Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!!

Diskutiere Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Sicher muss die Ursache gefunden werden, aber wenn die Ursache aus einer Schlechten erfahrung beim Vorbesitzer entsprungen ist.... Da kann man...
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #21
Die Ursache muss gefunden werden, da helfen die besten Trainer und schönsten Postings nichts, 100 pro.

Sicher muss die Ursache gefunden werden, aber wenn die Ursache aus einer Schlechten erfahrung beim Vorbesitzer entsprungen ist....
Da kann man nichts ändern. Und ich glaube schon, das man die Angst im gewissen Sinne beseitigen kann. Mit viel Geduld, Zeit, Liebe.
Ganz weg wird die Angst wohl nie sein, aber man kann sie veringern. Davon bin ich überzeugt!
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #22
Hallo anscha,

ich habe hier selbst eine "Angst-Hündin" sitzen, die aufgrund schlechter Erfahrungen vor Menschen und speziell vor Männern Angst hat. Sowas ist wirklich trainierbar, wenn du dich richtig auf deine Hündin einstellst.
Trotzdem möchte ich dir raten, Geld zu sparen um einen fähigen Hundetrainer die Sache nochmal betrachten zu lassen. Eine zweite - fachkundige - Meinung hilft oft sehr.

Grundsätzlich kann ich dir raten, dass du deine Körperhaltung deiner Hündin gegenüber sehr minimierst. Das heißt, dass du dich ihr am besten nie frontal näherst oder sie direkt ansiehst. gehe etwas seitlich - nicht schleichen - auf sie zu und geh schon bevor du bei ihr bist immer in die Hocke.
Beuge dich nie von oben herab, das ist für den Hund eine Bedrohung und schüchtert sie ein.

Desweiteren ist Handfütterung wichtig.
Sie muss nicht direkt aus deiner Hand fressen, setzt dich zu ihr (zur Not anfangs einen Meter entfernt) und wirf ihr Bröckchen Trockenfutter zu. Wenn sie die frisst, lob sie leise und fröhlich. Nach und nach kannst du ihr Bröckchen direkt hinhalten, schau sie aber nie an, wenn du so etwas tust, auch das wäre eine Bedrohung.

Wichtig ist, dass sie erstmal lernt einer Person - dir - zu vertrauen. Lass solange nicht deinen Freund mit ihr raus gehen oder sonst wen. Das wäre ein Vertrauensbruch, weil die Hündin denkt, du würdest sie diesem Mann ausliefern. Lass sie unbedingt an der Leine! Das wurde hier ja schon beschrieben, denn sonst ist es einfach zu gefährlich.
Draußen gewinnst du ihr Vertrauen, wenn du ihr Sicherheit gibst.
Nimm sie NIE auf den Arm!!!! Und halte nicht an, nur weil die Hündin anhält
Damit zeigst du dem Hund nur, dass du auch unsicher bist.

Wenn du andere Leute siehst, auch schon von weitem, dann mach ein leises "scht, hab ich gesehen" zu deiner Hündin und nimm die Leine kürzer, sodass sie bei dir läuft.
Lass die Leine erst wieder lockerer, wenn du merkst, dass sie sich beruhig und sagt dann fröhlich "okay", wenn die 'Gefahr' überstanden ist. Mach dieses Ritual auch immer, wenn sie sich vor etwas erschreckt oder wegspringen will, etc. So merkt deine Hündin, dass du die Situation im Griff hast und sie beschützt.

Bevor sie dir nicht vertraut, solltest du mit ihr keine Gehorsamsübungen machen. Hintern runter drücken für "Sitz", zB machen viel kaputt (und es funktioniert eh nicht so). Mach mit ihr Suchspiele im Haus, bleib im Abstand zu ihr sitzen und werf ein paar Leckerlis in den Raum, die sie dann holen muss.

Genrell vergeht Angst bei Hunden, wenn sie souverän geführt werden.
Ich habe hier eine tschech. Wolfshündin und die hat auch schon ordentlich was erlebt.
Trotzdem ist es uns möglich gewesen, sie innerhalt von 3 WOchen (solange wohnt sie nun bei uns) soweit zu bringen, dass sie von selbst an anderen Hunden schnuppert, abrufbar ist, Grundkommandos beherrscht und mittlerweile sogar schon von meinem Mann Futter nimmt (und vor ihm hat sie mächtig Angst).

Es ist wirklich machbar! :)
Du musst nur ganz entspannt den Überblick behalten. Am besten nicht mit Kopfhörern auf den Ohren spazieren gehen, sondern einen Rundumblick behalten, damit du deiner Hündin rechtzeitig signalisieren kannst, dass ihre Angst unbegründet ist
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #23
Sicher ist da was passiert. Hat sie doch auch geschrieben :eusa_think:
Dass die Angst jetzt schon seit 2 Jahren weiter besteht ist traurig, aber nun nicht mehr zu ändern. Und an Angst kann man immer etwas ändern. Vielleicht bekommt man keinen super-mutigen Hund der seine Nase todesmutig überall hinsteckt. Aber wenn man es schafft, zumindest einen Skeptiker daraus zu machen, ist man doch schon viel weiter.
Oder einen Hund, der zwar sensibel und ängstlich ist, aber gelernt hat, Herrchen und Frauchen zu vertrauen und so über sich selbst hinaus wächst.

