Katze gestorben -- Beerdigen & Familie

Diskutiere Katze gestorben -- Beerdigen & Familie im Katzenkörbchen Forum im Bereich Katzen Forum; Ich bin ganz neu hier im Forum und habe mich wegen einer Frage angemeldet. Meine Katze (~6 Jahre) ist gestorben. Ich schätze sie wurde überfahren...
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #1
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xibaer

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Ich bin ganz neu hier im Forum und habe mich wegen einer Frage angemeldet.

Meine Katze (~6 Jahre) ist gestorben. Ich schätze sie wurde überfahren und hat sich dann zum sterben zurückgezogen. Ich habe sie heute in ihrem Katzenraum gefunden. Da wurde oft nachgeschaut, sie muss da innerhalb der letzten 24h rein gegangen sein. Verschwunden war sie schon seit 3 Tagen. Das hat sie öfter gemacht, ist eine "Draußen-Katze", daher hatte ich mir keine sorgen gemacht.

Laberei Ende...

Ich möchte gerne die Katze beerdigen und ich möchte, dass mein knapp drei Jahre alter Sohn das auch sieht, so dass er sich auch von der Katze verabschieden kann. Er hat bisher noch keine Erfahrung mit dem Tod gemacht. Die ganzen Mäuse und Vögel die, die Katzen auffuttern haben wir nie thematisiert. Meine Frau ist nicht so begesitert davon. Sie würde meinen Sohn lieber anlügen und sagen: "Die hat ein neues Zuhause."

Ich habe nicht prinzipiell etwas gegen Lügen gegenüber Kindern, wenn man Ihnen so viel Freude machen kann (Weihnachtsmann und der ganze andere "Quark") oder eben Schaden von ihnen halten kann (Ist Tod hier etwas?)

Ich finde, das war eine Katze, ein Tier, sie sieht noch tiptopp aus, ist nur eben tot und ist einen für eine Draußenkatze "anständigen" Tod gestorben (verkrochen und in Ruhe gestorben - hätte sie einen Mucks gemacht, dann hätte man das gehört). Da sie noch "gut" aussieht, kann er sie anfassen, merken, dass sie kalt ist und sehen, dass die Katze eben nicht mehr ist. Dann kann man ihr einen (in unserer Gesellschaft) würdigen Abgang gönnen.

Ich finde das kann man einem Kind auch so verkaufen. So weiß er was passiert ist und lernt mit dem Thema Tod umgehen. Das wird ja auch noch mehr passieren. 5/6 Urgroßeltern sind ja schon gestorben.

Naja, hat hier jemand Erfahrung mit dem Thema? Oder einfach eine Meinung dazu?
Ich weiß nicht, wie dieses Forum hier so ist, aber ich würde mich freuen, wenn das Thema Religion hier nicht stattfinden würde.

PS: Ganz nebenbei. Ich könnte Rotz und Wasser heulen, den Monitor vor Frust durch die Wand schlagen. Ich liebe meine Katze. Ich kann meine Gefühle nur nicht ausdrücken, wenn also der Text sich liest wie von einem Tierhasser oder gefühlsleeren Menschen. Ja... das bekomme ich oft gesagt. In mir ist das aber anders. Zeige ich nur nicht. Nur um dieses Problem geht es mir hier nicht. Danke.
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #2
Hey,
zunächst einmal mein Herzliches Beileid!
Also ich hab nicht wirklich Erfahrung mit sowas, deshalb in dem Fall nur eine Meinung.
Wie stand denn euer Sohn zu der Katze? Und hat er schon irgendwie reagiert (also gefragt wo sie ist oder so?)?
Ansonsten würde ich glaub ich einen Mittelweg wählen. Er ist schon noch sehr jung um "knallhart" mit dem Tod konfrontiert zu werden. Ich würde das etwas Kindgerechter verpacken, also zum Beispiel dass die Katze eingeschlafen ist und jetzt ganz lange schlafen wird und im Himmel ist und dort Mäuse jagen kann und sowas in der Art. Also auf jeden Fall positiv, und das es ihr gut geht und so. Ob ihr ihm die Katze zeigen solltet, weiß ich nicht. Zum einen unterstützt es vielleicht diese Schlafenthese, aber zum anderen ist das für nen 3-jährigen vielleicht auch ein bißchen viel...
Das ihr mit ihm vielleicht ne kleine Beerdigungszeremonie macht, ist vielleicht ne nette Idee. Da kann er ihr dann vielleicht auch noch viel Glück auf ihrer Reise in den Himmel wünschen und sich so verabschieden.
Aber ich würde lieber weniger extrem ihn mit dem Thema konfrontieren, sowas lernt er alles noch schnell genug!
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #3
Hallo!

danke für das Bekunden deines Beileids.

