Kastrationschip bei Katzen

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  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #1
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Jessica91

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Hallo ihr Lieben,
Ich weiß ncith, ob dieses Thema erlaubt ist, da es indirekt ja auch wieder etwas mit Zucht und Vermehrung zu tun hat. Also wenns nicht angepasst ist einfach schließen.
Wie viele ja vielleicht wissen gibt es ja einen Kastrationschip für Hunde (auch bekannt als Suprelorin Implantat)
Aus purer Interesse habe ich heute mal gegoogelt, ob es das auch für Katzen gibt.
Und tatsächlich :shock: es gibt diesen Chip auch für Katzen und er wird anscheinend oft bei Züchtern angewendet.
Sowas wäre ja eigentlich vorteilhaft für Katzen oder Kater die aus gesundheitlichen Gründen nicht normal kastriert werden können aufgrund des Narkoserisikos z.B.
Bei Kater hat es anscheinend wenig Nebenwirkungen, bei Katzen hält die Wirkung des Implantates länger an und auch nach Entnahme des Chips zeigte sich erst nach einem halben Jahr wieder eine Rolligkeit.
Der Chip funktioniert wie bei den Hunden auch, indem in den Hormonhaushalt eingegriffen wird.
Während der Chip drin ist verhält sich die Katze oder der Kater wie ein Kastrat, d.h. der Stoffwechsel verändert sich, es kann zu einer Gewichtszunahme führen, es wird nicht markiert, etc. Wenn der Chip draußen ist ist alles wieder wie im unkastrierten Zustand.
Und darin sehe ich ein kleines Problem. Ich habe (noch) kein Tiermedizin studiert, aber ich finde das eigentlich schon einen recht großen Eingriff in den Hormonhaushalt. Ich finde es okay, wenn man dann den Chip für längere Zeit benutzt. Aber wenn man dann einmal den Chip hat, dann nichts mehr, dann wieder den Chip etc. das finde ich nicht so gut und das ist glaube ich auch weniger gesund für die Katzen. Wobei es momentan eher weniger Studien darüber gibt, weil wenige Katzen mit einem Chip kastriert werden.
Was haltet ihr von so einem Implantat?
Liebe Grüße an alle
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #2
Hey,

Ich kann dir dazu mal meine Meinung aus Sicht eines Hundehalters sagen:
Bei Hunden ist der Chip eine tolle Möglichkeit, um vor der eigentlichen Kastration einmal auszuprobieren, wie der Hund auf den Eingriff reagieren würde, ob er ein Ausweichverhalten entwickelt, ob sie andere Angewohnheiten legen usw.. Bei einmaliger Anwendung ist es für den Hund auch kein derartiger Stress, allerdings ist es auch hier keine Dauerlösung (es wird auch in Prospekten beim TA darauf hingewiesen), der Chip taugt lediglich als eine Art "Versuch".

Aus Sicht eines Katzenhalters frage ich aber - Wozu?
Wenn ich kein Züchter bin gibt es für mich keinen Grund, diesen Chip einzusetzen.
Züchter greifen gerne darauf zurück, das habe ich auch schon gehört und gelesen, aber toll finde ich es nicht.
Wie du schon angemerkt hast dürfte es für das Tier großen Stress bedeuten, immer wieder von totaler Hormonlosigkeit in die absolute Geilheit geschubst und dann gleich wieder zurück geholt zu werden.
Ich bin bei Katzen sowieso nicht wirklich ein Fan von Zucht und auch nicht von allem begeistert, was da so gemacht wird.

Zum Narkoserisiko fällt mir gerade kein Beispiel ein (außer Ataxie und da geht es mit Inhalationsnarkose), deshalb kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es Fälle gibt, in denen der Chip nötig ist.
Und außerdem reagieren Katzen meist empfindlicher auf Spritzen und Depots unter der Haut, wie ist das mit dem Chip? Ist da vermehrt mit einer Art Impfsarkom zu rechnen? Das würde mir nämlich auch Bauchschmerzen bereiten.

LG
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #3
Wie viele ja vielleicht wissen gibt es ja einen Kastrationschip für Hunde (auch bekannt als Suprelorin Implantat)
Aus purer Interesse habe ich heute mal gegoogelt, ob es das auch für Katzen gibt.
Und tatsächlich :shock: es gibt diesen Chip auch für Katzen und er wird anscheinend oft bei Züchtern angewendet.

Gibt es den tatsächlich für Katzen? Oder wird da einfach einer für kleine Hunde verwendet :eusa_think:? Ich kenne es von den mir bekannten Züchtern bloß so, dass der Chip reichlich umstritten ist und auch nicht jeder TA den setzt.
Ich kenne nur Züchter, wo der Chip bei Katern eingesetzt wurde, die Katzen bekommen statt dessen die Pille. Bei den Katern ist aber wohl die Wirkungsdauer recht unterschiedlich. Bei einem mal 6 Monate, bei anderen länger als 1 Jahr.
Was ich davon halte? Bei Deckkatern bei einem seriösen Züchter ist das vielleicht eine Möglichkeit ihnen das Leben in der Gruppe zu ermöglichen (oft leben die Deckkater ja nun in großen Freigehegen, einfach weil man die wenigsten potenten Kater problemlos in der Wohnung halten kann), ansonsten sehe ich dazu keinen Anlass.
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #4
Ich habe jetzt nichts über verschiedene Chips bei Hunden und Katzen gelesen, es hat der selbe Name und der selbe Wirkstoff. Also nehme ich auch an, dass es der selbe ist :eusa_think:
Ich habe im Internet eine Züchterseite gefunden, die Züchterin ist auch TÄ und hat das bei einem Kater und einer Katze ausprobiert.
Bei dem Kater weil er frühreif war und sie ihn deswegen noch nicht kastrieren wollte und der Katze wollte sie keine Pille geben weil sie viele Nebenwirkungen hat.
Ich bevorzuge ganz klar die Kastration, aber wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht geht würde ich mir überlegen, was für ein Risiko ich eingehe, das Narkoserisiko oder das Risiko eines Sarkoms o.ä.
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #5
Ich bevorzuge ganz klar die Kastration, aber wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht geht würde ich mir überlegen, was für ein Risiko ich eingehe, das Narkoserisiko oder das Risiko eines Sarkoms o.ä.

