- Probleme mit Sicherheit auf dem Pferd Beitrag #1
Bec
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Hallöchen 
[eine Zusammenfassung gibt es unten, für die, die nicht so viel Lesen möchten
]
Ich fange mal ganz von vorne an...ich war schon immer ein ängstlicher Reiter, bin auch jahrelang das langsamste Schulpferd geritten, das es auf dem Hof gab (aber wir haben uns auch sehr gut verstanden
) und meine RBs waren auch immer sehr ruhige, ausgeglichene Pferde, die auch immer ganztags draußen/im Offenstall standen (bis auf eine, die hatte einen Reheschub und kam dann nachts in die Box).
Dann bin ich umgezogen und wollte hier natürlich weiter reiten, suchte mir also eine RB. Der Erste war ein Hafiwallach. Mir wurde gesagt, er wäre lebendig, aber händelbar. Ok, dachte ich mir, probierst du es mal. Es hat ganze 2 1/2 Monate gehalten, wobei ich die ersten 2-3 Wochen 3x auf dem Pferd saß und dann nie wieder. Habe ihn dann nur betüddelt und Bodenarbeit gemacht. Er war wirklich lebendig, inklusive rumspringen, erschrecken, teils losrennen...alles was ich so gar nicht mag :roll: er ist wirklich eher speziell, daher habe ich aufgehört.
Nach 2 Monaten hatte ich dann meine nächste RB: eine Vollblutaraberstute! Ich hatte erwähnt, dass ich immer das langsamste Schulpferd geritten bin, oder?
Das hat aber -erstaunlicher Weise- ganz gut funktioniert. Ich hatte sie ca. 5 Monate, habe dann aber auch aufgehört, weil ich nur selten geritten bin und sie dann ganztags rauskam, wo man nur hätte ausreiten können und da habe ich auch so meine Probleme mit.
Sie war eigentlich eine ganz Liebe, hat aber auch ab und zu ihre 5 Minuten gehabt, aber nach 3-4 Monaten hatten wir das auch soweit im Griff...dennoch haben wir uns gegenseitig sauer gemacht (so hatte ich das im Gefühl) und ohne regelmäßigen Unterricht bei der Besitzerin hat das alles nicht so funktioniert.
Nach weiteren 2 Monaten hatte ich dann wieder eine RB. Dieses Mal ein Mixwallach und die Ruhe selbst
er ist klasse. Du setzt dich rauf und es passiert nichts. Trotzdem läuft er gut, man kann gut mit ihm arbeiten und er freut sich auch dadrüber. Erschrecken tut er sich gar nicht und er ist einiges gewöhnt. Also ein tolles Pferd für mich :clap:
Jetzt ist es aber so, dass der Offenstall, in dem er steht, eine doofe Lage hat...er ist praktisch mitten in der Stadt. Mein Alltag ist relativ streßig, bei einem Pferd kann ich super entspannen, aber da ist das so gut wie gar nicht möglich. Zum einen wegen der Lage, aber auch weil sich die Besitzer"familie" sehr viel streitet und ich da nicht abschalten kann. Ich habe auch das Gefühl, ich wäre nur zum abäppeln da und schiebe da jedes Mal, wenn ich da bin (egal ob ich an meinem RB-Tag da bin oder mal so zwischen durch) an die 5-7 Karren durch die Gegend (und die Gegend besteht aus Matsch und tiefen Matschlöchern).
Die Anzahl der Karren habe ich jetzt schon reduziert, weil ich es einfach nicht einsehe so viel zu machen und die Besitzer machen keinen Finger krumm was das angeht. Ich äppel ja auch ab, wenn ich es gar nicht brauche. Den einen Tag habe ich nur abgesamelt und bin dann wieder gefahren ohne irgendwas mit irgendeinem Pferd gemacht zu haben und habe auch kein freundliches Wort oder irgendwas bekommen (eigentlich war Bodenarbeit geplant, aber die Besitzerin war nicht da und kam erst, als es fast dunkel war). Beim Füttern helfe ich auch regelmäßig, fühle mich also schon ausgebeutet, da ich so viel mache und trotzdem kein positives Feedback (im Sinne von netten Worten, einem Danke oder vielleicht mal ein einmaliges "zusätzliches Reiten" zu meinem festen Tag bekomme).
