Dobermannwelpe - voll kupiert!

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  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #101
Lieber im TH als bei einer Familie, die ihn prügelt und aussperrt. Und wer sagt denn, dass der Hund nie wieder ein zu Hause findet? Bei Dobi in Not wäre er wenn dann sowieso am besten aufgehoben und je jünger er ist, desto besser seine Chancen.

Und jedem einen Hund in die Hand zu drücken oder jeden einen Hund halten zu lassen, nur damit THs nicht so voll sind ist ja wohl auch kein Argument. Dann dürfte man auch Animalhoardern ihre Tiere nicht wegnehmen, denn die kommen auch ins TH und vielleicht nie wieder raus, so wie jeder alte, kranke, große und schwarze Hund bzw. Listenhund.

PS: Ich finde sehr wohl, es geht ida etwas an. Sonst wird immer nach Zivilcourage geschrien, aber am Ende bekommt man wohl immer noch den Rat, sich einfach rauszuhalten. Irgendwie traurig.

LG
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #102
@Mischling: Fahr mal bitte Deinen Ton etwas herunter und tue nicht so als ob Du alles besser wüsstest und immer Recht hättest, ok? Ist NICHT böse gemeint, wirklich!
Aber Deinen Posts ist ein gewisser Grad an "Aggressivität" zu entnehmen :)

Ich unterstelle hier niemandem etwas!!!

Woher willst Du denn das wissen, dass der Hund 8 bis 9 Stunden am Tag im Badezimmer, ohne Pinkelmöglichkeit usw. eingesperrt ist?
Woher willst Du denn das wissen, ob er wirklich nur 2 mal am Tag für 15 min. rauskommt. Beobachtet ihr die Nachbarn 24 Stunden am Tag?
Wenn der VA etwas zu beanstanden gehabt hätte, hätte er auch etwas unternommen. Dazu ist er ja da! Und genügend Spielraum was die Gesetze angeht hat er auch!
Und dass die Kinder etwas an der Leine ziehen ist auch normal. Du kannst von keinem Kind auf der Welt verlangen, dass es fachkundig gegenüber dem Hund verhält.

Vielleicht macht der Halter auch etwas falsch. Da muss man ihn darauf hinweisen und ihn bei der Erziehung unterstützen und nicht gleich alle möglichen Ämter auf den Hals hetzen! Das wird dem Hund sicherlich nicht weiterhelfen.
Dass der Hund absichtlich "gequält" wird glaube ich ehrlich gesagt auch nicht. Wenn dann aus Unwissenheit (man könnte auch Dummheit sagen).

Deshalb ist es aus meiner Sicht besser, dass man eine friedliche Lösung findet und somit dem Welpen hilft!
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #103
Ich denke auch das der Hund es im TH besser hat als bei so einer Famiele,würde er bei uns wohnen hätte er die größten probleme aller zeiten.
ganz im erst zeige ihn an.

bei meinchen menschen kann man nicht friendlich helfen.
Ich würde anonym eine anzeige machen,oder sagen das sie es nicht den leuten sagen sollen vom wenn sie das wissen.
Habe ich auch schon gemacht,der typ wurde kontrolliert,er dürfte ihn berhalten musste aber zur hundeschule und mit den hund üben.
ok es ist was anderes ob man mit den hund nicht kla kommt und ihn zur strafe am ohr hochhebt oder man mancht den hund scharf und macht aus einem schönen tier ein tier was keineroder sehr wenige haben wollen.
bei uns in der nähe wohnt ein windhund der hat auch keine ohren mehr und kein schwanz,die habe ihn genommen.
aber meist die hunde mit einer schlimmer vergangen heit freuen sich über ein wunderschönes zuhause.
und man kann es wider rausbekommen zwar schwer aber es geht mit hundeschule auf jeden fall.

