Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!!

Diskutiere Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Schön guten Tag, ich weis nicht mehr weiter. Ich liebe meine Hündin, ich hab sie jetzt 2J. Sie ist ca. 4J. Ich versuche ihr wirklich viel Liebe...
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #1
anscha

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Schön guten Tag, ich weis nicht mehr weiter.
Ich liebe meine Hündin, ich hab sie jetzt 2J. Sie ist ca. 4J.
Ich versuche ihr wirklich viel Liebe zu geben.
Aber irgendwas scheint bei ihr im Kopf nicht richtig zu laufen.
Sie hat Angst vor fast allem und jedem.
Ich glaube auch das sie nicht richtig sozialisiert wurde.
Sie kennt auch keine Kommandos, ich habe wirklich versucht ihr was bei zubringen.
Aber das wird nix. Ich hab es mit Leckerlis versucht, aber wenn ich sie anspreche duckt sie sich weg und zeigt Angst.
Ich spreche sie sanft an mit ruhiger Stimme, wenn ich dann mit der Hand nähr komme möchte sie am liebsten pullern vor Angst.
Ich möchte sie nicht weggeben, ich liebe sie doch so.
Einen "Hundeprofi" kann ich mir einfach nicht leisten.
Von der "Vorbesitzerin" oder "Ehemaliges Frauchen" weis ich das sie mal vermittelt war an eine Familie mit aggressiver Schäferhündin und die muss die Kleine wohl sehr traktiert haben. Aber ob das stimmt weis ich leider nicht.
Auch das Alter ist nicht ganz zu ermitteln, da die "Vorbesitzerin" mich diesbezüglich auch angelogen hat.

Vielleicht weis einer einen Rat.

Ich hoffe ich hab alles richtig gemacht und verstoße nicht gegen die Regeln hier.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #2
Hallöchen,

das klingt ja wirklich gar nicht schön. Also du hast sie seit 2 Jahren und kannst dich ihr immer noch nicht mit der Hand nähern, ohne, dass sie völlig eingeht? Arme Maus.

Dass du ruhig und sanft mit ihr sprichst, ist genau richtig. Wichtig ist aber auch, innerlich die Ruhe zu bewahren. Bist du angespannt, ist sie es ziemlich sicher auch. Versuche entspannt zu bleiben. Du hast nichts zu verlieren. Ihr fangt einfach nochmal beide bei Null an.

Magst du mal erzählen, wie so euer Tag aussieht? Also wie sieht euer Gassigang aus? Lässt sie sich problemlos anleinen und ist sie draußen lebendiger? Frisst sie bei euch aus dem Napf oder aus der Hand? Wie sieht überhaupt euer Zusammenleben aus? Nähert sie sich mal von sich aus und kann sie mit dir knuddeln oder mit jemand anderes aus der Familie? Versuch ihr generelles Verhalten so detailliert wie möglich zu beschreiben, damit wir eine Vorstellung von dem bekommen, wie euer gemeinsames Leben aussieht.

Ich finds toll, dass du ihr helfen möchtest. Ich bin sicher, dass das mit viel Geduld schon wird!

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #3
Hallo Anscha,

Willkommen bei uns im Forum.

das richtige währe, grade bei so einem Verstörtem Hund, ein Trainer.
Da solltest du dir bitte anfangen, Geld zurück zulegen.

Dann solltest du mit ihr Üben, vor allem an eurer Bindung.
Dieser Hund keinerlei Vertrauen in dich, wenn ich das raus lese.
Das müsst ihr üben.

Wie hast du bisher versucht, mit ihr die Bindung aufzubauen?
Wie Übst du?

Wie geht ihr überhaupt raus?Wenn sie so gar keinen Bezug zu dir hat.

Was mich noch interessieren würde, welche Rasse ist sie?

Kopfhoch, es gibt sicher auch für euch eine Lösung. ;)
Es gibt auch viele guter Bücher.Jedoch währe ich, grade bei so einem Angsthund dafür, sich einen Profi ins Haus zuholen, welcher auf Angst Hunde spezialisiert ist.

