
Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände
und Erinnerungen Stufen wären,
würden wir hinaufsteigen und Dich zurückholen.
(unbekannt)
Sind es tatsächlich schon drei Monate?
Drei Monate ohne dich?
Das Leben geht weiter, einfach so.
Nur ohne dich.
Beruhigend - irgendwie.
Beunruhigend aber auch.
Es macht Spaß darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn nächstes Jahr eine Podenca einzieht.
Sicher ein Schritt den ich auch mit dir gegangen wäre - es soll ja kein Ersatz sein, sondern die Erfüllung eines langgehegten Traumes.
Aber es soll zwar kein Welpe werden, dennoch ein jüngerer Hund.
Jünger als du es warst, als du einzogst.
In der stillen Hoffnung, dass mir dann mehr gemeinsame Zeit bleibt - wissen kann man es nie.
Ich habe nämlich eine kräftige Lektion durch dich gelernt.
Man kann sich vorbereiten, kann mit dem Verstand jedes Detail planen und analysieren.
Man kann sich von Anfang an sagen, dass es absehbar ist, dass es nicht für immer sein wird.
Man kann versuchen sich dagegen abzuschotten, es nicht an sich heranzulassen.
Man kann immer und immer wieder die Vernunft sprechen lassen, die sagt, dass es ist wie es ist und man es nicht ändern kann.
Ja, all das kann man.
Aber man kann sich nicht wehren, wenn die Liebe einen überkommt.
Wenn man merkt, dass eben jenes Wesen gegen das man sich aus Selbstschutz abzuschotten versucht,
genau das ist, was dem Leben bis dato gefehlt hat.
Wenn man merkt, dass das Herz viel mehr zu sagen hat als der Kopf.
Dass es egal ist, ob man 14 Jahre oder 14 Monate miteinander verbringt,
dass es keine Rolle spielt, was die Vernunft zu sagen hat,
dass alles andere unwichtig ist,
wenn es einfach passt, wenn es stimmt, wenn es sich von der ersten Sekunde an richtig anfühlt.
Und bei uns beiden hat es gepasst.
So gut, dass ich es bereue dich nicht schon früher genommen zu haben.
Du warst nicht geplant, nicht ausgesucht. Du bist einfach passiert.
Und trotzdem hast du eine so tiefe Lücke hinterlassen, dass ich Angst bekomme.
Angst vor dem Tag, da du Lupina oder Tom zu dir holen wirst.
Ich habe das Gefühl dann müsste die Lücke noch tiefer sein. Noch schmerzhafter.
Und dann bekomme ich Angst, weil ich weiß, dass es tiefer und schmerzhafter eigentlich nicht geht.
Du fehlst so sehr. Jeden Tag.
Gerade sitze ich wieder da und weine.
Weine um dich.
Obwohl ich weiß, dass ich es nicht hätte ändern können.
Dass ich dir Schmerzen erspart habe.
Dass es richtig war.
Dass es gut ist wie es ist.
Mein Moffelkopp, ich liebe dich!