Welpe alleine halten wirklich artgerecht?

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  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #1
Chat_Sauvage

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Hallo zusammen!

Seit ca. 2 Stunden stöber ich nun auf einer Hompage. Dort stellt sich eine Frau vor, die einen großen Hof und etliche Tiere besitzt.Was sie schreibt und berichtet ist wirklich total interessant.

Nun bin ich aber auf ihre persönliche Aussage gestoßen, dass es in ihren Augen nicht artgerecht ist, einen Welpen einzeln zu halten
Warum, wieso und weshalb kann ich auf Wunsch gerne noch genauer erläutern. Bei dieser Behauptung spricht sie rein aus eigener Erfahrung, das sie sich bewusst zwei Welpen zugelegt hat, um dieser Sache auf den Grund zu gehen und Vergleiche zu ziehen.

Da bei uns noch dieses Jahr ein Hund und wahrscheinlich sogar ein Welpe einziehen wird, wollte ich mal wissen, wie ihr das seht.

Lg
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht?

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  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #2
Also ich finde wenn ein Welpe mehrmals die Woche die möglichkeit bekommt mit anderen Hunden zu Spielen reicht das.

Das warum würd ich gerne ma wissen. :D
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #3
Warum, wieso und weshalb kann ich auf Wunsch gerne noch genauer erläutern.

Hier! Ich wünsche. :D

Und müssen es bei ihr wirklich zwei Welpen sein oder geht auch ein Welpe zu einem älteren Hund dazu? Also Hauptsache 2 Hunde? Oder darf man erwachsene Hunde dann allein halten?
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #4
Bei Hunden ist das wohl immer so eine Sache. Im Prinzip wären zwei Welpen in meinen Augen auch besser als einer, aber das ist einfach kaum machbar. Zumindest nicht alleine.
Ich behaupte einfach mal, dass einem Hund normalerweise täglicher Kontakt auf Spaziergängen reicht. Gut, nun begegnet man nicht jeden Tag anderen Hunden, aber doch recht oft. Ansonsten gibt es immer irgendwelche Gassitreffs, Hundespielgruppen und zur Hundeschule geht man ja auch.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #5
Komische Aussage von der Frau.

Ich denke mehrmaliger Hundekontakt in der Woche reicht aus. Man müsste mal überlegen was diese Behauptung nach sich zieht:
Wenn ich zwei Welpen nehme, habe ich hinterher auch zwei Hunde, was ist wenn ich aber nur einen will?
Den zweiten nach dem Großwerden vermitteln?
Hunde nur noch in Paaren halten?

Finde ich komisch und vorallem ist es anstrengend mit zwei Welpen (stell ich mir zumindest vor)

Lieben Gruß
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #6
Mich würde auch mal interessieren warum sie das meint. Wir hatten schon 3x Welpen. Der erste ist alleine groß geworden, hatte aber fast täglich Kontakt zu anderen Hunden (auf der Nachbarschaft hat fast jeder einen Hund). Zu den anderen beiden sind wir zufällig gekommen, die sind beide mit unserem bereits erwachsenem Hund aufgewachsen. Unser erster Welpe der allein aufgewachsen ist schien nichts zu vermissen. Unsere Bernidame (war schon 4 Jahre alt als wir sie bekommen haben) war 2 Jahre alleine bei uns und wirkte irgendwie glücklicher und aufgeweckter als wir dann Charlie (als Welpe) bekommen haben. Sie leidet auch sehr, wenn wir im Urlaub sind und sie von Charlie in der Zeit getrennt ist. Prinzipiell kann man einen Welpen schon allein aufziehen, wenn er genug Kntakt zu anderen Hunden bekommt aber es gibt scheinbar auch Hunde die mit Partner glücklicher sind.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #7
ich zitiere mal:

Es ist das 1. mal seit 30 Jahren Hundeerfahrung, dass ich zwei Welpen gleichzeitig aufziehe, und ich komme zu der Überzeugung, dass Einzelaufwuchs von Welpen in keinster Weise artgerecht ist.
Nur durch Bewegung können sich die Welpen wirklich äußern und darstellen. Natürlich geben sie auch Laute von sich, aber diese Art von Kommunikation ist zweitrangig. Sie zwicken und rangeln, ringen sich nieder, schubsen und rempeln, jagen sich gegenseitig, purzeln übereinander, beuteln ihre Halskrausen oder zerren am gemeinsamen Spielzeug. Mit jeder neuen Bewegunsabfolge lernen sie sich selber kennen, weiten ihre Erfahrungen aus, bekommen mehr Zutrauen zu ihren Fähigkeiten präsentieren dem Anderen ihre Persönlichkeit. Sie lernen soziale Kompetenz im gemeinsamen Spiel und steigern zusammen ihre Kraft und Ausdauer.
Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke und Knochen, die nicht immer wieder bis an die selbst empfundene Grenze beansprucht werden, können sich nicht optimal im Wachstum entwickeln