Mein Sohn steht gut zur Katze. Er weiß, dass sie "weg" ist, will dass sie wieder kommt. Er kennt das ja schon von ihr. Katze (der Name) war ein Traumfamilientier. Nie gekratzt und der Sohnemann hat auch schnell gelernt wie man mit Katzen umgehen sollte. Katze hat ihn zwar weitesgehend ignoriert, die Erfahrung mit ihr war aber für den Sohn ganz toll. Er mag sie .- "Katze ist mein Freund" sagt er immer.

Die Sache mit dem Himmel ist so eine Sache an und für sich. Wir sind eine agnostische (Tendenz eher zu atheistische) Familie und da passt eine Vorstellung von Himmel nicht. Es gibt für uns im Prinzip zwei mögliche Wege.
1) Die Wahrheit, natürlich nett verpackt, also nicht in der Form "Die ist tot, es gibt sie nicht mehr und das wird allen passieren die du kennst!", sondern eher "Sie ist tot, schläft für immer, es gibt nur noch den Körper und den beerdigen wir. So nehmen wir von Katze abschied und haben einen Platz zu dem wir hingehen können wenn wir wollen." (So grob....)
2) Die Lüge, sie lebt woanders und ist happy (Das ist quasi die Himmerlversion, nur dass unserer "Himmel" eine andere Familie ist. Ändert ja nicht das Prinzip. Nur Religion ist ja so eine Sache. Da kann man sich nicht drüber streiten. Ziemlich blöd wenn zwei diametral verschiedene Wahrheiten aufeinandertreffen. Das klappt nicht.

Zum beerdigen und Katze sehen. Wenn man sie beerdigt, dann muss er sie ja auch sehen. Das wäre ja etwas komisch, wenn man ein Baumwolltuch in ein Loch wirft. In dieser Gesellschaft sind Tote irgendwie total schlimm. Ich finde das ganz natürlich und für mich wichtig. Ich habe meinen toten Großvater gesehen. Viele Menschen haben noch nie einen toten gesehen. Ich weiß nicht, warum das so ein Tabu ist. Das war noch 50 - x Millionen Jahren noch nicht so. Naja, anderes Thema.


Hier noch ein Bild von Katze mit ihrem Bruder Kater (Katze links, Kater rechts (Sorry für das dreckige Rollo, das Fenster kann man nicht öffnen (4m breit), keine Chance das Rollo ohne massig Arbeit zu säubern, war die alte Mietwohnung)). Andere Haustiere heißen nicht nach ihrer Familie. Hund wäre zu blöd. Der Kater hat sich schon von ihr verabschiedet. Hat kurz an ihr geschnüffelt, dann hat er was gefressen. Es geht ihn wohl "sehr" nah. Aber so weiß er, dass es sie nicht mehr gibt. Sonst haben sie ja immer zusammen nach Futter gebettelt. Das hat er jetzt alleine gemacht. Das hat uns schon zu denken gegeben. Das hat er nicht gemacht, wenn sie nur "weg" war. Denn Leckerli gab es eigentlich nur wenn sie zusammen waren. Naja. Blabla. Erinnerungen. War schön. Danke Katze. Danke für ganz tolle Jahre. Danke.

12367331ly.jpg


Und danke für deine Antwort und Zeit, die du dir genommen hast,. bounty89
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #4
Hallo xibaer,
erstmal natürlich auch mein herzliches Beileid zum Tod von "Katze"... Ich fühle mit Dir und habe einen Kloß im Hals, wenn ich Deine Texte lese...

