Diskussions-Thread zum Thema Impfung

Diskutiere Diskussions-Thread zum Thema Impfung im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Du meinst sicher die Lepto, die alte Impfe hatte früher 2 Stämme, jetzt neu 4 Stämme/Erregertypen, deshalb meint die TÄ: 2 neue Erregertypen dazu...
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #301
Du meinst sicher die Lepto, die alte Impfe hatte früher 2 Stämme, jetzt neu 4 Stämme/Erregertypen, deshalb meint die TÄ: 2 neue Erregertypen dazu.
Was hat er denn bis jetzt bekommen und wie alt ist Wauwi ? Wenn er über 12 Wochen ist, wird überhaupt nichts wiederholt, auch in 4 Wochen nicht.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung

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  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #302
Hey,

eintragen kann die TA ja viel.. Versucht mein TA auch jedes Mal aufs neue (SHP jährlich..). Heißt aber nicht dass du dann auch hingehen MUSST ;)

Ich bin dazu übergegangen nur mehr die Chihuahuas (2 und 4 Jahre alt) alle 4,5 6 (mal schauen wie es mich freut) Jahre gegen SHP impfen zu lassen und alle Hunde alle 3 Jahre gegen Tollwut. Keiner der 3 sauft aus Lacken (nicht mal wenn sie kurz vorm verdursten wären ^^) und Cici ist inzwischen 12.. Wurde 10 jahre lang jährlich gehen ALLES geimpft (volle dröhnung halt). Ich denke sie ist durchimmunisiert bis in die Haarspitzen.

Mich nervt nur dass ich mit JEDEM neuen TA erst mal diskutieren muss warum ich mich für dieses Impfschema entschieden habe und nicht die Hunde jedes Jahr volldröhne. Und bei aussagen wie "die alte wird sicher noch Staupe und Lepto bekommen wenn du nicht impfst!" könnt ich unrund laufen -.- Der Hund ist 12 Jahre alt und hat Epilepsie. Da muss ich wirklich nichts mehr reinhauen. (same old story mit der Entwurmung... Geb ich nicht mal eben so und BASTA)

Off-Topic
Zur Info: Cici hat als Welpe bereits Staupe gehabt. vor über 12 Jahren... irgendwie hat sie wohl was falsch verstanden, immerhin nervt sie uns nun seit diesen 12 Jahren tagtäglich auf eine sehr lebendige Art und weise :mrgreen:
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #303
Zum Thema hätte ich auch mal eine Frage: seit kurzem gibt es ja endlich die lang ersehnte Impfung gegen Leishmaniosis. Wie ich gehört habe, muss man damit bereits Ende des Winters beginnen, weil es 3 Teilimpfungen sind. Keine Ahnung, ob die dann für mehrere Jahre gilt oder ob man die Prozedur jedes Jahr neu durchmachen muss. Ich habe bisher noch nie einen Hund gegen Leishmaniosis impfen lassen, weil es diese Impfung ja erst seit 1 oder 2 Jahren gibt, habe aber jahrelang immer gezittert, wenn ich Mosquitos um meinen Hund rumfliegen sah. Kann man einen Einjährigen Hund schon dagegen impfen lassen und wie sieht es überhaupt in Deutschland aus, gibt es diese Krankheit dort eigentlich?

Neugierige Grüsse
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #304
hmm...oh man....also meine TÄ meinte, da dieser impfstoff von nobivac 2 neue erregertypen enthält, wäre eine 2. impfung angesagt, da sonst die 1. nicht wirksam ist. und jetzt ist die erste impfung nur für 4 wochen eingetragen???? :-(((

Du hast doch den Aufkleber im Impfpass. Da kannst Du Dir den Beipackzettel zu dem Namen des Impfstoffes im Internet heraussuchen und selbst nachsehen.

Beweggrund war für mich, daß er leider einen minimalen schaden der nieren von seiner vergiftung beibehalten hat, aber das ist wirklich ganz ganz minimal. und leider geht eine leptoerkrankung auf die nieren, somit wollte ich das dann vermeiden, zumal lepto hier wohl eher mal vorkommt.

Eine Leptoerkrankung muss ein Hund ohne Impfung nicht zwangsläufig bekommen.