Lg :)
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #4
Problemlos anleihnen ist nicht da duckt sie sich weg und läuft manchmal weg. Sie freut sich wenn ich mit ihr rausgehen will aber bis wir weit sind verliere ich manchmal die nerven und lass sie dann einfach in Ruhe. Sie kommt von alleine auf mich zu, ich kann so ziemlich alles mit ihr machen, knuddeln, in den Mund schaun, usw. Ich glaube ich bin Rudelchef den sie hört schon auf mich wenn ich hier jetzt sage AUS dann tut sie das. sie freut sich auch wenn sie alleine war und ich dann nach hause komme. wirkt sich lebendiger aber ich hab manchmal das Gefühl das das nur Show ist. Sie erschreckt sie vor Wassertropfen, mag keine anderen Hunde.

Unser Tag, na wo soll ich anfangen.
Wir stehen auf (sie schläft mit im Bett, ich weis das ist nicht richtig aber das ist schon von Anfang an so und ich glaube einfach das sie den Kontakt braucht zum Menschen), ich versuche sie anzuleinen oder gehe auch mal ohne Leine vor die Tür. Draußen hoffe ich dann das sie sich nicht erschreckt und hier Geschäft verrichtet. Futter steht eigentlich immer da, Trockenfutter frisst sie nicht am Napf sondern nimmt es mit in die Stube, sie läuft also immer zwischen Stube und Küche hin und her. Füttern kann ich auf der Hand sie frisst aber auch aus dem Napf. Ich spiele mit ihr, schmuse mit ihr, sie schläft auch am Tag sehr oft in meiner Nähe. Ich gehe 3-4x am Tag raus. Das letzte mal so gegen 23 oder 00 Uhr. Das ich sonst befürchten muss das sie bis zum nächsten Morgen ihr Geschäft schon in der Küche verteilt hat.

Mein Freund allerdings geniest die Privilegien nicht so wie ich. Wenn er mit ihr runter will oder soll sträubt sie sich manchmal regelrecht. Und pullert erst mal schön dort wo sie gerade ist oder sie verkriecht sich gleich.

Mein Freund hat mir vor a paar Std erzählt das er mit ihr spielen konnte ohne das sie Angst gezeigt hat. Aber mitten im Spiel von einer Sekunde auf die andere hat sie plötzlich Angst gezeigt ohne das er was falsch gemacht hat.

Ich möchte ihr die Angst nehmen aber weis nicht wie.

Wenn wir essen bettelt sie zwar aber wenn man sie ignoriert dann setzt sie sich irgendwann hin und kukt nur noch doof weil sie nichts ab bekommt.

Sicher mache ich auch Fehler aber so genau weis ich das auch nicht weil es manchmal egal ist was man macht sie zeigt dann Angst und alles andere ist zweglos.

Wenn sie nicht will und ihre Ruhe haben zieht sie sich zurück und ich lass sie dann in Ruhe. Den dann hat sie mal keine Angst und alles ist gut.




Das gehört zwar nicht zum Thema aber ich versuch ein Bild von Ihr hochzuladen aber es geht nicht.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #5
Huhu Anscha,

Ich sehe hier keinerlei Übungen.
Wo ist der Bindungsaufbau bei euch?
Wie übt ihr die Bindung?
Was für Übungen macht ihr allgemein?
ich versuche sie anzuleinen oder gehe auch mal ohne Leine vor die Tür. Draußen hoffe ich dann das sie sich nicht erschreckt und hier Geschäft verrichtet.

Sei mir bitte nicht böse, aber unterlass so was bitte.
Wenn dein Hund so schreckhaft ist, das er sich vor Tropfen erschreckt, dann kann das eine Lebensgefahr für euch werden.
Wenn dieses Tier sich so verjagt, dann ist es weg.
Das kann eine Lebensgefahr für das Tier werden oder sogar für Menschen.
Bitte Bitte Bitte unterlasse so etwas.
Mach das Tier an die Leine.Und lass es nicht ohne Leine laufen.

Dir fehlt hier eine Vernünftige Bindung.
Da musst du aufbauen.

Du solltest damit anfangen, das du ihr nur noch aus der Hand fütterst.
Das du mit ihr Z.b. Sitz übst.
Das du dich vor sie setzt und in jede hand einen Brocken Futter nimmst und diese vor die Nase tust und die Hände in jede richtung auseinander machst.Wenn sie dir in die Augen sieht, gibt es das Leckerlie.

