Hund aus Tötungsstation

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  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #1
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steff.03

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Hallo ersteinmal,

ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:

Vor 2 Jahren habe ich einen King-Charles-Mix von einem Tierschutz, es war ein Strassenhund aus Griechenland, geholt. Es ist ein lebenslustiger, gesunder und toller Hund. Nun wollte ich für ihn Gesellschaft holen und es kam für mich ebenfalls nur ein Hund vom Tierschutz in Frage.

Durch Zufall fand ich im Internet eine Anzeige, ein King-Charles aus der Tötungsstation in Ungarn sucht dringend einen Platz. Sofort habe ich geschrieben und alles klappte,
der Hund wurde mir 5 Tage später sogar gebracht.

Als die Frau vor der Tür stand, war ich schockiert: sie hielt einen dreckigen, stinkenden, völlig abgemagerten Hund im Arm, mir kamen fast die Tränen. Mit so einem Elend hatte ich nicht gerechnet.

Der Hund ist nun 5 Tage bei mir und ich hab mir schon die Augen ausgeheult vor Mitleid. Er liegt den ganzen Tag fast regungslos in einer Ecke von der Couch, laufen kann er auf unseren Fliesen fast gar nicht, denn seine Hinterbeine rutschen gerad so weg, auf dem Teppich kann er sich etwas besser bewegen. wenn ich ihn hochhebe knacksen seine Wirbelknochen, anscheinend ein Zeichen für schlechtge Muskulatur.

Für mich ist aber das Schwierigste: sie läuft nicht, d.h. ich trage sie ins Feld (gleich bei mir um die Ecke), setze sie ab und dann macht sie sofort "ihr Geschäft", dreht um und will heimlaufen. Wie schaffe ich es, dass wir wenigstens eine kleine Runde im Feld drehen können?

Wird sie überhaupt man ein "normaler" Hund, den man anleinen kann, stundenlang spazieren geht und sie vielleicht mit mir über eine Wiese rennt und tobt? Oder wird sie immer ein Problemhund sein? Wer hat das Gleiche mitgemacht, und kann mir ein paar Tips geben?

LG Steffi
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #2
Hallo und Willkommen erstmal :).

Ja, in Tötungsstationen gibt es leider alles - vom scheinbar völlig unberührten, lebensfrohen Hund, bis hin zu einem Häufchen Elend ohne Freude und Lust am Leben.

Mal vorneweg ein paar allgemeine Sachen: Hat der Hund einen Mittelmeercheck, gültige Impfung usw.? Sollte er von einer seriösen Orga haben, aber man weiß ja nie ;).
Wenn etwas fehlt - gleich nachholen. Am besten auch zügig einen Routinecheck beim TA machen lassen, evtl. Blut abnehmen, Zähne anschauen, Krallen schneiden, Muskulatur und Gewicht begutachten lassen, bei einem King Charles auch den Schädel und die Patella. Wenn sie im Rücken "Geräusche" macht am besten auch das gleich mal mit anschauen lassen.

Alles andere braucht drei Dinge: Zeit, Geduld und Konsequenz.
Sicher kann so ein Hund normal werden, aber es ist Arbeit. Manches geht zügig, anderes dauert u.U. auch mal Wochen oder Monate.
Das mit dem Laufen gibt sich der Erfahrung nach recht schnell. Wenn sie mal ein paar Tage bemerkt hat, dass der Acker sie nicht verschluckt, wird das schon besser gehen. Wichtig ist, dass du ruhig bleibst, sie nicht bemitleidest, nicht auf den Arm nimmst, wenn sie möchte und so wenig wie möglich trägst. Versuch sie einfach ein paar Meter weg vom Haus mal abzusetzen und vergrößere die Strecke, die sie selbst laufen muss, immer ein bisschen.
Lass dich auch nicht von ihr nach Hause ziehen. Bleib einfach mal auf dem Acker stehen und warte, bis sie ruhig wird, sich ein bisschen umschaut und neugierig wird. Wenn sie an der Leine zieht - bleib stehen und warte, bis sie wieder ruhig wird.

Zu Hause würde ich sie weitestgehend ignorieren. Du machst das gleiche, was du immer machst und irgendwann wird das so interessant oder so wenig beängstigend sein, dass sie von selbst schauen kommt. Nur drängen sollte man sie da nicht.

