Hündin , ca 12 Monate alt , aus Rumänien , sehr ängstlich , möchten nichts falsch machen

Diskutiere Hündin , ca 12 Monate alt , aus Rumänien , sehr ängstlich , möchten nichts falsch machen im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo , wir haben seit gestern unsere Ronja. Sie kam "angeblich " vor 4 Monaten aus Rumänien nach Deutschland, hat dann 3 Monate in einer...
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  • Hündin , ca 12 Monate alt , aus Rumänien , sehr ängstlich , möchten nichts falsch machen Beitrag #1
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ronj

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Hallo ,
wir haben seit gestern unsere Ronja. Sie kam "angeblich " vor 4 Monaten aus Rumänien
nach Deutschland, hat dann 3 Monate in einer Pflegestelle mit mehreren anderen Hunden gelebt
und ist vor 3 Wochen zu einer Familie gekommen. Diese Familie konnte sie nun auch nicht behalten,
da deren Katze wohl nicht mit dem Hund klar kam. So kam sie dann gestern zu uns.( Wobei wir erst durch die
Familie erfahren haben , daß sie aus Rumänien kommt, das hat die Pflegestelle verschwiegen,)
Das Problem ist, das sie Frau von der Pflegestelle uns ganz andere Informationen zu Ihr gibt ,
als die Familie. Laut Pflegestelle ist sie total unkompliziert, kann alleine bleiben, ist sogar schon ohne Leine
gelaufen , hatte so gut wie keine Angst .
Laut der Familie ist sie total verängstigt, pinkelte auch noch nach 3 Wochen in die Wohnung, kann keine
5 min alleine bleiben und ohne Leine geht gar nichts. Auserdem unterscheiden sich auch die Zeitangaben
die die Pflegestelle uns und der anderen Familie gemacht hat. Also wissen wir nicht wirklcih wie lange sie wo gelebt hat .
Nun zu der Ronja wie wir sie kennengelernt haben : Sie ist ein sehr schüchterner , vorsichtiger Hund, der vor allem neuen
zurück weicht und versucht ihm auszuweichen.
sie liegt seit gestern abend nur unter unserem Tisch , kommt aber hin und wieder wenn man sie mit einem Leckerli lockt , schnappt es sich
und verzieht sich wieder. Auf Ansprache reagiert sie wenig, ABER die Komandos die sie kennt ( sitz und Platz) nimmt sie immer wieder an
Ins Auto mag sie gar nicht, wobei sie auf der ganzen Fahrt (200km) meistens geschlafen hat. Heute hat sie schon vor dem Auto geblockt.
Das Gassi gehn gestaltet sich meist schwierig, da sie es nicht mag angeleint zu werden und auch dort immer versucht auszuweichen.
Vor Türdurchgängen , Treppen etc, stoppt sie . Ist sie dann allerdings mal draußen scheint es ihr auch Spass zu machen.
Es wäre toll , wenn jemand hier schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wenn er uns diese mitteilen würde und evtl, auch Ratschläge
geben könnte wie wir es der kleinen Maus am einfachsten machen können.
Wenn wir sie dann mal vorsichtig streicheln , scheint sie es aber auch zu geniesen . Sind uns einfach sehr unsicher, da wir bisher noch nie
einen so ängstlichen( schüchternen ) Hund hatten.
Für jegliche Tips und Ratschläge sind wir dankbar
 
  • Hündin , ca 12 Monate alt , aus Rumänien , sehr ängstlich , möchten nichts falsch machen Beitrag #2
Hallo Ronj,
am Besten nimmst du sie ertmal so wie sie sich bei dir/euch zeigt. Es ist ja keine sonderliche Unterstützung wenn komplett unterschiedliche Informationen von ihrer Geschichte vorliegen. Ich schreib mal farbig im Zitat weiter:

