Sooo dann werf ich auch mal was ein :mrgreen::
Zunächst hatte ich bisher auch nur Welpen, gebe ich gerne zu, weil ich Angst hatte, mit einem evtl. misshandelten Hund nicht fertig zu werden oder ihm nicht die Sicherheit geben zu können, die er braucht. Das heißt nicht, dass der Welpe einfacher zu handeln ist, nur dass ich da, wenn es ein Problem geben sollte, wenigstens die Ursache herausfinden und auch bei mir selbst suchen kann.
Ich finde, man kann sich als Vollzeitarbeitender durchaus einen Hund holen, wenn man ihn mit zur Arbeit nehmen kann oder einen Sitter hat. Mit zur Arbeit kommen wird aber auch erst möglich sein, wenn er ein bisschen älter und wenigstens im Ansatz erzogen ist. Ein Sitter ab der ersten Woche ist aber auch nicht gerade förderlich für die Bindung... Man wird also um ein paar Wochen Urlaub und Teilzeit so oder so nicht umherkommen. Dann gibt's noch jene Glückliche, die von zu Hause aus arbeiten, da ist es natürlich kein Thema mehr

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Meine/unsere Hunde waren nie alleine, von Anfang an, da mein Vater selbstständig und meine Mutter als Teilzeitkraft bei ihm angestellt ist. So konnten unsere Hunde immer die vier Stunden mit und gut war, das klappt auch beim Welpen, zumal das Büro einen Garten hat. Dort gibt's auch Futterschüsseln, Spielzeug und Liegeplätze für die Hunde und sie sind in einem ruhigen Bereich, da meine Mutter ein eigenes Zimmer etwas ab vom Besucherbereich hat. Sie können sich aber im ganzen Gebäude frei bewegen.
Als ich meinen Hund bekam ging ich noch zu Schule, also ging er mit meiner Mutter morgens zur Arbeit, auch schon als Welpe. Jetzt studiere ich und kann meine Kurse so planen, dass mein Freund und ich abwechselnd zu Hause sind und uns kümmern können. Wenn ich anfange zu arbeiten kann auch Leo bei meinem Vater im Büro bleiben oder wenn möglich mit mir zur Arbeit kommen.
Ich würde mir niemals einen Welpen holen, wenn ich wüsste, er muss alleine bleiben, egal wie gut der Hund vorher ausgelastet wird und wie viel Spielzeug er herumliegen hat. Ok, ich bin etwas eigen und lasse auch meinen erwachsenen Hund nicht alleine, obwohl wir es dennoch geübt haben, und dennoch halte ich es beim Welpen nicht für übertrieben zu sagen, der kann nicht alleine bleiben! (wir reden von einem halben Tag)
Ich kenne auch erwachsene Hunde, die vier Stunden alleine sind und gut damit klar kommen, aber man glaubt gar nicht, wie viel diese Frau dann nach der Arbeit mit ihrem Hund macht. Dass sie überhaupt noch zur Hausarbeit kommt ist ein Wunder! Das sollte man auch nicht unterschätzen... 3-4 Stunden Spaziergänge, Treffen mit anderen Hunden, 3 Mal die Woche Hundesportplatz usw... Das kostet viel Zeit und Anstregung.
PS: Dass nur Arbeitslose gute Hundehalter sind hat zum einen niemand gesagt und zum anderen gibt es auch hier im Forum zwei unterschiedliche Meinungen dazu, denn u.a. ich finde, dass ein Arbeitsloser sich keinen Hund anschaffen sollte, da er ihn nicht bezahlen kann oder vll Probleme bekommt, wenn er vom Amt auf Fortbildung oder in einen 1-Euro-Job gepackt wird.
LG