Ich schließe daraus, dass es ihr speziell um den Aufwuchs von Welpen geht.
Mich hat das Ganze ein wenig an die Haltung von Katzen erinnert. Da spielt es bei den Kitten eben eine große Rolle. Bisher dachte ich aber, dass der Hund damit nicht verglichen werden kann, weil Hunde uns Menschen ins Rudel aufnehmen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Komische Aussage von der Frau.

Ich denke mehrmaliger Hundekontakt in der Woche reicht aus. Man müsste mal überlegen was diese Behauptung nach sich zieht:
Wenn ich zwei Welpen nehme, habe ich hinterher auch zwei Hunde, was ist wenn ich aber nur einen will?
Den zweiten nach dem Großwerden vermitteln?
Hunde nur noch in Paaren halten?

Finde ich komisch und vorallem ist es anstrengend mit zwei Welpen (stell ich mir zumindest vor)

Lieben Gruß


Naja, was heißt hier wenn ich aber nur einen will. Das darf man so nicht sehen. Klar, zwei Hunde sind mehr Arbeit, nicht wie bei der Katze. Aber Katzen sollte man auch nicht alleine halten. Entweder dann zwei, oder keine. Sollte das wirklich beim Hund auch so sein, was ich selbst nicht so sehe, dann müsste man sich wohl auch entscheiden. Einen, oder keinen.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #8
Genau das gleiche passiert doch auch, wenn sie mit anderen Hunden spielen die nicht mit im Haus wohnen. Also zb. in einer Welpengruppe oder auch so beim Spazierengehen.

Bei Katzen hat man ja nicht die möglichkeit zb. in eine Kittengruppe zu gehen.

Also ich finde das schwachsinn was die schreibt.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #9
Bei Katzen und Kleintieren ist das was anderes. Kleintiere sollten definitiv nicht Gassi gehen und andere, fremde Tiere/Artgenossen treffen. Bei Wohnungskatzen sollten es auch 2 sein, aber bei Freigängern ist das ähnlich wie bei Hunden, auch wenn hier auch zwei Katzen nicht schlecht sind.

Wer kann sich dann bitte noch Hunde halten? Doppelte Kosten (Futter, Tierarzt, Zubehör,...), Doppelte Arbeit in Bezug auf die Erziehung (man kann ALLEINE nicht mit ZWEI Hunden z.B. in die Hundeschule gehen).
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #10
Was für einen Hund nun besser ist und was nicht, können wir Menschen sowieso niemals zu 100% wissen.
Ich persönlich finde aber auch, dass es nicht nötig ist, zwei Welpen zu halten. Wollte eben nur mal eure Meinung dazu wissen.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #11
Also das was sie beschreibt ist für mich kein Grund das Welpen allein zu halten unartgerecht wäre. Alles was sie beschreibt tun Hunde immer wenn sie miteinander spielen, das ist auch notwendig für den sozialen Aspekt. Dazu reicht regelmäßiger Kontakt zu anderen Hunden z.B. beim Spatziergang, in der Hundeschule etc. Ein Vorteil der mir aufgefallen ist wenn Welpen nicht allein aufwachsen ist, das der Welpe schnell Grenzen kennenlernt (logisch der erwachsene Hund lässt sich nicht alles gefallen) und der Welpe guckt sich ein bisschen das Verhalten des anderen Hundes ab. Ich kann da aber nur von Welpe mit erwachsenem Hund sprechen. Die Welpen die bei uns mit einem erwachsenem Hund aufgewachsen sind waren etwas einfacher zu erziehen als der erste der alleine groß geworden ist. 2 Welpen kann ich mir persönlich gar nciht vorstellen. Ich finde einen Welpen schon super anstrengend mit Erziehung und Co, da brauche ich nicht noch einen 2. von der Sorte.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #12
So, dann sag ich auch mal was dazu...

Ich stimme in so weit zu, dass ich ebenfalls der Meinung bin, dass es deutlich "artgerechter" ist, 2 (oder mehr) welpen gemeinsam aufzuziehen. Am artgerechtesten wäre es, die welpen im Rudel groß zu ziehen udn im Rudel zu halten... joa, soweit so gut.

