Hallo,
bin nur kurz hier, um bissi nach dem Rechten zu sehen. Da kann ich auch kurz einen Bericht da lassen:
Hanna wurde heute im halb 10 in Narkose gelegt. Sie bekam noch einen Ultraschall von Herrn B., um alle 8 Shuntstellen abzusuchen. Glücklicherweise hatte sie nur einen. Um 10 wurde sie dann operiert von Herrn K. Die Op ging bis 1 Uhr. Eigentlich sollte ihr noch minimal Zahnstein entfernt werden, der durch die eigentlich "schlechte" Ernährung entstand. Hanna war aber nach so einer langen Narkose schon stark unterkühlt, weswegen sie es gelassen haben. Fand ich ok, es ist nicht viel Zahnstein.
Den Shunt haben sie geschlossen. Sie haben sich vorsichtig herangetastet und der Druck innerhalb der Leber war wohl gering genug, dass sie ihn komplett zumachen konnten. Damit hat sie die erste Etappe geschafft. Die Gefahr geht aber leider jetzt erst richtig los

Hanna bekommt ihre erste Mahlzeit morgen früh. Durch die Nahrungsaufnahme wird der Blutdruck kurzzeitig erhöht, was natürlich auch die erstmalig verschlossene Leber betrifft. Im schlimmsten Falle kann es zum "Schock" kommen und Hanna stirbt, wenn sie dann nicht rechtzeitig in Narkose kommt, um die Schließung zu lockern. Wenn sie es doch überlebt, wären wir allerdings wieder am Anfang und sie müssen überlegen, wie sie den Shunt nun verschließen. Mit Glück geht aber auch alles gut. Die nächsten 3 Tage sind aber die schwierigen Tagen, da sollte nichts passieren, sonst haben wir ein Problem. Wenigstens ist Herr B. dann die ganze Zeit persönlich dabei und ich muss mich nicht auf "Anfänger" verlassen (ist nicht böse gemeint. Aber ich denke, ihr wisst, was ich meine).
Herr K. rief abends noch an und erklärte eben alles entsprechend. Er meinte, wenn er morgen Vormittag anruft, wäre das ein schlechtes Zeichen. Wenn alles gut geht, wird er (oder Herr B.) den obligatorischen Anruf am Nachmittag machen und durchgeben wie es Hanna geht.
Ich muss jetzt also hoffen, dass ich morgen Vormittag keinen Anruf bekomme. Ich klammere mich an die Aussage, dass ihnen noch kein Hund gestorben ist bei dieser Art Op und hoffe, dieser "Schock" mit Todesfolge ist nur ein Risiko, was sie mir einfach nennen müssen.
Naja... es tut gut zu hören, dass sie die Op geschafft hat, erleichtert bin ich allerdings noch nicht. Gerade, weil die Risikotage noch längst nicht vorrüber sind. Wenn alles gut geht, kann ich sie Freitag Nachmittag abholen. Es wirkt für mich noch wie Jahre, die Zeit geht derzeit sehr sehr langsam rum. Menschen habe ich weitesgehend gemieden und ich war mit Jerry in der freien Natur. Sogar er sucht sie... oder vielleicht ist er nur bedrückt, weil wir hier alle bedrückt sind

Zumindest weiß er, dass etwas nicht stimmt. Erstmalig. Normalerweise hat er dieses Gespür nicht oder es juckte ihn zumindest nicht großartig.
Morgen fahr ich mit Jerry an den Laacher See und versuche mich von den Gedanken zu befreien.
Zu allem Unglück finde ich überall Spielzeug von Hanna

Ich durfte ihr nichts mitgeben. Kein Halsband, keinen Body, keine Decke von uns... Sie wollen alles so steril wie möglich haben. Kann ich ja verstehen aber... hmpf
Trotzdem würde es mich schon interessieren, wieviele Leute bei der Op waren und ob auch jüngere TÄ dabei sein durften. Für andere Halter hoffe ich sehr, dass die Leute viel darüber lernen und die OP nicht so risikoreich bleibt... Das nervt nämlich^^
Mehr kann ich leider noch nicht sagen, aber ich danke euch für die Nachfrage.
Liebe Grüße
Pewee