Das sind alles so Übungen, welche man machen sollte.
Es gibt auch einige Gute Bücher, welche du dir Besorgen kannst.

Es währe daher nett, wenn du noch mal darauf eingehen würdest, wie ihr eure Bindung aufbaut.
Ist dies euer Erster Hund?

Lg
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #6
Ich habe Bindung zu ihr, Sitz üben ist nicht entweder weis sie nicht was sie machen soll oder keine Ahnung. Wenn ich sie nur noch aus der Hand füttern soll dann frisst sie ja fast garnichts mehr. Sie frisst so schon zu wenig find ich. Und wie andere das machen den Arsch nach untendrücken das sie sitzt das checkt sie nicht und zeigt Angst da nützt auch ein Leckeri nichts. Ich kenne ihre Vorgeschichte nicht und weis auch nicht was in ihr vorgeht. Wenn sie sich erschreckt dann kommt sie zu mir und in meinem abgezäunten Bereich lass ich sie ohne Leine laufen. Sie brauch ja auch Freiheit.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #7
Ist sie gesundheitlich denn ok ?

Gibt es etwas das sie ganz besonders mag ? z.B. Fleischwurst oder Leberwurst ?
Versuch sie damit mal zu "ködern".
Sie muss lernen das du etwas positives für sie bedeutest.

Ich würde vlt. noch probieren, wenn du sie anleinst dich "auf ihre Höhe" zu begeben.
Vlt. macht sie dieses von oben herunter greifen nervös.

Kommt sie denn wenn du rufst ? Wenn dann versuchs doch mal mit nem Futterdummy.
Einfach Schleppleine dran, Dummy voll mit Futter oder Leckerlis voll machen und werfen.
Und jedes mal wenn sie den Beutel apportiert darf sie daraus fressen.
So lernt sie wieder was positives : Bin ich in Frauchens Nähe gibt's was Gutes.

Ich bin da jetzt kein Experte drin oder so ._. aber ich würds mal versuchen.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #8
Beim aus der Hand füttern oder Futter erarbeiten lassen kann es bei schüchternen/ängstlichen Hunden mal vorkommen, dass sie erstmal nichts fressen wollen bzw den Hals besonders lang machen. Wenn sie aber sonst nichts bekommt, wird sie das lernen und da ihr dabei ja nichts Schlimmes passiert wächst so auch das Vertrauen.

Bitte unterlasse es ab sofort, deinem Hund durch "Zwangseinwirkungen" wie Hintern runterdrücken etc Tricks beizubringen. Das ist bei anderen Hunden vielleicht möglich, gerade einem sehr ängstlichen Hund beweist das ja aber nur, dass ihm doch etwas passiert, wenn er zu dir kommt. Auch, wenn es nicht weh tut.
Meiner war auch so ein Schisser. Einmal hab ich es gewagt, ihn runter zu drücken, das hat unser Vertrauensverhältnis doch sehr erschüttert!
Kauf dir am Besten mal ein Buch über Welpenerziehung. Da stehen die Grundlegenden Kommandos drin und wie man sie beibringt. Sitz zum Beispiel, indem man ein Leckerchen senkrecht vor seiner Nase nach oben zieht. Dadurch, dass sie dem Leckerchen mit dem Kopf folgen, setzen sich die meisten Hunde sofort hin. Perfekt - gibt Futter :)

Dein Freund ist ein Mann. Er ist größer als du, breiter, hat eine dunklere Stimme und uU auch ein "gröberes"/Bestimmteres Auftreten. Das ist beängstigend genug. Wenn man dazu zählt dass die meisten Angsthunde auch mit Männern allgemein schlechte Erfahrungen gemacht haben, reicht das ja um sich einzupullern :) Da würde ich acuh mit aus der Hand füttern arbeiten.

Die Übung mit dem Augenkontakt finde ich auch ganz wichtig und hat mich und meinen Hund auch weit voran gebracht.

Zum entspannten Gassi gehen würde ich erstmal mit viel Futter üben, dass sie sich ihr Halsband anlegen lässt und dann - auch wieder mit Futter - üben, dass sie sich von dir ins Halsband fassen lässt, eben so, wie man es zum Anleinen braucht.

