Dressurreiter von Heute

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  • Dressurreiter von Heute Beitrag #1
bibi 1997

bibi 1997

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Hallo
zu aller erst ich möchte hier niemanden Beileidigen oder sonstiges.
Aber wenn man hörth ROLLKUREN hört der sport bei mir echt auf. Ich würde gern mal eure meinung dazu hören.
Ich finde es scheiße diese Pferde tuhn mir einfach nur Leid.
Besonders durch Totilas kam das alles so raus das in den meisten dressur trunieren mit Rollkuren geritten wird. Und die Richter das gut finden (hab ich in der Mein Pferd zeitung gelesen)
Lg bibi

Mistgeburt.jpg
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #2
Dressur ist für mich eine Pferdequal, ich bin Western geritten, Englisch find ich auch unmöglich. Man möge mir verzeihen
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #3
Da ist die Frage, was ist für euch Dressur. Ich bin ein paar mal auf einem Tunier A mitgeritten, habe als Kritik bekommen, dass der Kopf vor der Senkrechten war :? Sowas.. geht echt gar nicht. Das Pferd, das ich zuletzt geritten bin hatte panische ANgst vorm Gebiss, wurde nur noch mitm Sidepullreithalfter geritten. Ich finde man kann nicht pauschal sagen welche Reitweise schlimm ist und welche nicht, du kannst auch im Western ordentlich quaelen. Es kommt auf den Reiter an, auf Feinfühligkeit und moralische Sensibilitaet.
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #4
ja aber komm wenn man ein Pferd auf RAR zusammenstaucht oder wie beim englischen ne Gerte einsetzen muss neeeeeeeeee das geht gar nich, Sporen ebensowenig und ja sicher kann man beim Western auch arg quälen aber Dressur is für ein Pferd auch unnatürlich
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #5
Wie gesagt, du kannst in jeder Reitweise dein Pferd zu Grunde quaelen. Ob nun Dressur, Springen oder Western. Klar in der Dressur wird es immer Heftiger, aber ich unterstütze das ja auch nicht. Ob nun man die Pferde auf Teufel kommt raus mit zwei Jahren einreitet und dann vergammeln laesst, die Pferde sich beim Laufen an der Brust riechen laesst oder sie mit Gewalt über Hindernisse zwingt. Alles ist der letzte Dreck und diese Leute sind in meinen Augen eben keine Reiter sondern Tierquaeler.
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #6
das kann ich so unterschreiben. Ich hoffe das ich bald wieder aufs Pferd darf aber ich hab wenig Hoffnung
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #7
Manche Reiter sehen ihre Pferde leider nicht als Partner sondern als Sportgerät..
Traurig ist das und ich hoffe das es da bald ein Umdenken gibt..
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #8
Kenne diese Karikatur auch, ist leider die traurige Wahrheit. Wenn ich an Totilas denke... der arme in seiner fragwürdigen Haltung. Und dass es noch weitere solche Pferde gibt... sowas ist nicht schön :(
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #9
Das ist genauso wie mit den Walkern.. es sollte einfach nicht um den Sieg gehen, sondern die Interaktion zwischen Pferd und Mensch, dem Reiten, dem vernünftigen Reiten.. Ich sehe auch ausreichend Leute die auch ohne Turnierabsichten ihre Pferde schlagen, in Rollkur reiten und einfach alles machen, damit sie ihnen ohne jeglichen Widerstand gehorchen. Ich glaube leider nicht, dass es zu einem Umdenken kommt, ich finde das wird gerade echt Trend. Wenn ich lese, dass Pferde bei Turnieren sterben, zu Tode gehetzt, an Folgen von Dopingmitteln, aus Erschöpfung, wegen Brüchen die sie sich bei Stürzen von riesigen Hindernissen zuzogen. Wer das macht, kann mir nicht erzaehlen, er liebe sein Pferd.
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #10
Ich schreib auchmal was^^

Also.... im Grunde genommen schadet KEINE Reitweise dem Pferd.
Weder Rennreiten, Dressur, Western, Springen, ...sonstiges.
Leider kommts eben nur darauf an, wie das ausgeführt wird.