Die Stimmung ist einfach allgemein schlecht und ich fühle mich weder richtig wohl noch kann ich entspannen. Und diese Entspannung brauche ich einfach um Ausgeglichen zu sein und in meinem Alltag gute Leistung zu erbringen.
Heute war ich dann mal bei der Besitzerin der VBAraberstute und sie hat mir angeboten eine ihrer anderen Stuten zu reiten. Meine ehem. RB bei ihr ist leider von einer besetzt, die vorher das Pferd geritten ist, welches die Besitzerin jetzt mir anbietet. Meine alte RB ist eher ein Geländepferd (wodurch die jetztige RB gut passt, weil die viel lieber ins Gelände geht, als öde Platzarbeit zu machen).
Die andere Stute der Besitzerin ist mehr ein "Dressurpferd", geht sehr gerne auf dem Platz und ist auch super lieb und unerschrocken.
Ich bin sehr unsicher, wenn ich merke, dass das Pferd guckig ist oder sich erschreckt. Sattelfest bin ich, aber von Pferden, die sich alle 2 Meter erschrecken (wie zB der Hafiwallach von oben), halte ich generell Abstand (jedenfalls was das drauf sitzen anbetrifft
).
Bei der VBAraberstute hat es nachher richtig gut geklappt. Sie hat sich gar nicht mehr erschrocken, ist auch durch die "gefährliche Monsterecke" gegangen und lief auch gut. Trotzdem hat sich das am Anfang sehr auf mich übertragen und ich musste mich echt darauf konzentrieren ruhig und entspannt zu sein.
Wenn ich es zeitlich schaffe, soll ich die andere Stute der Besitzerin am Mittwoch reiten. Araber sind ja doch schon was anderes als Haflinger & co, vorallem wenn sie halt ultimative Vollblutaraber sind. Ich würde schon sehr gerne zurück auf den Hof und dort eine RB haben (vorallem bei der Besitzerin, die ist echt super nett
), aber ich will nicht wieder vor Anspannung platzen (habe ich heute beim Besuch schon gemerkt, als ich vor den Arabern stand) und das aufs Pferd übertragen und dann geht das los mit dem Erschrecken.
Ich denke, dort bin ich generell entspannter, weil der Hof nicht in der Stadt ist, sondern viele Wiesen und Weiden um sich hat.
Und jetzt die eigentliche Frage an die, die bis hier hin gelesen haben: Habt ihr Tipps für mich, wie ich mich besser entspannen kann?
Ich weiß, dass die Stute nichts macht. Sie ist absolut unerschrocken (Zitat von heute "mit der kann man auch an einem Mähdrescher vorbei gehen und die stört das nicht"), aber wie ich mich kenne, werde ich etwas angespannt sein und das dann auf die Stute übertragen und es führt vom einen zum nächsten... :roll:
Mir hilft es schon, wenn ich gar nicht daran denke, dass die eine Ecke die "Monsterecke" ist und meine Bauchmuskulatur entspanne. An der "Monsterecke" war ich im Prinzip auch selbst schuld, weil sich meine erste RB dort am Anfang erschrocken hatte und ich das dann immer im Kopf hatte..später wurde ich dann dadrauf aufmerksam gemacht, dass ich, wenn es auf die Ecke zu geht, mich verspanne, "bereit mache", dass sie sich erschreckt und die Zügel annehme. Ich habe das so gar nicht bemerkt und als ich dann dadrauf geachtet habe, dass ich entspannt und locker bleibe und die Zügel länger lasse, waren die Monster plötzlich weg :mrgreen:
Habt ihr bestimmte "Rituale" oder ähnliches um euch zu entspannen? Was kann ich da am besten machen, außer dem Pferd so viel Sicherheit wie möglich zu geben und selbst darauf zu achten, dass ich ruhig bin? Ich meine, es passiert ja nichts. Sie erschreckt sich ja nicht. Aber Araber sind sensibel und meine erste RB hat das halt schnell rausgehabt, wie sie mich einschüchtern kann (da lasse ich mich aber nicht klein kriegen und suche nach Lösungen, die ich im Endeffekt auch gefunden habe durch den Tipp, der mir gegeben wurde mit dem ich nehme die Zügel kaum merklich an und co).
Sorry für den langen Roman.
Eine Kurzfassung:
Ich bin sehr unsicher beim Reiten und reite am liebsten die langsamen, ruhigen Pferde. Sattelfest bin ich trotzdem und mit etwas mehr Tempo habe ich auch nicht sooo die Probleme, dennoch muss das Pferd lieb sein und darf sich nicht erschrecken.
