Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion?

Diskutiere Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion? im Pferde Zubehör Forum im Bereich Pferde Forum; Huhu , Ich wollte mir einfach noch eine Meinung von euch anhören. Es ist nämlich so , ich reite Mouton mit nem Kutschengebiss/Kutschentrense ...
  • Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion? Beitrag #1
*caro*

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Huhu ,
Ich wollte mir einfach noch eine Meinung von euch anhören.
Es ist nämlich so , ich reite Mouton mit nem Kutschengebiss/Kutschentrense , desswegen weil er damit eingeritten wurde , niemals ein Problem damit hatte und dieses schon seit ca. 7-6 Jahre hat.

Jetzt haben wir im Stall einen neuen Reitlehrer der meinte zu behaupten dass die Kette ,die ja eigentlich die Reaktion auslöst , keinen Sinn ergebe und überflüssig sei. Ich sollte diese entfernen und die Zügel in das letzte Loch (Das "stärkste") schnallen.Dies sollte dazu führen dass die Paraden ,etc. , ins Genick gehen würden . Ich habs getan ... Naja Mouton hat meiner Meinung nach nicht anders reagiert ausser dass er sich im Gelände nicht mehr so gut zurück nehmen lies. Der Reitlehrer meinte es sei eine Frage der Zeit ... Gut ich hab gewartet , passiert ist immer noch nichts ausser dass zwischendurch die Jahreszeit gewechselt hat :roll:.

Letztes Wochenende bin ich dann zur Vorbesitzerin gefahren ganz spontan um sie zu besuchen. Wir haben uns dann auf einmal über den Reitlehrer unterhalten was er von dem Gebiss sagte... Die Vorbesitzerin schüttelte den Kopf und sagte das sei Quatsch weil die Fahrkandare ohne diese Kette keine Reaktion habe (Was ich persönlich auch jetzt denke) und man ihm dadurch nur im Maul rumreissen würde.

hier ein ähnliches Gebiss was Mouton hat :



Nun meine Frage : Habt ihr Ahnung davon?
Hat es ohne Kette eine Wirkung oder nicht ?

Ich Bitte um Hilfe und Informationen ...

Liebe Grüsse , Caro & Mouton:)
 
  • Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion? Beitrag #2
Ich persönlich finde es generell nicht empfehlenswert ein Pferd grundsätzlich mit so einer scharfen Zäumung zu reiten.
Im Grunde überspielt man dadurch einfach, dass das Pferd nicht an den Hilfen steht. Schließlich bremst man nicht mit dem Gebiss, sondern über Gewichtshilfen und der Zügel dient lediglich als Anlehnung um den Spannungsbogen zu erhalten.

An deiner Stelle würde ich mir für die Zukunft überlegen Mouton generell sensibler an die Hilfen zu bekommen und somit von diesem Gebiss los zu kommen.


Zu deiner eigentlichen Frage:

Je enger die Kette, desto "schärfer" das Gebiss, da der Druck auf die Laden erhöht wird ( "Nussknacker-Effekt")
Fällt dies weg, ist das Gebiss beweglicher und die Einwirkung schwammiger.
Das Gebiss höher zu schnallen als üblich finde ich unmöglich, da dadurch der Druck auf das Genick um einiges verstärkt wird und das Pferd sich dadurch verspannt und erst recht nicht mehr dort nachgibt.
 
  • Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion? Beitrag #3
Huhu danke für deine Antwort.
Ich habe mir noch nicht wirklich Gedanken darüber gemacht das Gebiss zu wechseln weil er damit inder kutsche schon ging und damit eingefahren , eingetitten wurde . Das Gebiss habe ich sowieso in der Halle im Ring ganz oben wo es eine Wirkung hat wie ein normales Stangengebiss und es ihm somit nicht schadet , behauptet auch die vorbesitzerin die schon seit Jahren Ardenner mit diesem Gebiss reitet... Er reagiert super darauf. Ich bin im Gelände aber froh dass ich sie habe und dirt schnalle ich sie auch ein loch tiefer weil ich es nicht sehr lustig finde wenn er mal ab geht , den kriegt man nicht so schnell zurückgehalten...

Zu meiner Frage;
Wenn das Gebiss beweglicher und "schwammiger" ist , ist es denn positiv oder eher negativ?
Mouton läuft ganz und gar nicht verspannt auch wenn ich es tierfer schnalle (also schärfer) was ich aber generell nicht tue. In der Halle sowieso nicht...

Lg
 
  • Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion? Beitrag #4
Das sich Mouton nicht wehrt, wenn das Gebiss schärfer geschnallt ist, ist ja klar. Schmerzt ja, wenn er gegen das Gebiss drückt, also versucht er so wenig Druck, wie es für ihn erträglich ist, zu erzeugen.

Ich kenne die Ausbilderin nicht, mag mir auch keine Meinung bilden, da ich explizit mit Kaltblütern und deren Eigenschaften als Reitpferd keine Erfahrung habe.

Grundsätzlich habe ich aber immer die klassische Reitlehre ( Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichten, Versammlung) im Blick.
Sind diese Punkte wirklich im Fokus der Ausbildung eines Reitpferdes, lässt es sich in den allermeisten Situationen regulieren und kontrollieren.

