hypernervös und ängstlich

Diskutiere hypernervös und ängstlich im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; hallo, es geht um eine ca 2 jährige Hündin, aus dem Tierschutz (Ausland). Sie ist superhypernervös, heißt, sie ist zu Hause ganz normal, ist...
  • hypernervös und ängstlich Beitrag #1
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Rosa14

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hallo,
es geht um eine ca 2 jährige Hündin, aus dem Tierschutz (Ausland).
Sie ist superhypernervös, heißt, sie ist zu Hause ganz normal, ist Fremden gegenüber sehr mißtrauisch, wenn sie aber merkt das ihr nichts passiert ist alles ok und sie ist lieb und freundlich
und nach kurzer Zeit sogar sehr anhänglich.
Draußen bei Spaziergängen hat sie sehr große Angst vor Menschen. Sie reagiert sehr ängstlich, nervös und mit eingeklemmten Schwanz.
Fremde Hunde sind OK. Vorbeifahrende Autos sind fast OK, aber die Angst ist noch nicht weg. LKW, Bus, Zug, ist der Horror.
Es ist sehr schwierig mit ihr an der Leine zu gehen. Immer muß man aufpassen das man nicht über sie fällt weil sie einem oft ängstlich zwischen die Beine läuft.
Auf weiten Wiesen kann man sie von der Leine ablassen, sie hört sehr sehr gut. Sobald Spaziergänger kommen hat sie wieder Angst.
Der Hund gehört einer alten Dame, sie hat ihn seid ca 6 MOnaten, kann sich nun aber nicht mehr richtig kümmern (Alter Gesundheit).
Haben will die Hündin keiner, aber zurück ins Tierheim soll sie in keinem Fall !
Ich würde die Süße übernehmen, muß aber wissen ob ich das irgendwie in den Griff bekomme weil ich selbst noch 3 Hunde habe. Davon einen ganz Alten der aber nicht mehr mit spazieren gehen kann.
Eine Freundin sagte mir sie hätte ihren Hund (auch Tierschutz, auch überängstlich) vorübergehend vom Tierarzt medikamentös oder Homöopathisch etwas ruhiger stellen lassen.
So hat der Hund langsam die Angst besser überwunden und ist längst ein super zutraulicher und angstfreier Hund geworden.
Was sagt Ihr dazu ?
Gruss Rosa :D
 
  • hypernervös und ängstlich Beitrag #2
Also unter Drogen setzen wäre für mich noch der allerletzte Ausweg.
Besser finde ich, den Hund langsam daran zu gewöhnen. Dass sie bei fremden Menschen immer skeptisch ist wird wohl immer so bleiben.

Du solltest den Hund auf jeden Fall nur nehmen, wenn du bereit und in der Lage bist, lange und ausdauernd mit ihr zu arbeiten. Leicht wird das bestimmt nicht.
Das Ableinen würde ich lassen bzw eine Schleppleine kaufen. Lass mal irgendwas total blödes passieren, Hund erschrickt... Wenn es doof läuft ist sie weg (und sei es nur, weil die "Gefahr" irgendwie zwischen dich und Hund kommt...) . Und lässt sich zumindest von Fremden wohl eher nicht mehr einfangen... wäre mir ein zu großes Risiko.

Ansonsten klingt das schon nach einem Fulltime-Job. Ihr werdet nicht drumrum kommen, wahnsinnig viel mit ihr zu arbeiten, die negativen Erfahrungen in jedem Fall irgendwie neu und positiv zu belegen...
Ich würde aber nicht damit rechnen, dass da in absehbarer Zeit ein souveräner Hund raus kommt...
Keine Ahnung, wie das dann mit deinen anderen funktioniert. Sind die denn alle so "fertig", dass du dich voll auf die Baustellen konzentrieren kannst?

Ich würde vielleicht eher versuchen, eine schöne Pflegestelle für sie zu finden, bzw natürlich einen Endplatz, der die Zeit, Geduld, Ausdauer und Ruhe hat, sich dem voll zu widmen..
 
