Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet

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  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #21
@Maische ich finde deine Haltung viel natürlicher als Innenhaltung und auch Kaninchen und Meerschweinchen können ohne Probleme zusammen leben.
Und ja, zu Verdauungsproblemen kann es kommen, aber solange du dich darum kümmerst und es beobachtest ist es doch wohl verantwortungsbewusst.
UND du sollst dich hier auch nicht von anderen runtermachen;) Du stehst halt zu deiner Haltung! (Meiner Meinung ist es auch viel artgerechtiger, denn die Meeri´s kommen schließlich auch aus; Amerika-oder Australien und leben dort in Rudeln:D
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #22
Ich bin der selben Meinung wie Susanne.

Wie schaffst du es in 10 min zu füttern? Ich brauch da pro Fütterung mal min. 20 min + die kleineren Fütterungen am Tag verteilt (bei uns sind es 3 - 4 Fütterungen pro Tag).

Ja, meine Tiere haben oft verdauungsstörungen, aber ich gehe IMMER zum TA

Ist das dein Ernst? Dann stimmt aber mal was mit deiner Fütterung nichts. Wir haben jetzt seit 2007 Meerschweinchen und noch nie Probleme mit der Verdauung gehabt.

@Masche: Die Bilder sind von Max, nicht von Maische!

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Wie auch immer: Dein Gehege ist echt toll Max! Ich bin trotzdem für Innenhaltung, mag zum Teil auch Bequemlichkeit sein, zum anderen Teil hätten wir im Garten aber einfach auch keinen richtigen Platz für ein Gehege...
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #23
Ist doch ganz einfach: Gemüse schnibbeln und reintun. Für das Beobachten nehme ich mir nochmal so 10 Minuten Zeit. Natürlich pro Fütterung um die 10 min. Und nicht für alle zusammen.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #24
Sie kommen aus Südamerika, auf Höhe des Aquators, wo es richtig warm ist. Und leben seit Jahrtausenden in den Küchen der Indios - die haben mit ihren wilden Verwandten etwa genauso viel gemein wie eine Milchkuh mit einem Auerochsen.

Verdauungsstörungen sind NICHT NORMAL sondern in aller Regel die Folge von Fütterungsfehlern - zu kaltes Gemüse, schon angegammeltes Futter, zu oft Trockenfutter oder gar Brot, zu große Portionen auf einmal, ungünstige Sortenauswahl. Wenn man sich auf Ursachensuche macht findet man meistens einen klaren Grund, ich habe etwa ein schweinchen, das einfach keine Petersilie verträgt, seit es die nicht mehr gibt hatte es nie wieder Probleme. Wenn sowas öfter vorkommt sollte man ernsthaft überlegen, warum das so ist.

Meine letzte Portion Frischfutter gibt es immer einige Zeit, bevor ich schlafen gehe - zur Sicherheit, damit mir unerwartete Zwischenfälle noch rechtzeitig auffallen. Einmal etwa hatte eines meiner Schweinchen einen Apfelkern auf die Schneidezähne gespießt und hat den selber nicht los bekommen. Sehe ich es kann ich schnell helfen, sehe ich es nicht frisst das Tier die ganze Nacht lang nicht einen Halm Heu.



Und das hier ist Maisches Haltung:
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #25
....wenn eines nach dem fressen Blähungen bekommt?

Da müsst ich jetzt aber einwerfen - es gibt kein nach dem Fressen. In Aussenhaltung sollte man so füttern, dass immer etwas da ist - bis zur nächsten Mahlzeit. Anders als in Innenhaltung zählen die obligatorischen 100gr "Überlebensmenge" ja nicht. Es wird ja viel mehr und viel abwechslungsreicher gefüttert. Das Foto von meiner Kamera enstand ja auch kurz vor der Abendfütterung. Und da lag noch Sellerie, Kohlrübe und Kohlrabi. Damit erreicht man ja auch, dass diese Fressgier nachlässt. Es gibt keine Magenüberladung und damit auch keine Magen-Darm Probleme und auch keine Blähungen. Die Tiere wissen genau, es gibt immer was zu essen - Salate werden gleich gefressen - die festeren Sachen bleiben als "Betthupferl" - selbst wenn ich Mitternacht noch gucke, fressen immer noch welche.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #26
Ja also @Susanne mit der Verdauungsstörung wirst du wohl rechthaben:) Aber ich bin jetzt Kaninchenhalterin und ich bin mir jetzt nicht so sicher, ob man jetzt auch soo oft und lange nach den Kaninchen gucken muss!?
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #27
[VERSTECK]Ich füttere Karotten, Blumenkohl, Gurken, Paprika& ab und an Fenchel und Trockengemüse bzw Trockenkräuter. Es liegt in der Garage. Momentan sind es um die 10 grad warm. Kein Gegammle, ist ja eklig und kein Brot.[/VERSTECK]
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #28
Auf Deiner eigenen HP steht aber was von Brot und Trockenfutter, Maische. Und Regenwasser aus der Tonne, das könnte auch ein Problem sein - das steht ja ewig in der Tonne, da bilden sich Algen und Bakterien, vielleicht wäre da Leitungswasser echt mal einen Versuch wert.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #29
Die Homepage ist länger nicht mehr auf der Seite Aktualisiert ;) Ich Füttere kein TroFu und auch kein Brot mehr ;) Das mit dem Wasser könnte ich mal probieren. Aber ich meine Meerschweinchen in der Wildnis haben auch kein Leitungswasser:eusa_think:
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #30
Mascha, mal als Gegenfrage: Was hast Du davon, Tiere zu halten, wenn Du nur 10 Minuten am Tag bei ihnen bist? Du fütterst, mistest, und das wars. Hm, eigentlich nur Arbeit. Ist es so eine schlimme Sache, sich jeden zweiten Tag mal eine halbe Stunde lang zu ihnen zu setzen?