Die Realität sieht anders aus. 2 welpen gemeisam zu halten ist sehr sehr schwierig und wie man es auch dreht und wendet, man wird es kaum schaffen beiden gerecht zu werden. Es ist ja schon schwieig einen Welpe zu erziehen, zwei sind ein ganz anderes Kaliber und es bedarf mehr als doppeltem Aufwand. Auch kann natürlich nicht jeder ein Rudel halten. Muss ja auch nicht.
Wobei ich persönlich wohl nie wieder einen einzelnen Hund halten werde... wenn ich die stinktiere so beobachte wie sie interagieren^^

naja, jedenfalls würde ich empfehlen immer nur einen welpe auzuziehen. allerdings muss regelmäßiger hundekontkt und vorallem auch kontakt zu gleichaltrigen gewährleistet sein. Das gilt aber auch, wenn der welpe zu einem älteren ersthund kommt. Zudem muss man sich bewusst sein, dass der Hund ein Rudeltier ist. Das bedeutet wenn kein anderer Hund da ist, bin ich als Halter das Rudel. Ein Welpe kann noch nicht ohne Rudel sein, das bedeutet die ersten Monate darf der Welpe nicht alleine gelassen werden. Das sehe ich bei Rudelhaltung mit älteren Hunden zb etwas anders.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #13
Ich denke, dass es für die Welpen toll ist, wenn sie mit einem gleichaltrigen Welpen am schönsten sicherlich mit einem Geschwisterchen leben können.

Das große Problem, was ich dabei aber sehe ist die Erziehung.
Zwei Welpen gleichzeitig stubenrein zu bekommen grenzt an eine Meisterleistung.
Wenn die Racker wach werden müssen sie sofort raus, das Gleiche alle zwei Stunden und nach dem Fressen.
Sollte es sich dann nicht um kleine Hunde (Chihuahuas oder Zwergpudel o.ä.) handeln wird das nach spätestens 8 Wochen (Welpenalter dann 16 - 20 Wochen) eine lustige Angelegenheit.
Stellt euch vor - jeder Welpe wiegt um die 8 - 10kg und muss regelmäßig z.b. aus der 1. Etage runtergetragen werden um Gassi zu gehen.
Dann wird die Sauberkeitserziehung noch dadurch erschwert, dass die Welpen gerne mitten im Spiel innehalten und ihr Geschäft verrichten...

Die Gehorsamserziehungen / Unterordnungsübungen kann man nur mit jeweils einem Welpen machen, da sonst eine Erziehung im eigentlichen Sinn nicht zustande kommen kann. (hier kann Hexe76 mit ihren beiden Lurchern Cassy und Duke ein Lied von singen)
Hundeplatz und/oder Hundesport kann auch immer nur mit einem Welpen gemacht werden. Wenn man nicht zu zweit ist (Herrchen und Frauchen) und jeder mit einem Hund arbeitet - ist das eine extrem schwierige Angelegenheit..
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #14
in der welpengruppe in der ich mit dana war, waren leute mit 2 welpen. die tochter hatte dann einen und der vater den anderen.
nur konnte sich leider keiner der beiden auf übungen der sogar auf andere hunde konzentrieren, solange der andere da war... sehr schwierige angelegenheit also
eigentlich müsste man 2 seperate welpengruppen besuchen. dann gibt es 1. das problem dass wohl die meisten hundeplätze nur einen anbieten und 2. wo man den anderen welpe solange unterbringt
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #15
Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass es für einen Hund toll ist, einen anderen Hund im Haus zu haben, sodass er stets sozialen Kontakt haben kann.
Aber zusätzlich zu den von meinen Vorschreibern vorgebrachten Nachteilen konnte ich bei meinen bisherigen Hunden beobachten, dass sie den Kontakt zwar genossen, aber auch ihre Ruhe brauchten.
Beide fanden gemeinsame Spaziergänge, kuscheln und spielen immer toll, waren aber auch dankbar, wenn sie sich dann alleine mit mir zurück ziehen konnten oder wir einen Spaziergang alleine unternahmen.

Den Unterschied zur Katze sehe ich in den möglichen Sozialkontakten. Hunde können Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen, zum Beispiel beim Spaziergang. Katzen dulden keine fremden Katzen in ihrem Revier und treffen sich nicht zum Spielen im Garten. Eine einzeln gehaltene Katze wird nie mit einer anderen Katze spielen, das liegt nicht in ihrer Natur. Hunde sind in diesem Sinne "toleranter", was fremde Artgenossen angeht.