Das nächste Thema wäre das Gewicht und die Muskulatur. Vermutlich kann sie einfach noch nicht viel und lange laufen, also langsam machen und stetig Muskulatur aufbauen.
Hast du das Fell schon richtig sauber bekommen? Da würde ich beim TA auch gleich mal nach Ungeziefer schauen lassen. Eine Kotprobe, besonders auf Giardien, kann übrigens auch nicht schaden, ebenso eine prophylaktische Entwurmung gegen das übliche Band- und Spulwurm-Gedöns.

Ich würde dir aber, wenn dich das so mitnimmt, zu einem Hundetrainer oder -therapeuten raten. Es ist von Anfang an wichtig, dass du ruhig, aber auch konsequent bleibst. Jedes "Einknicken" deinerseits und jeder Fehler verlängert den Heilungsprozess deines Hundes. Aus "mit ein bisschen Liebe wird das schon" resultieren leider meist die Hunde, die nach Jahren hier immer noch vor jedem Windhauch Angst haben. Natürlich macht jeder mal Fehler und ich will gar nicht sagen, dass du das nicht auch alleine hin bekommen kannst, aber es kann nicht schaden, sich ein paar professionelle Tipps zu holen, in deinem Fall von jemandem, der Erfahrung mit Angsthunden hat ;).

Eine Welpengruppe wäre für euch vielleicht auch was. Dort kann sie fremde Hunde, aber auch fremde Menschen und Gerüche wahrnehmen. Dort will ja auch keiner was von ihr und sie kann auch erstmal nur in der Ecke stehen und zuschauen.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #3
Kannst du ihr bei dir zuhause eine "Teppichstraße" bauen? Denn ein bisschen laufen wäre ja wünschenswert und sobald sie die entsprechenden Muskeln hat kann man das ja auch langsam wieder abbauen..
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #4
Danke, das sind wirklich alles gute Tips. Über die Orga habe ich mich im Vorfeld informiert, es scheint
absolut in Ordnung zu sein. Angeblich ist der Hund gesund, habe aber weder Impfpass und Chip-Nr.
erhalten, ist aber auf dem Weg.

Heute hat das Spazierengehen ganz gut geklappt, ich glaube, der Hund wurde früher zum "Geschäft machen" ins
Freie gebracht und musste dann sofort wieder zurück. Das würde nämlich auch erklären, warum der Hund stubenrein
ist und nach "seinem Geschäft" unbedingt sofort zurück will.

Ich habe sie gebadet, das Fell ist zwar sauber, aber trotzdem noch braun-gelb verfärbt. Das käme angeblich
von dem Desinfektionsmittel der Kastration.

Tierarzt werde ich auch besuchen, wollte ihr aber die ersten Tage dies ersparen.

Über einen Hundetrainer habe ich auch schon nachgedacht, ich kenne sogar eine sehr Gute.

Die Idee mit der Welpenstunde ist prima, daran hätte ich nicht gedacht.

Jetzt sehe ich dem ganzen schon viel positiver entgegen und freu mich auf die Zeit.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #5
Freut mich, wenn wir dir helfen konnten :).

Angeblich ist der Hund gesund, habe aber weder Impfpass und Chip-Nr.
erhalten, ist aber auf dem Weg.
Gibt es dazu eine Erklärung? Das ist nicht üblich, das müsstest du sofort beim Unterzeichnen des Schutzvertrages bekommen, denn so kannst du weder etwas kontrollieren, noch beweisen, dass der Hund dir gehört.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #6
UNd du bist dir ganz sicher dass die Orga vertrauenswürdig war ?Denn ich kenne dass so dass erst einmal eine Vorkontrolle durchgeführt wird un der Hund nicht einfach an der Haustür " abgegeben " wird ??:shock:
Also ich finde es ja toll dass du einem armen Hund aus der Tötungstation holst. Aber ich hab mal gehört, dass es auch öfters vorkommt , dass Vermehrer die Hunde über Internetanzeigen vermitteln wollen, indem sie es so darstellen, als wären diese aus der Tötungstation oder von der Straße ?? Besonders wenn es Rassehunde sind ist dies durchaus möglich. Ich kann es jetzt ja nicht beurteilen dass diese Organisationj so ist, aber auch das solltest du in Erwägung ziehen??
Es ist zwar traurig aber auch soetwas kommt vor. Aber trotzdem super dass du dem armen Hund geholfen hast. :clap:
Und dass mit den Wirbelknochen würde ich auch einmal vom Tierartzt checken lassen.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #7
Naja, ich denke, eine seriöse Orga würde den Hund nicht einfach so vorbei bringen, ohne einen über den Zustand des Hundes aufzuklären. Denn so ein krankes, armes Ding würden die nicht einfach so Jedem in die Hand drücken, meine ich.