Ja, es sind Beobachtungstiere, aber da steckt auch beobachten mit drinnen. Zeit mit ihnen verbringen, sie mal wirklich erleben.

Max macht das per Kamera, ich sitze gerade nur eine Armlänge von ihnen weg und gucke nebenher Tintenherz. Aber wenn sie jetzt so ganz außerhalb vom Wohnraum und von der Beobachtung sind, was hat man dann von ihnen?

Max hat natürlich recht, gerade Außenhaltungsschweinchen sollten IMMER gut Futter vorrätig haben. auch Innenhaltungsschweinchen freuen sich über 5 Portionen und deutlich mehr als 100g pro Nase. aber man kann ja eben nach der frischen Salatauswahl nochmal gucken ob alles ok ist.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #31
Nein, ich glaube da hast du was falsch verstanden, oder ich habe mich falsch ausgedrückt;)
Ich bin gerne bei meinen Kaninchen...sehr gerne.Und es macht mir auch Spaß sie zu beobachten oder sie zu beschäftigen, aber ich habe das Gefühl, das hier indirekt ausgedrückt wird, dass man sich mehr um Meeris kümmern muss;)
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #32
Sie kommen aus Südamerika, auf Höhe des Aquators, wo es richtig warm ist. Und leben seit Jahrtausenden in den Küchen der Indios - die haben mit ihren wilden Verwandten etwa genauso viel gemein wie eine Milchkuh mit einem Auerochsen.

ich darf mich mal selber Zitieren. Ich nehme mal an, die Indios haben in den letzten 5.000 Jahren die Vorfahren unserer Schweinchen auch eher mit frischem Wasser aus Brunnen und Flüssen versorgt, das so sauber ist, dass sie selber es auch trinken konnten, die werden da nicht die dreckigste abgestandene Pfütze aufgesucht haben.
Füll doch einfach eine alte Flasche am Wasserhahn innen auf und nehm die immer frisch mit raus. Echt, aus der Regentonne würdest Du selber doch auch im leben nicht trinken wollen, oder?
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #33
@ Maische Mit den Gurken wär ich da sehr vorsichtig. ;) In Kombination mit trockenen Sachen werden sie im Magen tickende Zeitbomben. Sie haben in Aussenhaltung auch keinen echten Wert. Sie bestehen aus ca 97% aus Wasser, kommen aus Gewächshäusern - sind mit Chemie überladen und ausserdem teuer. Je tiefer der Winter, je teurer.

Ich empfehle dir ein bisschen auf Sellerie, Kohlrübe, ab und an Grünkohl, Pastinake, rote Beete umzusteigen. Das sind zudem Saisongemüse und kaum chemisch belastet. (und auch nicht besonders teuer) Kühl gelagert - kannst du das eine Woche aufheben.

Ja, manches wird nicht der Renner - aber langsam aber sicher lieb gewonnen. ;) Das sind auch die Dinge, die Tiere in Aussenhaltung brauchen, um ihr Gewicht zu halten.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #34
Gurken sind auch in Innenhaltung eher geliebtes Leckerlie als echte Nahrung, es erschließt sich mir auch nicht ganz, wie jemand mit einer halben Salatgurke meint, das hätte irgendeine Form von Nährwert. Eine Scheibe als Leckerchen mal zwischendurch, ok, aber doch nicht als Hauptmahlzeit. Auch Salat gibt es nicht übermäßig viel.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #35
Das Wasser in der Wildnis fließt immer, das Wasser in der Tonne steht. In einem Fluss setzen sich keine bzw. kaum Algen ab, dafür hat z.B. ein Aquarium auch eine Pumpe.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #36
aber ich habe das Gefühl, das hier indirekt ausgedrückt wird, dass man sich mehr um Meeris kümmern muss

Ja, so ist es auch. Bei Zwergkaninchen sind ja erst vor relativ kurzer Zeit Wildkaninchen eingekreuzt worden, damit sie kleiner sind, und sie sind natürlich perfekt an unser Klima angepasst. Ein Kaninchen kann stundenlang im Regen sitzen - und das stört sich nicht mal daran, und es wird dabei auch nicht richtig nass bis auf die Haut. Die dicht behaarten Füße frieren auch im Schnee nicht, und auch die Stallhasen-Vorfahren lebten ja seit jeher eher als Naturburschen zwischen Hühnern auf der Wiese.