Und auch ich stelle mir das toll und süß vor, wie die Welpen miteinander spielen, aber wo kommt man da als Mensch noch unter? Man kann dann nur schwer eine richtige Bindung zu beiden Hunden aufbauen. Meiner Meinung nach "braucht" ein Hund den zweiten Hund also nicht unbedingt, zumal das Argument mit dem Muskelaufbau meiner Meinung nach nicht zählt. Bestimmte Bewegungsabläufe, die ein Hund beim Spielen mit anderen Hunden nutzt, nutzt er so wie ich das beobachten konnte auch beim Spielen mit dem Menschen oder dann eben in der Welpengruppe.

Ich glaube auch nicht, dass ein zweiter Welpe im Haus zwingend nötig ist, damit der Hund bestimmte Bewegungen lernt, eine gute Sozialisierung erfährt, Muskeln aufbaut oder "sich selbst kennen lernt". Ich will damit in keinster Weise abstreiten, dass Rudelhaltung toll und artgerecht für Hunde ist, aber zu sagen, einen Welpen alleine aufzuziehen sei es nicht finde ich sehr hoch gegriffen und ehrlich gesagt auch übertrieben. Mir scheint eher, dass die Dame - zurecht - begeistert von den süßen spielenden Welpen war und das so drollig fand, dass sie dies nun immer so handhaben wird. Aber deshalb muss man die Einzelhaltung von Hunden noch lange nicht abwerten. Mich würde außerdem interessieren, wie das ganze dann geklappt hat, als die Hunde älter wurden :eusa_think:. Wenn ich da an manche User denke, bei denen sich die Geschwisterpaare in einem gewissen Alter fast zerfleischen :shock:.

LG
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #16
Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass es für einen Hund toll ist, einen anderen Hund im Haus zu haben, sodass er stets sozialen Kontakt haben kann.
Aber zusätzlich zu den von meinen Vorschreibern vorgebrachten Nachteilen konnte ich bei meinen bisherigen Hunden beobachten, dass sie den Kontakt zwar genossen, aber auch ihre Ruhe brauchten.
Beide fanden gemeinsame Spaziergänge, kuscheln und spielen immer toll, waren aber auch dankbar, wenn sie sich dann alleine mit mir zurück ziehen konnten oder wir einen Spaziergang alleine unternahmen.

Dem kann ich auch zustimmen. Unsere beiden sind zwar gern zusammen und raufen, schmusen und spielen ein bisschen (Holly ist schon ziemlich alt und deshalb schon sehr ruhig) aber sie haben auch jeder gern seine Ruhe. Wir würden auch keine Hunde mehr einzeln halten, mit nur einem ist es irgendwie als ob da was fehlt aber 2 Welpen gleichzeitig würde ich trotzdem niemals machen, ich glaub da würde ich echt irre werden. Ein großer und ein Welpe ist allerdings ein sehr schönes Bild wie ich finde und unsere Hunde schienen bis jetzt auch alle sehr zufrieden gewesen zu sein :083:
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #17
Naja ich habe 2 Hunde, jedoch habe ich den zweiten dazu geholt, als mein erster Hund 4 Jahre alt war. Ich stelle es mir für die Welpen schon sehr schön und toll vor, wenn sie mit einem anderen Welpen aufwachsen. Aber ich glaube, dass das sehr schwierig ist. Zu Zweit sind sie stark, schauen aufeinander, und es wird sicher schwieriger sich für 2 Welpen interessant zu machen, da sie einen ja nicht mehr wirklich brauchen, da sie ständig einen Spielkameraden haben.
Auch, wie soll das in der Hundeschule mit 2 unerzogenen Hunden gehen? Mit Welpen die sehr ungeduldig sind und nicht warten wollen, bis sie mit dem Training drann kommen...
Natürlich reizt es mich auch, irgendwann vielleicht mal Wurfgeschwister zu nehmen, aber ob ich so viele Nerven dafür habe?
Es gibt ja auch Hunde, die lieber alleine sind... Also ich habe ein besseres Gefühl, wenn ich einen Hund erzogen habe, weiss, ob er andere Hunde so gerne hat, dass er auch sein Heim mit einem anderen teilen würde, und erst dann hole ich mir einen zweiten dazu.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #18
Ist echt toll, wie sie das beschreibt mit den Welpen. Habe echt lange gelesen, aber als ich auf diese eine Behauptung gestoßen bin, musste ich nachdenken.
Und ich stimme euch auch zu, es ist bestimmt toll für den Welpen, aber für den Großteil der Bevölkerung geht das an die Grenze. Ich könnte mir nicht vorstellen, zwei Welpen groß zu ziehen. :shock:
Das mit der Bindung zum Menschen hat sogar sie selbst bemägelt. Ihre größte Sorge war, dass sich die Hunde komplett aneinander orientieren. Das war auch lange Zeit so. Es fing erst an, als alle drei (Sie hat noch eine 13 Jahre alte Australian Sheperd Hündin) ihre Stellung im Rudel geregelt hatten. Auch die beiden Geschwister mussten das klären. Nach und nach haben sie dann eine feste Bindung zu ihr aufgebaut.
Es hört sich nach dermaßen viel Stress an, das möchte ich wohl keine 5 Minuten testen. :)
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #19
Hmm ich finds irgendwie schwierig. Wie weit sollte man wirklich gehen, um artgerecht zu halten? Heutzutage gibt es ja viele "Forscher", die Wölfe in Freiheit und in Gefangenschaft beobachten und versuchen, das auf den Haushund zu übertragen. Da stellt sich mir schon die Frage, welche Beobachtungsform zum Hund eher passt, denn beide unterscheiden sich. Bei Wölfen in Gefangenschaft geht es rauer zu, als bei Wölfen in der Freiheit.