Aber das ist ja jetzt auch egal. Woher auch immer, der Hund hat ein besseres Leben verdient, dass du ihm jetzt hoffentlich geben kannst. Den Impfpass würde ich aber sofort verlangen und mich dann mit einem Tierarzt und einem Tiertrainer anfreunden :)

Ich drück euch die Daumen und würde mich sehr freuen, wenn du uns auf dem Laufenden hälst!
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #8
Hallo, wollte mich mal wieder melden und berichten, wie es uns inzwischen ergangen ist.

Der Hund hat immer noch Schwierigkeiten mit dem Laufen, mal mehr, mal weniger, in der Wohnung bewegt
sie sich immer noch kaum. Ich habe nun einen Hundetrainer kommenlassen und als sie sich den Hund betrachtet
hatte, meinte sie nur : SOFORT zum Tierarzt, da stimmt was nicht.

Das haben wir gemacht, der Tierarzt hatte sie untersucht und geröntgt. Das Ergebnis: Die Hüfte und das ganze Hüftgelenk ist gebrochen, sofort in die Tierklinik, aber rechenen Sie mit einer Menge von Kosten.....

Ist das nicht eine richtige Sauerei? Sowas nennt sich Tierschutz, gibt einen schwer kranken Hund bei gutmütigen Leuten ab und verschwindet. Ich werde alles für diesen Hund tun, aber ich bin schockiert über die Machenschaften
mancher sog. Tierschützer.

Ich werde mich beim örtlichen Tierheim mal nach meinen Rechten erkundigen, viell. kann ich was erreichen, zumindest so, dass nicht noch andere Leute auf diesen Verein reinfallen.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #9
Das tut mir sehr leid für euch :(.

Hast du denn inzwischen Papiere? Wenn nicht, lass den Hund so schnell wie möglich von deinem TA chippen und auch impfen und alles auf dich ausstellen.
Hast du einen Schutzvertrag? Ohne wirst du kaum etwas machen können.
Ich fürchte, du hast keinen Hund vom Tierschutz, sondern von irgendwelchen Vermehrern oder ähnlichen bekommen :?.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #10
Naja, jetzt ist klar dass das auf jeden Fall keine seriöse Orga war :?
Sehr schade, aber immerhin ist der Hund jetzt in guten Händen. Auch wenn du da wahrscheinlich noch richtig viel Geld und Geduld aufbringen müssen wirst... Ich drück euch die Daumen und fände es schön, wenn du uns hier weiterhin auf dem Laufenden hälst!
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #11
Ach ja, die Papiere: ich hatte nochmals nachgefragt, die Papiere wären angeblich verwechselt worden und müssten jetzt wieder zurückgeschickt werden und, und, und.
Kurz: Ich habe keine Papiere und werde auch keine bekommen. Ein Schutzvertrag liegt aber vor.

Lt. diesem Schutzvertrag habe ich kein Anspruch auf Geld bei "versteckten" Mängeln. Werde mich trotzdem mit allen Mitteln wehren.

Werde berichten, wenn ich was erreicht habe.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #12
JA so etwas kommt leider viel öfter vor als man meint. Das Mitleid der Leute für die aArmen Hunde wird schamlos ausgenutzt.
Hast du denn eine Schutzgebür bezahlt ?? Wenn ja wie hoch ??
Aber trotzdem Daumen hoch für dich dass du die ganzen Kosten und auch die Arbeit auf dich nimmst dem Armen zu helfen. :clap:
Ich hatte mich nämlcih auch schon gewundert als du geschrieben hattest as der Kleine dir einfach an der Haustür in die Hand gedrrückt wurde, denn ich kenne so dass erst einmal eine Vorkontrolle durchgeführt wird, schließlich wollen die von einer seriösen Ora auch dass ihre Hunde in gute Hände kommen.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #13
Ach ja, die Papiere: ich hatte nochmals nachgefragt, die Papiere wären angeblich verwechselt worden und müssten jetzt wieder zurückgeschickt werden und, und, und.
Kurz: Ich habe keine Papiere und werde auch keine bekommen. Ein Schutzvertrag liegt aber vor.

