Das man einen Welpen trotz Fulltimejob groß bekommt, ist wohl unstrittig.
Ein Großteil aller Hundebesitzer machen es ganz genau so und ich denke auch nicht, dass diesen alle das Wohl ihres Hundes am Hintern vorbei geht.
Aber ich bin auch der Meinung, nur weil es so praktiziert wird, heißt das nicht, dass es auch gut ist!
Es gibt soviele Wege und Möglichkeiten einen Welpen trotz Berufsleben oder anständigem sozialen Standart zu erziehen, man muss sich nurmal Gedanken machen. Teilzeit arbeiten, den Hund mitnehmen, Schichtarbeit, Verwandschaft/Bekanntschaft im Haus, Hundesitter, Pensionen, langfristiger Urlaub, usw.
Auch wir haben uns letztes Jahr einen Welpen geholt. Ich mache derzeit ein Fernstudium, mit dem ich die Zeit bis zur Ausbildung überbrücke. Damit war ich ein gutes Jahr Zuhause und hatte die Zeit mich um Diego zu kümmern. Diego hat langsam aber sicher gelernt alleine zu bleiben und ich sehe meinem Ausbildungsbeginn im Oktober gelassen entgegen. Für Notfälle haben wir die Schwiegereltern im Haus und 1-2 Tage in der Woche wird Diego zu einem Hundesitter gehen, wo er sich mit Artgenossen austoben kann.
Sich einen Welpen zu holen und dann zu erwarten, dass er direkt mal für ein paar Stunden alleine bleibt, finde ich einfach egoistisch. Es gibt genügend Ausweichmöglichkeiten um sich dennoch für ein "Baby" zu entscheiden, man muss nur eben deutlich mehr timen und organisieren und ggf auch ein bisschen mehr auf den Tisch legen. Aber das sollte einem der eigene Hund doch eigentlich Wert sein, oder nicht?