Draußen wirklich nur in eingezäunten Bereichen frei lassen, ansonsten kurze Leine oder Schleppleine. Wenn sie einmal erschreckt wird ist sie nämlich wahrscheinlich weg und dann kann sie wahrscheinlich niemand mehr einfangen.

Wichtig ist bei solchen Angsthunden, dass du völlig gewaltfrei arbeitest und dich auch mit der Körpersprache von Hunden auseinandersetzt. Außerdem musst du IMMER die Ruhe und Gelassenheit bewahren. Dein Hund soll dich als ruhenden Pol wahrnehmen. Als die Person, der er auch in der stressigsten Situation vertrauen kann weil ihm in deiner Nähe nichts passiert. Da hilft es nichts, wenn du hibbelig bist oder gar rum schreist oder was auch immer.
Auch wichtig: Grenzen setzen! Damit meine ich nicht das im Bett schlafen, denn das ist eigentlich egal :) Aber wichtig ist, dass der Hund daheim Grenzen bekommt (dazu gehört auch, Kommandos zu lernen), zum Beispiel einen bestimmten Raum nicht zu betreten oder wenn ihr esst auf ihren Platz zu gehen... denn Regeln vermitteln Hunden genauso wie Menschen Sicherheit und einen Rahmen, in dem sie sicher agieren können.
Ohne Regeln weiß sie nicht, was okay ist und was nicht, das verunsichert noch mehr!

Zerrspiele sind übrigens auch sehr gut, um Vertrauen aufzubauen!

Wichtig ist, ihr die Zeit zu lassen, die sie braucht. Nichts desto trotz kann man ja mit Futter locken :) Ihr könnt auch jedesmal, wenn ihr an ihr vorbei geht, ein Futterbröckchen fallen lassen. So verbindet sie euch mit Futter, also mit etwas Gutem.
Ich wünsche euch viel Glück und lass mal hören, wie es bei euch weiter ging!
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #9
Angsthunde haben sehr häufig vor allem vor Männern Angst. Dass sie deinen Freund nicht ganz genehm findet, wäre also keine Seltenheit, aber auch das geht mit viel Ruhe.

Was ich dir auf jeden Fall empfehlen kann, wäre ein Buch zur Körpersprache selbst. Wenn sie wirklich von der einen auf die andere Sekunde Panik bekommt, dann wird dein Freund sicherlich etwas getan haben, was sie als Bedrohung sah. Aus diesem Grund fängt sie an zu pinkeln und zu ducken. Das sind Beschwichtigungssignale. Empfehlenswert ist da das Buch "Calming Signals". Sollte das Geld dafür fehlen, kannst du dir auch mal diese Seite anschauen, wo die wichtigsten Signale angegeben sind:

Alternativ zur direkten Handfütterung kannst du es erstmal mit Leckerchen werfen probieren. natürlich sollst du sie nicht abschießen, aber mal vorsichtig ein wenig Fleischwurst oder Käse (das mögen fast alle Hunde) in ihre Richtung werfen. Bevor ihr irgendwelche Kommandos üben könnt, muss sie erstmal soweit sein, dass die Hand nichts schlimmes mehr ist. Das Training muss vor allem stressfrei ablaufen. Wenn du ihren Hintern runterdrückst oder sie drängst, wird sie dicht machen und es wird gar kein Training mehr. Übe erstmal auch nur mit ihr, wenn sie freiwillig kommt. Im Moment des Trainings muss sich der Hund voll auf dich einlassen können und daran müsst ihr erst arbeiten. Das ist keine Schande, Angsthunde brauchen einfach ihre Zeit.

Wenn du sie anleinst, bücke dich nicht über sie drüber, falls du das machst. Geh auf ihre Augenhöhe, wenn möglich und versuche auch nicht über sie drüber zu greifen. Versuche das Halsband lieber seitlich zuzumachen.