Das hört sich nach ner richtigen Masche an.
Erst Papiere bekommen und dann muss man die wieder abgeben. Und schwupps .. hat man keine Papier mehr.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #14
Das Gemeine an der Sache ist ja auch, dass - wenn so etwas publik wird - die Leute, die etwas Gutes tun wollen und ein Tier aus der Tötungstation gerne retten würden, sich dann nicht mehr trauen, weil sie befürchten, auch so über den Tisch gezogen zu werden. Weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt.
Total gemein auf mehrere Weise ist so etwas. Nun hoffe ich für dich - Steff03 - dass du das irgendwie geregelt bekommst und dass die Aktion nicht völlig umsonst war. Drücke dir und dem Hundchen natürlich auch beide Daumen.
Und die Anderen würde ich gerne dazu ermutigen, dennoch diesen Tieren zu helfen. Diese Tiere sind ja viel häufiger nicht krank, sie sind vielen Menschen einfach nur im Weg und geraten deshalb dahin. Furchtbar, dieses ganze Elend!

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nachtrag: Von "versteckten Mängeln" kann hier aber meines Erachtens nicht die Rede sein. Das wäre höchstens der Fall, wenn der Hund einen Defekt hätte, der gar nicht zu erkennen wäre, oder? Da der Hund aber von Beginn an nicht laufen konnte und man das Dir gegenüber nicht erwähnt hat, ist das Betrug. So sehe ich das jedenfalls. Denke, da müsste was zu machen sein. Aber das ist wieder so ein Theater, bis man da durch ist. Alles wieder nur Kampf!
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #15
Ich war gestern in der Klinik, es sind doch keine Brüche, sondern schmerzhafte Deformierung. Eine Heilung wäre nur ein künstliches Hüftgelenk, was aber bei einem
kleinen Hund nicht gemacht werden kann, da es kein Gelenk in dieser Größe gibt. Also kann man nur die Nervenstränge durchtrennen, der Zustand des Hundes bleibt
unverändert, allerdings ohne Schmerzen. Klingt ganz ok., damit kann ich leben.

Allerdings wird es sehr lange dauern, bis sich eine Veränderung ergibt, da der Hund ja nicht weiß, dass er schmerzfrei ist, sie kann ihre jahrelangen Schmerzen nicht
vergessen.

Ich werde am WE einen Brief an den Verein schreiben, erst einmal im Höflichen, und werde mal auf die Reaktion abwarten. Sollten die sich "querstellen", werde ich
mich informieren und Schritte einleiten. Meine Kosten belaufen sich bis jetzt:
1. Tierarzt Infrarotmessung + Spritze 10,00 €
2. Tierarzt Röntgenbild 55,00 €
3. Tierklinik Beratung + Schmerzmittel 70,00 €
4. OP am nächsten Freitag: ca. 900-1200 €
An Schutzgebühr hatte ich übrigens 300,00 € bezahlt.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

ja das stimmt, ich stecke nun richtig in der Zwickmühle, Auf der einen Seite möchte ich andere durch meinen "Fehler" warnen, das ganze publik machen,damit ihnen nicht auch so was passiert,
auf der anderen Seite möchte ich nicht, dass die, die helfen wollen und für den Tierschutz was gutes tun wollen, verunsichern oder sogar davon abzuhalten. Die Sache ist
sehr schwierig.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #16
Liebe(r) Steff.03

