- Hund schnappt nach Leckerchen Beitrag #1
petite
- Beiträge
- 2.812
- Punkte Reaktionen
- 0
Hallo zusammen!
Meine Pflegehündin wird in letzter Zeit ziemlich häufig bei mir abgegeben, sie ist fast mehr bei mir als bei den Besitzern, und ich kenne deshalb nun all ihre Macken und Kanten und würde gerne "zum Selbstschutz" ein paar Tipps von euch haben wollen...
Lilly ist ein dreijähriger Dackelmix, ehemals Straßenhund. Futter ist demnach ihr ein und alles. Daraus resultiert auch ihr Übergewicht und dass sie absolut gallig auf Futter ist. Sie hat, sobald sie wach ist, nichts andere im Kopf. Wenn sie draußen mal nicht markiert oder AA macht, ist sie auf Futtersuche (gerne auch Kot). Wenn ich sie drinnen oder draußen rufe, vermutet sie ein Leckerchen in meinen Händen und führt auch nicht immer ein Kommando aus, wenn sie sieht, dass ich nichts in der Hand habe. Den Fehler haben wahrscheinlich ihre Besitzer gemacht, denn sie bekommt bei ihnen bei jedem ausgeführten Kommando ein Leckerchen.
Ich bin seit längerem am Trainieren, dass sie erst ein Kommando ausführt und erst dann greife ich in meine Hosentasche und gebe ihr ein Leckerchen (oder ich streichel sie auch nur mal, damit sie nicht jedes Mal was bekommt, auch wenn sie dann erstmal meine Hände abschnüffelt). Das klappt drinnen schon ganz gut, allerdings steht sie ganz häufig, meine Hosentasche fixierend, wieder auf und will das Leckerchen. Erst nach dem dritten "Sitz" oder "Platz" bleibt sie dann sitzen/liegen und wartet nahezu zitternd, mit großen Augen auf meine Hand gerichtet, auf das Leckerchen aus meiner Hose, robbt mir dann doch noch ein Stück entgegen oder erhebt sich millimeterweise oder springt ein klein wenig entgegen, um möglichst schnell ans Futter zu gelangen.
Dann bekommt sie es aber erst, wenn sie wieder korrekt sitzt oder liegt und ich ärgere mich jedes Mal, dass ich das Futter nun ja doch schon in der Hand hatte...diesbezüglich bin ich als unsicher. Muss ich das Leckerchen dann erst wieder in die Hosentasche packen, oder bekommt sie es nun trotzdem, auch wenn ich sie nochmal korrigieren musste?
Dementsprechend hastig nimmt sie das Futter dann auch aus meiner Hand.
Sie schnappt heftig danach und ich muss es ihr in der flachen Hand geben, weil sonst meine Finger drunter leiden würden.
Habe auch schon häufig mit ihr dieses Geduldsspiel gespielt, dass meine Hand immer wieder zu geht, wenn sie zu hastig nach dem Leckerchen schnappt. Das Resultat ist, dass sie sich dann irgendwann nach einem "okay" vorsichtig der offenen Hand nähert und das Leckerchen dann im letzten Moment gierig von meiner Hand sammelt.
Wir haben eigentlich eine sehr enge, vertraute Bindung und sie will mir eigentlich immer alles recht machen, solange es nicht um Futter geht.
Sie bekommt Trockenfutter, wobei ich denke, dass das nicht nährstoffreich ist, denn sie frisst an allen Ecken und Enden Kot und sonstige Dinge, die irgendwie verdaulich sind.
Das wäre Baustelle Nummer zwei: Lilly ist eher unterwürfig und eigentlich total gehorsam und bleibt in der Nähe. Aber wenn sie etwas in der Nase hat oder wenn sie Mäuschen jagen will, kommt der Dackel in ihr raus und sie schaltet auf Durchzug. Da kann ich sie wieder auf dem Feld einsammeln, weil ich sonst 2 Stunden da stehen würde. Auch weitergehen und außer Sichtweite (habe ich 20 Min lang versucht) gehen interessiert sie dann nicht die Bohne.
Es ist wie ein Zwang und sie tut mir dabei auch total Leid, denn ich denke, dass sie ja echt gestress sein muss. Normalerweise klappt sie die Ohren ein, wenn ich in ihre Nähe komme oder sie anspreche und die Rute geht wedelnd auf halbe Höhe.
Wenn sie allerdings Futter bei mir oder draußen vermutet, hört sie mich gar nicht und wird absolut hektisch. Die Rute steht und die Ohren sind nach vorne gerichtet.