Das wichtigste ist einfach ruhig zu bleiben. Aus deinen Posts lese ich ein wenig heraus, dass du selbst immer ziemlich gestresst bist, weil du Angst hast, dass sie Angst bekommt. Das ist verständlich, für den Hund aber leider total kontraproduktiv. Denk nicht dran, dass sie gleich Angst haben könnte, versuch dran zu denken, dass bei ihr vielleicht bald der Knoten platzt und sie lockerer wird. Du musst ruhiger werden. Dein Hund sieht schon an einer falsch hochgezogenen Augenbraue, dass du unsicher/nervös bist und sie es ist dann auch. Eure Bindung wirkt generell nicht bombenfest, aber sie orientiert sich an dir, deswegen musst du ihr auch Sicherheit vermitteln, sonst lernt sie es von niemandem. Eine anfangs schwierige, aber irgendwann dankbare Aufgabe, weil du damit ihren Stresspegel kontrollieren kannst und sie wird sich irgendwann auf dich richtig einlassen. Setz dich in aller Ruhe auf die Stammwiese, lies ein Buch oder spiel total verzückt mit einem Ball oder anderem Spielzeug. Vielleicht springt sie ja drauf an?

Wie reagiert sie eigentlich auf Spielzeug? Mag sie Quietschspielzeuge? Nicht alle Hunde sind mit Futter zu begeistern, da hilft Spielzeug oftmals mehr.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #10
Ach ja, ganz vergessen. Zusätzlich zur Ruhe musst du natürlich auch Souveränität und Stärke ausstrahlen. Nur ruhig bleiben ist ja auch nicht immer die Lösung :)

Kommt bei meinem auch immer gut: Wenn ich ihn kommen lasse. Wenn ich auf der Couch liege traut er sich manchmal schon neben mich. Dann kann man ihn mal kurz anfassen, besser gefällt es ihm aber, wenn ich ihn einfach da sein lasse.

Zum Kuscheln haben wir ihn gebracht, indem wir ihn beim Spielen (da ist er ja selbstvergessen) ab und an angefasst haben. Und das dann LANGSAM ausgedehnt haben.

Auch schön: Nicht immer gleich lange Kuscheleinheiten vornehmen. Einfach mal im Vorbeigehen kurz drüber streicheln und weiter reicht ja am Anfang schon, wenn sie das mit sich machen lässt. So lernt sie auch, dass von euch keine Gefahr ausgeht.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #11
Ich danke euch für eure Ratschläge, war eine menge zu lesen.

An Blacky95:

Apportierspiele mache ich nicht da sie nicht apportiert. Gesundheitlich ist alles ok. Die Sache mit den Leckerlis sie reagiert schlecht auf sowas, oder anders gesagt mal reagiert sie mal nicht. Auch das Spielzeug ist so ne Sache wenn sie Spaß hat kann ich es auch werfen oder so zurück bringt sie es nicht weil is ja ihre denkt sie dann und behält es. Wenn ich sie rufe kommt sie nicht immer aber meistens schon.

An Infano:

Solche Zwangseinwirkung mach ich ja nicht weil das ja kein sinn hätte bei ihr bringt ja nichts wenn sie angst hat. wegen dem Sitz beibringen ist nicht einfach. wenn sie das Leckerli mit der Nase verfolgt dann macht sie Männchen. auf Leckerlis werfen reagiert sie manchmal sehr gut. wegen meinem freund, sie kommt zu ihm zum kuscheln, lässt sich streicheln und auch aus der Hand füttern. das mit dem Augenkontakt versteh ich nicht ganz, soll sie mich einfach nur anschauen und dann ein Leckerli bekommen? ihr Halsband oder Geschirr lässt sie sich meist gut anziehen wenn ich es in der Hand habe freut sie sich. Leine anlegen geht meistens auch gut. die grenzen, nicht sehr einfach, wenn ich ihr sage sie soll auf ihren platz gehen tut sie das war aber erst nach mehr maligen sagen und in einer geduckten und angst habenden Stellung.


es ist sehr schwer zu beschreiben wie sie ist. man muss sie erleben auch wenn das dann auch nicht den eindruckt macht wie sie sonst ist.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #12
Jap. Wenn sie dir in die Augen schaut bekommt sie Leckerchen.
Schritt 1 für eine vertrauensvolle Basis :)

Und das verstehe ich nicht? Oben schreibst du noch, dass sie Angst vor der Leine hat... :eusa_think:

Einfach öfter probieren, das mit dem Sitz :) Das Leckerchen auch mal anders nach oben ziehen, vielleicht bist du zu weit über ihrem Kopf oder zu weit oben... das versteht ja auch jeder Hund anders :) Einfach nicht aufgeben und wie gesagt, so ein Welpen-Grundkommando Lernbuch.