Also, mit der "Publikmachung" hatte ich dich gar nicht gemeint. Ich meine, das hier IST das Hundeforum, da gehört sowas ja hin. Aber wenn sowas in einer überregionalen Zeitung stünde, als Bericht ...(könnte ja sein..) dann würden viele Hundehalter in spe sehr verunsichert.Es tragen sich ja viele Leute mit dem Gedanken, Tiere zu retten. Und ja, versuche es mal mit einem Nachhaken bei der Organisation, von wo der Hund kommt. Da kannst du auch ruhig etwas nachlegen und denen klarmachen, dass du in einem "Tierschutzbund" (sowas ist das hier ja irgendwie auch, zwar nicht offiziell, aber...) Mitglied bist und hier über diese Sache debattiert wird. Ein bisschen Nachdruck kann gar nicht schaden, die reden sich sonst raus. Freundlichkeit ist ja immer gut, aber die richtigen "Argumente" können ja nicht schaden. Die wollen ja auch nicht als schwarze Schafe dastehen, denke ich. Hoffe es gelingt, dass sie sich beteiligen. Und toll, dass der Hund jetzt ein neues Zuhause hat und sich auf ein schmerzfreies Leben freuen kann. Was er zwar noch nicht weiss, aber irgendwann wissen wird. Auf ihn wartet jetzt eine andere Welt und das ist doch klasse.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nachtrag: Wenigstens die Schutzgebühr könnten sie dir ja erlassen, --finde ich jedenfalls.
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #17
Wollte mich mal wieder melden.

Die Hündin ist inzwischen operiert worden, es geht ihr ganz gut. Nun hat sie wenig Gefühl in ihren Hinterbeinen, kann fast gar nicht mehr
laufen, fällt ständig um, ihre Beine rutschen nach allen Seiten weg, oder sie zieht die Hinterbeine einfach nur nach. Für mich einfach nur ein trauriger Anblick. Sie soll aber 14 Tage Ruhe haben, und dann muss sie unbedingt viel, viel laufen, damit sich ihre Muskulatur aufbaut. Mal sehen, ob ich das hinkriege. Sie kennt das Spazierengehen gar nicht und es wird bestimmt ein "hartes Stück Arbeit".

Papiere für den Hund habe ich immer noch keine, war mir aber klar. Allerdings ist sie gechipt, das konnte der Arzt feststellen. Ich gehe mal davon aus, dass somit auch die
Impfungen gemacht wurden.

Auf meine eMails an den Tierschutzverein habe ich keine Reaktion bekommen. Ich werde mich mal weiter erkundigen, ob ich überhaupt eine Möglichkeit habe, wenigstens die
Schutzgebühr zurückerstattet zu bekommen, hab aber kaum Hoffnung.

Ansonsten ist es eine äußerst ängstliche Hündin, die nach 3 Wochen immer noch nicht "ihr" Wohnzimmer verlassen hat. Aber wenn ich nach hause komme, quietscht sie vor Freude und der Schwanz wedelt wie wild, und ich freu mich dann mindestens genau so viel....:clap:
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #18
Ich drücke dir und dem Hund die Daumen, das ist ja echt ne Sauerei von der Orga...
Zum Glück hat der Hund so ne tolle neue Besi gefunden wie dich aber klar, es war trotzdem nicht in Ordnung wie das Abging. Und dann nicht mal auf Mails reagieren :?

Ich wünsche der kleinen Gute Besserung! Und das ihr das zusammen packt! Aber das hört sich ja schon mal ganz gut an :)

LG und grüße aus der Nähe von Darmstadt ;)
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #19
Oh Mann, da habt ihr ja noch einiges vor euch :(. Ich drück euch ganz fest die Daumen!
Hast du mal mit einem Physiotherapeuten über den Muskelaufbau gesprochen? Das ist eine recht sensible Sache, besonders bei einem Hund mit gesundheitlichen Problemen.

Allerdings ist sie gechipt, das konnte der Arzt feststellen. Ich gehe mal davon aus, dass somit auch die
Impfungen gemacht wurden.
Ich bin ja kein Freund vom vielen impfen, aber verlass dich da nicht drauf.
Wenn du sie nicht unnötig impfen willst lass eine Titerbestimmung beim TA machen, andernfalls würde ich SHP und T noch einmal (also wirklich nur einmalig) impfen lassen.
Ich sage das vor allem deshalb, weil du unbedingt einen Impfpass auf deinen Namen ausstellen lassen musst!
Melde den Hund auch so schnell wie möglich bei der Stadt, falls du es noch nicht getan hast.
Und sprich mal mit dem TA drüber, ob er den Chip entwerten oder neu setzen kann oder ob er die vorhandene Nummer in den neuen Pass gleich einträgt (eigentlich muss man dafür einen Kleber verwenden, der beim Chip dabei ist).