Kennst Du die Geschichte von der "Regenbogenbrücke"?
Dafür braucht man nicht religiös sein, sondern es ist einfach die Vorstellung, dass die verstorbenen Tiere über die Regenbogenbrücke gehen und dort ihre Artgenossen und auch später ihre Menschen wiedertreffen...
Als unsere Farbmäuschen gestorben sind, sind sie für uns auch alle über die Regenbogenbrücke gegangen und leben dort nun glücklich auf einer Käsewolke im Paradies.
Das kann man so oder so sehen, manche halten es für kindisch, andere sehen es als Trost...

Wie das jetzt mit Deinem Sohn ist, weiß ich nicht.... Ich würde eher auch einen "sanften Mittelweg" wählen - also nicht knallhart sagen: "Sie ist tot und kommt nie wieder" - sondern eben wirklich sowas wie "Sie ist für immer eingeschlafen, und da, wo sie jetzt ist - wo auch immer das sein mag - geht es ihr gut"...



Alles Liebe Euch!
seven
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #5
Ich denke, ihr kennt euren Sohn am Besten und wisst deshalb auch, was ihr ihm zumuten könnt, und was vielleicht noch nicht! Es ist vielleicht nicht so einfach sich jetzt wirklich für eine "Geschichte" zu entscheiden, aber überlegt einfach, was es für verschiedene Möglichkeiten gibt und schaut dann, was vielleicht für oder gegen die einzelnen Varianten spricht. Eventuell könnt ihr sowas auch schriftlich machen, dann habt ihr richtig nen Überblick, was denn zur Auswahl steht, und vielleicht findet ihr so auch einen Kompromiss zwischen den Wünschen von dir und deiner Frau.

Wie findest du denn die Idee, dass ihr mit eurem Sohn zusammen eine Art Sarg (ein "neues Zuhause/Bett") aus Karton bastelt, den er dann schön bemalen und bekleben kann. Dann könntet ihr Katze darin "schlafen legen" und sie so beerdigen.

Ich habe gerade noch irgendwo gelesen, dass wohl jüngere Kinder schon verstehen, dass Tod das Gegenteil von Leben ist, es aber noch nicht so begreifen können, wie endgültig das tatsächlich ist. Für sie ist das Lebewesen dann einfach gaanz lange weg (könnte aber schon noch irgendwann wieder kommen). Weiß nicht, ob die Infos vielleicht irgendwie hilft...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Mmh, ich les grad, dass man Kindern eher nicht sagen soll, dass er/sie/ es eingeschlafen ist und nicht mehr aufwacht, weil das wohl Angst vorm schlafen auslösen kann...:eusa_eh:

[VERSTECK][/VERSTECK]
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #6
Ich denke, dass man Kinder nicht in Watte packen muss...
Die verstehen mehr, als man denkt...
Ich würde ihnen jetzt auch nicht knallhart um die Ohren hauen: "Ist tot, kommt nie wieder" - und gerade wenn man eher atheistisch eingestellt ist, kann man da auch wenig "Alternativen" bieten, da ist man - zumindest soweit ich das weiß, man korrigiere mich, wenn ich falsch liege - nach dem Tod eben einfach wirklich tot und weg...
Glaubt man an einen Gott - wie auch immer - glaubt man wahrscheinlich auch an irgendeine Hoffnung auf ein Wiedersehen in einer anderen Welt und an ein Weiterleben nach dem Tod...
Was ich selber glauben soll, weiß ich noch nicht, insofern kann und will ich auch diesbezüglich über gar nichts streiten, da muss sich eben jeder seine eigene Meinung drüber bilden...

Ich würde - wäre es mein Kind - ihm aber tatsächlich sagen, dass die Katze eben für immer eingeschlafen ist und dass sie dort, wo sie jetzt ist, glücklich ist... wo eben auch immer das ist...
Und dass man keine Angst vorm Einschlafen haben muss - denn selbst wenn man nicht mehr aufwachen würde (um diesen Gedanken mal aufzugreifen) wäre man trotzdem an einem Ort, wo es einem gut ginge und wovor man keine Angst haben müsste...