Also bitte zeige ihn an bevor es schlimmer wird wer weiß was als nächstes kommt.
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #104
Also lieber da lassen?
Lieber im TH als bei einer Familie, die ihn prügelt und aussperrt. Und wer sagt denn, dass der Hund nie wieder ein zu Hause findet? Bei Dobi in Not wäre er wenn dann sowieso am besten aufgehoben und je jünger er ist, desto besser seine Chancen.
Nein, nein, nein! Ihr hab mich falsch verstanden! :uups:
Ich meinte doch, wenn man jetzt nichts macht und später irgendwas passiert, DANN wird er noch wegen Aggressivität weggenommen und DANN bekommt er nur noch ganz schlecht nen Platz und muss vielleicht sein Leben im Tierheim fristen.
Deswegen JETZT was machen, so lang er noch ein Welpe ist.
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #105
*Mischling*
Du hast recht habe ich auch gemerckt bei meinen er ist ein großer schwarzer hund.
Viele dir wir sehen,die ihn auch kennen wo er klein war,sagen:
Bor wer das meiner wäre das riesen vieh/kalb längst auf der straße oder im Th.

ich verstehe es nicht,ich finde selber um so größer der hund um so leiebr.
nichts gegen kleine hunde,die sind auch lieb,aber viele meinen ihre hunde-da sie klein sind-müssten nicht erzogen werden,also sind sie oft agressiv.

ich weiß nur ich würde immer wider ein hund holen den keiner will.
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #106
@Hundenase: Ok, jetzt kams bei mir auch an :D. Da hast du sicherlich Recht, wenn er beim TH erstmal als "Hund mit Vorgeschichte" geführt wird, wird es schwer für ihn, Rasse hin oder her.

@Tiermama: Das sehe ich genauso, die Hunde, die keiner will, sind meist sehr dankbar. Leo war der letzte seiner Geschwister, keiner wollte ihn, weil er so aufsässig geschaut hat. Und jetzt bellen seine Geschwister am Zaun, können nicht frei laufen und haben vor allem Angst, während mein Hund nicht bellt, frei laufen kann und vor (fast) nichts mehr Angst hat. Mit max war es aber auch so, er war schwarz und damit auch gefährlich :roll:.

@Lockenkopf: Ich bin hier nicht die einzige, die aggressiv geworden ist. Ich wohne selbst in einer kleinen Straße und ich weiß auch, wenn meine Nachbarin Gassi geht und ich beobachte sie sicherlich nicht den ganzen Tag. Das bekommt man mit, glaubs mir.

LG
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #107
Hallo Lockenkopf, ich möchte auf Deinen Text ganz gerne mal ein wenig eingehen ...

Ich finde, dass man beim VA oder dem OA erst anrufen sollte wenn etwas konkretes zu melden ist. Es ist auch nicht gut bzw. nicht zielführend, dass man sich Argumente aus der Nase zieht um es dem Nachbarn "zu geben". Das trägt auch nicht zur besseren Stimmung bei.

Man sollte sich hier auch nicht in irgendetwas (emotional) hineinsteigern.
Wenn es etwas ernsthaftes zu berichten gibt, da ja, ansonsten nein.

Ich habe bereits geschrieben, dass ich wegen der Sache mit dem Einsperren und Alleinelassen nicht beim VA oder sonstwo anrufen werden - es ist nicht verboten, einen Hund einzusperren - wenn es auch sicherlich für das Üben des Alleinseins nicht förderlich ist. Ich werde anrufen, wenn was Konkretes vorliegt - darum hat der Mann vom VA sogar gebeten, eben weil er auch den Eindruck hatte, dass es dort nicht so läuft, wie es sein sollte.

Emotional reinsteigern ... nunja, ich habe in unmittelbarer Nachbarschaft einen jungen Hund bzw. Welpen sitzen, der getreten wird, der stundenlang allein eingesperrt ist, der die Ohren zugeklebt hat - sowas geht mir nicht am A*** vorbei; dafür liebe ich Hunde einfach zu sehr ...

Dass ein Welpe jault bzw. bellt, ist glaube ganz normal. Das Gegenteil kann mir sicherleich niemand hier erzählen. Alle haben diese Phase durchgemacht! Und wenn er morgens etwas jault, heißt es ja noch lange nicht, dass dort Tierquälerei betrieben wird! Der VA hat den Welpen ja begutachten und nichts negatives festgestellt.