Alles Gute!
 
  • Hund aus Tötungsstation Beitrag #20
Hallo Steff.03
Sowas, was die Organisation, deren Namen du ja nicht nennen magst, hier gemacht hat, geht natürlich GAR NICHT!!!! Dafür gibts keine Entschuldigung.
Zu der Sache micht dem fehlenden Gefühl in den Hinterläufen: Das ist nach so einer OP ziemlich "normal". Die Nerven des Hundes wurden durchtrennt, bzw. man nennt das "Traumata des Nervensystems". Als mein Hund einen Bandscheibenvorfall hatte, war das genauso. Er wurde operiert (am Rückgrat) Er blieb für etwa 5 Tage in der Klinik und dort hatte man ihm einen Katheder gelegt, weil Hunde danach erst mal nicht mehr pinkeln können, das ist so. Auch Stuhlgang kommt nur durch "Nachrücken" der neuen Nahrung wieder raus, der Hund presst nicht. Mein Hund war für die ersten Tage hinten völlig gelähmt, das hatte man uns aber auch vorher gesagt. Das war übrigens der Bogart, (s.ALbum, da sieht man auf dem Foto mit Bea noch ein bisschen, wo er oben am Rücken geschoren worden war, ist dunkler da, wo das Haar nachwuchs.)
Nun mussten wir zu zweit den Hund nach draußen tragen, (34 Kg, die hinten nicht mithelfen können, sondern nur hängen,.. ich sag nur UFFF!!!) Wir haben ihm dann ein großes Handtuch unter dem Bauch entlang gelegt und an beiden Seiten den Hinterkörper damit hochgehoben. Alleine hätte ich das gar nicht geschafft, der war so schwer.
Achso ja, und wir haben ihm Hundeschuhe gekauft, damit er sich bei Berührung der Erde die Pfoten nicht blutig schrappte, er hatte ja kein Gefühl darin. Naja, so haben wir Schritt für Schritt mit ihm geübt, bis die Nerven wieder ihren Dienst taten. Und es hat sich wirklich total gelohnt, er konnte nachher bis auf eine klitzekleine Unsicherheit , die in einem Bein geblieben war und für Fremde nicht sichtbar war, wieder so laufen wie vorher.
Man braucht Geduld. Aber wird wieder. Und wenn du dann schaust, wie dein Hundchen sich freut, wenn du wieder heimkommst und ein einziges Wedeln ist,... Mensch freu dich und wedel einfach ganz dolle mit... (Mach ich auch manchmal..hihi! Ich bin übrigens ne Frau)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Achso, bis er wieder ohne Hilfe laufen konnte, hat es bei unserem Bogart etwa 2 Monate gedauert Das war eher lang, weil sein Bandscheibenvorfall ganz extrem auf die Nervenstränge gegangen war, Natürlich musste er nicht so lange getragen werden, aber das dauerte etwa..geschätzt 4 Wochen (im Nachhinein hab ich das nicht mehr so präsent) Bis er wieder laufen konnte ohne dass man was sah...gutes halbes Jahr.
Das ist aber bei jedem Hund anders, Und bei deinem gehts wahrscheinlich viel schneller, denn das Rückgrat ist nicht betroffen. Unterwassertrainig (Laufband) ist bestimmt gut, aber ob es wirklich sein MUSS, ist die Frage. Man kann auch anders und kostenlos trainieren, aber das musst du selbst entscheiden.
Auf jeden Fall, das wird alles wieder. Das wird euch auch eng aneinander binden, denke ich.

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Frage an "Mischling": Wieso bist du gegen das Impfen???

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Weisst du was, Steff.03
Könnze es eigentlich möglich sein, dass die Orga dir den falschen Hund gebracht hat? Dann wären nicht die Papiere falsch, sondern es wär nicht der richtige Hund. Das spukt mir jetzt so durch den Kopf. Du hast einen King-Charles-Mix ausgesucht, schreibst du. Es sitzen soooo viele davon in den Heimen, auch in der Tötung. Ich meine, im Grunde ist es jetzt ja eh entschieden, aber, mal dumm gefragt... hältst du das für möglich?
 
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