Im Impfstoff Nobivac L ist auf jeden Fall das Thiomersal enthalten, darum ist der Impfstoff auch so umstritten.
Das schadet den Nieren, weil es hochgiftig ist. Ob das nun die bessere Lösung ist?
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #305
Luna musste mehrere Male, in Abständen von 2 bis 4 Wochen, zum Tierarzt, um die verschiedenen Impfungen zu erhalten. Uns wurde dann auch gesagt, bis sie nicht die letzte Impfung erhält, darf sie die Strasse nicht betreten und auch nicht in Kontakt mit anderen Hunden kommen, wegen Ansteckungsgefahr. Vor allem gefährlich der Parvovirus. Diese Impfung wird ja auch in 4-wöchentlichen Abständen auf 3 Dosen hin verabreicht, zusammen mit der Impfung gegen Parainfluenza, Bodatella und Staupe. Als letztes bekam sie dann mit 5 Monaten die Tollwutimpfung.
Ich muss zugeben, ich war wahnsinnig leichtsinnig, denn ich habe Luna bereits vor Vollendung der Parvo-Impfung an der Leine spazierengeführt. Ich frage mich nun aber auch, wie kann man einem Welpen beibringen, stubenrein zu werden, wenn er bis zur Woche 16 (also 4 bis 5 Monate alt) nicht auf die Strasse darf? Meine Tierärztin meinte, ich sollte solche Krankenhauswindeln kaufen und die unterlegen, damit Luna drauf Pipi und Kaka macht. Ich habs halt riskiert und bin mit ihr nur bis um die Ecke gegangen und schnell wieder zurück. Asche auf mein Haupt.

Zum Glück ists gut gegangen und sie hat sich nirgendwo angesteckt.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #306
Hey Elkecita,

das hat unser TA damals bei Cici (also vor Jaaaahren :D) auch behauptet. Dabei vergessen TA´s dass Welpen durch das Säugen durch die Mutterhündin ja auch einen Schutz mitbekommen. Ist ja nicht so dass welpen auf die welt kullern und absolut schutzlos sind bis der TA sie endlich durchgeimpft hat. Und zuhause Pinkeln lassen ist die beste Methode den Hund nur mehr schwer Stubenrein zu bekommen.

Off-Topic
die problematik ist vor allem bei Kleinsthunden durchaus bekannt- die bekommen ihr Hundeklo und machen dann, auch wenn dieses weg ist, weiter in die Wohnung. Sie durften am anfang ja.


Man soll mit welpen ja keine halben Weltreisen machen, aber auf die Wiese vorm Haus ist ok. Uns sind so jedenfalls noch keine Welpen gestorben, und das sind immerhin schon 5.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #307
Also ich hatte ein megaschlechtes Gewissen. Die ersten Male ging ich ja Gassi, ohne das zu wissen. Eine Nachbarin sprach mich an und meinte, wie ich denn auf die Idee käme, mit einem 3 Monate kleinen Welpen mit nicht abgeschlossener Impfung spazieren zu gehen. Da wurde ich stutzig. Beim nächsten Mal beim TA reagierte die ganz entsetzt und meinte, OB ICH DENN DAS NICHT GEWUSST HÄTTE :roll::roll: und wie leichtisinnig ich gewesen sei. Ich ging dann tatsächlich dazu über, Luna grösstenteils zu tragen und nur zum Pinkeln hinzusetzen, was aber mit der Zeit nicht mehr so angenehm war, sie war ja schon mit 4 MOnaten ein ziemliches Riesenbaby und hatte ihr Gewicht.

Und wie Du schreibst, Luna wurde auf einem Bauernhof geboren, mitten zwischen insgesamt glaube ich 10 Hunden (oder mehr - ausser den Mastines, die für die Schafe zuständig waren, gabs noch einen Border Collie, einen kleinen Mischling aus Terrier und weiss nicht was noch), etlichen Katzen, Hühnern, Enten, Gänsen, Truthähnen, Pfauen, Pferden, SChafen und Ziegen (glaubt mir, das war besser als ein Zoo;)), in einem offenen Stall zwischen Strohballen und Pferdeäpfeln. Also wenn sie da nicht von Geburt an gegen alles mögliche Abwehrkräfte entwickelt hätte, wär sie jetzt nicht mehr da.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #308
Hallo,
ich habe eine Frage:

ein Bekannter von mir hat (gestern) einen 5 Jahre alten Hund einem unzurechnungsfähigen Junkie "abgekauft" und musste feststellen, das das Tier wohl als Welpe noch ganz normal geimpft wurde (also Standard Immunisierung)und wohl auch in den ersten 2 Jahren so versorgt wurde...klar geht er zum TA - (also morgen früh) Danach war der Typ wohl zu high....und hat keine Impfungen mehr machen lassen.....
Er hat mich nur gerade angerufen und gefragt was der Hund nun eigentlich genau an Impfung braucht? Nochmal so wie ein Welpe...oder ich weiß es nicht. Kennt sich da jemand aus?

