pauke hauen.
Da stimme ich dir total zu!
Ich selbst esse ganz selten Fleisch, bzw "Fleisch" in Form von Hauptgerichten eigentlich wirklich nie, nur eben ab und zu mal Schinken oder sowas. Aber wirklich sehr sehr wenig. Ich versuche da soweit es geht drauf zu verzichten und vlt schaffe ich es irgendwann ganz vegetarisch zu essen. Vegan könnte ich mir aber für mich niemals vorstellen. Zu viele Einschränkungen und andere Gründe. Auch wenn es auch mal Tage gibt an denen ich ohne drauf zu achten nur vegane Sachen esse.
Ich finde es ist gut, zu versuchen, Leute davon zu überzeugen, dass es wichtig wäre auf Fleisch und Co zu verzichten damit weniger Tiere leiden etc. Aber ich empfinde manchmal auch diese Intoleranz, dass jemand der vegetarisch lebt noch nicht gut genug ist, denn er isst ja immernoch tierische Produkte. Das wird immer so schwarz weiß gesehen und der Schritt in Richtung weniger Tierleid durch die vegetarische Ernährung wird dann wieder schlecht gemacht mit dem Vorwurf "Warum bist du nicht vegan?"

Mit den Arbeitsplätzen bin ich aber auch anderere Meinung, damals als das Auto erfunden wurde haben auch die ganzen Kutscher ihren Job verloren. Nur als Beispiel, wenn vlt auch kein gutes. Bei der technischen Entwicklung ist es doch jetzt genauso. Da werden Menschen durch Maschinen ersetze. Aber man kann ja nicht ewig einer Entwicklung im Wege stehen, nur damit gewisse Arbeitsplätze erhalten werden. Das würde Stillstand bedeuten.
 

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