Meine beiden Hunde sind als Welpe bzw. junge Hunde zu mir gekommen - da hat keiner gejault (zumindest nicht stundenlang); auch die anderen Hunde, die ich vorher hatte oder die, die ich kenne, haben nicht stundenlang gejault - diese Phase habe ich also noch nicht durchgemacht und ich finde es nicht normal, wenn ein Hund stundenlang jault ... Wenn mein Hund stundenlang jaulen würde, würde ich mich jedenfalls auf die Suche nach der Ursache machen. :eusa_think:

Ob und wie der Nachbar seinen Welpen erzieht ist seine Sache und geht keinen von uns etwas an. Anders schaut es aus, wenn Gefahr für die Allgemeinheit von dem Hund ausgeht. Hier MUSS man dein einschreiten.
Ansonsten ist es die Sache des Halters. Ihr wollt ja auch nicht, dass Euch 200 Nachbarn in die Erziehung Euerer Hund mit hineinlabbern.

Wie jemand seinen Hund erzieht, ist sicherlich ein Stück weit jedem seine eigene Sache - aber wenn ein Hund dauerhaft getreten oder geschlagen wird und ich das mitbekomme, werde ich das sicherlich nicht dulden und tun, was in meiner Macht steht um dem Tier zu helfen. Einen Hund (oder anderes Tier/Mensch) zu treten ist ein Armutszeugnis und keine Art der Erziehung. Im übrigen bin ich der Meinung, dass so eine Erziehung mit Gewalt gerade bei einem Gebrauchs- und Schutzhund wie dem Dobi dazu führt, dass später eine Gefahr von dem Tier ausgeht. Und spätestens dann ist nicht mehr "nur" der Hund betroffen, sondern auch wir als unmittelbare Nachbarn ...

Und dass man den ganzen Tag vor dem Fenster steht und wartet bis der Hund einen Ton von sich gibt, um sofort den VA/OA holen zu können, ist auch nicht toll. Für das hier oftmals vorgeschlagene Filmen habe ich genau so wenig Verständnis...

Von daher ein Appell an alle Thread-Teilnehmer... Beruhigt Euch ein wenig!!!

Nochmal: Ich stehe nicht den ganzen Tag am Fenster und beobachte meine Nachbarn :roll:, dafür habe ich gar keine Zeit ... Aber wir wohnen direkt nebeneinander, unser Leben spielt sich momentan zum großen Teil im Garten ab, meine Kinder und auch die Nachbarskinder sind den halben Tag draußen und außerdem habe ich zwei "Wachhunde", die jede Aufregung (und dazu gehört auch ein Hund - egal welcher) auf der Straße und in Nachbars Gärten melden ...

Lasst dem kleinen Kerl noch ein bißchen Zeit für die Eingewöhnung. Vielleicht ist es gar nicht so schlimm wie es ausschaut. Vieles wird hier auch künstlich aufgeschaukelt. Ohne dass etwas schlimmes wirklich im Gange ist.

Und den VA bzw. das OA sollte man wirklich nur bei berechtigten/konkreten Vorfällen holen und nicht bei einem "ausgedachten" Verdacht!

Gesunder Menschenverstand darf nicht auf der Strecke bleiben!!!

Ich habe nichts "ausgedacht" - aber ich kenne meine Nachbarn seit sieben Jahren und habe in dieser Zeit einiges erleben dürfen ... genau der gesunde Menschenverstand sagt mir, was dabei nur rauskommen kann. Um dass aus diesem Hund bei diesen Leuten ein ordentlicher Kerl wird müßte ein Wunder geschehen und sich die Leute samt Einstellung um 180 Grad drehen ...

Ich bin für Tierschutz!!! Eindeutig!

Aber ich finde es nicht gut, dass man den Welpen dazu verwendet, um dem Nachbarn eines aus zu wischen!

Es geht nicht darum, meinen Nachbarn "eins auszuwischen"; eigentlich wäre mir sehr daran gelegen, dass man normal zusammenlebt - so wie mit den anderen Nachbarn auch ;). Ich rede hier von Einfamilienhäusern - da ist die Chance sehr gering, dass irgendwer in nächster Zeit wegzieht oder "rausgemoppt" werden kann. An sich ist geplant, dass man die nächsten Jahrzehnte hier wohnt ... Was hätte ich also davon, den Nachbarn eins auszuwischen? Ich bin ein sehr geduldiger und wohl auch toleranter Mensch "Leben und leben lassen" ist so meine Devise. Das ist wohl auch der Grund, weshalb wir von allen Nachbarn die ganze Zeit noch das beste Verhältnis zu dieser Familie hatten ... Aber Nachbar hin oder her; ich werde sicher nicht akzeptieren, dass dort ein Hund gequält wird und ich werde auch nicht hinnehmen, dass dieser Hund evtl. später eine "Gefahr" für meine Kinder oder Tiere darstellt ...