Speziell zur Dressur:
Der Sinn ist ja eigentlich, das Pferd zu gymnastizieren, es gesund zu erhalten.
Muskeln aufzubauen, den Rücken zu stärken.
Dabei bringt Rollkur nichts - der Mensch macht das eigentlich nur, weil er dadurch Macht hat und es schneller nach etwas Tollem aussieht (für Laien).
Ebenso bringt es natürlich z.B. beim Westernreiten auch nichts, denn auch DA gibt es oft genug Rollkur!
Genausowenig bringt "auf der Vorhand latschen" was, (kommt ebenfalls in jeder Sparte vor) oder Kopf hoch, Nase vor.
Das alles schadet dem Rücken.

Wenn ein Pferd mal kurz hinter der Senkrechten ist -und ich meine nicht diese "10-Minuten-Rollkur-ist-ok" Sache sondern ein paar Sekunden ein paar CM hinter der Senkrechten, was aus den verschiedensten Gründen passieren kann (kurz zu harte Hand, Parade zu viel, sonstiges), auch etwas vor der Senkrechten reiten finde ich okay.
Man soll ein Pferd ja nicht da hinzwängen - leider wird es oft so vermittelt. Klar, es geht schneller....
Die meisten bringen ein Pferd auch nur durch Paraden und Zerren in die Senkrechte.
Paraden sind natürlich wirksam, aber ein Pferd soll ja "in die Senkrechte geritten werden", durch Schwung, Losgelassenheit, Tragfähigkeit.
Wenn man sich die Dressurpferde mal anschaut... vorallem im starken Trab... haben die Schwung aus der Hinterhand?
Eigentlich schleift das doch nur so hinterher.

Das allein bedeutet ja schon, dass das Pferd nicht vorsichtig, natürlich und langsam in die Senkrechte gebracht wurde.

Rollkur schadet allem... Rücken, Maul, Beinen, Hals, - einfach allem!
Es ist so unötig und wird leider nur so wirklich bei Totilas bemerkt.
Die meisten sehen gar nicht, dass im Endeffekt an jedem Reitstall (mit bereitbaren Reitplatz) mindestens ein Reiter ist, der Rollkur betreibt.

Finde es auch schade, dass die Richter das wirklich akzeptieren...
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #11
Stimmt jede reitart kann pferde quälen.
Schrecklich ist es trotzdem und manche sind stolz auf so ein scheiß
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #12
bibi:

Genau... es kommt auch in jeder Reitweise eigentlich gleich viel vor, aber im Dressursport wird das am meisten bemerkt.
Ich kenne an Freizeit!ställen genauso viele Springreiter, die teilweise auch erst Klasse A sprignen (einige nicht auf Turnieren) und die regelmäßig Rollkur reiten. Zwar nicht so aus den Gründen, dass das Pferd mal Piaffe lernt, aber weil sie halt Kontrole wollen.

Und wenn man es so sieht, sind die ganzen Bewegungsarten in den Reitweisen ja nicht unnatürlich...
Speziell zur Dressur: Piaffe zeigt ein Hengst "gerne" mal, wenn er aufgeregt ist oder eine Stute sieht, auch Passage.
Man kann das auch nur mit Halsring erarbeiten - und dann kann wirklich niemand sagen, dass es totaler Zwang sei oder unnatürlich.
Bei den Turnierpferden ist es unnatürlicher, weil alles mit extremen Druck erarbeitet wird. Ich zweifel daran, dass diese Pferde sich auchmal lange dehnen dürfen (im Training)
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #13
Ich finde es wirklich schade wie mit manchen Pferden umgegangen wird! Das ist wirklich entsetzlich. Vor allem wenn dies ausgeübt wird, obwohl man weiß das es seinem Pferd schadet. Aber generell würde ich deshalb nichts gegen den Dressursport sagen, denn es reiten schließlich nicht alle Reiter grausam. Es gibt auch viele Reiter (egal welcher Reitweise) die sich Gedanken machen wie man bestmöglich mit seinem Pferd umgeht.
Lieben Gruß
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #14
denn es reiten schließlich nicht alle Reiter grausam.