Das ist ein extrem schwieriges Thema, merke ich gerade....
Als mein Opa gestorben ist, war ich 3. Meine Mama hat tagelang geheult, ich habe überhaupt nicht verstanden, warum... Ich kann mich noch gut an meinen Opa erinnern, ich habe viel mit ihm unternommen und habe auch noch einen riesigen Teddy von ihm. Ich weiß noch, dass es ihm wenige Tage vor seinem Tod sehr schlecht ging (Herzinfarkt) - aber ich war nie traurig, dass er gestorben ist.... Mir wurde erzählt, dass er jetzt an einem Ort ist, wo er keine Schmerzen mehr hat, und dass er uns alle von dort aus lieb hat... Ich habe das anstandslos so geglaubt (und glaube es bis heute, wenn auch natürlich reflektierter....) - es war für mich nie ein Problem...

LG, seven
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #7
Hallo xibaer und Willkommen im Forum, wenn auch aus einem traurigen Anlass.

Erst mal tut es auch mir sehr Leid für euch; es gehört dazu, wenn man Haustiere hat, aber es ist immer schrecklich :(.

Ich finde es ganz große Klasse, dass du dir solche Gedanken um deinen Sohn dabei machst und ich muss ehrlich sagen, dass ich die Wahrheit für den richtigen Weg halte. Die Geschichte der Regenbogenbrücke hätte ich dafür nun auch auch vorgeschlagen; das ist etwas kindgerechter und vielleicht auch sinniger als das mit dem Einschlafen :eusa_think:.

In meiner Familie gab es immer Haustiere und ich bin damit groß geworden, dass diese irgendwann sterben.
Die deutlichste Erinnerung habe ich an den Tod von Opas vorletztem Dackel, da war ich grad 8. Berry war knapp 15 und war da seit ich auf der Welt war. Dann bekam er Krebs und als mein Opa mit ihm vom Einschläfern wieder kam, hat Berry eine Kiste mit seiner Lieblingsdecke bekommen, in der er begraben werden sollte. Meine Mutter hat mir - recht sachlich, ich war ja doch etwas älter als dein Sohn - erklärt, dass der Hund gestorben ist und jetzt ganz kalt und steif in seiner Kiste liegen würde, in der er beerdigt werden sollte. Ich durfte dann selbst entscheiden, ob ich ihn noch mal sehen wollte oder nicht. Ich wollte und durfte ihn dann noch einmal streicheln und ihm ein Leckerchen mit in seinen "Sarg" legen.
Du siehst, mir steht diese Erinnerung nach über 20 Jahren noch deutlich vor Augen und es hat mir nicht geschadet. Es war schön, dass ich mich verabschieden und auch richtig weinen und trauern durfte.
Auch wenn du selbst etwas Probleme damit hast, deine Gefühle zu zeigen, solltet ihr ihm auf jeden Fall sagen, dass es in Ordnung ist, wenn er traurig ist. Richtig trauern gehört dazu, auch wenn gerade Leute ohne Haustiere das oft nicht verstehen (können).
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #8
Danke für eure Beiträge, bounty und seven,

die Idee "Regenbogenbrücke" kenne ich. Mal schauen, ob wir davon etwas adaptieren wollen. Ich selber sehe die Regenbogenbrücke allerdings auch als Lüge an (also ich glaube nicht daran) und zum einem Lüge ich nur in sehr ausgewählten Momenten und nur dann wenn es meiner Meinung nach ehrlich gewinnbringend ist. Zudem ist mein Sohn seit Ewigkeiten in der warum Phase. Das wäre mit der Regenbogenbrücke vielleicht etwas was nach hinten losgeht. Zumal er zum Regenbogen hinfahren wollte (Vielleicht aus einer Geschichte aus der KiTa?) und der böse Papa ihm erklärt hat, dass das nicht geht. (Und viel mehr bis ich mit meiner Physik für Kinder nicht mehr weiter gekommen bin)
Aber danke, dass du das nochmal erwähnst. Da habe ich gar nicht dran gedacht und da schaue ich gleich mal, ob ich was gutes herausfischen kann.

Danke auch für den Hinweis mit immer Einschlafen/Angst. Guter Punkt. Er will schon keine Prinzessin mehr sein, da eine gewissen Prinzessin so lange geschlafen hat... Da hat er gefragt ob die dann nicht einmal am Wochenende aufwacht um Zug zu fahren. Das habe ich bejah und schwupps hat er festgesellt. Das will er nicht, er will keine Prinzessin sein.

Danke nochmal für die Zeit, die ihr euch für mich nehmt. Vielen Dank.

