Katzen verändern sich eher, wenn sie nicht kastriert werden. So eine Rolligkeit ist ja nichts schönes:
Die Hormone sind so stark, dass die Katze wie ferngesteuert wird.
Sie zieht los, sucht nach potenten Katern, auch den dreckigsten Straßenkater. Sie lässt sich von wirklich jedem Decken, wobei der Deckakt so extrem schmerzhaft ist, dass der Kater sie mit einem Biss in den Nacken festhalten muss - und hinterher in Windeseile weg rennen muss, weil sie ihn sonst verprügelt für diese starken Schmerzen. Da müssen die Hormone schon echt heftig sein, dass die Kätzin sich das in wenigen Nächten mehrmals antut, obwohl sie oft "untenrum" total wund gescheuert ist und mehrere Bisswunden im Nacken hat, die sind oft blutig oder entzündet.
Die Hormone zwingen sie, sich dafür halsbrecherisch aus dem Fenster zu stürzen, das kommt öfter vor.
Wenn sie nicht gedeckt wird, folgt sehr oft sofort die nächste Rolligkeit, sie wird also dauerrollig und steht ständig völlig neben sich. Auch wenn es im Moment nicht so wild ist, bei der dritten Rolligkeit in Folge dreht sie durch, zerkratzt fensterrahmen und Türen, wird aggressiv und hat Schmerzen. Die Scheide ist dauernd "offfen", der Schleimpfropf, der normal die Gebärmutter vor Keimen schützen soll ist in der Rolligkeit weg, damit Spermien durch können - aber leider können derweil auch keime leichter eindringen, etwa beim putzen vom Anus her hin verschleppt oder vom Fußboden her. Die Gebärmutter ist stark durchblutet, da gibt es also sehr leicht entzündungen, richtig mit Eiter gefüllte Organe.
Eine dauerhaft unkastrierte Kätzin dreht wirklich oft am Rad, steht total neben sich und leidet ganz extrem unter jeder Rolligkeit.
Wird sie erfolgreich gedeckt ist das aber auch sehr stressig, ich weiß nicht, in Wie weit Du mit Schwangeren Erfahrungen hast, aber einfach sind die selten. Das ist auch für Katzen eine beschwerliche Zeit mit Hormon-Achterbahn, kleinen Nebenwirkungen etc., nur dass die katze dir nicht sagen kann, wenn sie unter Übelkeit leidet, die Babys schwer auf Blase und Darm drücken etc., Du merkst nur, dass es ihr schlecht geht.
Die Jungenaufzucht ist auch nicht spaßig, zwei Zitzen aber 4 oder 6 Kinder sind schon eine Herausforderung. Und wenn die dann anfangen rumzulaufen wird es richtig schlimm. Nicht selten ist eine junge Katzenmutter schon nach 8 Wochen ziemlich fertig mit den nerven, aber die Kleinen sind da ja noch viel zu jung, um sie zu vermitteln, die müssen erst noch Sozialverhalten lernen und sollten ganze 12 Wochen da bleiben. Da sind sie aber schon sehr mobil, dekorieren deine Wohnung neu, testen wie gut sich Vorhänge zum klettern eignen und natürlich geht öfter ne pfütze daneben. Deine Kätzin ist derweil einfach nur noch genervt, und auch die andere Kätzin wird nicht gerade glücklich sein, wenn die Kleinen dann so richtig wild rumtoben.
Es muss eben einfach sein mit Kastration, oder Du lässt dich richtig drauf ein, informierst Dich, machst einen Raum richtig Kittensicher, hast Aufzuchtsmilch gekauft und 4 Wochen urlaub beantragt, falls die Mutter nicht genug Milch haben sollte, und züchtest richtig - dann aber besser nicht mit irgendwelchen Mixen, sondern mit richtigen Rassetieren, denn die Wilden Mixe will sowieso keiner haben und Du bekommst nicht mal die Kosten für Impfungen und Entwurmungen von den Käufern.