Und ich kann mir schon vorstellen, dass es einen dazu verleitet, ein Pferd mit dieser Masse durch scharfe Gebisse kontrollierbarer/ gefügiger zu machen, aber ob dies Sinn der Sache ist...?

Verspannungen sind oft gar nicht auf den ersten Blick erkennbar. Das kann schon ein vermeintlich zufälliges stolpern des Pferdes sein, wenn er das Genick nicht sofort frei gibt, der Rücken durchhängt oder die Hinterhand zu langsam ist/ nicht genügend nach vorne tritt, Taktverschiebungen etc.

Da gibt es viele Indizien, die oft nicht als solche erkannt werden.


Die schwammigere Einwirkung ist für das Pferd erst mal unverständlicher, weil sich das Gewicht nicht mehr gleichmäßig im Maul verteilt und die Gefahr, dass das Gebiss einmal quer durchs Mauls gezogen wird, sehr hoch ist. Ist natürlich unangenehm für das Pferd.
 
  • Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion? Beitrag #5
Also es ist ja nicht so dass ich den Pferd im Maul ziehe? Ich weiss welchen Druck ich darauf ausübe und wenn ich sie @schärfer geschnallt habe, gebe ich meine Hilfen auch dementsprechend sanfter. Wenn mouton etwas schmerzt , geht er dagegen ( zieht den Kopf panisch hoch und rennt weg , egal op es ihm wehtut im Maul oder nicht da hab ich schon ein Beispiel gesehen wo jemand anderes ihn mal geritten ist . Ich bin gar keiner der fest in der Hand ist, es ist auch nicht möglich bei ihm wenn man ihn "korrekt" reiten will weil er sich dann im ganzen Genick steif macht und er dann wie ne "Giraffe" läuft, was ja auch verständlich ist. Es ist also nicht so dass man durch dieses scharfe Gebiss mehr Kontrolle über ihn hat da er darin sehr empfindlich ist.


Es ist halt sehr schwer für ihn ein anderes Gebiss zu finden weil er auch für einen Ardenner ein relativ grosses Maul hat . Ausser ein einfaches Olivengebiss un damit kriegt man in im Gelände nicht zurückgehalten . Normalerweise lasse ch ihm draussen die Zügel lang und es kann hinterher tappen doch es kann schnell mal was passiert sein wenn man ihn nicht gehalten kiegt weil er draussen nicht so gut auf die Hilfen reagiert.
 
  • Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion? Beitrag #6
Hi,

Ich kann dich erst mal nicht kritisieren, wenn ich Euch noch nie Live erlebt habe, das liegt mir fern.

Jedoch spricht es ja schon mal dafür, dass Mouton nicht richtig an den Hilfen steht, wenn er im Gelände gerne die Sau raus lassen möchte ;)
Vielleicht kannst Du dem ganzen entgegen wirken, wenn Du die Dressurarbeit ins Gelände verlegst. Dort mal übertreten lassen, Wechsel zwischen den Gangarten ( Schritt-Trab übergänge und dergleichen)

Das Du erst mal für das Gelände ein schärferes Gebiss nehmen möchtest, finde ich absolut in Ordnung. Nützt ja nichts, wenn er mit dir los scheppert und Du ihn nicht kontrollieren kannst.

Es ist auch immer schwierig, jetzt einfach mal dir sowas an den Kopf zu knallen. Das ist keine negative Kritik meinerseits, sondern vielleicht ein kleiner Denkanstoß.


Das er gegen das Gebiss auf Dauer gehen würde, wie eine Giraffe, bezweifel ich. Lass den mal beim anreiten 2-3 mal gegen das Gebiss rennen und der wird das nicht mehr versuchen, weil autsch. Mit scharfen Gebissen hat man einfach mehr Kontrolle. Das sagst Du ja auch selber.

Der Nussknackereffekt wird dafür einfach genutzt. Da kann das Pferd noch so stark sein. Irgendwann kommt der Punkt, dass sie sich dadurch bremsen lassen.

Das hilft auf Dauer aber auch nicht, weil die Rittigkeit nicht richtig zu beurteilen ist und wie oben schon beschrieben, sich Kleinigkeiten einschleichen können, die irgendwann zum Problem werden.


Wenn das Olivenkopf passt, benutze es doch im Wechsel mit deinem jetzigen Gebiss um ihn sensibler zu bekommen.

Ich meine mich zu erinnern, dass Mouton auch gerne das Bein ignoriert. Spricht ja für eine generelle Undurchlässigkeit und das er nicht richtig durch den Körper geht. Daran müsste zunächst gearbeitet werden.

Und das scharfe Gebiss ist dafür keine Lösung. Sondern Arbeit, die ihn lockert.
 
  • Fahrkandare-ohne Kette, keine Reaktion? Beitrag #7
Huhu, die Dressurarbeit ins Gelände zu verlegen finde ich eine sehr gute Idee , danke darauf bin ich noch echt nicht gekommen !:) Er mag die Halle sowieso nicht so gerne und ich werde das Gebiss dann mal zwischendurch wechseln , danke für die Hilfe. Ich denke das das für ihn auch sowieso viel inteessanter :)

Lg
 
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