Einfach die Situation im Auge behalten und bei Bedarf handeln. Und nichts anderes...

Genaus so - nichts anderes habe ich gesagt oder vor ...

Man könnte auch auf die Idee kommen den Nachbarn bei der Erziehung des Hundes zu unterstützen, auf ihn zu zugehen, Hilfestellung zu leisten, ihm ein paar Tipps zu geben, etc. anstatt auf ihn drauf zu hauen.
Der Nachbar ist ja in einer Hundeschule, evtl. kann man dort freundlich in Kontakt mit ihm treten. Ich bin der Meinung, dass man mit sprechen bzw. offener und freundlicher Kommunikation viel mehr erreichen kann als mit gegenseitigen Giftpfeilen!

Weißt Du, es gibt Leute, die wissen alles und zwar besser - und dazu gehören meine Nachbarn. Da wird Hilfestellung nicht angenommen, weil man die nicht nötig hat; auch nicht die von einer Hundeschule o. ä.

Dies würde auch deutlich zu einer entspannteren Atmosphäre in der Nachbarschaft führen, und zwar ohne VA, OA, Polizei, etc.

Da hätten alle etwas von. Hund, Nachbarn und alle anderen!

Da hast Du sicher recht ... Aber es wurde schon so oft versucht, Hilfestellung zu geben, es wurden Gespräche geführt, es wurde "gute Mine zum bösen Spiel" gemacht usw. - nicht nur von uns, auch von den anderen Nachbarn hier. Das wird nicht angenommen, das wird sogar mit Füßen getreten ... Irgendwann hat man dann einfach auch keine Lust mehr und lernt, damit zu leben, dass jeder sein eigenes Ding macht und gut so. Ist nicht schön, aber man kann und muss es akzeptieren.

Sobald aber dieses unschuldige Tier oder meine eigene kleine Welt hier durch die Sturr- und Dummheit anderer angegriffen wird, wehre ich mich; notfalls auch mit VA, OA oder Polizei! Denn auch ich möchte das Recht haben, hier in Frieden zu leben.

EDIT: Und mal ehrlich. Wäre es ein Labrador-Welpe, würde dieser Thread gar nicht exisitieren. Jeder würde dann sagen was für ein süßer Hund etc.
Das Thema "vollkupierter Dobermann" erregt oftmals die Gemüter und führt oftmals zu emotional geführten Diskussionen, bei welchen die Tatsachen aus den Augen gelassen werden.
Bei einem Labrador-Welpen ist immer alles schön und gut. Bei einem kupierten Dobermann-Welpen ist IMMER alles Scheiße. Ist in meinen Augen absoluter Blödsinn!!!

Ganz ehrlich? Dieser Tread würde sicher auch existieren, wenn es kein Dobi sondern ein Labbi wäre ... Es geht nicht um die Rasse. Es geht auch nicht um das Kupieren - es geht darum, dass das Tierquälerei ist und wissentlich Gesetze umgangen werden um das eigene Ego aufzufrischen! Und es geht darum, dass es mich wütend macht, wenn ich sehe, wie ein Hund vor meinen Augen verkorkst wird.

Aber ganz abgesehen davon muss ich natürlich zugeben, dass mir ein verkorkster Mini-Hund in der Nachbarschaft lieber wäre als ein verkorkster Dobi ... :? Wenn ich mir aussuchen dürfte, ob ein durchgeknallter Chi meine Kinder vom Rad pflücken will oder ein Dobi, wäre mir der Chi lieber - Dir nicht? Frag doch mal Dobi-Besitzer, wie solche Hunde erzogen werden sollten, damit aus ihnen "ordentliche" Hunde werden ...

Danke an alle anderen, die anscheinend verstanden haben, wo mein Problem liegt!

