- R.I.P. Giotto - mein kleiner, weltbester Moffelkopp Beitrag #1
Tompina
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„Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können.“
wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können.“
(Der kleine Prinz – Antoine de Saint-Exupéry)

GIOTTO
*01.01.1999 +29.06.2012

GIOTTO
*01.01.1999 +29.06.2012
Mein kleiner, alter Mann, mein Sto, mein Moffelkopp, mein Bärchen,
was soll ich schreiben? Was soll ich dir mit auf die Reise geben?
Buchstaben und Worte vermögen nicht zu beschreiben, wie ich mich fühle.
Ohne dich. Nicht im Geringsten vermögen sie das.
Kennenlernen konnte ich dich vor über fünf Jahren.
Lieben lernen durfte ich dich in den vergangenen 14 Monaten.
14 Monate. Über ein Jahr. Über 365 Tage. Und doch zu kurz. Viel zu kurz.
Du kamst in mein Leben. Unscheinbar. Leise.
Du bliebst in meinem Leben. Unaufgeregt. Wie als wärst du schon immer da.
Du bist Teil meines Lebens. Unauslöschlich. Für die Ewigkeit.
Du gingst aus meinem Leben. Unscheinbar. Leise.
DU FEHLST.
Jetzt schon. Unendlich. Schmerzhaft. Zerreißend heftig.
Ich starre dein Körbchen an unter dem Schreibtisch. Leer.
Wie als wärst du nur kurz aufgestanden um auf die Terrasse zu gehen.
Aber du bist nicht auf der Terrasse. Du kommst nicht wieder. Nie wieder.
Wer wiegt mich denn jetzt mit gleichmäßigem Schnarchen in den Schlaf?
Schmatzend. Zufrieden. Friedlich. Beruhigend.
Wer weckt mich am Morgen mit einem grunzenden Überschlag auf mein Bett?
Fröhlich. Lebenslustig. Voller Tatendrang und Aktionismus.
Wer hypnotisiert ab heute den Kühlschrank?
Ausdauernd. Stundenlang. Und doch ohne Erfolg.
Wer geht jetzt beim Spazierengehen verloren?
Eigensinnig. Vollkommen selbstverständlich in die andere Richtung laufend.
Wer wälzt sich jetzt in jedem noch so kleinen, stinkenden Etwas?
Begeistert. Euphorisch. Und hinterher herrlich duftend.
Wer planscht jetzt in den kleinsten Pfützen?
Vollkommen verzückt. Mit Hingabe und Feuereifer.
Wer sieht mich jetzt an aus großen, braunen Kulleraugen?
Offen. Liebevoll. Mit der Weisheit des Alters.
Wer, wenn nicht du?
Wer, wenn nicht du - mein kleiner alter Mann, mein Sto, mein Moffelkopp, mein Bärchen.
Ich starre dein Körbchen an. Die Kuhle, die du heute Nacht gelegen hast. Die Reste deines letzten Ochsenziemers.
Deine Haare, die das Kissen übersäen.
Ich starre. Fassungslos und unendlich traurig. Weil ich weiß, dass ich dich verloren habe. Verloren an den verdammten Krebs.
An die Tatsache, dass ihr Hunde uns Menschen einfach nicht ein ganzes Leben begleiten dürft.
Ich weine. Weine um dich. Dein weiches Fell. Deine Begeisterungsfähigkeit. Deinen Eigensinn. Deinen herrlich einzigartigen Charakter.
Dein Wille mir zu zeigen, dass man auch im Alter noch so manchen Unsinn anstellen kann. Deine Fähigkeit mich zum Lachen zu bringen.
Mein Herz zum Hüpfen zu bringen. Mein Leben schöner zu machen, einfach nur weil du da warst.
Giotto – ich werde dich nie vergessen.
Immer werde ich mit Stolz von dir erzählen.
Mit Stolz und einem kleinen Tränchen im Auge.
Ich werde dich in meinem Herzen behalten. Fest. Für immer.
Du bist nicht mehr da. Nicht mehr greifbar, aber in meinen Gedanken lebst du weiter. Bis in die Ewigkeit.
Kleiner Mann, ICH LIEBE DICH, vergiss das bitte nie!