[edit] Frage an seven mit den Tieren, die er/sie hat ist geklärt. Ich habe den TExt unter seine Avatar gelesen. Sorry. Daher habe ich die Frage gelöscht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #9
Erstmal: Mein Beileid zu eurem Verlust :(

Dann, ich habe während meiner Ausbildung beim Tierarzt die Erfahrung gemacht, dass Kinder es viel besser wegstecken, als Erwachsene, dass ein geliebtes Tier nicht wiederkommt. Und das es für Kinder viel einfacher zu verstehen ist, das das Tier nicht wieder kommt, wenn sie es Tod sehen, bzw. sehen wie es beerdigt wird.
Wenn man eine schöne Zeremonie abhält und es dem Kind gut erklärt, kann es das sehr gut verarbeiten und behält den Tod nicht als etwas verstecktes, unheimliches in Erinnerung.
Oft machen es Eltern so, dass sie ohne das Kind zum Tierarzt fahren, um es erlösen zu lassen und es auch alleine beerdigen. Gerade die älteren Kinder verstehen das nicht und glauben teilweise sogar, die Eltern hätten das Tier einfach weggegeben.
Inzwischen sagen wir Eltern, dass sie ihre Kinder ruhig mitnehmen sollen. Sie müssen nicht dabei sein, wenn es das Tier eingeschläfert wird, aber sie sehen es danach nochmal und meine Chefin erklärt ihnen genau und für Kinder sehr verständlich, warum das Tier jetzt so tief schläft und nicht mehr aufwachen muss.
Klar ist das für viele Kinder ein Schock und sie weinen - aber sie verstehen es auf ihre Weise und können es gut und schnell verarbeiten, wenn man es ihnen zeigt und erklärt. Und oft sagen uns auch die Eltern danach, dass es gegen ihre anfänglichen Bedenken, genau das richtige war.
Das sind jedenfalls die Erfahrungswerte, welche ich gemacht habe. Ich hoffe ihr kommt zu einer Guten Lösung :)
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #10
Oh. Da kamen ja noch neue Beiträge. Danke auch Ina. Schön, dass du das auch so siehst. Und danke für den Bericht über deine Erfahrungen. Das bestärkt mich.

Soeben haben wir uns auch entschieden. Wir werden die Katze im Garten, schön tief, begraben, meine Frau ist nun auch dafür und der Sohn macht bei dem Ritual mit. Einen eigenen Sarg basteln ist noch zu viel für ihn. Auch bemalen geht noch nicht so gut. Vielleicht tun wir alle etwas ins Grab dazu, dann kann er ein Bild für sie malen. Wir werden sie in ein Baumwolltuch packen, so kann er sie sehen und dann kommt sie in ihr Grab.


Nachtrag Danke Pepanuma für den Erfahrungsbericht. Das bestärkt mich noch mehr. Ich traue das meinen Sohn locker zu, dass er das besser wegsteckt als wir. Er kennt ja die ganzen Tabus und Gefühle und so weiter noch nicht so gut. Ich habe hier hauptsächlich gepostet, weil ich uneins mit meiner Frau war und ich manchmal Gefühle falsch einschätze. Ich bin extrem rational und viele Menschen sind das nicht. Da habe ich oft Schwierigkeiten das zu verstehen. Oder so...

Insgesamt. Danke für eure Zeit und die Herzlichkeit, mit der man hier emfangen wird.
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #11
Mein herzliches Beileid zum Verlust eurer Katze.

Du siehst den Tod sehr nüchtern und kannst dich offenbar mit dem endgültigen Ende abfinden. Dein Sohn ist noch so klein und braucht meiner Meinung und Erfahrung nach eine tröstliche Version eines Weiterlebens nach dem Tod - in welcher Form auch immer. Die Geschichte von der Regenbogenbrücke finde ich sehr kindgerecht.

Nicht umsonst haben Menschen zu allen Zeiten Visionen eines jenseitigen Lebens erfunden. Die Alternative ist grausam und macht Angst...
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #12
Soeben haben wir uns auch entschieden. Wir werden die Katze im Garten, schön tief, begraben, meine Frau ist nun auch dafür und der Sohn macht bei dem Ritual mit. Einen eigenen Sarg basteln ist noch zu viel für ihn. Auch bemalen geht noch nicht so gut. Vielleicht tun wir alle etwas ins Grab dazu, dann kann er ein Bild für sie malen. Wir werden sie in ein Baumwolltuch packen, so kann er sie sehen und dann kommt sie in ihr Grab.