Wenn sie geduckt auf ihren Platz gebt habt ihr da eine falsche Verknüpfung. Entweder ihr werdet zu laut oder ungeduldig oder sie denkt sie wird bestraft, wenn sie auf ihren Platz muss.
Lautstärke/Ungeduld sind nicht nötig, mit einer guten Erziehung braucht man das nicht. Immer schön ruhig, bestimmt und konsequent bleiben.
Außerdem den Platz am Besten positiv besetzen (ja, auch hier ist Futter wieder sehr gut) und auch mal so zwischendurch drauf schicken.

Vorsicht auch bei eurer Körpersprache! Viele Menschen (ich eingeschlossen) beugen sich nach vorne, wenn sie deutlicher werden. Eine klare Drohgeste für den Hund!

Die Handfütterung wäre auch gut, um ihre Angst vor deiner Hand zu beseitigen...

Ich hab es mit Leckerlis versucht, aber wenn ich sie anspreche duckt sie sich weg und zeigt Angst.
Ich spreche sie sanft an mit ruhiger Stimme, wenn ich dann mit der Hand nähr komme möchte sie am liebsten pullern vor Angst.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #13
Ja, Augenkontakt üben ist ganz wichtig. Sie soll lernen sich an dir zu orientieren. Für jeden Blick gibts ein Stück Wurst oder ein Lob, wenn sie darauf gut reagiert.

Wenn sie das Spielzeug behält und nicht apportiert, versuch doch mal ein Seil um das Spielzeug zu binden. Wenn sie es dann nach dem Werfen nicht zurückbringt, kannst du leicht am Seil ziehen und das Spielzeug so zu dir zurückholen. Wenn sie auch nur einen Schritt folgt, lob das sofort und wirf das Spielzeug wieder. So wird sie lernen, dass es sich lohnt, dir das Spieli zurückzubringen. Du kannst auch mal ganz leicht an dem Seil rucken, sodass das Spieli ein wenig zuckt. Für manche Hunde ist das eine willkommene Einladung, der Bute nachzujagen und den Spieltrieb zu wecken.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #14
Das erinnert mich etwas an das Verhalten einer unserer Hündinnen.

Cleo ist die Hündin meiner Schwester und wir bekamen sie schon als Welpe. Sie war von anfang an sehr, sehr ängstlich, aber mit ein bisschen Liebe und Geduld ist sie zu einer tollen Hündin herangewachsen. Ihre Angst konnte sie aber nie komplett "abstellen".
Vom Verhalten erinnert sie mich an deine Hündin.

Bei Cleo fängt das an, wenn sie ihr Geschirr ankriegt. Auf der einen Seite freut sie sich, auf der anderen Seite hat sie ein bisschen Angst davor. Sie steht dann meistens wie angewurzelt da.
Wenn wir raus gehen, ist sie auch super froh, "versteckt" sich aber bei dem kleinsten Geräusch, dass sie nicht einschätzen kann, bei ihrem Frauchen.
Kommandos üben, geht so gut wie gar nicht. Sobald man etwas von Cleo "verlangt", kriegt sie Panik. Während unsere anderen Hunde super gerne trainieren und sich stark an ihren Menschen orientieren, bleibt Cleo wie angewurzelt stehen, zittert und bewegt sich nicht mehr.

So kam es dann auch, dass Cleo, obwohl meine Schwester es von Anfang an versucht hat, kein Kommando ausführen wollte/konnte. Wir haben mit den anderen Hunden gemeinsam geübt, versucht sie mit Spielzeug zu locken oder einem Leckerlie, aber Cleo verfiel sofort in ihren "Nichtbewegen-Modus". ;)

Mittlerweile kommt meine Schwester immer Stück für Stück vorran, aber Cleo ist nach wie vor ein ängstlicher Hund, in manchen Situationen mehr, in anderen weniger.
Meine Schwester ist allerdings auch eine sehr starke, ausgeglichene und ruhige Person, das hilft Cleo, wie ich finde sehr. Hätte Cleo mich zum Frauchen, die ja selbst immer etwas unsicher ist, wäre das sicher nochmal ein bisschen komplizierter.