Vor einigen Tagen habe ich eine getrocknete AA-Wurst aus ihrem Maul entfernt. Sie fiel dann vor mich auf den Boden und hätte ich Lilly nicht an der Leine gehabt, wäre sie immer wieder hin. Ich habe "aus" gesagt und sie da weggezogen. Aber dennoch wird sie in solchen Momenten dann so dreist, dass sie, sobald die Leine wieder locker ist, schnell wieder da hinlaufen will. Selbst als ich sie vor der Wurst abschirmte, hat sie versucht, durch meine Beine durchzulangen und die Wurst zu schnappen. Seit drei Tagen umrunden wir nun die Fekalie und sie versucht sie immer wieder zu kriegen. Egal wie sehr ich versuche sie abzulenken...naja und das ist nicht nur mit Würsten so, sondern auch mit allem anderen Essbaren, das sie haben will.
Das Phänomen "ich spule alles ab, was ich kann" kennt ihr sicherlich auch. Ich gebe ihr das Kommando Platz und sie macht Sitz, Kreisel, Peng, wieder Kreisel, bis ich scharf "Nein" sage, denn anders kriege ich sie aus diesem Verhalten nicht raus. Selbst wenn ich weggehe und sie ignoriere, umkreiselt sie mich wild, was sie einmal sage und schreibe 10 Minuten lang gemacht hat, bis meine Geduld zu Ende war und ich sie mit einem "Nein" angeschnauzt habe. Erst dann beruhigte sie sich direkt und setzte sich abwartend neben mich. Als ich wegging, kam sie noch einmal hinterher, um zu schauen, ob ich nicht doch was habe und legte sich dann auf den Teppich und döste entspannt.
Lilly bekommt bei mir kein Futter aus dem Napf, sondern muss es sich erarbeiten.
Habt ihr (bitte bitte) ein paar Tipps für mich?
Ach und noch eine Frage: Es ist auch völlig schwer für mich einzuschätzen, ob ich ihr beispielsweise Straußensehen geben kann oder nicht. Denn wenn sie sieht, dass ich ihr etwas aus der Box raushole, geilt sie sich natürlich auch total auf. Dann habe ich schon keine Lust mehr, ihr den Knochen zu geben, weil sie direkt weiß "Das ist für mich!". Ich habe auch schon ne halbe Stunde auf der Couch gesessen, die Sehne in meiner Hand und habe ferngesehen, bis sie sich endlich von mir abgewendet und sich hingelegt hat. Dann hatte ich überlegt, sie ihr zu geben, aber als ich nur meine Fuß bewegt habe, sprang sie direkt auf, drehte sich zig mal im Kreis und erwartete, dass ich ihr die Sehne gebe...Himmel, da weiß ich dann auch echt nicht, was ich machen soll...
Meine Pflegehündin wird in letzter Zeit ziemlich häufig bei mir abgegeben, sie ist fast mehr bei mir als bei den Besitzern, und ich kenne deshalb nun all ihre Macken und Kanten und würde gerne "zum Selbstschutz" ein paar Tipps von euch haben wollen...
Lilly ist ein dreijähriger Dackelmix, ehemals Straßenhund. Futter ist demnach ihr ein und alles. Daraus resultiert auch ihr Übergewicht und dass sie absolut gallig auf Futter ist. Sie hat, sobald sie wach ist, nichts andere im Kopf. Wenn sie draußen mal nicht markiert oder AA macht, ist sie auf Futtersuche (gerne auch Kot). Wenn ich sie drinnen oder draußen rufe, vermutet sie ein Leckerchen in meinen Händen und führt auch nicht immer ein Kommando aus, wenn sie sieht, dass ich nichts in der Hand habe. Den Fehler haben wahrscheinlich ihre Besitzer gemacht, denn sie bekommt bei ihnen bei jedem ausgeführten Kommando ein Leckerchen.
Ich bin seit längerem am Trainieren, dass sie erst ein Kommando ausführt und erst dann greife ich in meine Hosentasche und gebe ihr ein Leckerchen (oder ich streichel sie auch nur mal, damit sie nicht jedes Mal was bekommt, auch wenn sie dann erstmal meine Hände abschnüffelt). Das klappt drinnen schon ganz gut, allerdings steht sie ganz häufig, meine Hosentasche fixierend, wieder auf und will das Leckerchen. Erst nach dem dritten "Sitz" oder "Platz" bleibt sie dann sitzen/liegen und wartet nahezu zitternd, mit großen Augen auf meine Hand gerichtet, auf das Leckerchen aus meiner Hose, robbt mir dann doch noch ein Stück entgegen oder erhebt sich millimeterweise oder springt ein klein wenig entgegen, um möglichst schnell ans Futter zu gelangen.
Dann bekommt sie es aber erst, wenn sie wieder korrekt sitzt oder liegt und ich ärgere mich jedes Mal, dass ich das Futter nun ja doch schon in der Hand hatte...diesbezüglich bin ich als unsicher. Muss ich das Leckerchen dann erst wieder in die Hosentasche packen, oder bekommt sie es nun trotzdem, auch wenn ich sie nochmal korrigieren musste?