Es handelt sich um einen Schäferhundmix - groß und der Hund hat gerade mit meinem Bekannten das große Los gezogen:mrgreen:

LG Suno
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #309
@suno
Wie muss ich mir das "große Los" bei Deinem Bekannten vorstellen, in Zusammenhang mit der Impfe ? Nur mal so.

Wenn der Hund als Welpe und 2 Jahre danach noch geimpft wurde, erfolgte mit Sicherheit die Grundimmunisierung korrekt, die 2 Jahre danach sind auch OK.
Der heute 5-jährige Hund muss nicht mehr grundimmunisiert werden.

Es ist so, das die Tollwut alle 3 Jahre erfolgt, die SHPiPL also Staupe, Hepatitis, Parainfluenza/Zwingerhusten, Leptospirose diese einzelnen Komponenten sollen möglichst jedes Jahr geimpft werden. Das ist die offizielle Variante/Empfehlung der Medizin und Tierärzte/TÄ. Es gibt aber die Nobivac die hat wenigstens die Komponenten SHP zusammen mit der Tollwut für 3 Jahre Wirksamkeit.
Aber, es gibt kanadische Studien wonach die einzelnen Komponenten 7/8 Jahre und sogar lebenslang halten, ähnlich wie bei unseren Kindern.
Die inoffizielle Variante ist aber aller 3 Jahre Tollwut und gut, manche lassen das nicht einmal machen, da D als Tollwutfrei gilt.


In Euren Fall aber, würde ich dieses Jahr 1x die Tollwut und die SHPiPL machen lassen, denn man weiß nicht, wo der Hund sich aufgehalten hat. Danach kann man immer noch überlegen ob aller 1,3, oder kein Jahr geimpft werden soll.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #310
Suno, der Hund muss überhaupt nicht mehr geimpft werden, weil Nachimpfungen die Immunität nicht erhöhen.

Deutschland ist seit 2006 tollwutfrei. Darum braucht man die Tollwutimpfung nur, wenn man über eine Grenze will.
Da würde ich aber vorher mit dem Tierarzt absprechen, ob er die Impfung für 3 Jahre einträgt. Macht er das nicht, würde ich den Hund dort nicht impfen lassen und einen anderen Tierarzt suchen.

Dies schreibt der Weltverband der Kleintierärzte:

Die WSAVA sagt, dass man gegen SHP nicht häufiger als alle drei Jahre impfen soll. Dies werde oft dahingehend missverstanden, dass man alle drei Jahre nachimpfen solle. Aber das ist nicht der Fall, heißt es ausdrücklich in der Richtlinie. Und zwar deshalb: Wenn der Hund bereits Immunität gegen SHP besitzt, wird diese Immunität durch Nachimpfungen NICHT ERHÖHT.



EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Uns wurde dann auch gesagt, bis sie nicht die letzte Impfung erhält, darf sie die Strasse nicht betreten und auch nicht in Kontakt mit anderen Hunden kommen, wegen Ansteckungsgefahr.
Zum Glück ists gut gegangen und sie hat sich nirgendwo angesteckt.

So sieht der ideale Kunde der Pharmaindustrie aus.:lol:
Er soll Angst vor bösen Krankheiten haben und möglichst nicht wissen, dass ein gesundes Immunsystem gegen Krankheiten schützt.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #311
@Bubuka

Ein Impressium habe ich nicht gefunden und keine Quellenangabe. Das Original würde mich interessieren, gern auch in english.

Sie ist vielmehr als Catch-up-Impfung gedacht für diejenigen Junghunde, bei denen die letzte Welpenimpfung nicht gegriffen hat. (*)

Dann muss ich eine Titerbestimmung machen lassen und die ist meist teuer, da kann ich gleich boostern.

