- Rat bei Rückgabe eines Hundes Beitrag #1
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starti
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Hallo zusammen,
ich habe mich frisch im Forum registriert, weil meine Freundin und ich dringend Meinungen und Rat suchen.
Vor gut zwei Wochen haben wir eine Mischlingshündin aus einer Hundeauffangstation bei uns aufgenommen. Vermittelt wurde sie als "absoluter Traum- und Anfängerhund", zeigte beim Gassi auch kaum Auffälligkeiten. Wir hatten lediglich aus Spaß gesagt, dass sie mit ihren 18 Monaten wohl schon eine Rentnerin ist, da sie alles sehr gemütlich und langsam gemacht hat, und eigentlich nur geschlafen hat.
Nach einer Woche kamen dann zwei Leute mit ihr zu uns, und haben sie dann mit einem Schutzvertrag bei uns gelassen. Es war nicht möglich, ein "Probeschlafen" oder ähnliches zu vereinbaren, um den Hund in unserer Umgebung kennenzulernen. Da wir wirklich absolute Anfänger sind, haben wir dem dann auch zugestimmt.
Nun mussten wir jedoch feststellen, dass sie vom Wesen her ganz anders ist und absolut kein Anfängerhund. Nachdem sie sich eine Woche eingelebt hat, kam eine Hundetrainerin, die auch sofort gesagt hat, dass sie kein Anfängerhund ist und einen erfahrenen Halter benötigt.
Die Probleme sind folgende:
Sie ist extrem ängstlich. Sie hat vor allen Umwelteinflüssen Angst, springt wie wild umher, will sich am liebsten losreißen, läuft Passanten hinterher oder läuft auf sie zu. Aus Angst macht sie ihr Geschäft auch so gut wie nie draußen, sondern immer in der Wohnung. Auch vor unseren Augen. Wir gehen momentan alle 2-3 Stunden mit ihr raus, die letzte Runde um 23 Uhr und dann wieder um 7 Uhr. Sie hat anscheinend (laut Tierarzt) ein chronisches Magenleiden (häufiger Durchfall, Erbrechen, isst sehr viel Gras und würgt sehr oft). Ein endgültiges Ergebnis steht noch aus. Sicher ist auch, dass sie Ohrmilben in einem weiter fortgeschrittenem Stadium hat, die nicht behandelt wurden. Seit 2 Tagen fängt sie auch nachts an zu bellen, was sie vorher nicht gemacht hat.
Innerhalb der Wohung hat sie nur wenig fröhliche Momente (eigentlich immer nur dann, wenn wir morgens aufstehen und sie uns sieht, und wenn wir von der Arbeit kommen), danach bleibt sie meistens irgendwo in der Wohnung wie versteinert stehen und bewegt sich gar nicht.
Das ist nur ein kleiner Auszug. Uns fehlt jetzt schon die Kraft weiterzumachen, da dies absolut nicht unsere Vorstellung von einem Anfängerhund ist. Daher haben wir uns nach stundenlangen Gesprächen dazu entschieden, sie wieder zurückzugeben.
Allerdings erreichen wir nun niemanden mehr bei der Hundeauffangstation. Auf E-Mails erfolgt keine Reaktion, und am Telefon vertröstet man uns auf einen Rückruf, wenn die Leitung wieder da ist. Wir kommen uns nun ziemlich allein gelassen vor und es weckt den Anschein, dass man schnelles Geld machen wollte (300 Euro). Laut Schutzvertrag dürfen wir sie nicht an Dritte weitergeben, ohne eine schriftliche Genehmigung. Die Mutter meiner Freundin arbeitet ehrenamtlich im Tierheim Duisburg, wo sie es sicherlich besser hätte als in der Hundeauffangstation, die ziemlich marode und runtergekommen aussieht.
Die Frage ist nun: Was können wir tun? Ist dieser Schutzvertrag überhaupt gültig? Ich habe gelesen, dass ein Schutzvertrag zum Kaufvertrag wird, sobald Geld fließt. Würde das gleichzeitig bedeuten, dass man auch das Geld wieder zurückverlangen könnte? Aber das wäre uns sogar noch egal. Wir möchten sie vorrangig erstmal zurückgeben, oder besser noch: In bessere Hände geben.