Wir versuchen einfach Cleo zu nichts zu drängen. Sie hat Angst vorm Trainieren, von daher muss sie nicht. Manchmal findet sie es ganz gut mit Leckerchen zu arbeiten, was sie super gerne mag ist zb. Leberwurst aus der Tube. So konnten wir ihr auch "sitz" und "Männchen" beibringen... das hat allerdings wirklich seine Zeit gedauert, weil man eben nur solange arbeiten kann, wie es für Cleo in Ordnung ist. Das hat sich über Monate gezogen und meine Schwester hat einen Freudensprung gemacht, als Cleo sich dann wirklich mal auf "Kommando" hingesetzt hatte.

Versucht euch auf den Hund einzulassen, arbeitet an der Bindung (die anderen haben da ja schon gute Ratschläge gegeben). Macht euch nicht zur verrückt, sowas braucht einfach Zeit.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #15
Ach ja, das Wort "nein" ist beim üben natürlich auch verboten :)
Und macht ja eigentlich auch nichts, dann kann deine Kleine eben erstmal Männchen ;) Vielleicht findet sie so etwas Freude daran, wenn sie merkt, dass sie gerade "aus VErsehen" etwas richtig macht und dafür auch noch belobt wird.
Vielleicht hilft auch, wenn ihr die Kommando-Überei einfach spielerisch einbaut. Mal hier spielen, dann wegrennen, dann ein hierher - kommt sie: super, loben, belohnen!
Kann auch sein dass sie sich dann auch aus Erwartung einfach hinsetzt :)
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #16
Ich habe mir heute ein Buch ein Welpenschule Buch gekauft. Vll klappt es ja auch damit ein bisschen. So hab ich immer mal was zum nachlesen.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #17
Ich habe mir heute ein Buch ein Welpenschule Buch gekauft. Vll klappt es ja auch damit ein bisschen. So hab ich immer mal was zum nachlesen.
Idealer währe gewesen, wenn du dir ein Buch über Angsthunde kaufst.
Du hast da ja keinen Welpen mehr. :eusa_think:

Und bitte, arbeite am Bindungsaufbau.
Ihr habt absolut keinerlei Bindung.Daran muss gearbeitet werden.Ganz ganz ganz intensiv.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #18
Warum haben wir keine Bindung?
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #19
Sie hat Angst vor fast allem und jedem.
unter anderem, Deswegen.
Und das, was du sonst so schreibst.

Ich habe grade einen Hundetherapeuten hier gehabt.Bei meiner Nachbarin.
Genau das selbe wie bei dir.

Der Hund hat mit denen Gekuschelt, hat sich aber nicht unbedingt ohne Zucken anleinen lassen.
Der Hund hat sich ins Maul gucken lassen, alles.
Aber so bald es an andere dinge ging.
War vorbei.

Und da sagte der Trainer"Ihr habt keine Bindung."
wenn ihr eine Bindung hättet, würde sich dein Hund von dir besser führen lassen.

Auch das sie kein Sitz mit dir machen kann.
Warum nicht?Weil du es nicht hinbekommst, ihr das zuvermitteln oder weil sie so eine Angst und kein Vertrauen zu dir hat?

Wie gesagt, ich bin hier, in eurer Situation einfach nur dafür, das ihr euch einen Profi für Angsthunde holt.
Bevor ihr noch mehr Kaputt macht, als es eh schon ist.
Und das bei einem Hund, der seid zwei Jahren bei euch ist.

Ich habe mit meinem Hund 6 Monate an seiner Angst gearbeitet.
Davon sieht man heute nichts mehr.Und meiner war auch so schlimm dran, wie deiner.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #20
Da kann mir einer erzählen was er will, mit diesem Hund scheint etwas passiert zu sein, was zu dieser Angst führte. Da würde ich zunächst mein näheres Umfeld mal untersuchen, denn die Angst besteht ja schon länger und nachhaltig. Die Ursache muss gefunden werden, da helfen die besten Trainer und schönsten Postings nichts, 100 pro.
 
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Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!!

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