Gut, das wäre auch noch ein Argument: wenn eine NArkose absolut nicht möglich ist :eusa_think:.
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #6
Kann mir mal einer sagen, wann das der Fall ist?
Vielleicht fehlt mir da die Vorstellungskraft, aber mir fällt kein Grund ein, wieso nicht wenigstens eine Inhalationsnarkose möglich sein sollte :eusa_think:.

LG
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #7
Ich würde spontan vielleicht bei einem schweren Herzproblem nach Alternativen schauen :eusa_think:. Das ist eher eine Entscheidung von Fall zu Fall und das würde ich dann auch mit dem TA absprechen.
Bei meiner Tisha war zum Schluss z.B. wegen einer Epilepsie nicht klar, ob sie überhaupt noch mal aus einer Narkose wach wird und die TK, in der ich da war, ist wirklich gut. Die haben mir aber ganz ehrlich gesagt, dass sie mir nichts versprechen könnten, wenn ich nochmals eine Untersuchung in Narkose wünschen würde.
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #8
Nun gut, aber bei der Kastra reden wir ja eher von jungen Katzen.
Selbst mit Herzerkrankung geht man da das Risiko einer Narkose eher ein, zum einen ist die Katze körperlich meist noch fitter als eine alte Katze mit derselben Erkrankung, zum anderen ist die Narkose bei einer Kastra verhältnismäßig kurz. Ich denke, dass es seltene Einzelfälle wären, in denen eine Narkose/Kastra nicht möglich wäre, wobei das sicher in den meisten Fällen dann auch wieder nur eine Frage der Zeit ist (bei Verletzungen zum Beispiel, die zuerst behandelt werden müssten).
Ich finde den Chip daher einfach unnötig für Katzen, zumindest für den "Hausgebrauch".

Ich meinte auch nicht unbedingt ein kleines Sarkom, ich dachte eher an Abstoßungsreaktionen was den Chip angeht. Katzen sind da wie gesagt sehr empfindlich, ich kann mir vorstellen, dass es bei den Chips dann - zumindest häufiger als beim Hund - zu körperlicher Reaktionen, sprich einer Entzündung kommen kann. Den Chip dann wieder raus zu bekommen dürfte aber nicht gerade einfach sein :eusa_think:.

LG
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #9
Ich finde den Chip daher einfach unnötig für Katzen, zumindest für den "Hausgebrauch".
Da sind wir uns völlig einig ;). So meinte ich das ja: absolute Ausnahmen mag es geben (durchaus auch bei jungen Katzen), bei Züchtern mag es - zumindest für die Züchter - auch Gründe geben und vielleicht sogar vom Vorteil für die Kater sein, was die Haltung angeht. Aber ansonsten ist das über.
 
  • Kastrationschip bei Katzen Beitrag #10
@Mischling u. Ina: Kann mich euch nur anschließen, würde den Chip auch nur in Ausnahmefällen verwenden, wenn die Tiere krankheitsbedingt nicht kastriert werden können bzw. noch nicht kastriert werden können oder bei Züchtern, damit die Kätzinnen auch ihre Zuchtpausen haben, die Kater nicht so unter Hormonstress stehen, wenn sie nicht im Deckeinsatz sind. Aber für den Katzenbesitzer in einem normalen Haushalt, bin ich auf jeden Fall dagegen, da sollte man die Katzen egal welches Geschlecht so früh wie möglich kastrieren.

Meine Züchterin hatte es mir angeboten, Sue oder Murphy zu chippen, falls die TÄ meint, dass Sue zuviel abgenommen hat bzw. dass der Stress für sie zu groß ist und wir mit der Kastration bei ihr noch warten müssen. Sie war zu dem Zeitpunkt gut 5 Monate alt und hätte Weihnachten kastriert werden sollen, aber da ist ihr Brüderchen ja so schwer erkrankt und musste eingeschläfert werden und sie hatte während seiner Erkrankung und danach fast nichts mehr gefressen. Murphy war beim Einzug schon 8,5 Monate alt und auch noch nicht kastriert, weil er ursprünglich als Deckkater vorgesehen war, die Züchterin hatte aber ihn noch bei den Kätzinnen frei laufend und er hatte noch keine Anzeichen für Geschlechtsreife gezeigt. Aber meine TÄ hat grünes Licht gegeben nachdem sie Sue untersucht hatte und gemeint, dass sie schon OP-fähig ist und gesagt, wenn die jetzt wirklich beide gleichzeitig geschlechtsreif werden sollten, hätte sie bei Sue halt nicht nur die Eierstöcke sondern auch die Gebärmutter entfernt. Aber es ist alles gut gegangen und die beiden wurden ca. 2 Wochen nach Murphys Einzug gleichzeitig kastriert, keiner war inzwischen geschlechtsreif geworden.
 
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