Die WSAVA sagt, dass man gegen SHP nicht häufiger als alle drei Jahreimpfen soll. Dies werde oft dahingehend missverstanden, dass man alle drei Jahre nachimpfen solle. Aber das ist nicht der Fall, heißt es ausdrücklich in der Richtlinie. Und zwar deshalb: Wenn der Hund bereits Immunität gegen SHP besitzt, wird diese Immunität durch Nachimpfungen NICHT ERHÖHT.

Wie jetzt: also nicht häufiger als alle 3 J. impfen und dann alle 3 J. nachimpfen ???....wo ist hier der Unterschied ??
Die Immunität wird auch nicht erhöht, sondern der Titer als Immunantwort, über den Titer kann ich feststellen, ob das Immunsystem ausreichend Antikörper gegen eine Infektion gebildet hat, sagt man, aber es ist so, dass bei einer Infektion der Titer aktiviert/geboostert/hochgefahren wird und gegen die Infektion aktiv wird unabhängig von der Höhe des Titers, Hauptsache es wurde geimpft, nur das hört man hier nicht gerne. Hatte es mal vor Jahren gelesen.

Der Weltverband der Kleintierärzte schreibt schwarz auf weiß, dass die Nachimpferei gegen SHP den Schutz nicht erhöht.

Gibt es mal einen Link/Quelle dazu.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #312
@Fiesta

hier das Original:



Zur Erklärung Deiner Frage:
Man sollte auf keinen Fall häufiger, als alle 3 Jahre impfen.
Allerdings muss man auch nicht alle 3 Jahre impfen, weil das nichts bringt.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ein Impressium habe ich nicht gefunden

Das ist übrigens der Blog von Monika Peichl, die auch das Buch: Haustiere impfen mit Verstand, geschrieben hat.

 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #313
Hey Suno,

weiß man 100%, ob der Hund als Welpe geimpft wurde? Kann man das dem Junkie glauben? Oder habt ihr das anderweitig festgestellt.

Wenn das stimmt, würde ich mir erstmal keine Gedanken machen. Eine Impfung wird mittlerweile problemlos auf 3 Jahre eingetragen, somit ist der Hund nur wenig drüber. Man geht davon aus, dass Impfungen viel viel länger halten (teilweise bis ans Lebensende, aber relativ sicher 7 Jahre). Ich würde demnach ganz normal impfen lassen und keine richtige Grundimmunisierung machen lassen.

Generell würde ich nur Tollwut, Parvo, Staupe und Hepatitis impfen lassen. Zwingerhusten ist ärgerlich, aber behandelbar (und die Impfung nicht sonderlich gut), Leptospirose kann trotz neuem Impfstoff nicht jeden Stamm abhalten und muss vor allem jedes halbes Jahr geimpft werden. Ist auch die Impfung mit den meisten Nebenfolgen. Würde ich also nur in Erwägung ziehen, wenn dein Bekannter in einem Lepto- oder Zwingerhustensumpf wohnt und auch dann wäre ich dem eher abgeneigt, zumindest bei Lepto.

Ansonsten rate ich ganz ausdrücklich zu einer Impfung. Seinen Hund nicht impfen zu lassen, bringt nicht nur den eigenen Hund, sondern auch alle anderen Hunde in Gefahr. Das ist verantwortungslos und man kann damit so manchen Hund auf dem Gewissen haben (was hier im Forum auch schon vorkam, bevor es wieder heißt, man habe das 40 Jahre nicht erlebt).

Die Tollwut kommt sofort zurück, wenn unsere Hunde nicht mehr dagegen geimpft werden. Sei es durch Wildtiere oder illegal eingeführte Tiere.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #314
Hey Suno,
weiß man 100%, ob der Hund als Welpe geimpft wurde? Kann man das dem Junkie glauben? Oder habt ihr das anderweitig festgestellt.

Wahrscheinlich werden sie einen Impfausweis haben. Die Plaketten darin kann man nicht nachmachen.

Pewee:
Man geht davon aus, dass Impfungen viel viel länger halten (teilweise bis ans Lebensende, aber relativ sicher 7 Jahre). Ich würde demnach ganz normal impfen lassen und keine richtige Grundimmunisierung machen lassen.

Wenn der Hund vor 3 Jahren das letzte Mal geimpft wurde, dann ist er lebenslang immunisiert. Warum sollte man "ganz normal" impfen lassen, wenn Du selbst schreibst, dass Impfungen relativ sicher 7 Jahre bis lebenslang halten?