Aber leider die meisten. Vorallem in den höheren Klassen.
Und es bleibt ja nicht bei nur zu engen zügeln etc. Diese Pferden stehen ja auch fast nur in der Box.
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #15
Aber leider die meisten. Vorallem in den höheren Klassen.
Und es bleibt ja nicht bei nur zu engen zügeln etc. Diese Pferden stehen ja auch fast nur in der Box.

Ja das kann sein, das ist wirklich nicht ok. Aber das hat ja schließlich nichts mit den "normalen" Reitern zutun die sich auch bemühen die Pferde pferdegerecht zu behandeln und sie täglichen Weidegang oder im Offenstall stehen habe. Deshalb würde ich nicht allen Dressurreitern einen Stempel aufkleben und sie als Tierquäler bezeichnen. Ich glaube da gibt es große Unterschiede.
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #16
Ich persönlich halte vom Dressursport nichts. Werde aber trotzdem nicht alle Reiter über einen Kamm scheren, da es zum Glück auch Leute gibt, die ihr Pferd als Partner und nicht als Sportgerät behandeln. Bei allen anderen sage ich nur: Sobald es um den Profit geht, bleibt das Pferd auf der Strecke. Was ich schlimm finde, das sowas "von oben" auch noch toleriert wird. :(
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #17
Ich finde man kann keine Reitweise verurteilen. Denn es kommt auch immer auf den Reiter an und darauf wie man das ganze umsetzt.
Beim Springsport kann man natürlich sagen: Das würde ein Pferd freiwillig nicht gerne machen. Aber es gibt halt auch Pferde die das wirklich gern machen. Ich kenne eine Hannostute wenn man die laufen lässt und da ist in der mitte ein kleiner Sprung aufgebaut, dann springt die da freiwillig gerne rüber.

Beim Dressurreiten find ich diese ganzen Rollkur Geschichte natürlich auch echt nicht gut. Und sowas darf einfach nicht mehr sein. Aber wenn das ganze etwas lockerer geritten wird, find ich daran nichts schlimmes. Solange es dem Pferd halt gut geht.

Beim Westernreiten kann man auch sagen das dieses ganze schnelle stoppen und drehen nicht gut für die Gelenke und Sehnen ist. Aber solange man das ganze dosiert und nicht aus spaß oder naivität dauernt macht, find ich da auch nichts schlimmes dran.
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #18
So, dann mag ich da auch mal als quasi direkt Betroffene sagen :006:

Ich finde es gut, dass auf die Problematik "Rollkur" so intensiv eingegangen wurde, leider beschränkt(e) sich die Berichterstattung ausschließlich auf den Dressursport. Grund dafür war einfach der relativ plötzliche Erfolg der Holländer auf Internationalen Turnieren. Wäre Deutschland zu dem Zeitpunkt Nummer 1 gewesen, würde kein Hahn nach der Sache krähen. Durch Totilas kam dann die Verknüpfung mit der Dressur, obwohl hier nicht mehr oder weniger gerollt wird, als in anderen Sparten.
Auch wenn ich dieses "aber der ist noch viel schlimmer!" Gerede nicht besonders mag, möchte ich mal anmerken, dass im Springsport härtere Geschütze aufgefahren werden ( können).

Da ich ja nun mal Leistungsmäßig diesen Sport betreibe, tummel ich mich auch dementsprechend häufig auf den Turnieren in ganz D rum und kann sagen, dass der Mammutanteil der Reiter keine bösen Rollkur-Sadisten sind, sondern ordentlich ihre Pferde arbeiten.

Ein verspanntest Pferd bekommt die goldene Schleife nicht, auch nicht im ländlichen Bereich.
Und grade, wenn Du die Pferde verkaufen willst, musst Du in der heutigen Zeit ordentliche Pferde anbieten. Die Kunden die bereit sind einen hohen Preis für ein gutes Pferd zu bezahlen, wollen keine Kompromisse machen.
Entweder ist das Pferd leicht zu bedienen und korrekt ausgebildet oder sie gehen zu jemand anderem.