Das finde ich eine schöne Idee. Wenn er nichts malen will oder ähnliches, reicht es ja auch, wenn er ein Blümchen mit reinlegt oder eine Hand voll Erde werfen darf.
Und schön, dass ihr beide als Paar euch jetzt auch einig seid dabei.
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #13
@Mariama: Zum Tod und nüchtern. Ja und nein. Ja - es ist eine Draußenkatze. Ich weiß, dass Freigänger von jetzt auch gleich sterben können. Gerade Katze, die Autos nicht genug Ansgt gegenüber zeigte. Aber auch nein, denn es zerreist mir mein Herz. Der Verlust brennt in mir und ich wünschte weniges mehr, als dass sie wieder leben würde. Scheiße das tut weh. :(

@Ina: Ja. Er wird schon seinen Weg finden. Solange er da nicht sein Lieblingskuscheltier reinwerfen will. Er soll einfach das machen, was er für richtig emfindet. Und zu dem einig sein. Ja das stimmt. Alle zusammen und dann ists auch egal, was die Allgemeinheit sagt. Zusammen ist immer richtig. (Bei solchen "Kleinigkeiten" (für die Welt -- nicht für unsere Familie))


Ich mag schreiben nicht so gerne. Ich möchte immer präzise schreiben und danach versteht es keiner (nahezu keiner) und man denkt ich bin ein Yeti oder sonstwas nur kein fühlender Mensch. Naja. Das habe ich nun auch oft genug gesagt. Sorry. ;-)
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #14
Ich finde das auch eine sehr schöne Idee...
Ich denke, die ultimativ "richtige" Lösung gibt es da nie - das muss man einfach individuell auf die Umstände abstimmen...
Und als Eltern weiß man in der Regel am besten auch, was man seinem Kind zumuten kann, was und wie viel es schon versteht und verkraften kann...
Auf jeden Fall hört sich das für mich sehr gut an und ich wünsche Euch allen ganz viel Kraft, das alles gut zu überstehen - wie gesagt, für mich gibt es da immer noch das Bild der Regenbogenbrücke - ob es die wirklich gibt oder nicht, ist für mich in dem Moment irrelevant, und vielleicht bin ich dann auch wieder ein Kind - aber es ist einfach eine tröstliche Vorstellung, die ich persönlich nicht missen möchte - aber das ist ja, wie gesagt, jedem selbst überlassen und ich würde mich hüten, da irgendwem auch nur ansatzweise irgendwas aufdrängen zu wollen...

Alles Liebe Euch,
seven

edit: xibaer, hör bitte auf, Dich zu rechtfertigen! Aus Deinen Texten liest man sehr gut heraus, dass Du ein sehr mitfühlender Mensch bist und Dir der Tod Deiner Katze sehr nahe geht! Ich für meinen Teil glaube, dass ich Dich gut verstanden habe - und so wie ich das lese, haben das die anderen auch! Also mach´ Dir keine Vorwürfe - Du wirst das schon alles richtig machen!
Ich drück´ Dich mal, falls Du magst!
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #15
Erstmal mein Beileid zu eurem Verlust :(

Auch wenn ich euch die Entscheidung nicht abnehmen kann,kann ich euch nur sagen,das ich 4 war,wie 'mein' erstes Haustier gestorben ist - nämlich mein Hamster Tico.

Meine Eltern haben mir damals eben erklärt das er gestorben ist nun für immer schläft und wir ihn irgendwann wieder sehen.

Für mich war es damals okay,ich hab zwar geheult wie sonst was(tu ich heute noch...) aber es war in Ordnung.

Meine Mama durfte sich leider nie mit dem Tod wirklich auseinandersetzen,mein Opa hat die toten Tiere damals direkt 'entsorgt' samt Käfig (wenn's ein Stalltier war) sie knabbert heute noch dran und wollte es uns schonend beibringen aber uns eben nicht davor 'beschützen'

Bei uns gab's damals auch nicht das gerede von 'himmel' und 'ihm gehts da besser' etc.