Monika Peichl:
Ist ein Hund erfolgreich gegen Staupe-Hepatitis-Parvo geimpft, gibt es nichts zu "boostern". Das ist einfach so bei Viruslebendimpfstoffen: Geimpft ist geimpft, mehr geimpft als geimpft geht nicht. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Katzen und Hunde.




Pewee: Die Tollwut kommt sofort zurück, wenn unsere Hunde nicht mehr dagegen geimpft werden. Sei es durch Wildtiere oder illegal eingeführte Tiere.

Hast Du eine Quelle dafür? Sicherlich nicht.
Das ist Deine eigene Sicht der Dinge.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #315
Wenn der Hund vor 3 Jahren das letzte Mal geimpft wurde, dann ist er lebenslang immunisiert. Warum sollte man "ganz normal" impfen lassen, wenn Du selbst schreibst, dass Impfungen relativ sicher 7 Jahre bis lebenslang halten?

Zum Einen: Zumindest Tollwut ist bei gwissen Institutionen Pflicht.
Zum anderen: Die Studien sind "nur" relativ sicher. Nicht ganz sicher. Bei teils tädlich verlaufenden Krankheiten reicht mir (persönlich!!) das nicht.

Hast Du eine Quelle dafür? Sicherlich nicht.
Das ist Deine eigene Sicht der Dinge.

Ich bin nicht interessiert an einer Diskussion mit dir, daher schulde ich dir keine weitere Antwort, außer: Menschenverstand und die Erfahrungen, die man im Ausland macht, wenn sich Regierungen nachträglich wieder gegen Tollwutimpfungen entscheiden. Ich muss dir hoffentlich nicht erklären, wie Seuchen und die Ausbreitungen von Krankheiten funktionieren. Im Fall des Menschen ist daher die Diskussion bzgl. Masern und einer Impfung wieder hoch im Kurs. Damit ist für mich die Diskussion beendet.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #316
Also wenn sie da nicht von Geburt an gegen alles mögliche Abwehrkräfte entwickelt hätte, wär sie jetzt nicht mehr da.
So einfach ist das leider nicht, weil das Immunsystem sehr lange braucht, um sich richtig zu entwickeln. Der Hund muss mit allem – am besten mehrmals – in Kontakt gekommen sein (z.B. Pollen). Außerdem ist der bloße Kontakt keine Garantie für eine entsprechende Immunantwort. Allerdings halte ich es für unsinnig, den Hund im Haus zu behalten, weil er noch nicht alle Impfungen hat. Eine sechs Wochen alte Handaufzucht würde ich auch nicht in die Welpengruppe schicken, aber ein Hund mit acht oder zehn Wochen, der die erste SHP-Impfung bereits erhalten hat und bis mindestens 12 Wochen durch maternale Antikörper geschützt ist – da sehe ich absolut kein Problem, schon gar nicht im normalen Spaziergang. Zumal man auch keine unsichtbare Glaskuppel um den Garten hat, die alle Erreger abhält. Ich war mit meinem Max auch mit neun(?) Wochen das erste Mal in der Welpengruppe (das Alter weiß ich nicht mehr genau, ist eine Weile her, aber auf jeden Fall vor der zweiten SHP und der ersten T) und mit jedem unserer Hunde waren wir vom ersten Tag an Gassi. Der Welpe meiner Mutter war auch beim Züchter schon ab und an spazieren, ich seh da ehrlich gesagt kein Problem drin und weder der TA der Züchterin, noch deren Verbandsvorsitzende (ihrerseits ebenfalls TA) sowie unsere TA sahen da auch kein Problem drin.