Auch die Haltungsformen der Pferde, wandelt sich. Nicht nur bei mir darf das Grand Prix Pferd seinen täglichen Weidegang genießen, sondern viele Reiter sind bemüht ihren Tieren die bestmögliche Haltungsform zu ermöglichen.

Was ich einfach schade finde, ist das dieses Halbwissen als bare Münze genommen wird. Da wird auf der einen Seite mächtig über die Sportreiter gelästert, aber das eigene Reitverhalten wird kaum bis gar nicht reflektiert.
Da kaufen sich junge Mädels den rohen 3 Jährigen, lehnen Unterricht aus finanziellen oder moralischen Gründen gänzlich ab und wollen ihr wissen aus Büchern ziehen. Dann ist das Geschrei groß, wenn dann alles in die Hose geht.
Das Pferd steigt und bockt nur noch? Naja, der ist halt so.
Der Sattel passt natürlich auch, weil das hat mir meine Reiterfreundin versichert.

Durch diese ganze Rollkur-Hysterie bekommen die Reiter auch mittlerweile einfach Panik ihr Pferd zu eng zu reiten. Dann wird es hingenommen, dass das werte 4-Bein auf der VH latscht oder den Rücken durchdrückt aber Hauptsache es befindet sich nicht mal in der nähe der Senkrechten ;)

Ziel der Ausbildung ist nicht, dass das Pferd "durchs Genick" geht, sondern ein Pferd welches sich selbst trägt, aktiv in der HH ist und flexibel im Körper. Die Anlehnung ist nur das Endresultat.

Der Turnierreiter lässt sich natürlich besser bei der Arbeit beobachten als der so genannte Freizeitreiter. Macht dieser sein Ding nur im stillen Kämmerlein.
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #19
Hallo ihr lieben,

also die Karikatur ist klasse, sollte es aber auch für Western/Spring und Freizeitreiter geben.

Wie Trullas schon sagt, wird in dieser ganzen Hysterie nur der böse, böse Dressurreiter angegegangen. Aber es gibt in jeder Reitart schwarze Schafe. Es kommt allein darauf an wie die Menschen sie anwenden.

Ziel einer jeden Pferdeausbildung sollte ein ausgeglichenes, gymnastiziertes, gesundes und zufriedenes Pferd sein. Ohne jeglichen Zwang und ohne der Gesundheit schaden. DAS ist die absolute Traumvorstellung und ich denke nicht immer umsetzbar.... und auch ich mache genug fehler mit meinem Pferd auch wenn ich es gut meine... Beispiel (weil ich den falschen Leuten geglaubt habe, hat mein Pferd massiven Satteldruck...leittragender mein Pferd, Schuldiger ich)

Und ich möchte nicht in einige Springställe oder Westernställe schauen. Ich will nicht wissen wie bei manchen die Kutschpferde ausgebildet werden. Ich will auch nicht wissen wieviele Freizeitpferde mit falschem Sattel und Gebiss über Stock und Stein laufen müssen ohne je zu wissen was Gymnastizierung überhaupt ist.

Wir können nur versuchen es besser zu machen und unseren Pferden das bestmögliche Leben zu bieten (egal ob Haltung, reiten, Gesundheit oder sonst was) Nachdem was unsere Pferde leisten müssen ist das wohl das mindeste.

Lg
Anni
 
  • Dressurreiter von Heute Beitrag #20
hey bibi,
das bild triffts genau auf den punkt!;)Aber Rennen finde ich gefährlicher/schlimmer (allerdings ist das ja jetzt für das pferd auch nich so unatürlich wie z.bSpringen..)das eine oder andere pferd stirbt da schon mal(...!):shock:entweder an einem unfall oder wegen erschöpfung...Aber es geht ja jetzt um Dressur...Ich denke jeder zweite reitet mit Rollkur (bei den Dressurwettbewerben meine ich)...Und zu Totilas, da gabs mal auf Yotube ein sehr eindrucksvolles video (was zeigte das er NICHT artgerecht lebte!) Aber generell die erfolgreichsten pferde sind ja auch viiiel zu kostbar um ein paar stunden mit artgenossen auf der koppel zu verbringen:(
 
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