Mit 4 Jahren ist ein Hund auch noch flexibel genug, um gemachte Erfahrungen zumindest zum Teil zu überlagern.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #24
Ja sicher, aber nicht 2 Jahre, außer das Problem gibt es noch, denn gänzlich unfähig das in 2 Jahren hin zu bekommen ist Keiner. oder.....? :eusa_think:
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #25
Ich habe mir heute ein Buch ein Welpenschule Buch gekauft. Vll klappt es ja auch damit ein bisschen. So hab ich immer mal was zum nachlesen.

Ich finde "der ängstliche Hund" von Nicole Wilde sehr brauchbar, um mal einen Überblick über die Mentalität eines Angsthundes zu kriegen. Darüber hinaus gibts da noch wertvolle Erziehungs- und Trainingstipps gerade für Hunde"neulinge" (Achtung, nicht alles ist aber wirklich zu empfehlen). Ihr werdet da einige Anregungen erhalten, was auf Dauer sicher hilfreich ist. Das Buch kostet in etwa 25 Euro. Vielleicht kriegt man es gebraucht irgendwo günstiger. Das Geld ists auf jeden Fall wert für Leute, die noch nicht so viel über Hundehaltung gelesen haben. Du wirst zu allen wichtigen Themen einen guten Einblick und Ideen erhalten.

Was ich mich allerdings frage: Du sagst, du hast den Hund seit 2 Jahren? Waren denn am Ende des Monats nie ein paar Euro übrig, die man für 2-3 Trainingsstunden hätte zurücklegen können? Man muss ja keinen ganzen Kurs machen, aber in der Regel sind ein paar Stunden schon ausreichend, um Ursache und (hoffentlich) Lösungswege zu finden. Manche Tiertrainer nehmen ja auch Ratenzahlung an. Da würde ich mich auf jeden Fall mal umhören.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #26
Hallo,
@Anscha;was mich nochmal interessieren würde ,mag denn dein Hund gar keine anderen Hunde(unabhängig von Größe oder Geschlecht)?Ich frage deshalb,weil ich habe ja vor eineinhalb Jahren auch einen absoluten Angsthund als Pflegehund bei mir aufgenommen .Die Shena hatte vor allem Angst-vor Menschen ,Fahrrädern ,Kirchturmglocken -es machte ihr alles Angst.Jedes noch so leise Geräusch,jede Veränderung ..einfach alles.Ging die Klingel bei uns war der Hund verschwunden.Ich habe ja noch einen "festen"Hund ,den Arto.Er ist so ziemlich das Gegenteil.Ihn bringt nichts aus der Ruhe(na ja fast nichts).Nach und nach mit ganz viel Zeit und Geduld hat sich die kleine ganz viel von Arto abgeguckt.Natürlich haben wir auch viel geübt ,aber Arto hat ihr ganz viel Halt gegeben.Es hat gedauert ,aber als die Kleine dann das erste Mal (Arto hats vorgemacht)auf Jemand Fremden zugegangen ist,war soo toll.Heute ist sie zwar nicht die Mutigste ,aber überhaupt kein Vergleich mehr.Die Arbeit hat sich absolut gelohnt ,aber ich glaube ohne Arto hätte sie noch viel länger gebraucht.

L.G.
Martina
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #27
Die letzen 2 Tage war sie sehr zugänglich und hat gemacht was ich oder wir gesagt haben. Sie macht Sitz auf Kommandound hatte auch sehr wenig Angst. Ich freu mich über diese Entwicklung und hoffe das es so weiter geht. Wir lassen auch alle sinnlosen Handlungen oder Bewegungen weg die ihr vll Angst machen könnten.
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #28
Das klingt toll, ich freu mich für euch! Wie habt ihr ihr das Sitz denn jetzt beigebracht?
 
  • Meine Hündin leidet unter Angst. HILFE!!!! Beitrag #29
Es war nicht einfach, erst hab ich nur den bewegungsablauf mit ihr geübt und dann das Wort Sitz dazu genommen. ich übe aber weiter jeden Tag mit ihr. Was ich jetzt noch versuchen will ist wenn ich komm sage das sie dann auch kommt. Auch den Spruch in dein körpchen klappt ganz gut. Ohne Leine geht es auch nicht mehr raus. Das anleinen klappt gut mit wenig Angst. Wenn ich merke das sie Angst zeigt lasse ich oder wir sie in Ruhe bis dann von alleine wieder kommt. Ich hoffe ich mache alles richtig.

Eine Frage hab ich mal noch. Wenn sie mit uns spielt oder schmust zeigt sie manchmal Zähne und dann schlegt sie einen an oder ab. Was kann das heißen oder bedeuten.
 
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