Deutschland ist seit 2006 tollwutfrei. Darum braucht man die Tollwutimpfung nur, wenn man über eine Grenze will.
Am 3. Februar 2006 wurde der letzte Tollwutfall in Deutschland (das heißt bei Haustieren) diagnostiziert, weswegen uns die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) für tollwutfrei erklärt hat, allerdings nicht 2006, sondern 2008(!), weil es seit 2006 keinen gemeldeten Fall bei Haustieren mehr gab. In Deutschland gab es zuvor sehr viele Probleme mit Tollwut, in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts trat bei uns die Tollwut als Haustiertollwut auf. Es wurden dann »veterinärmedizinische Eindämmungsversuche« vorgenommen, was wohl so viel heißt wie »jedes Tier wurde getötet, welches Symptome aufwies«. Es wurden auch Tiere in Quarantäne gesteckt, überwacht, Streuner beseitigt usw.. Damals war der Hund Hauptwirt für den entsprechenden Tollwutstamm. Man hatte die Tollwut damit gut im Griff, bis vor etwa 50 Jahren die Rotfuchstollwut aus Preußen zu uns. Zuerst hat man erfolglos versucht, die Population an Füchsen und infiziertem Wild einzudämmen, es wurden Giftköder ausgelegt, Tiere hormonell sterilisiert, sogar Fuchsbauten ausgehoben und Welpen getötet sowie Gas in die Bauten geleitet, um alle Tiere zu töten. Erst durch die sogenannte orale Immunisierung von Füchsen mittels Ködern ließ sich die Tollwut langsam eindämmen, 1983 wurden die ersten Versuche damit gemacht. Die Fuchstollwut befällt übrigens auch den Hund, nur falls das jetzt nicht rüber kam.

Es hat uns also allein im vergangenen Jahrhundert zwei grausame und langjährige Eindämmungen gekostet, die Tollwut in den Griff zu bekommen, mal ganz abgesehen von den 25 Jahren Immunisierung von Wildtieren, um die Tollwut in den Griff zu bekommen. Im Vergleich dazu haben wir jetzt seit sieben Jahren keinen gemeldeten Tollwutfall mehr gehabt (wobei die Frage ist, wie oft tote Tiere darauf untersucht werden, besonders wenn man bedenkt, wie schnell Tollwut das zentrale Nervensystem zerfrisst und zum Tode führt) und sind seit fünf Jahren tollwutfrei. Fünf Jahre, die wir nur durch die äußerst konsequente Impfung von Wildtieren erreicht haben. Schaut man sich die Geschichte mal an, sieht man auch, wie leicht eine solche Krankheit über die Grenzen wieder zu uns kommen kann, zumal seit einigen Jahren gerade auch wieder Wölfe aus dem Osten zu uns drängen, die ebenfalls infiziert sein können. Ein Virus, das nur darauf aus ist, seinen Wirt zu töten, derart aggressiv ist und sich schon so lange hält, verschwindet nicht einfach, nur weil es ein paar Jahre keine Meldung in Deutschland gab, zumal nicht alle anderen EU-Länder tollwutfrei sind.

Also bei aller Liebe, aber da lasse ich doch lieber mal alle drei Jahre gegen Tollwut impfen, als das Risiko einzugehen, dass die Epidemie hier wieder ausbricht und mein Hund ohne Impfschutz dasteht. Wo wir heute sind verdanken wir schließlich auch nur der Impfung, das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ebenso die Tatsache, dass ein infiziertes Tier nicht heilbar ist und innerhalb weniger Tage stirbt.

Ganz abgesehen von der genau aus dieser Befürchtung resultierenden und immer noch bestehenden Tollwutverordnung, §9, 2010:
(1) Für Hunde und Katzen ordnet die zuständige Behörde die sofortige Tötung an, wenn anzunehmen ist, dass sie mit seuchenkranken Tieren in Berührung gekommen sind. Sie kann die sofortige Tötung dieser Hunde und Katzen anordnen, wenn anzunehmen ist, dass sie mit seuchenverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind.[...]
(3) Absatz 1 gilt nicht für Hunde und Katzen, die nachweislich bei der Berührung unter wirksamem Impfschutz standen. Solche Hunde und Katzen sind sofort behördlich zu beobachten und unverzüglich erneut gegen Tollwut zu impfen. Die zuständige Behörde kann zulassen, dass von der Impfung abgesehen wird, wenn die Tiere bereits mehrmals in kurzen Abständen gegen Tollwut geimpft worden sind.
(4) Die zuständige Behörde kann im Einzelfall für nicht unter wirksamem Impfschutz stehende Hunde und Katzen Ausnahmen von Absatz 1 zulassen, sofern die Tiere sofort für mindestens drei Monate sicher eingesperrt werden und Belange der Seuchenbekämpfung nicht entgegenstehen. Die zuständige Behörde kann in der Entscheidung nach Satz 1 oder nachträglich die Dauer der dort genannten Maßnahme verkürzen, soweit Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen.

Das auf die leichte Schulter zu nehmen halte ich für äußerst fahrlässig und auch ein bisschen naiv, denn der Mensch hat es zwar schon geschafft, einige bedrohte Tierarten auszurotten, aber was Viren angeht sind wir doch meist eher die Verlierer.