Weiter frage ich mich, wo "artgerecht halten" noch Sinn macht. Wenn es wirklich artgerechter ist, zwei Welpen (oder mehr) auf einmal zu halten, dann wäre es ja auch artgerecht, die Hunde irgendwann wegzuschicken. Zumindest bei Wölfen ist es ja oft der Fall, dass die Jungwölfe irgendwann das Rudel verlassen, um ein eigenes Rudel zu entwickeln. Eine ähnliche Rolle haben unsere Hunde ja auch. Es steht ihnen nicht zu, sich im bereits vorhandenen Rudel zu vermehren. Wäre es jetzt artgerecht, die Hunde wegzuschicken, damit sie dann ihr eigenes Rudel bilden, weil es artgerecht ist? Wäre Zucht dann noch artgerecht, wo sich doch offensichtlich nicht (nur) die "Häuptlinge" vermehren, sondern auch die "niederrangigen"? Ich finds sehr schwierig, dort eine Linie zu ziehen, auch wenn ich selbst immer dafür plädiere, den Hund so artgerecht wie möglich zu halten und auch großer Fan der Mehrhundhaltung bin, sofern die Bedingungen stimmen. Ich würde allerdings nicht so weit gehen und sagen, dass die Mehrwelpenhaltung artgerechter ist. Zum einen ist es für uns mit der Erziehung kaum umsetzbar und zweitens sind wir so oder so nicht das Rudel, wie es Wolf und Hund eigentlich kennen sollten und das wissen sie auch, wir sind nämlich mieserable Hunde^^

Mein Fazit: Solange es adäquaten Ersatz für Welpen/Hunde gibt, braucht man auch keine Mehrwelpenhaltung, zumal es ja auch Würfe geben kann, wo tatsächlich nur ein Welpe überlebt/geboren wurde. Dennoch würde da doch nie jemand auf die Idee kommen, dass jenes Rudel mit so einem Wurf nicht artgerecht sei.
 
  • Welpe alleine halten wirklich artgerecht? Beitrag #20
zumal es ja auch Würfe geben kann, wo tatsächlich nur ein Welpe überlebt/geboren wurde. Dennoch würde da doch nie jemand auf die Idee kommen, dass jenes Rudel mit so einem Wurf nicht artgerecht sei.

hmm eigentlich schon.
wenn nur ein welpe geboren wird/überlebt ist das für die entwicklung ziemlich bescheiden.
Viele Züchter nehmen dann zu dem einzelwepe welpen dazu, deren Mutter verstorben ist, damit der welpe nicht alleine aufwächst.
Bei Chihuahuas fällt sehr häufig nur ein welpe, deswegen haben die sehr viele Züchter immer 2 Würfe parallel, damit es dann dennoch gleichaltrige Welpen im haus gibt auch bei einzelwelpen.
Hunde de einzeln aufwachsen (damit meine ich die ersten 10 wochen) sind schwierig. und ehrlich gesagt würde ich wohl keinen einzeln aufgewachsenen nehmen, wenn ich die wahl habe.
 
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