Hallo ,
wir haben seit gestern unsere Ronja. Sie kam "angeblich " vor 4 Monaten aus Rumänien
nach Deutschland, hat dann 3 Monate in einer Pflegestelle mit mehreren anderen Hunden gelebt
und ist vor 3 Wochen zu einer Familie gekommen. Diese Familie konnte sie nun auch nicht behalten,
da deren Katze wohl nicht mit dem Hund klar kam. So kam sie dann gestern zu uns.( Wobei wir erst durch die
Familie erfahren haben , daß sie aus Rumänien kommt, das hat die Pflegestelle verschwiegen,)
Das Problem ist, das sie Frau von der Pflegestelle uns ganz andere Informationen zu Ihr gibt ,
als die Familie. Laut Pflegestelle ist sie total unkompliziert, kann alleine bleiben, ist sogar schon ohne Leine
gelaufen , hatte so gut wie keine Angst .
Laut der Familie ist sie total verängstigt, pinkelte auch noch nach 3 Wochen in die Wohnung, kann keine
5 min alleine bleiben und ohne Leine geht gar nichts. Auserdem unterscheiden sich auch die Zeitangaben
die die Pflegestelle uns und der anderen Familie gemacht hat. Also wissen wir nicht wirklcih wie lange sie wo gelebt hat .
Nun zu der Ronja wie wir sie kennengelernt haben : Sie ist ein sehr schüchterner , vorsichtiger Hund, der vor allem neuen
zurück weicht und versucht ihm auszuweichen. Dies kann "normal" sein und mit ihrem Grundwesen und mit ihrem Leben zuvor zu tun haben. Sie braucht erstmal Vertrauen in dich, wenn du ihr Fels in der Brandung bist geht sie auch auf solche Dinge etwas gelassener zu.
sie liegt seit gestern abend nur unter unserem Tisch hmmmmmmm könnte auf eine Angsthündin hinweisen muss aber nicht beobachte sie weiter so neutral wie möglich um jegliche Übertragung zu vermeiden. Denn es könnte genauso sein, dass sie dort einfach nur Schutz sucht sie hat ja in den vergangen 4 Monaten einiges durchgemacht und sicherlich auch Stress, kommt aber hin und wieder wenn man sie mit einem Leckerli lockt , schnappt es sich
und verzieht sich wieder :lol:schlau ist die süße Maus ich glaub weniger das sie ein Angsthund ist, allerdings muss ich zugeben das ich Angsthundeverhalten nur von Erzählungen her kenne. Auf Ansprache reagiert sie wenig, ABER die Komandos die sie kennt ( sitz und Platz) nimmt sie immer wieder an :clap:na das ist doch toll
Ins Auto mag sie gar nicht, wobei sie auf der ganzen Fahrt (200km) meistens geschlafen hat meine Vermutung ist, dass sie Furcht hat schon wieder weiter gereicht zu werden. Sie wird sicherlich wieder Auto fahrn gebt ihr Zeit. Heute hat sie schon vor dem Auto geblockt.
Das Gassi gehn gestaltet sich meist schwierig, da sie es nicht mag angeleint zu werden und auch dort immer versucht auszuweichen.
Vor Türdurchgängen , Treppen etc, stoppt sie Hmmmmm da sie mehere Wochen auf Pflegestelle war dürfte dies eigentlich nicht mehr der Fall sein, außer sie verknüpft das nicht mit bereits erlebetem und stuft alles neu ein. Du darfst nicht vergessen, dass eigentlich alles neu für sie ist trotz PS und ES. Ist sie dann allerdings mal draußen scheint es ihr auch Spass zu machen.
Es wäre toll , wenn jemand hier schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wenn er uns diese mitteilen würde und evtl, auch Ratschläge
geben könnte wie wir es der kleinen Maus am einfachsten machen können.
Wenn wir sie dann mal vorsichtig streicheln , scheint sie es aber auch zu geniesen . Sind uns einfach sehr unsicher, da wir bisher noch nie
einen so ängstlichen( schüchternen ) Hund hatten. Ich geh nun erstmal davon aus, dass sie keine Angsthündin ist, sondern ein Hund der das Leben unter Menschen erstmal lernen muss. Ich würde sie mit Notfall Tropfen von Bach unterstützen, außerdem gibbet es da noch was von Vet Concept was den Stress runterfährt muss allerdings über einige Wochen gegeben werden (Relax Plus und falls sie auch Darmprobs haben sollte Intensium Liquid). Und schau sie hat ja noch keinerlei Vertrauen zu dir, wie soll sie dich dann als vertrauenswürdige Rudelcheffin (ich hoffe du bist weiblich) einstufen. Mach alles über positive Bestärkung, auch rügen eher etwas zu sanft, als zu hart um zu vermeiden das sie sich zurückzieht. Hmmm eigentlich wär mir ein Bild von ihr wichtig hättest du eines für mich?
Für jegliche Tips und Ratschläge sind wir dankbar
 
  • Hündin , ca 12 Monate alt , aus Rumänien , sehr ängstlich , möchten nichts falsch machen Beitrag #3
Meiner ist auch so ein Ängstlicher, am ersten Abend wollte er mich vor Angst sogar beißen, als ich ihm das Halsband abnehmen wollte, da war ich aber größtenteils auch einfach zu aufdringlich.