Dementsprechend hastig nimmt sie das Futter dann auch aus meiner Hand.
Sie schnappt heftig danach und ich muss es ihr in der flachen Hand geben, weil sonst meine Finger drunter leiden würden.
Habe auch schon häufig mit ihr dieses Geduldsspiel gespielt, dass meine Hand immer wieder zu geht, wenn sie zu hastig nach dem Leckerchen schnappt. Das Resultat ist, dass sie sich dann irgendwann nach einem "okay" vorsichtig der offenen Hand nähert und das Leckerchen dann im letzten Moment gierig von meiner Hand sammelt.
Wir haben eigentlich eine sehr enge, vertraute Bindung und sie will mir eigentlich immer alles recht machen, solange es nicht um Futter geht.
Sie bekommt Trockenfutter, wobei ich denke, dass das nicht nährstoffreich ist, denn sie frisst an allen Ecken und Enden Kot und sonstige Dinge, die irgendwie verdaulich sind.
Das wäre Baustelle Nummer zwei: Lilly ist eher unterwürfig und eigentlich total gehorsam und bleibt in der Nähe. Aber wenn sie etwas in der Nase hat oder wenn sie Mäuschen jagen will, kommt der Dackel in ihr raus und sie schaltet auf Durchzug. Da kann ich sie wieder auf dem Feld einsammeln, weil ich sonst 2 Stunden da stehen würde. Auch weitergehen und außer Sichtweite (habe ich 20 Min lang versucht) gehen interessiert sie dann nicht die Bohne.
Es ist wie ein Zwang und sie tut mir dabei auch total Leid, denn ich denke, dass sie ja echt gestress sein muss. Normalerweise klappt sie die Ohren ein, wenn ich in ihre Nähe komme oder sie anspreche und die Rute geht wedelnd auf halbe Höhe.
Wenn sie allerdings Futter bei mir oder draußen vermutet, hört sie mich gar nicht und wird absolut hektisch. Die Rute steht und die Ohren sind nach vorne gerichtet.
Vor einigen Tagen habe ich eine getrocknete AA-Wurst aus ihrem Maul entfernt. Sie fiel dann vor mich auf den Boden und hätte ich Lilly nicht an der Leine gehabt, wäre sie immer wieder hin. Ich habe "aus" gesagt und sie da weggezogen. Aber dennoch wird sie in solchen Momenten dann so dreist, dass sie, sobald die Leine wieder locker ist, schnell wieder da hinlaufen will. Selbst als ich sie vor der Wurst abschirmte, hat sie versucht, durch meine Beine durchzulangen und die Wurst zu schnappen. Seit drei Tagen umrunden wir nun die Fekalie und sie versucht sie immer wieder zu kriegen. Egal wie sehr ich versuche sie abzulenken...naja und das ist nicht nur mit Würsten so, sondern auch mit allem anderen Essbaren, das sie haben will.
Das Phänomen "ich spule alles ab, was ich kann" kennt ihr sicherlich auch. Ich gebe ihr das Kommando Platz und sie macht Sitz, Kreisel, Peng, wieder Kreisel, bis ich scharf "Nein" sage, denn anders kriege ich sie aus diesem Verhalten nicht raus. Selbst wenn ich weggehe und sie ignoriere, umkreiselt sie mich wild, was sie einmal sage und schreibe 10 Minuten lang gemacht hat, bis meine Geduld zu Ende war und ich sie mit einem "Nein" angeschnauzt habe. Erst dann beruhigte sie sich direkt und setzte sich abwartend neben mich. Als ich wegging, kam sie noch einmal hinterher, um zu schauen, ob ich nicht doch was habe und legte sich dann auf den Teppich und döste entspannt.
Lilly bekommt bei mir kein Futter aus dem Napf, sondern muss es sich erarbeiten.
Habt ihr (bitte bitte) ein paar Tipps für mich?
Ach und noch eine Frage: Es ist auch völlig schwer für mich einzuschätzen, ob ich ihr beispielsweise Straußensehen geben kann oder nicht. Denn wenn sie sieht, dass ich ihr etwas aus der Box raushole, geilt sie sich natürlich auch total auf. Dann habe ich schon keine Lust mehr, ihr den Knochen zu geben, weil sie direkt weiß "Das ist für mich!". Ich habe auch schon ne halbe Stunde auf der Couch gesessen, die Sehne in meiner Hand und habe ferngesehen, bis sie sich endlich von mir abgewendet und sich hingelegt hat. Dann hatte ich überlegt, sie ihr zu geben, aber als ich nur meine Fuß bewegt habe, sprang sie direkt auf, drehte sich zig mal im Kreis und erwartete, dass ich ihr die Sehne gebe...Himmel, da weiß ich dann auch echt nicht, was ich machen soll...