  • hypernervös und ängstlich Beitrag #3
ich würde sagen das es nicht um ein unter Drogen setzen ist.
Die Hündin wird längst langsam gewöhnt. Ich habe sie schon oft mit auf Spaziergänge genommen.
Und selbstverständlich hat sie beim sogenannten ableinen immer eine sehr lange Leine dran. Die aber ja keine Garantie dafür ist wenn ein Hund echt weglaufen würde.
Ja meine eigenen Hunde sind "fertig".
Hier bei dieser Hündin ist es wahrscheinlich ein langer Gewöhnungsweg.
Mit einer Pflegestelle wurde schon mal versucht, allerdings kam der Hund danach ängstlich zurück.
Ich denke ich werde diese Hündin zu mir nehmen.
Der Einfall mit den Medikamenten / Homöpathie kam mir, weil ich vom Tierarzt (Kastration) wußte das diese Hündin ständig sehr hoch im Dauer Adrenalin steht das die Narkose schon problematisch wurde.
Und eine vorübergehende ganz kleine Beruhigung würde der Hündin sicher ganz viel Stress und sicher auch Angst ersparen.
Kleine Beruhigung, nicht Zudröhnung !
:D
 
  • hypernervös und ängstlich Beitrag #4
ich würde sagen das es nicht um ein unter Drogen setzen ist.
Und eine vorübergehende ganz kleine Beruhigung würde der Hündin sicher ganz viel Stress und sicher auch Angst ersparen.
Kleine Beruhigung, nicht Zudröhnung !
:D

Doch, genau das ist es.
Tut mir Leid, das so krass sagen zu müssen, aber wenn du dich auf das Training - welches sehr viel Zeit und Geduld fodert - nicht einlassen kannst/möchtest, dann tust du euch allen besser, wenn du dich von dem Hund trennst.

Ein Tier mit irgendwelchen beruhigenden Mitteln ruhig zu stellen ist das Allerletzte!!

Ich reagiere hier so gereizt, weil ich selbst eine mehr als panische Hündin habe. Das was du schilderst ist wirklich harmlos. Meine Aiyana hat sich angekackt und eingepinkelt, wenn Menschen sie nur von Weiten angesehen haben. Sie ist eine 65cm Stockmaß Hündin, die aus absoluter Panik nur am Boden kauernd geschlichen ist. Alles war furchtbar. Meinem Mann traut sie noch immer nicht über den Weg und sie lebt jeden Tag mit ihm zusammen.
Sie hat vor Angst ins Auto gemacht. Sie hat vor Angst ins Treppenhaus gemacht, wenn sie nur gehört hat, dass irgendwo eine Tür aufging.
Sie ist vor den Menschen weggelaufen, wo sie nur konnte.

So etwas braucht Verständnis und Training. Und das ist anstrengend!! Dein Hund muss lernen, mit klarem Kopf die Dinge kennen zu lernen, um die Angst zu verlieren. Ich trainiere mit ihr seit August. Sie wohnt bei uns seit Anfang Dezember. Aus der panischen Hündin ist ein Hund geworden, der in der Innenstadt Hannovers entspannt spazieren geht, der MIR vertraut und daher im Auto tief und fest schläft. Der zwar fremden Menschen ausweicht, aber nicht mehr unter sich macht.
Ein Hund, der frei laufen kann und bei Unsicherheit nur zu mir kommt, um Sicherheit zu finden.

Sowas erreichst du nicht, wenn du deinen Hund auf Drogen setzt. Egal wie du es formulierst. Es geht so. Und es gibt schlimmere Fälle, als unsere. Du musst Verständnis dafür habe. Ich interessiere mich derzeit sehr für Angsthunde und arbeite viel mit ihnen. Im Schnitt dauert es ca. 2 Jahre, bis ein ängstlicher Hund selbstsicherer geworden ist und sein Leben entspannt führen kann. Diese Zeit wirst du nicht durch irgendwelche beruhigenden Mittel beschleunigen. Ein Hund der Angst hat, ist in der Lage neues zu lernen und seine Angst abzulegen. JEDER Hund. Auch deiner.
 
