Hallo,
natürlich handelt es sich bei haarlosen Hunden um einen Gendefekt. Ein Gendefekt ist ein Fehler in der Basenfolge eines Gens, wodurch es zu einem Ausfall oder Fehlfunktion des entsprechenden Genproduktes kommt.
Mutiert ist bei haarlosen Hunden das FOXI3-Gen, welches bei Haarwachstum eine wichtige Rolle spielt. Durch die Mutation ist ein ausreichendes Ablesen des Genes nicht mehr möglich. Dadurch kann nicht mehr genug FOXI3 produziert werden, eine normale Haarbildung ist nicht mehr möglich.
Nicht nur Haarwachstum, sondern auch die Entwicklung der Zähne wird durch dieses Gen mitbeeinflusst.
Zufallsprodukte sind fast alle Haustierrassen. Erst seit relativ kurzer Zeit ist man in der Lage, gezielte Mutationen herbeizuführen. Zwar wird dies inzwischen auch bei Tieren eingesetzt, allerdings findet man solche Tiere selten in „normalen“ Haushalten.
Haustierrassen entstanden durch natürliche Mutationen und gezielte (Zucht)Auswahl durch den Menschen. Bereits 4000 Jahre v. Chr. gab es in Ägypten erste gezüchtete Hunderassen. Die ersten Darstellungen von Nackthunden auf etwa 1700 v. Chr. datiert. Da Nackthunde sehr geschätzt waren, lässt sich vermuten, dass diese Tiere auch bevorzugt wurden und dadurch entsprechend gefördert.
Viele Kurzhaarhunde frieren ebenfalls erheblich im Winter. Gegen Kälte und Sonnenbrand kann man ein Tier schützen, dadurch muss also kein Nachteil entstehen.
In ihrer Körpersprache sind viele Hunde erheblich beeinträchtigt. Z.B. durch Schlappohren oder durch die Möglichkeit der Mimik. So kann der Alaskan Malamute 43 mögliche Gesamtausdrücke im Bereich des Kopfes zeigen, der Pudel lediglich 14, Deutscher Schäderhund und Staffordshire Terrier lediglich 12*.
Daher müssten also ziemlich viele Hunderassen verboten werden, wenn man danach geht, inwieweit diese Tiere noch über ihr ursprüngliche Möglichkeit der Kommunikation verfügen.
[FONT="]*aus „Hundepsychologie“ von Dorit Urd Feddersen-Petersen[/FONT]