LG Ida
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #108
WENN ICH SCHON LESE WIE SIE DAS RECHTFERTIGEN...:(

Das Kupieren


"Ohren und Rute sehen bei vielen Rassen ganz anders aus als die Natur sie geplant hatte. Das hat seinen guten, weiten zurückreichenden Grund. Sie sind die anfälligsten Punkte des Hundekörpers und wenn es hart auf hart geht, gibt es bei ihnen am ehesten Verletzungen. Sogar beim ganz normalen täglichen Tageslauf, auch ohne Beißereien und Kämpfe, bringt das durch Zäune und Hecken streifende kurzhaarige Tier immer wieder Schmisse an den Behängen nach Hause.
In früherer Zeit, als die Jagd noch mit "kalter Waffe", also ohne Gewehr und auf nächste Distanz ausgeübt werden musste, sind die Ohren der Jagd- und Kampfhunde wohl nie heil gewesen. Dieser unangenehme Dauerzustand führte dazu, dass man zu allen Zeiten und an mehreren Stellen der Welt dazu überging, die unnötigen und den Verletzungen am meisten ausgesetzten K örperteile einfach abzuschneiden. Aus Ägypten sind gestutzte Hunde mindestens seit 3000 Jahren bekannt. Dabei wird man schon vor Jahrtausenden eine weitere Annehmlichkeit dieses Kupierens entdeckt haben: die Ohren waren jetzt der Luft zugänglich, und die Zahl der Ohrenkrankheiten ging rapide zurück. Deshalb kürzte man auch einigen Schoßhunderassen die Behänge. Wahrscheinlich hat das dauernde Kratzen an kranken Ohren und der üble Geruch schon empfindliche Gemüter des Altertums verdrossen.
Dass kurzerhand auch das Anhängsel des Hinterteils, die Rute, gestuzt wurde, wird jeder Mensch einsehen, der erlebt hat, wie aussichtslos es ist, eine aufgeschlagene Schwanzspitze, etwa der Deutschen Dogge, gesund zu pflegen. Im Laufe der Zeit wurde das Kürzen von Ohren und Schwanz ein Rassemerkmal, das in seiner Ausdehnung auch der Mode unterworfen wurde. Diskussionen darüber, ob es nötig ist, oder ob es als Tierquälerei verboten werden müsse, existieren nicht erst seit gestern. Bereits Alcibiades (450-404 v. Chr.) eckte damit an. Er hatte für 70 Minen - das dürfte wohl heute dem Preis eines Rolls Royce entsprechen - einen Hund gekauft und ihm zum Ärger der Athener die Rute gestuzt. Dass ein Eingriff, wie das Kürzen von Rute oder Ohren, nur völlig schmerzlos und vom Fachmann, also am besten von einem Tierarzt ausgeführt wird, sollte selbstverständlich sein.
Mode hin, Aussehen her - für das Tier bringt dieser "Verlust" nur Vorteile. Es schlägt sich keine Schwanzspitze auf, es reißt sich keine Behänge kaputt und die Aussicht, an einem chronischen Ohrenleiden herumzukratzen, sinkt erheblich: bei 28% der Hunde mit Hängeohren stimmt nicht alles in den warmen, feuchten Gehörgängen, bei den stehohrigen Vertretern nur bei 5 %. Ob die Freude der heute noch kupierten Rassen nach einem Kupierverbot ihren Lieblingen die Treue halten, läßt sich nicht voraussehen. Für den Gebrauchshund bedeutet es gewiss keine Verbesserung, und der beliebte Dobermann wird dann sicher häufiger aus dem Wohnzimmer verbannt, wenn er die Kaffeetassen vom Tisch wedelt. Und für seltenere Rassen kann es sogar das Aussterben bedeuten, wenn sich mehrere Züchter von ihnen abwenden. "

(Dr. Ulla Schultz-Roth "Ullstein Hundebuch" 1983)
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #109
Ich möchte echt mal ein ganz großes Lob an Ida aussprechen, dass sie sich so um die Sache kümmert.
Wenn man sieht, dass der Welpe getreten wird, wie kann man da behauptet es gäbe keine stichfesten Argumente?????
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #110
@Laura: Mich würde v.a. interessieren, was diese Ärztin heute darüber denkt. Das Buch ist immerhin fast 30 Jahre alt. Weswegen ich es auch richtig lächerlich finde, das sie es als Quelle hernehmen.
In Griechenland z.B. werden auch heute den Schäferhunden ihre Ohren und die Schwänze abgeschnitten (aber nicht wie bei den Dobermännern, die Rute bleibt deutlich länger, was das ganze gleich doppelt lächerlich macht), mit der Begründung, weil sie sonst leichter vom Wolf gepackt werden könnten ... :eusa_think: Und Jagdhunde sind fast alle Knochengerüste, weil nur ein hungriger Hund gut jagt ...
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #111
KessiLaura, mich würde mal interessieren in welchem Zusammenhang dieser Text steht. Ist das die Meinung der Autorin oder übernimmt sie das als Quelle aus einer anderen Lektüre? Woher stammt dieser Text und wer hat ihn im Original geschrieben?