Jetzt soll ich Mittwoch eine Vollblutaraberstute reiten, die zwar lieb aber halt ein Araber ist
und ich brauche Tipps, damit ich locker und entspannt bin (gerne auch irgendwelche Übungen o.ä. vor dem Reiten
)
Vielleicht gibt es hier ja Reiter mit ähnlichen Problemen und können mir ein paar Tipps oder Ratschläge geben?
LG
und P.S. ich hoffe, ich bin hier im richtigen Thema gelandet.. .
[eine Zusammenfassung gibt es unten, für die, die nicht so viel Lesen möchten
Ich fange mal ganz von vorne an...ich war schon immer ein ängstlicher Reiter, bin auch jahrelang das langsamste Schulpferd geritten, das es auf dem Hof gab (aber wir haben uns auch sehr gut verstanden
Dann bin ich umgezogen und wollte hier natürlich weiter reiten, suchte mir also eine RB. Der Erste war ein Hafiwallach. Mir wurde gesagt, er wäre lebendig, aber händelbar. Ok, dachte ich mir, probierst du es mal. Es hat ganze 2 1/2 Monate gehalten, wobei ich die ersten 2-3 Wochen 3x auf dem Pferd saß und dann nie wieder. Habe ihn dann nur betüddelt und Bodenarbeit gemacht. Er war wirklich lebendig, inklusive rumspringen, erschrecken, teils losrennen...alles was ich so gar nicht mag :roll: er ist wirklich eher speziell, daher habe ich aufgehört.
Nach 2 Monaten hatte ich dann meine nächste RB: eine Vollblutaraberstute! Ich hatte erwähnt, dass ich immer das langsamste Schulpferd geritten bin, oder?
Sie war eigentlich eine ganz Liebe, hat aber auch ab und zu ihre 5 Minuten gehabt, aber nach 3-4 Monaten hatten wir das auch soweit im Griff...dennoch haben wir uns gegenseitig sauer gemacht (so hatte ich das im Gefühl) und ohne regelmäßigen Unterricht bei der Besitzerin hat das alles nicht so funktioniert.
Nach weiteren 2 Monaten hatte ich dann wieder eine RB. Dieses Mal ein Mixwallach und die Ruhe selbst
Jetzt ist es aber so, dass der Offenstall, in dem er steht, eine doofe Lage hat...er ist praktisch mitten in der Stadt. Mein Alltag ist relativ streßig, bei einem Pferd kann ich super entspannen, aber da ist das so gut wie gar nicht möglich. Zum einen wegen der Lage, aber auch weil sich die Besitzer"familie" sehr viel streitet und ich da nicht abschalten kann. Ich habe auch das Gefühl, ich wäre nur zum abäppeln da und schiebe da jedes Mal, wenn ich da bin (egal ob ich an meinem RB-Tag da bin oder mal so zwischen durch) an die 5-7 Karren durch die Gegend (und die Gegend besteht aus Matsch und tiefen Matschlöchern).
Die Anzahl der Karren habe ich jetzt schon reduziert, weil ich es einfach nicht einsehe so viel zu machen und die Besitzer machen keinen Finger krumm was das angeht. Ich äppel ja auch ab, wenn ich es gar nicht brauche. Den einen Tag habe ich nur abgesamelt und bin dann wieder gefahren ohne irgendwas mit irgendeinem Pferd gemacht zu haben und habe auch kein freundliches Wort oder irgendwas bekommen (eigentlich war Bodenarbeit geplant, aber die Besitzerin war nicht da und kam erst, als es fast dunkel war). Beim Füttern helfe ich auch regelmäßig, fühle mich also schon ausgebeutet, da ich so viel mache und trotzdem kein positives Feedback (im Sinne von netten Worten, einem Danke oder vielleicht mal ein einmaliges "zusätzliches Reiten" zu meinem festen Tag bekomme).
Die Stimmung ist einfach allgemein schlecht und ich fühle mich weder richtig wohl noch kann ich entspannen. Und diese Entspannung brauche ich einfach um Ausgeglichen zu sein und in meinem Alltag gute Leistung zu erbringen.