Wir haben uns immer zu ihm auf den Boden gesetzt und Leckerlies zugeworfen. Immer etwas näher an uns ran und irgendwann kam er dann sogar zaghaft an und nahm die Leckerlies aus der Hand, nur angucken durfte man ihn dabei nicht, das mag er auch heute noch nicht gern.
Er lag die ersten Abende immer vor der Tür und hat sich von da auch nicht wegbewegt.
Ich finde es außerdem wichtig, dass du souverän aber liebevoll bist.
Meiner braucht eine starke Hand, auch Anfangs, der ihm zeigt, wo es langgeht und ihm die Welt von neuem zeigt und er sich dort sicher fühlen kann. Damit sie sich im Haus sicherer fühlt, kannst du ihr auch eine Ruhebox kaufen, wo sie dann drinnen schlafen kann, das hilft meinem sehr gut, denn das ist seine "Höhle", wo er sich drin zurückziehen kann und da ghört auch niemand anderes rein.
Wisst ihr denn, was sie ungefähr für ein Mix ist ?

Liebe Grüße
 
  • Hündin , ca 12 Monate alt , aus Rumänien , sehr ängstlich , möchten nichts falsch machen Beitrag #4
Hallo =)

Ganz wichtig ist, du darfst jetzt nicht anfangen Ronja in Watte zu packen und sie, wenn sie Angst hat und sich zum Beispiel an der Straße klein macht, noch darin bestätigen durch "Ach, das böse Auto" (war jetzt übertrieben, aber ich hab das schon sehr oft gesehen!!). Gestaltet euren Alltag so normal wie möglich.
Die Angaben aus Familie und PS können durchaus unterschiedlich sein, was das Verhalten angeht. Wer weiß, wie turbolent es in der Familie war und wie ruhig in der PS? Genauso das mit in die Wohnung machen und nicht alleine bleiben. Wie viel hat die Familie mit dem Hund täglich gemacht und sie geistig/körperlich ausgelastet und wie viel die PS? Auf die unterschiedlichen Angaben, wo sie wie lange war, das ist ziemlich subjektiv. Bei manchen Hunden habe ich auch das Gefühl, dass ich schon viele Monate mit denen unterwegs bin, obwohl es erst vier Wochen sind.

Wie schon geschrieben wurde: Beobachte sie und lass sie von sich aus kommen. Setz dich doch mal mit einem Buch in die Küche auf den Boden und lies. Eventuell auch laut. Dadurch gewöhnt sie sich schon mal an deine Stimme und verbindet die nicht damit, dass du sie bloß vorlocken möchtest. Eventuell kommt sie raus und schnuppert an dir. Ganz wichtig: hierbei nicht versuchen sie zu streicheln oder hektische Bewegungen machen. Sonst verbindet sie das womöglich noch damit, dass es bloß ein Trick war, sie heraus zu locken. Trotzdem gilt: sei keine Salzstatue ;) Der Hund muss sich an eure natürlichen Bewegungen gewöhnen.
Wichtig ist, dass du ihr Zeit gibst und nicht überforderst. In der Sozialpädagogik gibt es das schöne Wort: proximale Zone. Das bedeutet: einen Menschen in seinen Fertigkeiten zu fördern, nicht zu unter- oder überfordern. Beobachte sie halt und beginn mit ihr Kommandos zu erarbeiten. Das gibt dem Hund Sicherheit und verbessert eure Beziehung zueinander. Aber noch bevor du merkst, es kommt die Grenze für sie: brich ab und beende das Training positiv. Beginn Rituale einzuführen, die ihr Sicherheit geben. Zum Beispiel bevor ihr Spazieren geht, muss sie Sitz machen. Wenn ihr zurückkommt, bekommt sie einen Ochsenziemer/Kauknochen oder sonst etwas. Rituale sind für schüchterne Hunde sehr wichtig.

Ich arbeite im Tierheim ehrenamtlich mit Hunden aus dem Ausland. "Meine" Hunde sind fast alle verängstigt. Der eine lässt sich zum Beispiel nicht an der Leine führen, weil er mit einer Fangstange als kleiner Welpe eingefangen wurde. Er hat solche Angst vor Leinen, dass er sogar die Schleppleinen der anderen Hunde meidet, wenn wir unterwegs sind. In den letzten sechseinhalb Jahren habe ich mit ca 30 Angsthunden gearbeitet und weiß somit wovon ich spreche. Teilweise sind es wie im Falle des Rüdens traumatisierte Hunde.
Wenn du Bedarf an Fragen hast, kannst du mich gerne fragen und ich werde dir gerne weiterhelfen mit allen Tricks und Tipps die ich mir selbst über die Jahre durch Beobachtung der Hunde und Erfahrung mit meinen Schützlingen angeeignet habe.
 
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Hündin , ca 12 Monate alt , aus Rumänien , sehr ängstlich , möchten nichts falsch machen

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