Meerschweinchen kommen aus einer klimatisch deutlich wärmeren und trockeneren Region. Noch dazu sind sie viele tausend Jahre domestiziert - sie gelten bei den Indios als heilige Tiere, entsprechend luxuriös haben sie leben dürfen. In den Küchen, meistens mit Gehegen und Verstecken unter den Sitzbänken, gut versorgt mit Gemüse und Gras, und nur zu bestimmten religiösen Feiertagen wurden welche geschlachtet, halb als Opfer für die Götter, halb als Festtagsbraten. Natürlich muss ein Opfertier immer gut versorgt und verhätschelt worden sein, umdie Götter nicht zu beleidigen.

Schon die Spanier brachten dann Meerschweinchen nach Europa wo sie natürlich erst mal ausgesprochen selten und wertvoll waren. Man merkte bald, die sind zäh und sehnig, und nicht mal mit dem Fell kann man was anfangen, keine Wasserabweisenden Eigenschaften, und blieben dann eher als Hobby der wohlhabenderen Leute, die sich Tiere leisten konnten, die nur fressen, aber nicht mal als Fleischlieferanten taugen. also waren sie auch die letzten Jahrhunderte wieder eher verhätschelte Haustiere als Nutztiere wie die Kaninchen.

Sie haben ein fell, das bei Regen wirklich durchnässt, sie haben nackte Füße, die im Schnee auch eiskalt werden, und sie haben so kurze Beinchen, dass sie viel zu langsam sind, um vor einem Marder oder aggressiven Kaninchen fliehen zu können. Sie bekommen weder Unterwolle noch Winterfell und halten deswegen keine Minusgrade aus. Noch dazu sind sie schlechte Futterverwerter und müssen im vergleich zu Kaninchen noch mehr fressen, um ihren Energiehaushalt auszugleichen - das kann bei Außenhaltung erstaunliche Ausmaße mit 20-30% des eigenen Körpergewichts annehmen. wenn es zu kalt ist kann es auch so viel sein, dass sie kaum mehr zum schlafen kommen, damit sie diese Mengen an Futter überhaupt schaffen können.

Will man sie im Winter draußen halten, dann eben wirklich am besten überdacht und beheizt. Es sind eben keine Möchtegernkaninchen mit kurzen Ohren, sondern eine ganz andere Tierart mit ganz eigenen Ansprüchen, die es nicht verdient, einfach zu den Kaninchen gesteckt zu werden, weil das angeblich so toll wäre. Sie verdienen eine Beschäftigung mit ihren eigenen Ansprüchen und eine Haltung die wirklich auf die Abgestimmt ist, statt nur schmückende Deko zwischen Kaninchen zu sein.

Artengemeinschaften sind oft eine Kompromisslösung für beide Seiten, und dabei nicht wirklich ideal, und nur weil sie zufällig dasselbe fressen muss man doch nun wirklich in ein Kaninchengehege nicht auch noch Meerschweinchen stecken.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #37
Ok. danke für die tolle Erklärung ;)
Wäre es jetzt besser, über mein Kaninchenaussengehege noch ein Dach zu machen- also finden die das Besser?
Oder mögen sie auch Schnee oder Regen?!
LG:D
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #38
Ich bin jetzt sicher nicht der große Kaninchenkenner, aber ich denke, das ideale ist halb-halb. Also einen Teil des Geheges abdecken und einen Teil offen lassen, so haben sie alles, was sie wollen, und sind auch bei nassem Matschwetter nicht gezwungen im feuchten zu sitzen. aber es muss dabei nicht so fest und dick isoliert werden wie bei den Meerschweinchen.
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #39
Okay. Danke:mrgreen:
 
  • Aussenhaltung mal von der schönen Seite betrachtet Beitrag #40
Ja, für Kaninchen ist es nicht blöd, einen Teil des Auslaufs zu überdachen, dass sie auch bei Matschwetter nicht nur in ihrer Hütte sitzen müssen. Aber ich würde trotzdem immer einen ausreichenden Teil vergittert lassen, damit sie auch Regen und Schnee abbekommen können. Meine zwei setzen sich doch gerne gelegentlich mal hin und lassen sich einschneien ;).
 
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