Heute war ich dann mal bei der Besitzerin der VBAraberstute und sie hat mir angeboten eine ihrer anderen Stuten zu reiten. Meine ehem. RB bei ihr ist leider von einer besetzt, die vorher das Pferd geritten ist, welches die Besitzerin jetzt mir anbietet. Meine alte RB ist eher ein Geländepferd (wodurch die jetztige RB gut passt, weil die viel lieber ins Gelände geht, als öde Platzarbeit zu machen).
Die andere Stute der Besitzerin ist mehr ein "Dressurpferd", geht sehr gerne auf dem Platz und ist auch super lieb und unerschrocken.
Ich bin sehr unsicher, wenn ich merke, dass das Pferd guckig ist oder sich erschreckt. Sattelfest bin ich, aber von Pferden, die sich alle 2 Meter erschrecken (wie zB der Hafiwallach von oben), halte ich generell Abstand (jedenfalls was das drauf sitzen anbetrifft
Bei der VBAraberstute hat es nachher richtig gut geklappt. Sie hat sich gar nicht mehr erschrocken, ist auch durch die "gefährliche Monsterecke" gegangen und lief auch gut. Trotzdem hat sich das am Anfang sehr auf mich übertragen und ich musste mich echt darauf konzentrieren ruhig und entspannt zu sein.
Wenn ich es zeitlich schaffe, soll ich die andere Stute der Besitzerin am Mittwoch reiten. Araber sind ja doch schon was anderes als Haflinger & co, vorallem wenn sie halt ultimative Vollblutaraber sind. Ich würde schon sehr gerne zurück auf den Hof und dort eine RB haben (vorallem bei der Besitzerin, die ist echt super nett
Ich denke, dort bin ich generell entspannter, weil der Hof nicht in der Stadt ist, sondern viele Wiesen und Weiden um sich hat.
Und jetzt die eigentliche Frage an die, die bis hier hin gelesen haben: Habt ihr Tipps für mich, wie ich mich besser entspannen kann?
Ich weiß, dass die Stute nichts macht. Sie ist absolut unerschrocken (Zitat von heute "mit der kann man auch an einem Mähdrescher vorbei gehen und die stört das nicht"), aber wie ich mich kenne, werde ich etwas angespannt sein und das dann auf die Stute übertragen und es führt vom einen zum nächsten... :roll:
Mir hilft es schon, wenn ich gar nicht daran denke, dass die eine Ecke die "Monsterecke" ist und meine Bauchmuskulatur entspanne. An der "Monsterecke" war ich im Prinzip auch selbst schuld, weil sich meine erste RB dort am Anfang erschrocken hatte und ich das dann immer im Kopf hatte..später wurde ich dann dadrauf aufmerksam gemacht, dass ich, wenn es auf die Ecke zu geht, mich verspanne, "bereit mache", dass sie sich erschreckt und die Zügel annehme. Ich habe das so gar nicht bemerkt und als ich dann dadrauf geachtet habe, dass ich entspannt und locker bleibe und die Zügel länger lasse, waren die Monster plötzlich weg :mrgreen:
Habt ihr bestimmte "Rituale" oder ähnliches um euch zu entspannen? Was kann ich da am besten machen, außer dem Pferd so viel Sicherheit wie möglich zu geben und selbst darauf zu achten, dass ich ruhig bin? Ich meine, es passiert ja nichts. Sie erschreckt sich ja nicht. Aber Araber sind sensibel und meine erste RB hat das halt schnell rausgehabt, wie sie mich einschüchtern kann (da lasse ich mich aber nicht klein kriegen und suche nach Lösungen, die ich im Endeffekt auch gefunden habe durch den Tipp, der mir gegeben wurde mit dem ich nehme die Zügel kaum merklich an und co).
Sorry für den langen Roman.
Eine Kurzfassung:
Ich bin sehr unsicher beim Reiten und reite am liebsten die langsamen, ruhigen Pferde. Sattelfest bin ich trotzdem und mit etwas mehr Tempo habe ich auch nicht sooo die Probleme, dennoch muss das Pferd lieb sein und darf sich nicht erschrecken.
Jetzt soll ich Mittwoch eine Vollblutaraberstute reiten, die zwar lieb aber halt ein Araber ist
Vielleicht gibt es hier ja Reiter mit ähnlichen Problemen und können mir ein paar Tipps oder Ratschläge geben?
LG
und P.S. ich hoffe, ich bin hier im richtigen Thema gelandet.. .