  • hypernervös und ängstlich Beitrag #5
hallo Winchester,
danke das Du geantwortet hast.
Folgendes: diese Hündin ist nicht meine Hündin, sondern sie gehört einer alten Dame die nicht mehr kann.
Und ich möchte nicht das die Hündin wieder ins Tierheim kommt. Sie hatte sich im letzten halben Jahre zwar sehr langsam aber doch positiv entwickelt.
Der kurze Versuch einer Probepflegestelle war eher negativ für sie.
Seid vielen vielen Jahren sind meine Hunde immer aus dem ausländischen Tierschutz und ich traue mir zu damit umgehen zu können.
Ich habe da schon einiges erlebt und ich mache es mir bestimmt nicht einfach.
Leider kommen solche letztlich doch anonymem Diskussionen , ohne das Gegenüber, manchmal im falschen Ton rüber !
Trotzdem verstehe ich Deine Ausführungen und finde sie nachdenkenswürdig ohne jetzt selbst gereizt zu sein oder mich so zu äußern.
Sicher wird mir etwas für und mit der Hündin einfallen um ihr zu helfen und sie auf ein gutes Hundeleben zu begleiten.
Danke für Deine hilfreichen Ausführungen und Grüsse
Rosa :D
 
  • hypernervös und ängstlich Beitrag #6
Auch wenn Winchester hier vielleicht einen etwas härteren Ton angeschlagen hat muss ich mich meinen Vorrednern anschließen: Beruhigungsmittel wären für mich immer der letzte Weg.
Sie beheben das Problem nicht, sondern unterdrücken ein Symptom. Mal abgesehen davon, dass ich sowieso jede vermeidbare Medikation bei meinen Tieren auch vermeide, weil ich kein Freund von Dauerbelastung mit Medis bin.
Über die Homöopathie und ihre Wirksamkeit lässt sich dann auch wieder streiten, aber das gehört hier nicht her ;).

Sie hatte sich im letzten halben Jahre zwar sehr langsam aber doch positiv entwickelt.
[...]
Seid vielen vielen Jahren sind meine Hunde immer aus dem ausländischen Tierschutz und ich traue mir zu damit umgehen zu können.
Das sind doch aber gute Voraussetzungen, dass es ganz ohne solche Hilfsmittel klappt, oder nicht ;)?
Die Hündin zeigt ja scheinbar schon Fortschritte, auch wenn vielleicht nicht so intensiv mit ihr gearbeitet wurde, wie es nötig wäre. Das ist doch schon ein sehr gutes Zeichen.

Das einzige, was zu bedenken wäre, wäre ob du wirklich ausreichend Zeit für sie hast, ob das Leben mit drei anderen Hunden auch wirklich das richtige für diesen Hund ist und ob es auch das richtige für deine Hunde ist.
Ich verstehe, wieso du sie aufnehmen willst, aber du musst auch an deine Hunde denken. Lass dir das einfach noch einmal in Ruhe durch den Kopf gehen und überleg dir, ob es nicht sinnvoller wäre, sich mal an den Tierschutz zu wenden und gemeinsam ein neues Heim für sie zu suchen, wo sie ebenfalls die Zeit und Aufmerksamkeit bekommt, die sie braucht.
 
  • hypernervös und ängstlich Beitrag #7
hi Mischling,
ich habe ja nicht gesagt das ich es so möchte, sondern habe gefragt !
Medikamente und auch Homöopathie sind auch für mich nur dort angebracht wo es nötig ist, dies möchte ich hier mal ausdrücklich betonen.
Wenn ich nicht die Zeit hätte, würde ich es wirklich nicht in Betracht ziehen und sicher hätte ich dann auch keine drei Hunde.
Zudem ist diese Hündin längst sehr vertraut mit meinen Hunden die sie sehr mögen und sich sehr gut mit ihr verstehen und vor allem sie mit ihnen !
Ganz lieben Dank für Dein Interesse an meinem Thema.
Grüsse Rosa :D
 
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