An sich ist das ja auch gar nicht mal so falsch, was da drinsteht. Heutzutage kann man eingefangene Ohrenkrankheiten usw. mit Medis behandeln, das war früher nicht möglich. Die Zweckmäßigkeit ist nicht zu leugnen, ich möchte nicht wissen, wie viele Tiere an o.g. Dingen gestorben sind, die durch das Kupieren verhindert werden konnten. Dass das nicht mehr Up to Date ist, ist allerdings klar und ich möchte das Kupieren auch nicht in Schutz nehmen oder befürworten (wenngleich ich kupierte Ohren sehr ansehnlich finde, aber das Leid das dahintersteht überwiegt einfach und ich möchte niemals verantwortlich sein, dass ein Hund kupiert wird), hoffe das kommt nicht so rüber. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #112
@Eibhear: dito. ;)
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #113
Der Text hab ich aus dem Berliner Züchter seiner Seite 1-1 Kopiert.
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #114
Die rechtfertigungen der kupier befürworter ist grenzenlos und reicht über "das war schon immer so" über "Wölfe haben auch stehohren" und "der lange schwanz wedelt gläser vom Tisch" bis hin zu "das ist viel gesünder". Enden tut das Ganze aber in der regel bei "gefällt mir viel besser". :roll:

Ida,
Ich hoffe du berichtest hier immer fleißig, ja?
Interessiert mich sehr , wie es bei Nachbars weiter geht.
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #115
Allerdings gab es einen erheblichen Unterschied zwischen dem zweckmäßigen Kupieren und der "modischen" Variante.
Hier mal ein Foto von "[FONT=Helvetica, Arial, sans-serif]Graf Wedgo v. Thueringen" aus dem Jahre 1901 (In der Quelle könnt ihr noch mehr ältere Dobibilder bestaunen) :
[/FONT]1901__Reg.___nz74_Graf_Wedgo_v._Thueringen.jpg
(Quelle: )
Und hier mal zum Vergleich ein Foto eines heutigen, vollkupierten Dobermanns:
Doberman%20Pinscher2.jpg
(Quelle: )

Früher wurden die Ohren einfach schräg abgeschnitten und so kurz gehalten, dass sie nicht in ihre fühere Form zurückfallen konnten um das Ohr zur Verhinderung von Entzündungen "atmen zu lassen".
Heute wurden die Ohren so hochtypisiert, dass es aussieht wie eine Kreuzung aus Anubis und Kaninchen (lange Stehohren, kurzer Schwanz...:silence:).
Selbst wenn wir in einer Zeit ohne ausreichende Forschung der hündischen Ohrkrankheiten und mit Strickter "Allwetterdraußenhaltung" leben würden, wäre dieser "Schnitt" völig unbrauchbar, da er schließlich über längeren Zeitraum getaped werden muss, damit das Anubiskaninchen nicht zum wieder zum Widder wird.
[FONT=Helvetica, Arial, sans-serif][/FONT]
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #116
Ida,
Ich hoffe du berichtest hier immer fleißig, ja?
Interessiert mich sehr , wie es bei Nachbars weiter geht.

Nunja, was gibt es zu berichten ... :eusa_think:

Diese Woche war das Vet-Amt wieder da; wegen dem Kleben der Ohren (nein, ich habe nicht am Zaun gelauscht, die Nachbarin hat es einer anderen Nachbarin erzählt ... ;)). Seit gestern sind die Ohren mal wieder nicht geklebt; sie stehen aber auch wirklich sehr gerade nach oben, vielleicht sind sie auch einfach fertig? Jedenfalls sieht der Arme an den Ohren aus, als ob er Räude hätte ... die Haare sind komplett weg. :(

Das Ordnungsamt war auch wieder hier und hat einige deutliche und laute Worte gesprochen. Wir haben seit ein paar Wochen einen Spielplatz, der natürlich von den vielen Kindern hier täglich belagert wird. Die Nachbarskinder waren nun täglich mit dem Hund dort auf dem Spielplatz, einige Male hat er sich von der Leine gerissen und ist an den Kindern hochgesprungen; einen Jungen hat er vom Rad "geworfen", einem Kind hat er einen Ball kaputtgebissen ... Die Eltern dieser Kinder haben beim OA angerufen und sich beschwert.