Liebe Grüße!
ich habe mich frisch im Forum registriert, weil meine Freundin und ich dringend Meinungen und Rat suchen.
Vor gut zwei Wochen haben wir eine Mischlingshündin aus einer Hundeauffangstation bei uns aufgenommen. Vermittelt wurde sie als "absoluter Traum- und Anfängerhund", zeigte beim Gassi auch kaum Auffälligkeiten. Wir hatten lediglich aus Spaß gesagt, dass sie mit ihren 18 Monaten wohl schon eine Rentnerin ist, da sie alles sehr gemütlich und langsam gemacht hat, und eigentlich nur geschlafen hat.
Nach einer Woche kamen dann zwei Leute mit ihr zu uns, und haben sie dann mit einem Schutzvertrag bei uns gelassen. Es war nicht möglich, ein "Probeschlafen" oder ähnliches zu vereinbaren, um den Hund in unserer Umgebung kennenzulernen. Da wir wirklich absolute Anfänger sind, haben wir dem dann auch zugestimmt.
Nun mussten wir jedoch feststellen, dass sie vom Wesen her ganz anders ist und absolut kein Anfängerhund. Nachdem sie sich eine Woche eingelebt hat, kam eine Hundetrainerin, die auch sofort gesagt hat, dass sie kein Anfängerhund ist und einen erfahrenen Halter benötigt.
Die Probleme sind folgende:
Sie ist extrem ängstlich. Sie hat vor allen Umwelteinflüssen Angst, springt wie wild umher, will sich am liebsten losreißen, läuft Passanten hinterher oder läuft auf sie zu. Aus Angst macht sie ihr Geschäft auch so gut wie nie draußen, sondern immer in der Wohnung. Auch vor unseren Augen. Wir gehen momentan alle 2-3 Stunden mit ihr raus, die letzte Runde um 23 Uhr und dann wieder um 7 Uhr. Sie hat anscheinend (laut Tierarzt) ein chronisches Magenleiden (häufiger Durchfall, Erbrechen, isst sehr viel Gras und würgt sehr oft). Ein endgültiges Ergebnis steht noch aus. Sicher ist auch, dass sie Ohrmilben in einem weiter fortgeschrittenem Stadium hat, die nicht behandelt wurden. Seit 2 Tagen fängt sie auch nachts an zu bellen, was sie vorher nicht gemacht hat.
Innerhalb der Wohung hat sie nur wenig fröhliche Momente (eigentlich immer nur dann, wenn wir morgens aufstehen und sie uns sieht, und wenn wir von der Arbeit kommen), danach bleibt sie meistens irgendwo in der Wohnung wie versteinert stehen und bewegt sich gar nicht.
Das ist nur ein kleiner Auszug. Uns fehlt jetzt schon die Kraft weiterzumachen, da dies absolut nicht unsere Vorstellung von einem Anfängerhund ist. Daher haben wir uns nach stundenlangen Gesprächen dazu entschieden, sie wieder zurückzugeben.
Allerdings erreichen wir nun niemanden mehr bei der Hundeauffangstation. Auf E-Mails erfolgt keine Reaktion, und am Telefon vertröstet man uns auf einen Rückruf, wenn die Leitung wieder da ist. Wir kommen uns nun ziemlich allein gelassen vor und es weckt den Anschein, dass man schnelles Geld machen wollte (300 Euro). Laut Schutzvertrag dürfen wir sie nicht an Dritte weitergeben, ohne eine schriftliche Genehmigung. Die Mutter meiner Freundin arbeitet ehrenamtlich im Tierheim Duisburg, wo sie es sicherlich besser hätte als in der Hundeauffangstation, die ziemlich marode und runtergekommen aussieht.
Die Frage ist nun: Was können wir tun? Ist dieser Schutzvertrag überhaupt gültig? Ich habe gelesen, dass ein Schutzvertrag zum Kaufvertrag wird, sobald Geld fließt. Würde das gleichzeitig bedeuten, dass man auch das Geld wieder zurückverlangen könnte? Aber das wäre uns sogar noch egal. Wir möchten sie vorrangig erstmal zurückgeben, oder besser noch: In bessere Hände geben.
Liebe Grüße!