Suno, wegen der restlichen Impfungen:
Wenn da im Welpenalter richtig geimpft wurde (ich würde den TA anrufen, der den Impfpass unterschrieben hat) würde ich mir keine Gedanken machen und einfach jetzt – dürfte ja nun drei Jahre her sein? – SHP und T impfen lassen. Pi und L sind Geschmackssache, zumindest gegen einen der vier hauptsächlichen Erreger wird im SHP-Impfstoff geimpft (CAV-2, es besteht Kreuzimmunität mit CAV-1, welcher die Hepatitis auslöst, darum wird im Impfstoff der CAV-2 verwendet).


Und noch was zum Titer:
Der Titer ist zwar das einzige, was bestimmt werden kann, aber zum einen ist er nicht alleine aussagekräftig über die Immunität, zum anderen herrscht kein einheitlicher Konsens darüber, wie hoch dieser sein muss. Die Gedächtniszellen, die sich teils ein Leben lang an eine Krankheit erinnern können, sind ebenfalls entscheidend, können aber nicht gemessen werden. Darum beziehen sich Studien mit Titermessung immer auf eine Art »Richtwert«, wenn man so will. Nichts desto trotz erfolgt die Immunantwort wohl ein Stück schneller, wenn Antikörper vorhanden sind, als wenn die Gedächtniszellen – wenn auch schnell in ihrer Reaktion – zuerst welche bilden müssen. Interessanter sind da schon die challenge studies, bei welchen die Tiere dem Erreger ausgesetzt werden, um zu testen, ob sie sich infizieren oder nicht. Die bekannteste wurde hier auch schon erwähnt, die von Ronald D. Schultz, der in diesen Dingen Experte ist und auch oft zitiert wird. Im Belastungsversuch gibt er für Tollwut drei Jahre an, für Staupe (den bei uns vorkommenden und geimpften Stamm Onderstepoort) fünf Jahre, für Hepatitis sieben Jahre und für Parvo ebenfalls. Nach dieser Zeit haben sich einige Tiere im Belastungsversuch durchaus infiziert, also ganz so lässig zu nehmen ist es nicht, besonders in Bezug auf die Tollwut, die sollte wirklich alle drei Jahre geimpft werden.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #317
Auf der Homepage Ärzte über Impfen wird eine interessante Frage gestellt.

Die interessante Frage ist nur: Was passiert bei der Nachfolge-Impfung, wo genau dieser Fall des Falles eintritt und der Geimpfte tatsächlich noch einmal mit dem gleichen Erreger-Antigen in Kontakt kommt: Schützen ihn dann die bereits zirkulierenden Antikörper der ersten Impfung auch vor der antigenen Wirkung aller nachfolgenden Teil- bzw. Auffrischungsimpfungen derselben Impfung? Eliminieren die bereits durch die erste Teilimpfung vorhandenen Antikörper das Erreger-Antigen des neu eingedrungenen Impfstoffes, bevor dieser eine immunologische Wirkung erzeugen kann? Oder noch anders gefragt: Schützt Impfen vor Impfung?


Es gibt prinzipiell nur zwei Antworten
1. Antwort: Ja, die bereits vorhandenen Antikörper eliminieren das Erreger-Antigen bevor es eine immunologische Reaktion auslösen kann. Das heißt sie schützen mich im Sinne eines Impfschutzes. Nur: Wozu impft man dann noch einmal? Besteht der Schutz einer Impfung dann nicht auch im Schutz vor den immunologischen Auswirkungen jeder weiteren Impfung? Im Sinne einer Immunisierung gegen Impf-Antigene? Im Sinne eines Impfens gegen Impfung?
Oder
2. Antwort: Nein, die durch die vorangegangene Impfung vorhandenen Antikörper greifen das Erreger-Antigen nicht an, sondern bilden auf seinen Reiz hin nur weiterhin schützende Antikörper. Dann muss ich mich allerdings fragen: Wo bleibt dann der Schutz durch die bereits vorhandenen Antikörper? Was hilft mir die weitere Bildung von noch mehr Antikörpern, wenn diese ganz offensichtlich nicht schützen? Was wäre gewesen, wenn das Impf-Antigen ein echtes Erreger-Antigen gewesen wäre und nicht bloß ein abgeschwächter Imfstoff-Erreger? Dann wäre ich jetzt doch aus Mangel an Schutz erkrankt. Wozu habe ich dann geimpft?
Nach all den Überlegungen sieht es tatsächlich so aus, als würde man sich mit jeder Impfung nur vor den mehr oder weniger schädlichen Auswirkungen einer weiteren Impfung schützen. Sodass man sich paradoxerweise fragen muss, ob es nicht sinnvoller wäre, einen primären Impfschutz dadurch zu gewährleisten, dass man von vornherein vor Impfungen schützt? Frei nach der Erkenntnis: Der einzige Schutz vor Impfung besteht darin, nicht zu impfen.

