Um Pferde in Eigenregie zu halten, brauchts mindestens 3.
Bei 2 hast Du ja immer das Problem, dass der Zurückgebliebene Dir alles nieder walzt, weil es für ihn nicht nachvollziehbar ist, dass sein Kumpel ja in 1-2 Stunden wieder kommt.
Außerdem stellt man sich die Haltung von Pferden oft so romantisch vor, jedoch steckt da eine ganze Menge
Arbeit und
Geld dahinter.
Du brauchst Wiesen: Diese müssen gescheit bewirtschaftet werden ( entsprechende Fahrzeuge werden benötigt, es muss richtig gedüngt werden, Wiesen abschleppen etc pp)
Damit Hand in Hand geht die richtige Entwurmung der Tiere.
Dann muss genug Weidefläche vorhanden sein, dass die Wiesen gewechselt werden können.
Es muss ein Wetterfester Unterstand gebaut werden. Nicht nur ein Paar Bretter zusammenschrauben und gut ist, sondern ausreichend groß für mindestens 3 Pferde, sodass auch der rangniedrigste rein kann ohne von den anderen eine auf den Deckel zu bekommen.
- Du brauchst einen, vor Feuchtigkeit geschützten, Platz für Futter
- Heu muss selber gekauft werden und ist nicht billig, je nach Marktlage, kann das schon zum Problem werden.
- Fließend Wasser muss ebenfalls vorhanden sein.
- Futter 3 mal täglich ( kommt wieder auf das Weideangebot und das Pferd als Individuum an)
- Du musst einen guten TA und Schmied zur Hand haben und selber die Termine für Hufbearbeitung und Impfungen planen können.
- Ihr braucht eine befestigte Miste. Müsst dabei auch wieder ( wie mit dem Unterstand) mit der Stadt abklären ob so ein Bau überhaupt gestattet wird, vor allem bezüglich Grundwasser.
Fazit zur Eigenregie: Nur empfehlenswert nach jahrelanger Erfahrung im Pferdebereich, sehr gute Kenntnisse im Bereich Fütterung & Haltung und wenn man es nicht des Geldes wegen macht. Das sind mehrere tausend Euro die Ihr erst mal in die ganze Sache stecken müsst, von Luft und Liebe kommt so etwas nicht.
Grundsätzlich beim Pferdekauf ist es so ähnlich.
Ein
gesundes Pferd, welches sicher an den Hilfen steht und dazu noch eine "angenehme" Größe hat, ohne schwere Rittigkeitsprobleme, fängt oft bei 5000 € an. Dazu kommt die Ankaufsuntersuchung die immer gemacht werden muss, sonst ist das Geschrei nachher groß, wenn das Pferd einen Mangel hat.
Dazu kommen Zusatzkosten für Zubehör. Sattel, gebraucht rechnet man mit ca 500 €, dann muss er zumindest noch vom Sattler kontrolliert werden, wenn man dem Pferd keinen körperlichen Schaden durch das Zubehör beschaffen möchte.
Dann kommt noch Trense und Gebiss, wenn das nicht beim Pferd dabei ist. Gebiss muss sitzen, sonst kommen da die nächsten Probleme.
Dann kommt die Suche nach einem Trainer der dich vor allem in der ersten Zeit mit dem Pferd unterstützt und Euch dazu verhilft ein Team zu werden.
In Sachen Pferd zu sparen, geht oftmals zu Lasten der Selbigen. Das es nicht immer die Markensachen sein müssen ist klar. Aber sicher braucht dein Pferd die optimale Versorgung. Rechne grundsätzlich mit 500 € im Monat. Zusätzlich immer was zur Seite legen falls mal was großes ansteht. ( Jedes Pferd wird mal Krank und dann geht das ganz ganz schnell in die Tausende, die man beim TA lassen muss)
So. Roman ist fertig