Ich denke wenn man's vernünftig erklärt sich dann auch den Fragen der Kinder stellt ist das voll in Ordnung.
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #16
Erstmal mein herzliches Beileid.

Als unser kleiner 3 war ist unser Zwergkaninchen gestorben.
Ich habe ihm damals erzählt das Sunny nun ganz fest schläft und da wo sie jetzt ist geht es ihr wieder gut.
Wir haben sie in ein Tuch gepackt und gemeinsam im garten meiner Eltern beerdigt.
Er hat das aber damals nicht so wirklich verstanden und mich immer wieder gefragt wann sie wieder zurück kommt.
Ich denke in diesem Alter sind Kinder noch zu klein um wirklich zu verstehen das ein Mensch oder ein Tier das gestorben
ist nicht wieder kommt.
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #17
Nochmal danke für all die lieben Antworten. Ihr habt mir viel geholfen.
Ich werde morgen früh die Katze beerdigen. Ich berichte dann, wie es mein Sohn aufgenommen hat, was wir gemacht haben und so weiter. Vielleicht hat dann jemand etwas davon, wenn er/sie diesen Thread liest. Allerdings nutzt keiner die Suchfunktion ;) Aber vielleicht interessiert es euch.

Wüscht meinem Sohn, dass er es gut aufnimmt! Ich wünsche es ihm jedenfalls vom ganzen Herzen.
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #18
Allerdings nutzt keiner die Suchfunktion

Sehr wenige, das stimmt leider. Aber wie Du merkst - es lesen hier viele mit. Ergo können wir dann im Fall der Fälle auch manuell hierhin verweisen :)

Alles Gute für morgen. Ich find's auch gut so. Ich muß da an "Marley & ich" denken - diese Beerdigungs"zeremonie" am Ende... ich glaub das war da für die ganze Familie (ist ja eine wahre Geschichte) sehr wichtig.
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #19
Ich wünsche euch auch morgen viel Glück!

Und ich will dir noch sagen, dass du auf jeden Fall kein gefühlskalter oder komplett rationaler Mensch bist! Denn wärst du tatsächlich so, hättest du dich nicht hier angemeldet und würdest dir nicht solche Gedanken um das Wohl deines Sohns machen! Ich finde das wirklich toll, dass du dir solche Gedanken machst:clap:!
 
  • Katze gestorben -- Beerdigen & Familie Beitrag #20
Danke, audrey und bounty89.

Zur Beerdigung heute. Wir haben die Katze unserem Sohn gezeigt und erklärt, dass sie tot ist. Er hat sie getreichelt und oft nachgefragt, ob sie schläft. Das haben wir verneint und erklärt, dass sie nicht mehr lebt (ohne konkrete Jenseitsvorstellung wie Himmel, Regenbogenbrücke und so weiter, haben aber auch nicht gesagt, dass es sie nicht mehr gibt, soll er sich selber etwas ausdenken.) Wir haben dann zusammen ein Grab gegraben und dann Katze in Tüchern begraben und erklärt, dass man so abschied nimmt und an dem Grab einen Platz hat an den man gut an Katze denken kann, wenn man das will.
Er hatte damit ganz und gar keine Probleme. Er weiß, dass Katze nicht mehr wieder kommt, er weiß dass wir sie begraben haben. Aber er war nicht traurig. Er wird bestimmt noch x mal nachfragen was nun mit ihr ist, aber mit der Zeit wird er wohl verstehen, was tot bedeutet.

Es war für uns alle ein schönes Ritual um von Katze Abschied zu nehmen. Für mich war es jedenfalls sehr gut und wichtig. Mein Sohn hat das auch erstmal gut aufgenommen. Mal schauen, was so passiert wenn er wieder an sie denkt. Meiner Frau tat das nach eigenen Angaben auch gut (für sie ist der Tod ein sehr großes Tabu- und Angstthema.)

Danke für eurer Zuhören, eure Ratschläge.

Ich bin kein großer Forenmensch, daher werde ich hier im Forum wohl nicht aktiv werden. Aber man sieht sich ja vielleicht wieder. Oder wir sind Nachbarn, ich dein Chef, so viele Möglichkeiten, schöne Anonymität im Internet.+

Nochmal danke.
 
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Katze gestorben -- Beerdigen & Familie

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