 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #318
Die Seite vereinfacht aber doch sehr stark. Zum Beispiel wird gesagt, dass die Impfung nur vor einer erneuten Impfung schütze, die logische Konsequenz wäre, einfach nicht zu impfen um dann Schutz zu erhalten. Dass die geimpften Erreger aber die Stämme sind, mit denen der Hund in seiner Umgebung auch in Kontakt kommt, und keine ganz eigene Erkrankung, wie es in dem Text den Eindruck vermittelt, wird ignoriert.
Was auch – wenn man wie vorgeschlagen einfach nur logisch denkt – einfach vergessen wird: Der Antikörperspiegel sinkt mit der Zeit. Wenn also ein niedriger Antikörpertiter und sagen wir mal eine mittlere Konzentration Gedächtniszellen vorhanden ist und erneut geimpft wird, was passiert dann wohl? Stürzen sich die wenigen übrigen Antikörper wie die Märtyrer in den Kampf und töten jeder gleich zehn Erreger? Nein, denn nach einmal andocken sind die Antikörper gebunden und damit nutzlos, d.h. um dem höheren Aufkommen an Erregern begegnen zu können müssen auch neue Antikörper – und was auch wichtig ist: Gedächtniszellen – gebildet werden. Da der Titer also nicht ein Leben lang gleich hoch bleibt (ganz im Gegenteil) fragt man sich doch, wie der immer kleiner werdende Titer angeblich immer ohne Neubildung mit der Impfung fertig werden soll :eusa_think:.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich oben noch weit mehr zur Impfung und ihrer Wirkdauer geschrieben hatte, besonders in Bezug auf die Belastungsstudie. Aber gut, was ist schon ein Praxistest gegenüber logischen und theoretischen Überlegungen, wo man doch die Werte wie Gedächtniszellen gar nicht messen und den benötigten Titer nicht genau bestimmten kann...
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #319
Mal ganz abgesehen davon, dass ich oben noch weit mehr zur Impfung und ihrer Wirkdauer geschrieben hatte, besonders in Bezug auf die Belastungsstudie. Aber gut, was ist schon ein Praxistest gegenüber logischen und theoretischen Überlegungen, wo man doch die Werte wie Gedächtniszellen gar nicht messen und den benötigten Titer nicht genau bestimmten kann...

Was bedeutet ein Praxistest? Der kann ja nur aussagekräftig sein, wenn sich alle oder viele Hunde, die 7 Jahre nicht geimpft wurden, dann mit Parvo oder Staupe infizieren.

Genauso gibt es Hunde, die nie geimpft wurden und sich trotzdem nicht anstecken.

Das sagt doch alles nichts über die "Wirksamkeit" von Impfungen aus.
 
  • Diskussions-Thread zum Thema Impfung Beitrag #320
Was bedeutet ein Praxistest? Der kann ja nur aussagekräftig sein, wenn sich alle oder viele Hunde, die 7 Jahre nicht geimpft wurden, dann mit Parvo oder Staupe infizieren.
Das habe ich oben auch schon erklärt: Challenge Study – Belastungsstudie. Das heißt, dass die Tiere vorsätzlich und kontrolliert infiziert werden.
Bei Hunden, die einfach draußen rumlaufen, ist ja nicht gesagt, dass sie tatsächlich mit dem Erreger in Kontakt kommen. Außerdem würde ich dazu gerne mal eine statistische Erhebung sehen, da es zumindest in meinem Umfeld keine ungeimpften Hunde gibt und ich mich frage, ob das überhaupt wer merkt oder diagnostiziert, wenn der in die Jahre gekommene Hund von einem Obdachlosen (mal als Beispiel) plötzlich stirbt.
 
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