Ich habe die Nachbarin angesprochen und ihr gesagt, dass es zu gefährlich ist, den Hund mit den Kindern loszuschicken. Er kann sich ja auch losreisen und auf die Straße laufen oder so. Antwort: "Warum? Die können den schon halten." Nunja, was will man da noch sagen? Mir fällt nichts dazu ein ... :(

Mittlerweile ist der Hund nachmittags im Garten. Die Leute haben das Grundstück jetzt eingezäunt (ca. 1,40 m hoch). Er hat auch einen Wassernapf draußen und wird draußen gefüttert; Futter in den Napf, Tür zu, Hund frisst draußen ... Hat wahrscheinlich drinne zu viel Sauerei gemacht. Morgens ist er nach wie vor eingesperrt und jault sich die Seele aus dem Leib.

Wir haben hier eine "Hunderunde", die täglich von ca. 25 Hundebesitzern zu jeder Tageszeit genutzt wird ... Man trifft sich, man unterhält sich, man geht oft zusammen. Noch keiner hat die Nachbarin mit dem Hund dort laufen sehen.

Ich kann nichts machen, noch ist nichts so, dass man dem Tier was ansieht oder anmerkt; aber Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie mich das ank*** und traurig macht, wenn ich dran denke ...

LG Ida
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #117
wegen dem jaulen könnte man sich auch beschweren... ein hund darf zwar mal jaulen, aber nicht den ganzen tag. das geht dann schon richtung lärmbelästigung.

Dass die ohren fertig sind kann ich mir gut vorstellen. wenn er jetzt ca 6 Monate alt ist, wird sich da vermutlich nicht mehr viel ändern.
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #118
So oder so freu ich mich erst einmal für den Hund, dass er wenigstens die blöden Dinger los ist!!
Dass das Amt (auch noch OA und VA) schon wieder da waren ist ein gutes Zeichen. Das heißt, sie nehmen euch ernst und sehen selbst, dass da etwas nicht stimmt. Auch dass sich deine Nachbarn auch beschweren ist eher als positiv zu verbuchen, da es die Sache dringlicher und glaubwürdiger macht. So habe ich wenigstens noch ein bisschen Hoffnung, dass denen bei der kleinsten Begründung der Hund weggenommen wird.

Es bleibt abzuwarten, aber ich drück dem Hund echt die Daumen!! Alles Gute, bleib dran und berichte weiter :D.
Liebe Grüße
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #119
@ida22:

Wie ist denn da der aktuelle Stand?
 
  • Dobermannwelpe - voll kupiert! Beitrag #120
@ida22:

Wie ist denn da der aktuelle Stand?

Nunja, es gibt nicht wirklich was Neues ...

Die Ohren sind jetzt nicht mehr geklebt. Aber da sie "stehen", denke ich, dass sie einfach fertig sind.

Das Ordnungsamt war wohl nochmal da, weil einige Nachbarn sich beschwert haben, dass die Kinder mit dem Hund alleine draußen laufen. Die letzten Tage habe ich die Mädchen nun nicht mehr mit dem Hund alleine gesehen, dafür "erziehen" sie ihn lautstark im Garten. Der arme Kerl tut mir sowas von leid und ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel, wie Kinder so mit einem Hund umgehen können (treten, sich auf ihn werfen, anschreien, etc.). Ich bin mal gespannt, wie lange der Hund sich das gefallen läßt ... Nunja, zu den Katzen sind sie ja auch immer so grob. Die Katzen scheinen übrigens überhaupt nicht mehr nach Hause zu gehen. Sonst lagen sie oft bei den Nachbarn vor der Haustür oder auf der Terrasse, nun sind sie nur noch sonstwo unterwegs.

Die Frau oder den Mann habe ich seit einigen Tagen nicht mehr mit dem Hund gesehen, weder im Garten noch beim Laufen oder so - keine Ahnung, ob das Interesse schon nachläßt?

Ich habe die Kinder nun schon zweimal drauf angesprochen, dass sie dem Hund wehtun ... da kommt nichts zurück, außer blöd gucken und Zunge rausstrecken :( Was soll man da machen??

Ida
 
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