Huhu,
danke fürs Petzen Mina

Wir waren gestern erst relativ spät daheim und ich konnte nicht hoch an den PC.
Also ja, Hanna ist wieder daheim. Gestern hatte ich da allerdings noch starke Bauchweh. Wir waren zwar lange da und haben auch ein paar Mahlzeiten abgewartet (ich weiß doch, wie man Gremlin zum Fressen kriegt

), aber die wollten mir partout keine Wahrscheinlichkeit angeben, inwiefern bei Hanna der Shunt aufbrechen könnte. Das Problem war aber, dass Hanna hysterisch war. Sie hat die Tage wohl auch die Pfleger versucht zu beißen - gleichzeitig aber hin und wieder versucht Streicheleinheiten von diesen zu bekommen, wenn auch immer mit hoher Aufmerksamkeit was Untersuchungen angeht. Sie war sofort nicht mehr ansprechbar, wenn ich kurzzeitig den Raum verlassen hab. Die TÄ konnten mir aber versichern, dass selbst wenn doch noch etwas aufbricht, wir noch genug Zeit haben wieder nach Hofheim zu fahren ohne, dass sie mir in den Händen wegstirbt. Das war mir wichtig. Außerdem habe ich noch meinen TA angerufen, dass er für alle Fälle auch am We da ist und entsprechend nächste Woche die Fäden zieht. Er war selber sehr interessiert und hat sich gefreut, dass vorerst alles geklappt hat

Ich muss jetzt aufpassen, dass sie nicht apathisch wird oder erbricht UND Durchfall bekommt. Die wollten die auch einfach "loswerden". Sie hat dort nicht gefressen, kam nicht zur Ruhe und hatte ordentlich heimweh. Sie meinten, sie können uns so nicht helfen und Hanna wäre ein Hund, wo die Psyche extrem viel für die Heilung ausmacht. Deswegen sollen wir sie in ihrem Sinne nach Hause holen... Wird sich hoffentlich als gut herausstellen.
Zuhause hatten wir nämlich einen ganz anderen Hund. So eine Dramaqueen he. Hannas erste Amtshandlung: An der Couch schrubbeln :eusa_doh:Gefressen hat sie zwar nicht viel, aber Madame war schon wieder in der Lage ihr Spielzeugkörbchen anzuhimmeln und Jerry die Lefzen zu lecken. Heute wollte sie schon toben und knabberte immer tobewillig an meinen Händen. Wei, wie willste sowas den TÄ erklären? Dort ein Häufchen elend und Zuhause einfach mal so tun als wäre nichts gewesen. Allerdings hatte sie manchmal schon diesen Blick drauf, den man als "boah, das macht ihr NIE wieder, klar!?" interpretieren könnte

Naja, aber sonst ist sie schon noch recht fertig. Sie bekommt noch Schmerztabletten, die fix wirken und sie wird auch recht schläfrig.
Die Nacht war etwas anstrengend. Hanna hat sich nachts mehrmals gefreut mich zu sehen und hat sich immer mit Inbrunst auf mein Gesicht geworfen... Wer mal einen extrem ängstlichen Hund hatte, weiß wie unangenehm das riechen kann. Wenn Hunde Angst haben, haben die einen wirklich seltsamen Eigengeruch an sich. Ihren typischen Hannageruch hat sie noch nicht, aber es erfüllt zumindest nicht mehr den Raum
Tja, jetzt müssen wir abwarten. Nächsten Mittwoch haben wir nochmal einen Termin für einen vorerst letzten Ultraschall. Bis dahin müssen wir hoffen und vorsichtig mit ihr sein. In ein paar Monaten gibt es dann die letzte Untersuchung, ob sich wirklich nichts mehr gebildet hat und die Leber richtig wächst. Daher bitte nochmal Daumen drücken, die Gefahr ist leider noch nicht gebannt.
Die Narbe ist nicht ohne. Hab mal ein Bild hochgeladen. Wundert euch nicht über die Quali, ist vom Handy. Nackibäuchlein :shock::
Schatti: Du musst dir das so vorstellen: Der Shunt ist jetzt abgebunden und stirbt ab. Solange das noch nicht geschehen ist (passiert aber wohl schnell), kann er wieder an der selben Stelle aufbrechen. Das wäre ungünstig und man müsste nochmal operieren. Wenn er aber endgültig weg ist, wächst die Leber nachträglich zu einer vollfunktionsfähigen ran und wird noch ein gutes Stück größer. In ein paar Monaten hat sie dann eine typische gesunde Leber, die voll durchblutet wird. Dann kann auch kein Shunt mehr entstehen, weil sie dann "kräftig" genug wird.
Liebe Grüße
Pewee